Landkreistagspräsident für Prüfung längerer Kernkraftnutzung

Blick auf KKW Isar bei Nacht Foto: Uwekohlmaier Lizenz: CC BY-SA 3.0


Sager: Option vom Tisch nehmen ist „falsch“ – Auch Fracking in Deutschland „angehen“

Landkreistagspräsident Reinhard Sager (CDU) fordert die Prüfung einer längeren Kernkraftkraftnutzung in Deutschland. „Wir leben in einer Zeitenwende. Da ist es aus meiner Sicht unangemessen, Energiegewinnungsformen per se auszuschließen. Das gilt für längere Laufzeiten ebenso wie für Fracking“, sagte Sager im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ). „Vielleicht brauchen wir die Atomkraft am Ende nicht. Aber die Option jetzt vom Tisch zu nehmen ist falsch. Wir sind nun mal ein rohstoffarmes Land.“

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Was bleibt vom Opelaner ohne Opel-Werk?

Die zehn teils sehr persönlichen „Gartengespräche“ mit ehemaligen Opel-Beschäftigten, darunter dem damaligen Betriebsratschef Rainer Einenkel, sind ein Kernstück des preisgekrönten Buchs von Aleksandar Živković. Foto: Melanie Graas


Aleksandar Živković begleitet das Bochumer Opel-Werk, seit er angefangen hat zu studieren. Zwei Tage nach der Werksschließung 2014 fotografierte er während einer Jubilarfeier erstmals in den leeren Hallen und stellte die Bilder aus. Er verfolgte Abriss und Rückbau des Werks in der Presse, sprach mit einigen der einst 20.000 Beschäftigten. Seine Abschlussarbeit an der Fachhochschule Dortmund mit dem Titel „Was bleibt vom Opelaner ohne Opel-Werk“ fasst all dies zusammen. Sie wurde von der Stiftung Buchkunst mit dem Förderpreis für junge Buchgestalter 2022 ausgezeichnet.

Das 457 Seiten starke Buch wirkt roh, fast unfertig. Der Buchrücken unverdeckt. Das Gewebe sichtbar. „Wie aus der laufenden Produktion herausgerissen“, lobt die Jury der Stiftung Buchkunst. Es

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Disruptor Award für das Theater Oberhausen

Theater Oberhausen (August 2012) Foto: Roger Weil Lizenz: CC BY-SA 3.0

Für seine innovativen Formate beim digitalen Spielbetrieb während der Corona-Pandemie hat das Theater Oberhausen den „Disruptor Award“ beim International Ticket Business Forum in Manchester gewonnen. Das Haus überzeugte die Jury mit seiner integrierten Strategie aus Streaming, Ticketing und Live-Performance. Für den Preis nominiert waren Unternehmen, die die

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NRW kündigt „regional gerechte Verteilung“ der Windenergie an


Das Land Nordrhein-Westfalen will einige Regionen beim Ausbau der Windenergie weniger stark fordern. NRW-Bau- und Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) kündigt eine „regional gerechtere Verteilung“ an, wie sie der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ (Freitagausgabe) sagte. Die Landesregierung werde für die Regionen im Land einzelne Flächenbeitragswerte erstellen. Gegenden, die heute schon viel Windenergie lieferten, wie zum

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Landeskriminalamt NRW rollt Langzeitvermisstenfälle seit 1967 neu auf

Das Landeskriminalamt NRW überprüft im Moment zusammen mit den 47 Kreispolizeibehörden des Landes Langzeitvermisstenfälle aus der Zeit von 1967 bis 2021.

Eine Sprecherin des LKA bestätigte dem Westfalen-Blatt, dass in den Akten nach Hinweisen auf Tötungsdelikte und Unglücke gesucht werde. „Wenn sich solche Ansätze ergeben, können die Vermisstenfälle von unseren Cold-Case-Ermittlern übernommen werden“, sagte Maren Menke.

In Nordrhein-Westfalen seien aktuell mehr als 1000 Menschen als Langzeitvermisste erfasst. „In 160 Fällen besteht konkret der Verdacht, dass die Vermissten Opfer einer Straftat oder eines Unglücks geworden sind“, erklärte die Sprecherin. „Fälle, in denen ein Tötungsdelikt nicht auszuschließen ist, werden als potentielle Cold Cases behandelt und mit der gleichen Intensität bearbeitet wie die bisher festgestellten Cold Cases.“

Das Landeskriminalamt hatte 2019 damit begonnen, eine Ermittlungsgruppe für ungeklärte Mordfälle, die sogenannten Cold Cases, aufzubauen. Die Ermittlungsgruppe gehe im Moment von insgesamt 1143 vollendeten und versuchten Tötungsdelikten aus, die seit 1970 in NRW nicht geklärt worden seien, sagte Menke. „151 dieser Fälle wurden bereits vor Einrichtung der Cold-Cases-Ermittlungsgruppe durch das LKA und die Kreispolizeibehörden bearbeitet.“ In 653 weiteren Fällen sehe man derzeit die Erforderlichkeit, sie als Cold Cases zu behandeln. „In den übrigen Fällen ist die Verjährung eingetreten, oder es wurden Akten nicht gefunden. Oder aber sie sind bereits vernichtet.“

Von den 653 offenen Fällen seien schon 329 durch die Cold-Cases-Einheit bearbeitet worden. „Und in 236 dieser Fälle konnten neue Ermittlungsansätze identifiziert werden.“ Im April hatte die Arbeit der Ermittler so zur Festnahme eines Mannes in Detmold geführt, der 1987 einen Mord im Rheinland begangen haben soll. Maren Menke: „Weitere Tatklärungen sind zu erwarten.“

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Uni Halle: Arbeitskreis Antifaschismus des Studierendenrat soll wegen kritischen Vorträgen zu Gendertheorie und Transaktivismus aufgelöst werden

Löwengebäude am Universitätsplatz in Halle Foto: paul muster Lizenz: CC BY 3.0

Erneut gibt es den Versuch, den Arbeitskreis Antifaschismus im Studierendenrat (Stura), an den meisten Hochschulen heißt das Gremium AStA, der Uni Halle aufzulösen. Nachdem schon im November letzten Jahres die Offene Linke Liste (OLLi), die Hochschulgruppe der Jusos und die Grüne Hochschulgruppe das Ende des Arbeitskreises einläuten wollten, gibt es wieder einen Auflösungsantrag, der am 11. Juli 2022 bei einer Sturasitzung zur Abstimmung kommen soll und aufgrund der absoluten Mehrheit der drei Hochschulgruppen gute Aussichten auf Erfolg hat.
Hintergrund der Anträge sind vorgeblich zwei Vortragsveranstaltungen des AK Antifa im Herbst des vergangenen Jahres, die sich kritisch mit der Gendertheorie und dem Transaktivismus auseinandergesetzt haben. Radikale Transaktivisten störten die Veranstaltungen massiv und warfen dem AK Antifa transfeindliche Äußerungen der Referenten vor. Belege hierfür blieben die Aktivisten bis heute schuldig. 

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Ausstellungsschiff MS Wissenschaft legt in Duisburg an

MS Wissenschaft: Foto: Ilja C. Hendel/Wissenschaft im Dialog Lizenz: CC BY-SA 4.0

Duisburg ist in diesem Jahr die einzige Ruhrgebiets-Station der MS Wissenschaft. Vom 8. bis zum 10. Juli geht das schwimmende Science Center am Kultur- und Stadthistorischen Museum am Innenhafen vor Anker. In diesem Jahr nimmt die Mitmach-Schau unter dem Titel „Nachgefragt!“ die Wissenschaft selbst unter die Lupe. Wie erforscht man das Universum, die Tiefsee oder gesellschaftlichen Zusammenhalt? Welche Methoden nutzen

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