Der Aufklärer

Klimademonstration 2019 Foto: Laurin


Untergangspropheten und Energiewende-Lobbyisten beherrschen seit Jahrzehnten Publizistik und Politik in Sachen Klima. Fakten, die nicht zu den schlimmstmöglichen Szenarien passen, dringen fast nie an die Öffentlichkeit. Axel Bojanowski versucht dennoch das zu tun, was Journalisten tun sollten: sachlich über eine Wissenschaft berichten, die wie kaum eine andere politisiert und emotionalisiert wurde. Sein neues Buch ist ein Lichtstrahl der Aufklärung durch den Rauch der Apokalyptik. Von unserem Gastautor Michael Miersch.

Die prominente Journalistin Carolin Emcke rief kürzlich dazu auf, „diesen Kram“ nicht zu lesen. Mit „Kram“ waren alle Publikationen gemeint, die den drohenden Weltuntergang anzweifeln. Der Saal, mehrheitlich besetzt mit deutschen Tech-Hipstern, applaudierte diesem Selbstzensuraufruf. Axel Bojanowskis neues Buch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht erschienen, doch es enthält genau das, was man gemäß Emcke keinesfalls lesen darf.

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EM in Gelsenkirchen: Nachhaltigkeit oder teure Illusion?

Karin Welge posiert Foto: Gerd Kämper/Stadt Gelsenkirchen
Karin Welge posiert Foto: Gerd Kämper/Stadt Gelsenkirchen

Rund 20 Millionen Euro werden Gelsenkirchen die EM-Spiele wohl kosten. „Die Partien, die in Gelsenkirchen stattfinden werden, erfordern in Teilen weitere Investitionen in den Fanzonen und im Sicherheitsbereich, die wir noch nicht abschließend beziffern können“, sagte ein Sprecher vor ein paar Wochen. Das klingt annehmlich und ja, eine Party ist doch immer schön. Gelsenkirchen und Fußball, das gehört ja bekanntlich zusammen. Vorbildlich macht man sich Gedanken zur Nachhaltigkeit der Spiele und insbesondere sollen die Aktivitäten im Kinder- und Jugend- sowie im Sportbereich über das Turnier hinaus fortgeführt werden. Von unserem Gastautor Frank Eckardt.

Man wird sofort einwenden können, dass hierfür doch nicht auf die Fußball-EM gewartet werden müsse. Wenn diese Aktivitäten als nützlich angesehen werden, könnten die Gelder doch auch ohne den Anlass

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„Der Westen ist einsam“

Casa|blanca Foto: Moritz Pieczewski-Freimuth


Im erstmalig erschienenen Casa|blanca-Magazin sezieren ideologiekritische Autoren die äußeren und inneren Bedrohungen des Westens. Getreu einer zentralen Erkenntnis der Kritischen Theorie wohnt unserer Zivilisation immer das Risiko zur Selbstdemontage inne. Casa|blanca verortet die gegenwärtige Regression in der Epochenzäsur „Corona“, im alles übertönenden „Klimaschutz“ und im transnationalen Islamismus, der am 7. Oktober auch die katastrophalen Folgen von spärlich geschützten Grenzen aufzeigte. Während Israel „stellvertretend und zunehmend desperat“ die freie Welt verteidigt, entsteht zumindest an einer Stelle beim Lesen der Eindruck, dass die Ukraine dies nicht tue. Ebenfalls ungeachtet dessen, dass die Agenda des Magazins „Texte zur falschen Zeit“ heißt, liefert die Redaktion Casa|blanca eine intellektuell versierte, scharfzüngige Abrechnung mit den current things auf Höhe der Zeit. Von unserem Gastautor Moritz Pieczewski-Freimuth.

Die Ende April 2024 veröffentlichte Erstausgabe Casa|blanca hat zum Titelthema „Der Westen ist einsam – Von der Aufgabe bürgerlicher Freiheit“. Wenige Wochen zuvor konnte man auf der Casa|blanca-Webseite drei Artikel Probe lesen und sich bereits ein Exemplar für 10,00€ statt regulär 12,50€ sichern. Die für eine Zeitschrift fast schon zu

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„Wer Ja sagt zu mehr Zuwanderung, muss auch Ja sagen zu mehr Wohnungsbau“

VTC Mercedes-Benz in Stuttgart-Untertürkheim Foto: Enslin – Lizenz: CC BY-SA 3.0


Alles soll umsonst werden, die Industrie spielt keine Rolle mehr und bitte nicht so viel Wohnungsbau wegen des Klimas? Auch in der größten Industrieregion Deutschlands wird so gedacht. Von unserem Gastautor  Jendrik Scholz.

Wenige Tage vor der Kommunalwahl in der von großen Produktionsanlagen, unter anderem den drei Großkonzernen Mercedes, Porsche und Bosch, dominierten Stadt Stuttgart, wo eine „ökosoziale Mehrheit“ aus Grünen, SPD, Stuttgart Ökologisch Sozial (SÖS), Linkspartei und diversen Kleinstgruppen im Gemeinderat dem direkt gewählten CDU-Oberbürgermeister Frank Nopper gegenübersitzt, beherrscht den

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Behauptungen von einem „Völkermord in Gaza“ könnten für Spanien unliebsame Folgen haben

Margarita Robles Foto: Ministry of the Presidency. Government of Spain Lizenz: Copyright


Die öffentlich geäußerte Behauptung spanischer Regierungsmitglieder, Israel begehe einen Genozid in Gaza, könnte für Spanien sehr unliebsame Konsequenzen haben. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Der Vorwurf, Israel beginge in Gaza einen Völkermord, geht dieser Tage vielen Menschen sehr leicht und sehr schnell über die Lippen. Schließlich kostet solch ein Sager ja nichts, bleibt weitgehend folgenlos und klingt doch so, als stehe man auf der Seite der Guten.

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„Die Olympiade 2036 ist kein wirklich guter Anlass, für das Ruhrgebiet zu werben“

Entzündung der Flamme in Olympia Foto: Waerfelu Lizenz: CC BY 3.0


Unser Gastautor Klaus R. Kunzmann zweifelt an dem Sinn einer Olympiabewerbung des Ruhrgebiets.

Dieser Tage haben zwei Meldungen zur Zukunft des Ruhrgebietes überregionale Aufmerksamkeit in den Medien gefunden. In einem Interview mit der FAZ vom 20. Mai 2024,  wünschen sich Rolf Buch und Andreas Maurer, die Vorstandsvorsitzenden von Vonovia  und Moderatoren des von RAF

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„Wer Antisemit ist, bestimmen wir“

Hauptgebäude der Humboldt-Universität zu Berlin im Palais des Prinzen Heinrich Foto (Ausschnitt): Christian Wolf (www.c-w-design.de) Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE


An der Philosophischen Fakultät der HU-Berlin möchte man selbst bestimmen können, wer Antisemit ist. Schon immer beschäftigte Berliner Professuren nämlich die Judenfrage. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Er ist Professor der Philosophie an der HU Berlin, also auf jeden Fall Mann des Fachs. Und da Professoren an Berliner Universitäten schon früher häufiger auffielen, weil sie sich akademisch ausgiebig mit

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Georg Jellinek und drei offene Fragen zu einem palästinensischen Staat

Georg Jellinek Foto: Universitätsbibliothek Heidelberg Lizenz: CC BY-SA 4.0


Unser Gastautor Thomas von der Osten-Sacken zweifelt daran, dass viele derer, die nun die Anerkennung eines palästinensischen Staates fordern, sich überhaupt bewusst sind, was einen Staat ausmacht.

Was mich jedes Mal aufs Neue verblüfft: Da beschäftigen sich Leute hauptberuflich mit diesem Konflikt, über den mehr Bücher und Artikel geschrieben wurden, als über den gesamten afrikanischen Kontinent (zumindest war das im Jahr 2000 so, wie eine Untersuchung ergab), und dann können sie nicht einmal die Fakten richtig darstellen.

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