Rund zehn Jahre ist’s her, da reifte in Frank Goosen die runde Idee, im Alten Katholikentagsbahnhof in Bochum, der sogenannten Rotunde, eine Bühne für Comedy und Kleinkunst zu eröffnen. Café Industrie sollte sich dieser neue zentrale Humorbetrieb in diesem neu angedachten Kreativquartier nennen. Als sich die Umbauarbeiten rund um die Rotunde seinerzeit aber wegen der aufwändigen Sanierung eines morschen Abwasserkanals weitaus schwieriger gestalteten als gedacht, plante man neu und verlegte das Café Industrie gedanklich ein paar Meter weiter nach hinten (wohlgemerkt auf dem gleichen Gelände) – nun sollte es in einer Lagerhalle hinterm Riff erblühen, die momentan von der Veranstaltungtechnikfirma Event Media Group genutzt wird. Jetzt, Jahre später, ist es fast eine Ironie des Schicksals, das ausgerechnet Sven Nowoczyn von eben jener Event Media Group die Rotunde betreiben wird. Und vom Konzept her nun offensichtlich das alte Café Industrie von Frank Goosen eben nicht in einer seiner Event-Media-Lagerhallen wieder aufleben lassen wird, sondern genau dort, wo es vor rund zehn Jahren ursprünglich anvisiert war: im Alten Katholikentagsbahnhof, in der Rotunde!
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Der finnische Rockmusiker Matti Fagerholm, besser bekannt unter dem Künstlernamen Michael Monroe, tritt nicht nur als Sänger der mittlerweile (wieder) aufgelösten finnischen Sleaze-Rock-Band Hanoi Rocks in Erscheinung (Tragedy, Up Around the Bend (CCR Cover), Don’t You Ever Leave Me, Million Miles Away und People Like Me), sondern ist auch als Solokünstler aktiv. Genau vor einem Jahr veröffentlichte der Finne mit den blondierten Haaren und dem femininem Make-Up sein letzte und immer noch aktuelles Solo-Album „Blackout States“.
Ein Album, das jung, rotzig, frisch und energiegeladen daherkommt, von Altersmilde des mittlerweile 53-jährigen keine Spur. „Blackout States“ positioniert sich irgendwo zwischen Punk, Rock ’n‘ Roll sowie Hardrock und kann es mit dem Großteil der jüngeren Konkurrenz deutlich aufnehmen.
Am 18. Oktober wird Michael Monroe im Rahmen seiner aktuellen Tour im Rockpalast in Bochum auf der Bühne stehen.
Pierce The Veilaus San Diego zählen nicht nur zu den innovativsten und dynamischsten Bands der aktuellen Post-Hardcore-Szene, sondern sind mittlerweile weit darüber hinaus ein Garant für eine gelungene Mischung aus Kommerzialität und Innovationsfähigkeit. Ihr Sound ist kompromisslos und konfrontativ, und doch finden sie stets die notwendige Prise Griffigkeit, um sich auch im Mainstream zu behaupten. So verpassten Pierce The Veil mit ihrem 2012er-Album „Collide With The Sky“ die US-Top Ten denkbar knapp, ihr am 13. Mai diesen Jahres erschienenes Album “Misadventures”, das Pierce The Veil mit dem Produzent Dan Korneff in New York aufgenommen haben, schaffte es auf Platz 4 und erreichte erstmals auch internationale Chartnotierungen.
Im Anschluss an eine ausgedehnte US-Tour in diesem Sommer kommen Pierce The Veil im Herbst nach Europa und spielen zwischen dem 7. und 22. November sieben Deutschland-Shows in München, Berlin, Hamburg, Köln, Bochum, Frankfurt und Karlsruhe.
Pierce The Veil gingen 2007 aus der aufgelösten Hardcore-Band Before Today hervor. Für die neue Formation legten die vier Mitglieder – das Brüderpaar Vic (Gesang, Gitarre, Keyboards) und Mike Fuentes (Schlagzeug) sowie Bassist Jaime Preciado und Gitarrist Tony Perry – eine veränderte Maxime fest: Neben Post-Hardcore sollten nun auch ein stärker ausgeprägtes progressives Rock-Element sowie Verweise auf ihre mexikanische Herkunft eine Rolle spielen. Dabei führten diese Wurzeln und ihr damit verbundenes Flirten mit mittelamerikanischen Stilelementen und Instrumenten wie spanischen Gitarren und Kastagnetten zu einer eigenen Genre-Bezeichnung: Mexicore.
Mit ihren drei bislang veröffentlichten Studioalben wuchs die internationale Aufmerksamkeit stetig, Pierce The Veil tourten bereits mehrfach durch Nordamerika, Asien, Europa und Australien. Fans der Band sind immer wieder beeindruckt, mit welcher Präzision sie die Härte des Post-Hardcore mit dem virtuosen Element des Progressive Rock verbinden.
Diesbezüglich gilt ihr 2012 veröffentlichtes, bislang letztes Album „Collide With The Sky“ als Referenzwerk, an dem sich viele andere Formationen orientierten. Das Album stieg bis auf Platz 12 der US-Billboard Charts, die ausgekoppelte Single „King For a Day“ erreichte eine goldene Schallplatte. Am Ende des Jahres 2012 wählten die Leser des bedeutenden Magazins ‚Alternative Press‘ die Band auf den 1. Platz in den Kategorien „Beste Liveband“, „Bestes Album“ und „Künstler des Jahres“.
Außergewöhnlich ist auch die intensive soziale Arbeit der Mitglieder, die in zahlreichen gesellschaftlich bedeutsamen Bereichen – von Tierschutz über Suchtprävention bis hin zu der Betreuung von Mobbing-Opfern – einen engagierten Kampf aufgenommen haben. Dafür wurden Pierce The Veil 2012 von der Organisation PETA mit einem Liberation Award ausgezeichnet.
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Die nordrhein-westfälische SPD hat Hannelore Kraft auf ihrem Landesparteitag in Bochum mit 98,5 Prozent als Parteivorsitzende bestätigt und ihr damit für den bevorstehenden Landtagswahlkampf den Rücken gestärkt.
Die SPD in Nordrhein-Westfalen hat sich mit den beeindruckenden 98,5 Prozent für Hannelore Kraft als Parteivorsitzende hinter der Ministerpräsidentin gestellt. Das Kraft einer weitgehend erfolglose Regierung vorsteht, ficht die Genossen nicht an: Ein Wirtschaftswachstum von Null Prozent, schlechte Noten für die Bildungspolitik und eine zerbröselnde Infrastruktur – Kraft bekam nicht trotz, sondern wegen der Probleme der Landesregierung ein so gutes Ergebnis, denn die SPD weiß, dass sie sich mit Inhalten nicht an der Macht halten kann. Der intellektuell und programmatisch ausgeblutete Partei bleibt nichts anderes als auf Kraft zu setzen: Die immer noch beliebte Ministerpräsidentin ist das einzige Pfund, mit dem die SPD wuchern kann. Die SPD ist auf Gedeih und Verderb an Kraft gebunden. Sollte ihre Ära im Mai enden, blicken die Sozialdemokraten in ein tiefes Loch.
[Völkerball – A Tribut To Rammstein – 26.9.2014 / Zeche Bochum]Eigentlich ist es recht schnell erklärt: Kommen die sechs Musiker um den Sänger und Frontmann René Anlauff als Völkerball (2008 gegründet) auf die Bühne, stehen die Rammstein-Hits auf dem Programm. Als Heldmaschine (2011 gegründet) singen sie eigene Texte und haben als solche mittlerweile schon drei Alben auf den Markt gebracht.
Man sagt, Völkerball sei die beste deutsche Rammstein-Coverband. Da ist etwas dran. Frontsänger René Anlauff ist vom Vorbild Till Lindemann fast nicht zu unterscheiden. Und obwohl die Heldmaschine ihre eigenen Klänge hat, klingt sie trotzdem sehr nach Rammstein: brachialer Sound, lyrische Texte, düstere Themen. Nur die Geschichten sind neu und die Pyrotechnik fehlt.
Nach den ersten drei eigenen Alben „Weichen und Zunder“ (2012) und „Propaganda“ (2014) und “Lügen” (2015), alle produziert von Tom Dams, steht nun die Veröffentlichung ihres vierten Albums unmittelbar bevor. “Himmelskörper” wird es heißen und am 04.11.2106 offiziell das Licht der Welt erblicken.
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