
Eine weltweite Gebetswoche, knapp 600 Mio Christen. Der World Council of Churches (WCC) lässt derzeit „für Frieden“ beten. Gegen Israel. Oder für Israel-Hass, wie man’s nimmt, die Ruhrbarone haben berichtet. Und sammeln Stimmen, hier die von Christian Staffa, Vorsitzender der „AG jüdisch und christlich beim Deutschen Evangelischen Kirchentag“.
Der Name ist sperrig, die AG übersetzt ihn in „Jüdisch-christlicher Think Tank seit 1961“. 15 Jahre nach Auschwitz gegründet, als es für das, was nie hätte geschehen dürfen, nichtmals einen Namen gab. Namenlos auch die Täter. Für das jüdisch-christliche Gespräch war die AG erste Adresse. Vorsitzende heute sind Doron Kiesel, Wissenschaftsdirektor des Zentralrats der Juden in Deutschland, und Christian Staffa, Studienleiter an der Evang. Akademie Berlin. Frage an Staffa, wir kennen uns seit Jahren:
Du arbeitest täglich in kirchlichen Strukturen gegen Antisemitismus an. Wie schätzt Du en gros die Stimmung in den evangelischen Kirchen in Deutschland ein? Ist sie weiterhin ein vielleicht löcheriges, dennoch Bollwerk gegen Israelhass – oder kippt sie gerade?





