Wozu eigentlich Smalltalk? Glaubt man den unzähligen Karriereblogs, ist Smalltalk in aller Munde. Eine griffige Übersetzung hat sich bislang nicht durchgesetzt. Stattdessen wird er umschrieben – als beiläufige Konversation mit banalem Inhalt (vgl. Mehl et al., 2010). Wer nun meint, das klinge nach einer Trivialität des Alltags, die der Rede nicht wert ist, wird von der „Karrierebibel“ eines besseren belehrt: „Smalltalk genießt in Deutschland keinen besonders guten Ruf. Doch die Annahme, dass er bloß, weil dabei über Belangloses gesprochen wird, keine Bedeutung habe, ist falsch. Gekonnter Smalltalk kann ein Türöffner sein.“ Hinter dem scheinbar Bedeutungslosen soll sich demnach ein Werkzeug für die soziale Anerkennung in Privatleben und Beruf zu verbergen. Von unserer Gastautorin Jennifer Apolinário-Hagen.
SED-Justiz 2

„Nichts steht dem im Wege, dass die amtlichen Richter, die zur Entscheidung anstehenden politischen und juristischen Fragen mit den Genossen aus den mittleren und unteren Parteiinstanzen beraten. Ja, sie müssen es sogar, denn die Justiz ist richtig verstanden auch nur ein Verwaltungszweig. Er kann nur richtig gehandhabt werden, wenn in ihm dieselben politischen Impulse eingehen, wie in allen übrigen Verwaltungen.“ Max Fechner, 1948 Von unserem Gastautor Thomas Weigle.
Diese Einstellung ist etwa 250000 politischen Häftlingen zum Verhängnis geworden, viele andere wurden „zersetzt“, wie es im Stasijargon hieß und an der Stasihochschule in Potsdam gelehrt wurde. Dort wurde auch gelehrt, wie man unliebsame Menschen, „Feinde“ der DDR auf fremdem Territorium ermordet oder entführt.
Wieso junge Mädchen in den Jihad ziehen
Der Beitrag einer anonymen Gastautorin, zu der Frage, wieso junge Mädchen in den Jihad ziehen.

Es klingt wie ein flacher Witz, soll aber nicht einmal einer sein. Vielmehr ebnet die Frage den Weg zu einer Antwort auf eine viel bedeutendere: was treibt junge Menschen in den radikalen Islam? Sollte man – und kann man überhaupt noch intervenieren, um naive Jugendliche vor sich selbst und den Extremisten zu schützen? Ansichten einer besorgten Humanistin.
Nach einer langen, aufreibenden Reise steht sie nun endlich vor den Kielbögen des Bagdad-Tors in Rakka, Syrien. Das Gebäude wurde im zwölften Jahrhundert errichtet, als die Stadt sich unter muslimischer Herrschaft befand. Sie ist sich sicher: sie wird Teil einer noch viel größeren Geschichte werden. Sie wird helfen, die Gerechtigkeit Allahs auf der ganzen Welt zu verbreiten. Den heißen, trockenen Wind spürt sie fast nicht mehr, ihr nunmehr voll verschleiertes Gesicht wird allenfalls noch der
Sportlerinnen protestieren gegen Aus der VfL-Bochum Kickerinnen

Die Solingerin Melanie Hepp ist ein Talent im Frauenfußball. Sie spielte für Eintracht Solingen, in der Bundesliga für Bayer 04 Leverkusen und nun wechselte sie zum Saisonbeginn zum Zweitligisten VfL Bochum. Dort gibt es jedoch Probleme. Von unserem Gastautor Christian Deutzmann/Solinger Bote
Der VFl Bochum hat angekündigt sich zum Ende der Spielzeit 2014/2015 gänzlich von seinen Frauenfußballmannschaften zu trennen. Diese wurden im Zuge der Bewerbung für die Frauenfußball WM 2011 in den VfL integriert und hat diverse Fördermaßnahmen zur Modernisierung und vor Allem Prestige als WM Spielstätte dem VfL Bochum gebracht.. Mittlerweile spielt die erste Frauenmannschaft in der 2.Bundesliga Nord und die U17 in der Juniorinnen Bundesliga West/Südwest.
Die SED-Justiz

Für ein Mitglied der SED war, so schreibt Stefan Wolle in „DIE HEILE WELT DER DIKTATUR“ war der Vergleich zwischen der DDR und NS-Deutschland die schlimmste aller Verleumdungen, da er sich aus seinem „antifaschistischen“ Selbstverständnis als das pure Gegenteil verstand. Von unserem Gastautor Thomas Weigle.
Nun ist richtig: KZs und Massenvernichtung gab es nicht,die DDR hatte keinen Krieg begonnen, aber ihre NVA stand im August 68 einmarschbereit in den erzgebirgischen Wäldern, ebenso existierten Pläne und Absichten im Falle eines Falles 81 in Polen „brüderliche Hilfe“ zu leisten.
Im Umgang aber mit wirklichen oder vermeintlichen Staatsfeinden kommen einem schon Vergleiche in den Sinn. So wie Hitler manches Mal ein Urteil korrigierte, änderte das Politbüro manches Urteil um, in schwerwiegenden Fällen gab das Politbüro die Urteile vor, auch Todesurteile. Besonders die Urteile in den Waldheimprozesse waren vor gebacken.
Buchholz’sche Solidarität mit dem kurdischen Widerstand

Der folgende Text fand sich kurz auf Jakob Augsteins Hobby Freitag.de. Dann wurde er gelöscht, der Autor ausgesperrt. Wir finden den Artikel so gut, dass wir ihn nun in diesem Blog veröffentlichen.
„Solidarität mit dem Widerstand in Kobane – US-Bombardement stoppen!“ steht auf dem Pappschild. Ich will hier gar nicht mit Logik kommen, denn was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich glaube, sie weiß es selbst nicht, was wieder einmal beweist, dass verteidigungspolitische Sprecher egal welcher Fraktion sich nur so bezeichnen dürften, wenn sie auch nur annähernd etwas vom Militär verstehen würden. Ich vermutete zunächst, dass sie ihre militärischen Kenntnisse aus der Mitgliedschaft der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) der ehemaligen DDR bezogen hatte, doch ein kurzer Blick in Wikipedia belehrt mich, dass die Dame in Hamburg geboren wurde. Und, dass sie, zumindest offiziell, nicht zur RAF gehörte, schliesst eine militärische Ausbildung durch die NVA ebenfalls aus. Inwiefern eine Mitgliedschaft im trotzkistischen Linksruck, im ATTAC oder als Vertrauensfrau der ÖTV eine Ausbildung an Waffen
Fußball im Nationalsozialismus (Teil 4) – Bis zu den ersten Vertragsfußballspielern nach dem Krieg

Im vierten Teil dieser Serie beschäftigt sich unser Gastautor Thomas Weigle mit der Situation des Fußballs im Nachkriegsdeutschland, erzählt u.a. von der Situation der ersten ‚Vertragsfußballspieler‘ im Westen der Republik:
„DEUTSCHE NATIONALELF KEHRT ZURÜCK“ freute sich das „Sportmagazin“ in seiner Ausgabe vom 5.7.1950. Deutschland war 1945 aus FIFA und IIOC ausgeschlossen worden.
War Sport nicht Völker verbindend, trug er nicht zur Überwindung der Grenzen bei? Da schreibt im „Sportmagazin“ der Clubberer Pöschl, den es 49 „beruflich“ in die Schweiz verschlagen hatte, dass die Sportler „eben keinen Hass kennen“ würden, er auf großes Verständnis und Interesse gestoßen sei, auch wisse man in Basel, Luzern, Zürich gut Bescheid über den aktuellen Fußball in D.
Auf dem FIFA-Kongress 1950 in Brasilien wurde Deutschland in Gestalt der Bundesrepublik formal noch nicht wieder aufgenommen, allerdings war nunmehr jeglicher Fußballverkehr mit Deutschland gestattet, selbst Länderspiele, sie durften nur nicht so genannt werden und in keiner Statistik auftauchen.
Probono TV 14
Ebola? Da gibt’s doch was von… Esopharm

Schon an anderen Stellen haben wir uns mehr oder weniger ernsthaft mit dem Thema „Ebola“ auseinander gesetzt. In ihrem Crosspost erklärt Claudia Graneis (Foto) das Ebola-Virus, hilft es in seiner Gefährlichkeit einzuordnen und geht insbesondere auf gefährliche paramedizinische Ansätze ein.
von Claudia Graneis
Ebola grassiert momentan in mehreren afrikanischen Ländern und hat bereits verheerenden Schaden angerichtet. Doch das hätte alles nicht sein müssen, finden unsere Freunde von Esopharm.
Fußball im Nationalsozialismus (Teil 3) – ‚Vom Reichs- zum Bundestrainer‘

Im dritten Teil seiner Mini-Serie für die Ruhrbarone beschäftigt sich unser Gastautor Thomas Weigle heute mit der Übergangsphase des Fußballs von der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zu den Anfängen der fußballerischen Nachkriegszeit in der BRD und ihrem unbestrittenen Höhepunkt beim ‚Wunder von Bern‘ im Jahre 1954:
„Die Gründung der Bundesrepublik im Wankdorfstadion zu Bern.“
„100.000 sind deprimiert aus dem Stadion weggegangen. Den Leuten liegt der Gewinn eines Fußballspiels mehr am Herzen als die Einnahme irgendeiner Stadt im Osten“, giftete Goebbels nach dem 2:3 gegen Schweden am 20.9.1942. Solch billiges Sehnen und Fühlen der Volksgenossen durfte in Zeiten des Kampfes im Osten und um die Weltherrschaft natürlich nicht angehen, so war trotz dreier folgender Siege mit jeweils fünf Toren auf der Habenseite am 22.11.1942 Schluss mit nationalmannschaftlicher Kickerei, ehe auf den Tag genau 8 Jahre später der Schalker Burdenski einen Elfmeter zum 1:0 gegen die Schweiz verwandelte. Ein Tor, das geschätzte 100.000 Zuschauer im völlig überfüllten Neckarstadion, ehemals Adolf-Hitler-Kampfbahn, heute Mercedes-Benz-Arena, bejubelten.
