
Erst Herne, jetzt Duisburg: Das Alkoholverbot in Innenstädte ist eine Idee, an der Kommunalpolitiker zunehmend gefallen finden. OK, wer keine Ideen hat, wie er die Lage seiner Stadt verbessern kann der verbietet gerne mal etwas, in der Hoffnung, die simulierte Handlungsfähigkeit könnte ein paar Wähler beeindrucken.
Aber mit dem Alkoholverbot in den Innenstädten ist das so eine Sache. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen. Viele Kommunalpolitiker im Ruhrgebiet haben ihre Posten doch schlicht der Tatsache zu verdanken, dass ihre Wähler selten nüchtern sind und gar nicht mitbekommen haben, was den Innenstädten in den vergangenen Jahrzehnten angetan wurde. Wer weiß, was sie sagen, wenn sie sich künftig die verquollenen Augen reiben und erkennen, wie die Stadt, in der sie leben, wirklich aussieht.




