Der Terzic-Effekt beim BVB ist bisher ausgeblieben

Edin Terzic. Archiv-Foto: BVB

Es wirkte wie ein Akt der Verzweiflung. Als die Verantwortlichen beim BVB in dieser Sommerpause Trainer Marco Rose von seinen Aufgaben entbunden und dessen Vorgänger Edin Terzic zurück ins Amt des Cheftrainers hievten, da waren sie bei den Schwarzgelben darum bemüht durch diese Entscheidung eine neue Euphorie rund um den Klub hervorzurufen. Dabei war die Aktion bei näherer Betrachtung eher ein Armutszeugnis für die Personalplanung bei den Dortmundern.

In den ersten Tagen schien die gewählte Taktik jedoch noch aufzugehen. Der BVB wurde wieder viel positiver besprochen. Sowohl medial als auch in den Fankreisen. Die Erinnerung an den erfolgreichen Ausgang der ersten Amtszeit von Terzic als Trainer, in der er mit der Mannschaft u.a. den DFB-Pokal gegen RB Leipzig gewann, und seine authentische Art, die gut ins Ruhrgebiet passt, schienen schon auszureichen um diese bleierne Schwere im Umfeld zu beseitigen, die den BVB zuletzt unter Coach Rose viel zu häufig auszeichnete.

Jetzt, knapp eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel, ist von der erhofften Aufbruchsstimmung rund um die Borussia allerdings nichts mehr geblieben.

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Geierabend zum Feierabend: Alternativ-Karneval kommt in Dortmunder Parks

Martin „Der Steiger“ Kaysh Foto: Geierabend/PR

Karnevalsstimmung in Dortmund: Nachdem der alternative Ruhregebietskarneval Geierabend im Februar wegen Corona ausfallen musste, wird er nun in den Dortmunder Parks nachgeholt. Vom 4. August bis 1. September jeweils donnerstags um 18 Uhr präsentiert das Kulturbüro unter dem Motto „Sommer, Sonne, Geierabend!“ Kabarett und Comedy umsonst und draußen. Das einstündige Kurzprogramm bietet ein Best-of der vergangenen Jahre.

Infos:
http://www.dortmund.de/parks und facebook.com/kulturbuero.dortmund

Die Personalpolitik des BVB erweist sich gerade einmal wieder als ein absolutes Armutszeugnis

Nico Schulz (li.) bei seiner Vorstellung in Dortmund. Archiv-Foto: BVB

Gut zwei Wochen vor dem ersten Pflichtspiel der neuen Saison beim TSV 1860 München (DFB-Pokal) rumort es beim BVB. Medienberichte über eine angebliche Degradierung von Ex-Nationalspieler Nico Schulz machen gerade die Runde.

Angeblich darf der Spieler, der einst mit großen Hoffnungen aus Hoffenheim ins Ruhgebiet geholt wurde, gar nicht mit ins Trainingslager und soll sich erst einmal bei der zweiten Mannschaft des BVB fit halten. Spekuliert wird vielerorts, ob der Verein seinen einst für viel Geld verpflichteten Angestellten damit ‚vergraulen‘ will. Das sind keine Schlagzeilen, die einem sportlich ambitionierten Klub in der nun beginnenden heißen Phase gelegen kommen können.

Doch lösen wir uns einmal etwas vom konkreten Fall, denn die Debatte erinnert alle die, die es mit dem BVB halten, an ein viel größeres Thema, für das die Borussia scheinbar noch immer keine Lösung gefunden hat.

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Slime-Sänger Tex Brasket spielt Solo-Show am Dortmunder U

Tex Brasket spielt am 20. Juli am Dortmunder U | Foto: Daniel Sadrowski

Stell dir vor, du müsstest Campino bei den Toten Hosen oder Farin Urlaub bei den Ärzten als Sänger ersetzen. Das ist das Los, was Tex Brasket gerade bei der Band Slime erlebt. Mit seiner entschiedenen Performance hat er der Band ein neues Leben geschenkt. Sein Lebensweg war selbst nicht einfach – er ist Waisenkind, der irgendwann als Erwachsener im Drogen-Wahnsinn in die Obdachlosigkeit gerutscht ist. Doch aus jedem Schlamassel hat er sich immer wieder selber herausgezogen. Nun kommt er am 20. Juli mit einer Solo-Show nach Dortmund und spielt dann am Dortmunder U.

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Zoo Dortmund mit freiem Eintritt für Kinder: Eine selbstlose Geste, oder doch auch der Not geschuldet?

Im Dortmunder Zoo ist es häufig ziemlich öde. Foto: Robin Patzwaldt

Der Zoo in Dortmund wirbt in diesen Tagen damit, dass Kinder in den Sommerferien freien Eintritt erhalten. Auf den ersten Blick ist das natürlich eine sehr nette Geste, die in wirtschaftlich für viele Familien schwierigen Zeiten und insbesondere auch nach den starken Einschränkungen nach der Corona-Pandemie natürlich gut ankommt und offenbar auch auf ein riesiges Interesse stößt.

Lange Schlangen vor den Kassenhäuschen sind die Folge. Unter anderem der WDR, die Ruhr Nachrichten und auch die WAZ haben der Aktion des Zoos zudem zuletzt zu einer großer Bekanntheit verholfen, indem er auf unterschiedlichen Ebenen darüber berichtet haben. Eigentlich ist das kein großer Aufreger und für die Ruhrbarone an sich auch nicht von größerem Interesse. Ein Erlebnis in den sozialen Medien am gestrigen Sonntag hat mich jedoch dazu veranlasst, das Thema heute auch hier bei uns einmal in das Blog zu tragen und zusammen mit ein paar kritischen Gedanken zur Diskussion zu stellen.

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Bodo im Juli

Das Straßenmagazin im Juli: Jule Weber spricht über Poesie als Beruf, Mille Petrozza über Heavy Metal und Nahverkehr im Ruhrgebiet. Marcel Stawinoga zeigt, wie er den Dortmunder Zoo groß auf Instagram gemacht hat, der Obdachlosenarzt Gerhard Trabert fordert mehr Gleichheit beim Zugang zu medizinischer Versorgung.

Mit 16 startet Jule Weber als Poetry Slammerin, fast zeitgleich wird sie schwanger. Sie bricht die Schule ab und baut sich eine künstlerische Karriere auf. Ihr Weg in die Freiberuflichkeit als alleinerziehende Mutter wurde möglich durch disziplinierte Kreativität und Mut zum Glück.

In den sozialen Medien hat der Dortmunder Zoo zehntausende Fans. Das schafft Kommunikationsmanager Marcel Stawinoga mit einer ziemlich einmaligen Mischung: Um niedliche, kurze Filme herum lernt man eine Menge über Tiere, Artenschutz und Zoo-Arbeit.

Wie trauert man in Familien, wenn die Todesursache Drogen sind? Wie geht man in der Szene mit dem Tod von Freunden um, der jeweils auch das eigene Risiko vor Augen führt? Wie hat sich das Leben ‑ und Sterben ‑ mit harten Drogen verändert? Eine Reportage zum Gedenktag am 21. Juli.

Der Arzt Gerhard Trabert hat im Februar für das Amt des Bundespräsidenten kandidiert, um auf Armut und soziale Ungerechtigkeit hinzuweisen. Seine Forderung: Wir benötigen mehr Gleichheit, auch beim Zugang zu medizinischer Versorgung.

Die Essener Thrash-Metal-Band Kreator spielte bislang etwa 2.000 Konzerte in 65 Ländern und ist ein kultureller Exportschlager des Ruhrgebiets. Sänger und Gitarrist Mille Petrozza ist dabei völlig frei von Rockstar-Allüren oder finsterer Selbststilisierung.

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