Nuri Sahin muss beim BVB seinen starken Worten auch wieder Taten auf dem Platz folgen lassen!

Hat in letzter Zeit wieder häufig ein Lächeln im Gesicht: Nuri Sahin. Foto: Robin Patzwaldt

Wenn man einmal von den ganzen Transfer-Gerüchten und –Debatten beim BVB absieht, und sich auf die eigentlich bedeutenderen sportlichen Knackpunkte innerhalb der Mannschaft konzentriert, dann kommt man derzeit sehr schnell auf den Namen von Nuri Sahin.

Der 28-Jährige bestimmt zudem schon seit Monaten das Bild des Vereins in die Öffentlichkeit wie wohl kaum ein anderer Spieler der Schwarzgelben. Gegen Saisonende zu Gast im Sportstudio des ZDF, dann wiederholt im Mittelpunkt in den Diskussionen rund um die Entmachtung von Trainer Thomas Tuchel. Zuletzt auch zelebriert in ausländischen Printmagazinen und auch ausführlich beim Dortmunder Fanzine ‚Schwatzgelb.de‘ gefeiert.

Ein durchaus netter, intelligenter Kerl, wie es scheint, der Borussia Dortmund liebt, wie er immer wieder betont. So etwas mag der Fan natürlich besonders gerne, ist es im modernen Profifußball doch (nur noch) selten zu finden. Sahin scheint ein echter Glücksfall für alle Fußballromantiker zu sein. Der Werbeslogan ‚Echte Liebe‘, den der BVB regelmäßig öffentlich zur Schau trägt, der scheint im Falle des jungen Türken tatsächlich so Realität zu sein.

Ein etwas kritischerer Ansatz bringt jedoch rasch auch die weniger sonnige Seite des Mittelfeldakteurs zu Gesicht. Der von Teilen der BVB-Elf in der Öffentlichkeit ausgetragene Streit um die Nichtnominierung Sahins beim DFB-Pokalendspiel am 27. Mai in Berlin ist nur ein Teil davon.

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Aki Watzke vom BVB ist diesmal zu Gast beim neuen Fußballtalk ‚Wontorra‘

Jörg Wontorra. Foto: Sky

Premierengast im neuen Fußballtalk von Jörg Wontorra war am vergangenen Wochenende Bayernpräsident Uli Hoeneß, was unter den Fans zu einigen Diskussionen (auch hier bei uns im Blog) führte.

Doch BVB-Anhänger die sich in der Vorwoche vielleicht zunächst noch benachteiligt sahen, die müssen nicht lange auf einen Gast vom DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund in der Sendung warten. 

Nachdem zum Auftakt am vergangenen Wochenende Uli Hoeneß jedoch noch alleiniger Gast im Studio war, begrüßt Jörg Wontorra ab sofort immer vier Gesprächspartner in jeder Sendung. An diesem Sonntag ist u.a. auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke mit dabei.

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Zukünftiger Verzicht auf Kollektivstrafen – DFB geht auf Ultras zu

Die Südtribüne beim Heimspiel gegen RB Leipzig. Foto: Alexander Mühl

Seit Monaten wurde intensiv und emotional über den Sinn bzw. Unsinn von Kollektivstrafen diskutiert. Nicht erst seit der kompletten Sperrung der Südtribüne im Stadion von Borussia Dortmund nach den beschämenden Vorgängen im Spiel gegen RB Leipzig.

Zuletzt drohte die Debatte zu eskalieren, waren nicht nur in fast allen Stadien der Reepublik Anti-DFB-Sprechchöre zu hören, so wurde auch über eine ‚Kriegserklärung‘ vieler Ultras gegen den DFB berichtet.

Dies hat den DFB offenbar beeindruckt. Heute veröffentlichte der Verband eine Erklärung, worin Präsident Grindel ankündigt in Zukunft auf die umstrittenen Kollektivstrafen verzichten zu wollen.

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Bibiana Steinhaus wird die 1. Fußball-Bundesliga verändern! – Aber in welche Richtung?

Bibiana Steinhaus hat mal gut lachen. Quelle: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei

Die Bundesligasaison hat noch nicht einmal begonnen, da steht die erste Schiedsrichterin in der bisherigen Männerdomäne schon im Mittelpunkt, wie man es wohl auch befürchten bzw. erwarten musste.

Seit Jahren bereits wurde immer wieder darüber spekuliert ob, und wenn ja wann, die inzwischen auch schon 38-jährige Bibiana Steinhaus ihr Debüt in der 1. Fußball-Bundesliga feiern würde.

Viele Schiedsrichterkollegen sahen die talentierte Unparteiische bereits vor rund zehn Jahren ungerechtfertigter Weise auf der Überholspur ins Profilager, was schon damals zu viel Neid und Missgunst bei einigen männlichen Kollegen führte, die sie als einzige Frau im harten Konkurrenzkampf mit den Männern auf dem Weg nach oben hierbei grundsätzlich im Vorteil sahen.

Nun, es kam dann aber doch anders. Die Sache zog sich in die Länge. Und zuletzt wurde dann auch schon immer häufiger darüber spekuliert warum das Ganze denn bei ihr so lange dauern würde, ob sie vielleicht sogar grundsätzlich zu schlecht für die Eliteklasse im Männer-Fußball sei.

Doch egal wie das Thema der Diskussionen rund um Deutschlands wohl unbestritten beste Schiedsrichterin auch gerade konkret lautete, es wurde stets ungewöhnlich emotional und sehr engagiert diskutiert, wenn es nur irgendwie um die möglicher Weise erste Schiedsrichterin der Bundesliga ging.

Versuche die Debatten möglichst grundsätzlich von der Geschlechterfrage  zu trennen, sich doch lieber auf die sachlichen Punkte, ihre reinen Leistungen zu konzentrieren schlugen regelmäßig fehl. Auch hier bei uns im Blog übrigens.

Schon alleine die Einschätzung ihrer Leistungen fielen fast immer völlig uneinheitlich aus, wohl stets klammheimlich zusätzlich angeheizt durch die sich dahinter versteckende Geschlechterdebatte.

Wie schwierig die Situation für die 38-jährige daher vermutlich auch in der kommenden Saison  tatsächlich sehr häufig werden dürfte, nachdem sie nun endlich (nach dem Abgang einiger erfahrener (männlicher) Schiedsrichterkollegen) im Fußballoberhaus, in der 1. Liga darstellen wird, das konnte man als Beobachter schon am gerade abgewickelten DFB-Pokalwochenende miterleben.

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BVB: Dembele seit heute verschollen! – Will er seinen Wechsel nach Barcelona erzwingen?

Ousmane Dembélé im BVB-Trikot. Foto: Robin Patzwaldt

Das ohnehin schon extreme Wechseltheater rund um die Fußball-Bundesliga in diesem Sommer droht aktuell um ein weiteres unrühmliches Kapitel reicher zu werden. Nachdem seit Tagen über einen möglichen Abgang von Ousmane Dembélé von Borussia Dortmund in Richtung FC Barcelona spekuliert wurde, der Spieler bei gestrigen Mannschaftsfototermin in Dortmund-Brackel schon durch  einen desinteressierten bis sauertöpfischen Blick auffiel, fehlte er heute unentschuldigt beim Teamtraining.

Dies bestätigte Neu-Trainer Peter Bosz den überraschten Journalisten bei der obligatorischen Spieltagpressekonferenz vor dem Spiel in der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde des BVB am Wochenende. Man habe Dembele nicht erreichen können, hieß es dazu von Vereinsseite. Er (Bosz) hoffe, dass nichts Schlimmes passiert sei, so der Coach am Donnerstagnachmittag.

Inzwischen vermeldet der Sportnachrichtensender ‚Sky Sport New HD‘ jedoch  tatsächlich bereits, dass der Spieler nach ihren Informationen derzeit auf dem Weg nach Barcelona sei.

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Der Rechtsstreit um das Trianel Kohlekraftwerk in Lünen geht weiter

Das Trianel Kraftwerk in Lünen. Foto: Robin Patzwaldt

Der langjährige Rechtsstreit um das umstrittene Trianel Kohlekraftwerk Lünen geht nun offenbar doch noch weiter. Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat jetzt der Beschwerde des nordrhein-westfälischen Landesverbandes des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen die Nichtzulassung der Revision gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts des Landes NRW vom 16. Juni 2016 stattgegeben.

Mit dieser jüngsten Entscheidung folgt das Bundesverwaltungsgericht der BUND-Argumentation, wonach  das OVG-Urteil im Widerspruch zur bisherigen Rechtsprechung  des Bundesverwaltungsgerichts steht. Das gab der BUND nun per Pressemeldung bekannt.

Das Kohlekraftwerk an der Stadtgrenze zwischen Lünen (Kreis Unna) und Waltrop (Kreis Recklinghausen) läuft seit Jahren mit mäßiger Auslastung. Immer wieder ist zu beobachten wie es in Talzeiten sogar abgeschaltet wird. Im Jahre 2015 lag es sogar monatelang wegen Reparatur- und Wartungsmaßnahmen still, was zu einer zusätzlich verhagelten Geschäftsbilanz führte.

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Was Mario Götze mit Neymar verbindet

Mario Götze, zurück beim BVB im Sommer 2016. Foto: Robin Patzwaldt

Die Fußballwelt steht scheinbar völlig Kopf, seit dem spektakulären Wechsel von Neymar da Silva Santos Júnior, kurz Neymar Júnior, meist jedoch nur schlicht Neymar genannt, vom großen FC Barcelona zu Paris Saint-Germain am Ende der vergangenen Woche.

Die dabei geflossene neue Rekord-Ablösesumme im Weltfußball von bis dahin schier unglaublichen 222 Mio. Euro, welche in seinem Arbeitsvertrag bei den Spaniern per Ausstiegsklausel so festgelegt war, galt eigentlich bis vor kurzem noch als Phantasiesumme, ein Berg Geld den ohnehin niemand zu zahlen bereit wäre. Schließlich lagen die bisherigen Rekordsummen in diesem Bereich bei noch nicht einmal der Hälfte dessen. Ein sanftes Ruhekissen also für den FC Barcelona. So dachte man bisher zumindest.

In Paris war man, dank der Unterstützung katarischer Geldgeber, jedoch in diesem Sommer nicht nur in der Lage, sondern auch willens diesen Preis für einen neuen Stürmer zu zahlen. Der Spieler, teils sicherlich auf der Suche nach einer unumstrittenen Führungsrolle als Superstar (den Schatten von Messi in Barcelona hatte er seiner Meinung nach wohl schon zu lange ertragen müssen), teils wohl aber auch auf der Suche nach dem größtmöglichen Gehalt, konnte angesichts eines kolportierten Nettogehalts von rund 30. Mio. Euro pro Jahr in der französischen Hauptstadt, dem Werben offenbar auch nicht wiederstehen.

Und schon hatte die Sportwelt ein riesiges Thema, welches über Tage hinweg alles andere klar übertrahlte.

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In Sachen Fan-Nähe ist der FC Schalke 04 dem BVB aktuell deutlich voraus

Fotos aus Gelsenkirchen: Michael Kamps, Foto aus Dortmund: Robin Patzwaldt

Mit der Kommerzialisierung des Fußballs haben sich auch die beiden führenden Ruhrgebietsclubs aus Gelsenkirchen und Dortmund in den letzten Jahren dramatisch verändert. Und sie tun es noch immer in rasantem Tempo.

Einerseits ist das vorteilhaft und daher zwingend notwendig für ihre Wettbewerbsfähigkeit im übergeordneten Sinne, andererseits sind die Auswirkungen eben häufig auch nachteilig für die Fans in der Region.

Jüngstes Beispiel: Die über das Wochenende durchgeführten Saisoneröffnungsfeiern bei S04 und BVB.

Während der BVB seit Jahren schon Terminprobleme damit hat überhaupt noch einen geeigneten Termin für das Fest mit den Fans zu finden, da er inzwischen in schöner Regelmäßigkeit am Supercup, dem von Liga und DFB verordneten Vergleich mit den ungeliebten Bayern teilnehmen ‚muss‘, somit in dieser Phase der Vorbereitung von Testspiel zu Testspiel hetzt, bevor die Liga überhaupt erst so richtig Fahrt aufnimmt, tun sich die Nachbarn aus Schalke damit noch etwas leichter.

Daraus resultiert auch die Tatsache, dass die Schalker Spieler bei dieser Gelegenheit auch noch immer etwas zugänglicher für die Anhängerschaft sind als ihre Profikollegen aus dem schwarzgelben Lager.

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Peter Bosz: Testspiele sind nur Testspiele – Doch als neuer BVB-Trainer sollte man mehr liefern

Die Dortmunder Verantwortlichen bei der Vorstellung von Peter Bosz. Foto: Robin Patzwaldt

Dass Peter Bosz beim BVB als Cheftrainer nach Thomas Tuchel kein leichtes Erbe antreten würde, das war eigentlich vom Tag seiner Verpflichtung an klar. Denn schließlich hatte es der bei der Vereinsführung in Ungnade gefallene Tuchel mit den Schwarzgelben am Ende seiner Amtszeit noch geschafft, zum Abschluss zweier insgesamt sehr erfolgreichen Jahre, zur Krönung sozusagen, den DFB-Pokal mal wieder aus Berlin mit in das Ruhrgebiet zu bringen.

Dass Tuchel dann trotzdem nicht als Cheftrainer beim Verein weitermachen durfte, das war vielen Fans und Beobachtern seinerzeit eben nur schwer bis gar nicht zu vermitteln. Der BVB entschied sich trotzdem zu diesem riskanten und damals sehr unpopulären Schritt, eiste als Tuchels Nachfolger auf der Bank im Juni den Niederländer Peter Bosz von Ajax Amsterdam los.

Und dieser präsentierte sich bei seinen ersten Auftritten in Dortmund dann auch durchaus sympathisch und tatendurstig. Sein offensiver Spielstil, seine kommunikative Art, sein Selbstvertrauen. Rasch hatte sich der Niederländer erste Pluspunkte im Umfeld erwirtschaftet, ohne je ein einziges Spiel mit dem Team abgeliefert zu haben.

In den letzten Tagen, da bröckelt der Kredit bei vielen Anhängern des Pokalsiegers jedoch schon wieder leicht. Die ersten Testspiele, welche Bosz mit den Schwarzgelben seit dem Trainingsbeginn Anfang Juli ablieferte, verliefen alles andere als ideal.

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Der Ball rollt wieder! – Bochum und St. Pauli eröffnen die neue Saison in der 2. Liga

Das Stadion in Bochum. Foto: Stefan Laurin

Seit dem 21. Mai vermissten Millionen von Fußballfreunden im Lande inzwischen schon ihre Bundesliga. Nun, das Warten hat am heutigen Abend endlich ein Ende. Denn in wenigen Stunden eröffnet der VfL Bochum an der Castroper Straße die nächste Zweitligasaison mit seinem Heimspiel gegen den FC St. Pauli aus Hamburg.

Wahrlich keine schlechte Auftaktbegegnung für eine häufig etwas im Schatten stehende Fußball-Liga, welche durch ihren erneuten ‚Frühstart‘, drei Wochen vor dem Start der 1. Liga, einmal mehr die ungeteilte Aufmerksamkeit der Fußballfreunde in der Republik bekommen möchte (und auch wird).

Und dank dieser Tatsache und des für das Pay-TV extra entzerrten Spielplans, kann der geneigte Fußballfreund dann auch von heute Abend an bis zum Montagabendspiel eine erste, riesige Portion Profifußball im Unterhaus verfolgen.

Nicht wenige Fans im Lande werden die Gelegenheit über das Wochenende direkt  ergreifen und sich so einen möglichst ausgedehnten ersten Überblick über die neue zweite Liga verschaffen. Die attraktive Auftaktpartie zwischen dem Revierclub und dem Kult-Club vom Kiez bildet für diese da nur den Auftakt einer ersten frischen Dosis an Profifußball.

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