Basterds Tag…

Ab heute in den Kinos…

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26 Kommentare

  1. #1 | julia seeliger sagt am 20. August 2009 um 18:43 Uhr

    Billiger, liebloser SEO-Trick!

    😛

  2. #2 | Naja sagt am 20. August 2009 um 18:44 Uhr

    Wenn man die skalpierten und abgeschlachteten deutschen Soldaten in dem Film z.B. durch Türken ersetzen würde, wäre der Film wegen Volksverhetzung verboten worden.

  3. #3 | himynameis sagt am 20. August 2009 um 19:34 Uhr

    @ naja: Türken sind aber nunmal keine Nazis!

  4. #4 | Malte sagt am 20. August 2009 um 22:35 Uhr

    @Naja Was für ein wirrer Vergleich, aber geiler Film 🙂

  5. #5 | Meyer sagt am 21. August 2009 um 08:59 Uhr

    Zu Recht muss ein Film wegen Volksverhetzung verboten werden, wenn ein Mensch aufgrund seiner Nationalität abgeschlachtet und skalpiert würde.

  6. #6 | David Schraven sagt am 21. August 2009 um 09:25 Uhr

    @ Meyer,

    Die Typen werden nicht wg Ihrer Nationalität skalpiert, sondern weil sie Nazis sind. Die Deutschen sind ja nicht alle Nazis, oder siehst Du das anders?

    Wie heißt es in dem Film so schön: „Wir haben nur eine Aufgabe: eine einzige – Nazis töten.“

    Das ist doch eine löbliche Aufgabe. Gerade im Befreiungskrieg gegen die Hunnen.

  7. #7 | Arnold Voß sagt am 21. August 2009 um 10:40 Uhr

    Halten wir einfach die Anzahl der im Film massakrierten Nazis gegen die Menschen, die von den Nazis in der Realität massakriert wurden. Dann wird´s ein einigermaßen sinnvoller Vergleich.

  8. #8 | Oliver1981 sagt am 21. August 2009 um 11:37 Uhr

    Das Problem bei dem Film ist doch, dass er mit der Gleichsetzung Deutscher = Nazi arbeitet, und das bei den Zuschauern auch deutlich so ankommt. Da muss man einfach hinterfragen, weil es auch für die damalige Zeit nicht stimmte und sich sicherlich nicht jeder Wehrmachtssoldat danach gesehnt hat, sich für den „Führer“ und seine verbrecherischen Ideen krumm und schief schiessen zu lassen.

    Der Film ist auch historisch gesehen mit guten Grunden zu hinterfragen. Nehmen wir die Szene, in der dem deutschen Offizier der Schädel mit dem Baseballschläger zertrümmert wird, weil er angeblich seine Orden fürs „Judenmorden“ bekommen haben soll. Orden fürs „Judenmorden“ hat es bei der Wehrmacht schlichtweg nicht gegeben.

    Ohnehin, Menschen mit Baseballschlägern den Schädel zu zertrümmern und das filmerisch als moralische Tat zu verkaufen, dass spricht schon für sich. Auch wenn es Verbrecher waren. Das ist schlichtweg gewaltverherrlichend und nur noch krank.

    Hier vermisse ich ganz klar den ein oder anderen kritischen Kommentar der Journalisten.

    Ich kann mich noch gut an Zeiten erinnern, wo im linksliberalen Umfeld (dem viele Journalisten im Ruhrgebiet ja zuneigen) diese ganzen hohlen Gewaltstreifen aus Hollywood abgelehnt und kritisch hinterfragt wurden. Ein Stück weit wäre das heute sehr angebracht.

    Einer der oberen Kommentatoren hat schon ganz recht. Ein Film, in dem es schlichtweg darum ginge, Indianer, Schwarze, Vietnamesen, Türken zu töten und zu skalpieren, wäre von der BPJM auf den Index gesetzt worden. Zu Recht.

    @David Schraven

    „Hunnen“ – das ist ein Ausdruck der englischen Kriegspropaganda aus dem 1. Weltkrieg. Ich denke, man sollte als Journalist nicht mehr mit den Hetzvokabeln der Vergangenheit arbeiten, den eigenen wie den fremden, auch wenn wir vieles in der Vergangenheit heute kritisch sehen.

  9. #9 | Meyer sagt am 21. August 2009 um 11:45 Uhr

    Die Typen werden nicht wg Ihrer Nationalität skalpiert, sondern weil sie Nazis sind. Die Deutschen sind ja nicht alle Nazis, oder siehst Du das anders?
    Nein, genau das will ich damit sagen. Bezogen auf die Aussage von „naja“. Bei „IB“ gehts nicht um Nationalität sondern um Nazis. Und dieser Film liefert in jeder Beziehung eine geile Nazilösung.

    Wie heißt es in dem Film so schön: ?Wir haben nur eine Aufgabe: eine einzige – Nazis töten.?

    Das ist doch eine löbliche Aufgabe. Gerade im Befreiungskrieg gegen die Hunnen.

  10. #10 | Jens Kobler sagt am 21. August 2009 um 11:45 Uhr

    Ich mach für einseitig.info vielleicht was zu dem Film.

  11. #11 | ch_we sagt am 21. August 2009 um 12:06 Uhr

    Ekkehard Knörer hat sich in seiner Rezension einige kluge Gedanken über „Inglourious Basterds“ als Rachefantasie gemacht:

    https://www.perlentaucher.de/artikel/5680.html

    Kann man so unterschreiben, denke ich.

  12. #12 | Klaus sagt am 21. August 2009 um 12:53 Uhr

    Dieser Film ist ein ekelhaftes Machwerk mit absurder Handlung, und die deutschen Schauspieler dürfen mal wieder die Nazis, die Feiglinge und die Trottel darstellen. Deswegen werde ich mit Sicherheit kein gutes Geld für einen Kinobesuch ausgeben. Schade finde ich, dass sich Christoph Waltz für solch einen Mumpitz hergibt. Der ist ein toller Charakterdarsteller und hat schon viele hervorragende Filme gemacht. Hat der Mann das wirklich nötig? Oder wollte er auch einfach mal einen Hollywoodschinken drehen??

  13. #13 | Arnold Voß sagt am 21. August 2009 um 15:06 Uhr

    Dieser Film ist ein Tarantino. Wer diese Marke kennt, weiß was er zu sehen bekommt. Obendrein erklärt der „Meister“ selbst seit einigen Wochen fast ununtebrochen den Deutschen bzw. den deutschen Medien, was er wollte und was nicht. Die deutschsprachigen Kritiker schreiben sich derweil die Finger wund.

    In Anbetracht der in die Tausende gehenden Filme zu dieser Epoche der deutschen Geschichte ist er trotz seiner besonderen Machart nicht mehr als einer unter vielen. Seine Wirkung ist also in jeder Weise begrenzt. Mit einem Satz, mir ist das hier etwas zu viel der Empörung. Ach ja… niemand ist gezwungen, ihn anzuschauen.

    Ich werde es allerdings tun. Ich mag Rachefilme. Und was sollte ein Rachefilm der diese Thematik spiegelt anders sein als äußerst gewalttätig und bösartig.

  14. #14 | Naja sagt am 21. August 2009 um 16:26 Uhr

    U.a. mit diesem Slogan wird in USA für den Film ?Inglourious-Basterds? geworben:

    ?Kill every German?

    Nun ist davon auszugehen, das dieses bei jedem anderen Land einen Skandal auslösen würden. Man kann mit hohen Wellen rechnen bei ?Kill all Arabs? oder ?Kill all Turks?. Nicht aber bei Deutschland, es wird kein großes Theater darum gemacht…..fragt sich nur, warum ?

  15. #15 | Michael Kolb sagt am 21. August 2009 um 17:31 Uhr

    Zugegeben, der gestern war „hier“ Basterds-day und erst heute schreibt die Welt, man solle sich den Film im Original ansehen. Tststs… dabei läuft der Film in den Staaten doch heut erst an, egal! Aber warum dann auch hier nicht den „originalen“ Trailer verlinken? Mal ganz abgesehen davon, daß Pitt ziemlich coolen slang spricht, ist auch hier die Rede von Nazis und nicht von Germans…
    Ich hab‘ dann auch gleich mal auf der „offiziellen“ Basterds Seite den cast angeschaut… Schon komisch… Deutsche spielen Feiglinge und Trottel? Immerhin stehen mit Fassbender und Schweiger zwei Deutsche auf der Seite der Basterds. Und Christoff Waltz? Nun, der ist Österreicher, was ja nun wieder ein ganz anderes Thema ist.

  16. #16 | Jens Kobler sagt am 21. August 2009 um 18:18 Uhr

    Hier noch ein Beitrag von The Cure (nach Albert Camus) zum Thema Existentialismus, „Volksgruppen“ und äh Zahlenaufrechnerei:

    Puh, gut dass viele Europäer (und Araber,…) doch recht aufgeklärt sind. 🙂

  17. #17 | Jenner sagt am 21. August 2009 um 19:56 Uhr

    Unglaublich:

    https://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,639776,00.html

    Quentin Tarantino verehrt Leni Riefenstahl

    „Sie war die beste Regisseurin, die je lebte“: Quentin Tarantino verrät jetzt im SPIEGEL, dass er die Werke der umstrittenen Regisseurin Leni Riefenstahl verehrt. Als Vorbereitung auf seinen neuen Film „Inglourious Basterds“ habe er außerdem Joseph Goebbels‘ Tagebücher gelesen.

    Und für sowas macht Ruhrbarone auch noch Werbung ? *kopfschüttel*

  18. #18 | Arnold Voß sagt am 21. August 2009 um 20:31 Uhr

    Ich habe auch die Tagebücher von Joseph Goebbels gelesen.Wer das dritte Reich verstehen will sollte das unbedingt tun. Erst recht wer wissen will, wie Propaganda funktioniert. Und wie manche Werbefuzzis heute noch ticken.

  19. #19 | Jens Kobler sagt am 21. August 2009 um 23:32 Uhr

    Ich zitiere kurz aus meiner Absage an einseitig.info wegen des Artikels zum Film:

    nur kurz: der film könnt von mir sein und ich find da braucht eben gar nicht groß drüber
    geschrieben werden, ich find den sogar ziemlich sehr pc, und er hat schöne prickelnde-spannung-
    dialoge und ist – wie es so schön heißt – bis in die Nebenrollen hinein toll gecastet, natürlich
    inklusive kleiner gags und so.

    Kurzer Zusatz: Natürlich tut der Film in keinster Weise so, als lebe aus der Zeit nichts mehr fort. Er reflektiert sogar auf QT-typische Art Kino als Propaganda-Medium und thematisiert den Unterschied zwischen persönlichen Leistungen (und Vorzügen) und in welchem politischen Kontext diese erbracht/benutzt werden. Das könnte etwas von „Hitler hat aber tolle Autobahnen gebaut“ haben, hat es aber nicht. Und die Nazis sehen tatsächlich endlich mal so aus wie an ihren Enkeln studiert und nicht wie aus der Mottenkiste gezogen. Es ist allen zu raten, ihren persönlichen Vorbehalten und Tabuzonen mal auf den Grund zu gehen, indem dieser Film (nicht nur mit Gleichgesinnten) tatsächlich angeschaut wird.

  20. #20 | Michael Kolb sagt am 22. August 2009 um 04:55 Uhr

    Da hatte ich doch glatt Gedeon Burkhard in der Reihe der Basterds vergessen… der soll natürlich auch genannt sein.

    Als Kleinigkeit verlinke ich mal, für all die, die kein gutes Geld ausgeben wollen, zum script von „Inglourious Basterds“, welches Quentin Tarrantino online stellte, nur um nachlesen zu können (O.K. dauert länger, als sich den Film anzusehen)…

    https://www.imsdb.com/scripts/Inglourious-Basterds.html

    Zum Stil der Absage von einseitig sage ich mal besser nix…

  21. #21 | Informant sagt am 22. August 2009 um 06:49 Uhr

    Nochmal zur Klarstellung:

    Im englischen Original: „Kill every German“
    In der deutschen Fassung: „Tötet alle Nazis“

    Das bedeutet, daß in diesem Film tatsächlich nicht auf Nazis Jagd gemacht wird, sondern auf Deutsche. Und dies ist ein entscheidender Unterschied.

  22. #22 | ch_we sagt am 22. August 2009 um 11:09 Uhr

    Die Deutschen, auf die im Film Jagd gemacht wird, sind Nazis. Never judge a film by its caption.

  23. #23 | Jens Kobler sagt am 22. August 2009 um 11:30 Uhr

    @Michael Kolb: Bitte wie? Ich, „schlechter Stil“? Okay, ich zitiere nie wieder aus eigentlich privaten Mails von mir an langjährige Freunde (die im Urlaub sind und gerade nicht selbst drüber schreiben können). 🙂

  24. #24 | Jens-2 sagt am 23. August 2009 um 13:38 Uhr

    Lesenswert:

    https://online.wsj.com/article/SB10001424052970203550604574360451237742752.html

    ‚Inglourious Basterds‘ and the Problem of Revenge

  25. #25 | Jens Kobler sagt am 23. August 2009 um 15:34 Uhr

    Die Conclusio des Artikels macht mich ausgerechnet Nietzsche zitieren – und das passt ja damit auch wieder:
    „Battle ye not with monsters, lest ye also become a monster. And remember that when you look into the abyss, the abyss also looks into you.“
    (Mir ist dieser Ausspruch als erstes auf Englisch begegnet.)

  26. #26 | Jens Kobler sagt am 24. August 2009 um 11:03 Uhr

    P.S.: Aus einem fernen Lande erreichte mich gerade noch der Hinweis auf diesen Artikel:
    https://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30923/1.html

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