
Der Friedensnobelpreis geht – drei Jahre nach dem genozidalen Hamas-Massaker an Israelis – an Navanethem „Navi“ Pillay (85). Die südafrikanische Juristin leitete zuletzt die „unabhängige Kommission“ der Vereinten Nationen für die palästinensischen Gebiete, die zu dem „Ergebnis“ kam, Israel verübe einen „Völkermord“ an den Palästinensern.
Am 10. Dezember wird Navi Pillay in Stockholm mit dem Friedensnobelpreis geehrt „für ihren Einsatz zur Förderung von Frieden und Völkerrecht“, wie das Nobelpreis-Komitee heute mitgeteilt hat. „Ein roter Faden“ ziehe sich von ihrer frühen Arbeit als Rechtsanwältin – sie hat unter anderem Nelson Mandela gegen das südafrikanische Apartheid-Regime verteidigt – bis hin zu ihrer Tätigkeit als Richterin „in einigen der wichtigsten internationalen Gerichtsverfahren unserer Zeit“, erklärte das Komitee. Pillay war ehemals Richterin am Internationalen Strafgerichtshof. Seit 2021 bis zu ihrem Ausscheiden 2025 saß sie der „Ständigen Faktfindungsmission der Vereinten Nationen“ für die „besetzten palästinensischen Gebiete“ vor. Eingesetzt worden war die UN-Kommission 15 Jahre, nachdem Israel sich vollständig aus Gaza zurückgezogen hatte, und ein Jahr vor dem genozidalen Massaker, das Hamas, PFLP, Islamischer Dschihad und auch Brigaden der Fatah am 7. Oktober 2023, dem Schwarzen Samstag, an Israelis verübt haben.
Die Pillay-Kommission, eingesetzt durch den UN-Menschenrechtsrat, der seit Bestehen von autoritär regierten Regimen dominiert wird, legt dem Rat jährliche Berichte vor, die schon in den vergangenen Jahren für heftige Kritik gesorgt haben. Über den Bericht 2021 etwa hatte der damalige israelische Premier, Yair Lapid, im Oktober des Jahres erklärt, „nicht jede Kritik an Israel ist Antisemitismus, aber dieser Bericht wurde von Antisemiten verfasst … und ist ein eindeutig antisemitischer Bericht“, er sei „voreingenommen, falsch, aufhetzerisch und eklatant unausgewogen“.
Auch den Bericht, den Pillay im Oktober 2025 präsentiert hat und der behauptet, Israel begehe einen Völkermord an den Palästinensern, stieß auf heftige Kritik. So blende der Bericht die Terror-Taten der Hamas nahezu vollständig aus und ebenso die Hamas-Strategie, zivile Strukturen – Schulen, Krankenhäuser, Moscheen – für ihren Terror zu verzwecken und palästinensische Zivilisten als strategische Schutzschilde zu nutzen. Der Botschafter Israels in Genf, Daniel Meron, nannte den Bericht eine „verleumderische Tirade“.
Auch die Bundesregierung hat den Pillay-Bericht zurückgewiesen, das Auswärtige Amt stellte klar, Israel handele „in Verteidigungsabsicht“, eine genozidale Absicht sei „nicht gegeben“, es sei überdies nicht Aufgabe einer UN-Kommission, so zu tun, als spräche sie ein richterliches Urteil. Zum Nobelpreis hat die Bundesregierung Pillay nun gratuliert.
Die Nachricht, dass sie mit dem als renommiert geltenden Preis geehrt werden, sei „niederschmetternd“, kommentiert Hillel Neuer, Leiter von UN-Watch, in der Jüdischen Allgemeinen.
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