Wo die arabische Straße noch richtig wütend ist

Antisemitische Demo in Duisburg am 9. Oktober 2023 (Foto: Roland W. Waniek)

Der Nahe Osten ist in Deutschland vor allem eine gigantische Projektionsfläche. Da wird Bagdad schnell zu Stalingrad, Genozide finden statt und Orte sehen aus wie Dresden. Von unserem Gastautor Thomas von der Osten-Sacken.

Größtenteils ist Reden über den Nahen Osten so ein Selbstgespräch der Landsleute in Dauerschleife, in dem deshalb auch die immer gleichen Phrasen seit Jahrzehnten auftauchen: Gewaltspirale, Flächenbrand und Eskalationsschraube, um nur ein paar zu nennen.

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Sahras tolle Friedenstruppe

Sahra Wagenknecht Foto (Archiv): Roland W. Waniek


Sahra Wagenknecht rief und die deutsche Friedensbewegung kam. Da sie sich bei mir um die Ecke versammelte, ging ich hin und schaute mir die Friedensfreunde einmal von nahem an. Von unserem Gastautor Michael Miersch.

Ralf Stegner (SPD) hat Mut. Angesichts Hunderter wütender Israelhasser vor der Bühne den Massenmord vom 7. Oktober zu erwähnen, das bringt nicht jeder. Es brachte ihm einen Sturm aus Buh-Rufen und Pfiffen ein. Ebenso wie seine Bemerkung, es sei gerechtfertigt, der Ukraine bei ihrer Verteidigung zu helfen. Peter

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„Die unheilbringenden Ideologien, die Feinde der individuellen Freiheit und Entfaltung, sind nicht tot“

Stefan Meetschen Foto: Anna Opolska Lizenz: Copyright


Unser Gastautor Markus Günther hat Stefan Meetschens neuen Roman „Gespenster wie wir“ gelesen.  

„…etwas am Wort Duisburg hatte ihn angezogen. Etwas Graues hatte er dabei vor sich gesehen, eine deutsche Stadt, die ganz entfernt noch nach Krieg roch, eine Form von Verelendung, die zu seiner derzeitigen Stimmung passte…“ Alles andere als eine Liebeserklärung, was der niederländische Schriftsteller Cees Nooteboom in seinem Roman „Paradies verloren“ über die Stadt am Niederrhein schrieb. 20 Jahre später stehen diese Zeilen wie eine Einstimmung auf dem Vorsatz von Stefan Meetschens Roman „Gespenster wie wir“. Und auch er sieht bei der Wiederbegegnung mit dem Ort seiner Herkunft eine „dunkle Stadt“, die man sich beim besten Willen nicht schönreden kann. Und wie alle, die das Ruhrgebiet verlassen haben, findet er sich bei Heimkehr und Spurensuche nur schlecht zurecht, es überwiegt das Fremdsein, die Unzugehörigkeit: „Niemand kannte ihn hier.“

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Ohne Apokalypse sind die Grünen noch nie ausgekommen

Robert Habeck bei einer Podiumsdiskussion | Foto: wikipedia / Steffen Prößdorf / CC BY-SA 4.0


Jetzt wollen die Habeck-Grünen pragmatischer und moderater werden, um die geflohenen Wähler zurückzulocken und sich als Koalitionspartner für die CDU zu empfehlen. Anderseits bleiben sie bei der großen Erzählung vom Weltuntergang, der zwangsläufig einträte, wenn nicht alle menschlichen CO2-Quellen konsequent abgestellt würden. Wie passt das zusammen? Von unserem Gastautor Michael Miersch.

Politische Bewegungen, die glauben, sie hätten die Ursache für alles Elend dieser Welt gefunden, sind nichts Neues. In der jüngeren europäischen Geschichte folgten die Nazis und die Kommunisten dem Wahn einer totalen Welterlösung. Für die einen waren die Juden an Allem Schuld. Für die anderen lag der Schlüssel zum Paradies in der Verstaatlichung der Produktionsmittel. Um die arische Rasse beziehungsweise die Arbeiterklasse zu retten, setzten beide

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Wellness-Revolte: Warum der Peak Woke noch lange nicht erreicht ist

Florian Friedman Foto: Gaby Schütze Lizenz: Copyright


Wer meint, mit der Demolierung des Westens durch woke Eiferer habe es bald ein Ende, übersieht ein wesentliches Merkmal dieser Bewegung: Sie nützt den Starken und schadet den Schwachen. Von unserem Gastautor Florian Friedman.

Der Gipfel der Wokeness, glauben inzwischen viele, ist längst erklommen. „Peak Woke“ wird dieser Silberstreif am Horizont in den USA genannt, wo man bereits seit längerem auf ein Abebben von Identitätspolitik, Cancel-Culture und moralischem Relativismus hofft. So durchgeknallt gerate mittlerweile, was die Non-Binären der Teddybär-Rucksack-Antifa treiben, dass die Toleranzgrenze des Normalbürgers überschritten sei. Jede Gefolgschaft werde schon bald unter Gelächter verweigert, heißt es. Flüsternd dann im Nachtrag: Vielleicht kehre sogar wieder „Normalität“ ein.

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„Die Aktionen Israels stehen für die Überlegenheit der westlichen Kultur gegenüber religiösem Fanatismus“

IDF Caracal Battalion (Symbobild) Foto: Israel Defense Forces Lizenz: CC BY 2.0 DEED


Die präziseste Anti-Terror-Operation der Geschichte hat die Kommunikationsnetze der Hisbollah zerschlagen – und ihre Psyche. Von unserem Gastautor Srulik Einhorn.

Schock. Anders lässt sich die aktuelle Lage im Libanon nicht beschreiben. Ein Land, das in einem einzigen Moment durch eine erfolgreiche Operation, die die Kommunikationsgeräte von Tausenden Hisbollah-Terroristen lahmlegte, in einen Schockzustand versetzt

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Nutzlose Klimapolitik im Wald

Anlässlich der Vereinbarung für Einschlagstopp in alten Buchenwäldern besuchte Steffi Lemke die Bundesforst-Flächen, um sich über deren Zustand und die aktuellen Maßnahmen zum Schutz der Natur aus erster Hand zu informieren. Foto: BImA Lizenz: Copyright


Mit 20 Millionen Euro aus dem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz unterstützt die Bundesregierung den Verzicht auf die Holzernte in alten Buchenwäldern. Betagte Buchen sollen als Kohlendioxid-Senken dem Klimaschutz dienen. Der Waldökologe Roland Irslinger erklärt, warum das falsch ist. Von unserem Gastautor Michael Miersch.

Frage: Wie steht es um die deutschen Wälder? Hat nach den Trockenjahren das verregnete 2024 den Bäumen eine Atempause verschafft?

Roland Irslinger: Wichtige Hinweise auf die Gesundheit der Wälder ergeben sich aus dem Kronenzustand der Bäume im belaubten Zustand.

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Bochumer Kulturzentrum Bahnhof Langendreer stellt antisemitische Bilder aus

Kulturbahnhof Langendreer Foto: Frank Vincentz Lizenz: CC BY-SA 3.0


Der Bahnhof Langendreer, bekannt als eines der ältesten soziokulturellen Zentren im Ruhrgebiet, will ab kommenden Freitag die Ausstellung „Guernica-Gaza“ zeigen. Von unserem Gastautor Sebastian Zimmermann. 

Wem die Ausstellung unbekannt ist: Werke aus dieser sorgten bereits auf der Documenta 15 für einen Skandal, wie im Abschlussbericht zu den antisemitischen Vorfällen zu lesen ist:

„Der Hinweis auf ‚Guernica‘ hat die meiste Kritik an der Installation ausgelöst. Offensichtlich bezieht er sich sowohl auf ein historisches Ereignis als auch auf ein Picasso-Gemälde mit Symbolcharakter. Das historische Ereignis war der Angriff auf die baskische Stadt Guernica am 26. April 1937, einem Markttag: Die nationalsozialistische ‚Legion Condor‘ bombardierte wiederholt den Ort – in dem sich überwiegend Frauen und Kinder befanden, da die meisten Männer für die Spanische Republik kämpften – und tötete oder verwundete ein Drittel der wehrlosen Bevölkerung. Wenn sich ‚Guernica‘ im Titel

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Schiitischer Trauermarsch in Köln – Märtyrerkult, Geschlechtertrennung, Iran & Hisbollah-Nähe

Lautstarker Safar-Marsch in Köln-Mülheim. Eine eingeschüchterte Anwohnerin bemerkte an dieser Stelle: „Ich glaube, die Muslime sind hier stärker als wir Katholiken.“. Foto: Tizian Sonnenberg


Eine in schwarz gekleidete, strikt nach Geschlechtern separierte Parade schiitischer Muslime zog am Samstag unter rezitierten Gebeten aus Lautsprechern, begleitet von martialischen Trommelschlägen und langen Flaggen mit schiitischen Schriftzügen durch Köln-Mülheim. Am Tag nach dem Solinger IS-Anschlag und vor dem Hintergrund der iranischen Mobilmachung gegen Israel wirkte diese Darbietung besonders furchteinflößend und sollte doch zumindest aufmerksame Reporter und Polizisten alarmiert haben. Doch beides blieb aus. Schon simple Recherchen entlarven den oft fanatischen Charakter dieser scheinbar harmlosen Zeremonien. Von unserem Gastautor Tizian Sonnenberg.

Warum marschieren etwa 500 muslimische Männer, Frauen und Kinder in langen schwarzen Gewändern bei 35 Grad Mittagshitze und praller Sonne durch Köln-Mülheim?

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