Emscherrenaturierung in Dortmund: Aus Scheiße wird wieder Landschaft

Blick auf die renaturierte Emscher im Dortmunder Norden. Foto(s): Robin Patzwaldt

Als Kind des Ruhrgebiets, das seit den 1970er-Jahren in dieser Region lebt, gehörte die verrohrte Emscher zu meinem Alltag. Fast egal, wo man hinkam – dieses verächtlich „Köttelbecke“ genannte Abwasserrohr gehörte irgendwie zum Leben dazu.

Deshalb war es auch für mich eine gute Nachricht, als vor einigen Jahren die Meldung die Runde machte, dass die Emscher – wenn auch für sehr viel Geld – zu großen Teilen renaturiert werden soll. So wohlwollend ich diese Neuigkeit damals auch zur Kenntnis nahm, so wenig habe ich mich in der Praxis über Jahre hinweg darum gekümmert. Immer wieder begegneten einem entsprechende Bauarbeiten, ohne dass ich sie intensiver in Augenschein genommen hätte.

Erstmals entdeckte ich dann vor einigen Jahren ein Stück der renaturierten, das heißt dort in erster Linie wieder offengelegten Emscher im Landschaftspark Duisburg-Nord. Hier hatte das Ganze mit Natur noch nicht wirklich viel zu tun – schließlich präsentierte sich der Fluss dort noch in einem offenkundig künstlichen Bett.

Doch immerhin

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„Passt aufeinander auf, bleibt eine Gemeinschaft“

Essens OB Thomas Kufen (CDU) und Anton Tsirin von Kibbuz e.V. Foto: Laurin


20 Jugendliche machten sich gemeinsam mit dem Kibbuz e.V. auf den Weg, ihre Stadt zu erkunden. Es ging um Essens Vergangenheit, aber noch mehr darum, einen Weg für ein zukünftiges Miteinander zu finden
.

Der Zugang zu Essens Rathaus, dem höchsten der Republik, liegt am Übergang zu einem Einkaufszentrum, das schon bessere Zeiten gesehen hat. Rolltreppen führen zur Stadtbahn, alles ist laut und hektisch. Anton Tsirin, Ilja Abramovich, David Scherman und Niklas Rudik vom Kibbuz – Zentrum für Kunst, Kultur und Bildung versuchen gemeinsam mit Marilena Gehrke, der Lehrerin der 9. Klasse der Frida-Levy-

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Sommerferien in NRW: Wenn Autofahren im Ruhrgebiet endlich wieder Spaß macht

Auf der Autobahn. Quelle: Wikipedia; Lizenz: Gemeinfrei

Für viele beginnt am Ende dieser Woche mit den Sommerferien in NRW der lang ersehnte Urlaub – Sonne, Strand, Erholung. Doch auch für all jene, die (wie ich) in dieser Zeit im Regelfall lieber zuhause bleiben oder erst später verreisen, bringen die schulfreien Wochen eine willkommene Veränderung: spürbar leerere Straßen.

Insbesondere hier in Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland mit Millionen Pendlern und täglichem Berufsverkehr, ist das ein echtes Geschenk. Endlich entspannter durch die Stadt, ohne Dauerstau auf der A40, zähfließenden Verkehr am Autobahnkreuz Köln-West oder Stop-and-go in der Düsseldorfer Innenstadt – der Sommer bietet für alle Daheimgebliebenen eine seltene Atempause im Straßenalltag.

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Ruhrpott-Rodeo 2025 – Ein Fest der guten Laune

Ruhrpott Rodeo 2025 Foto: Antje Jelinek

Endlich war es wieder so weit. Das Ruhrpott-Rodeo hatte mit 44 Bands ein Line-up, das begeistert. Das Festival war in diesem Jahr ausverkauft und deshalb auch sehr gut besucht. Trotzdem war Platz für alle da: Kinder, Alte, Blinde, Rollstuhl- und Rollator-Fahrer – alle waren sie hier im Punkrock vereint.

Da es letztes Jahr mit Kind so gut geklappt hatte, war ich auch dieses Jahr wieder mit dem Sohnemann dabei. Wir kamen ziemlich spät und mussten zuerst lange in der Auto- und dann in der

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