„Es gibt mittlerweile einen internen Maulkorb“

Sibylle Broll-Pape Foto: E. T. A. Hoffmann Theater, Bamberg


Sibylle Broll-Pape, noch immer vertretungsberechtigter Vorstand des Theatervereins Prinz Regent e. V., sorgte mit der Nichtverlängerung des Vertrages von Theaterleiterin Romy Schmidt für Aufregung in Bochum. Wir sprachen mit dem Bamberger Journalisten Andreas Thamm. Thamm verfolgt Broll-Papes Arbeit als Intendantin am E.T.A.-Hoffmann Theater in Bamberg. Im Gespräch berichtet er von künstlerischen Erfolgen, aber auch von Intransparenz.    

Ruhrbarone: Wie war die bisherige Arbeit von Sibylle Broll-Pape als Intendantin in Bamberg?

Andreas Thamm: Das lässt sich schwer mit einem Schlagwort beantworten. Durch den Kahlschlag, der mit ihrer Einführung einherging, hatte sie in Bamberg von Anfang einen schweren Stand. Viele Theatergänger kündigten ihr Abo. Gleichzeitig freuten sich aber auch etliche, dass in Bamberg nach 25 Jahren Rainer Lewandowski mal ein frischer Wind weht. Künstlerisch habe ich viele anspruchsvolle und ambitionierte Stücke gesehen, auch Langweilig-dröges. Das Publikum vermisst teilweise Gast- und Singspiele, die sehr politische Grundausrichtung kommt nicht bei jedem super an. Aber um die Geschmacksfragen geht es am Ende ja auch gar nicht.

Continue Reading

Nach dem Fest ist vor dem Fest – Der Termin für das Zeltfestival Ruhr 2018 steht bereits fest

Morcheeba ZFR 2017

Die schönste Geburtstagsparty der Region endete heute Abend unter strahlend blauem Himmel.

Das Zeltfestival Ruhr feierte die letzten 17 Tage sein 10-jähriges Zeltstadt-Happening mit mehr als 130.000 Besuchern und zahlreichen Musik- und Comedy-Größen.

Nach fünfunddreißig emotionsgeladenen Shows und einem Sommer-Comeback an einem Gros der siebzehn Festival-Tage ziehen die Veranstalter positive Bilanz und machten – gemeinsam mit ihren Besuchern – am heutigen  Sonntag ein letztes Mal Urlaub in der weißen Zeltstadt am Kemnader See.

Bereits nach der ersten Veranstaltungswoche fanden zehntausende Besucher Erholung auf dem beliebten Urlaubs- Areal und zelebrierten ihre Stars bei hochsommerlichen Temperaturen. Das Veranstalter-Trio meldete bereits zum Bergfest sechs Termine als ausverkauft. Bis zum heutigen Tag verdoppelte sich diese Zahl, so dass das Zeltfestival Ruhr insgesamt 12 von 35 Shows und eine Besucherstärke von wieder mehr als 130.000 Besuchern für 2017 zurückblicken kann.

„Zusammen mit den ebenfalls jubilierenden Rock-Legenden Placebo feierten wir bereits einen fulminanten Start im ausverkauften Sparkassenzelt und hatten – nicht zuletzt Dank der Wetterwende – nach den ersten Regentagen ein unglaubliches Jubiläumsjahr. Wir erfreuten uns an zehn von siebzehn Tagen über Sommer, Sonne, Sonnenschein – einfach toll! Vielleicht ist der Urlaub am See in diesem Jahr sogar der schönste“, resümiert Björn Gralla.

Neben der Auftakt-Veranstaltung ermöglichten u. a. die ausverkauften Shows von Max Giesinger, Sarah Connor, Gerburg Jahnke, Andreas Bourani, Pamela Falcon und ihren zauberhaften Gästen Gil Ofarim, Stefanie Heinzmann und Iva Buric Zalac, Jochen Malmsheimer, Wincent Weiss, sowie die Kindershows Drache Kokosnuss und Petterson & Findus und last but not least die Programm-Premieren von Frank Goosen, dieses Ergebnis.

Der Gast der Geburtsstunde füllte gleich an zwei Terminen das Stadtwerke-Zelt und sorgte zusammen mit Kabarett- Kollegen Dennis – bekannt aus der 1Live-Comedy-Show „Dennis aus Hürth“ – mit charmanter Wortklauberei für einen unvergesslichen ZfR-Ausklang an diesem letzten Sommer-Sonntag. Und auch die Stars, die erstmalig beim Zeltfestival Ruhr gastierten, fühlten sich auf Anhieb wie zu Hause. Bestimmt erweist so der ein oder andere dem Zeltfestival Ruhr zukünftig noch einmal die Ehre.

Und der Termin für 2018 steht bereits fest. Vom 17. August – 02. September heißt es wieder Herzlich Willkommen an der Ruhr ! Wir sind auf die Bekanntgabe der ersten Shows gespannt!

Hier aber noch ein paar Fotogalerien von diesem Jahr:

Galerie Royal Republic

Galerie EMELI SANDÉ

Galerie Morcheeba

Galerie Pamela Falcon &   Gil Ofarim, Stefanie Heinzmann und Iva Buric Zalac

Galerie Jennifer Rostock

OB Eiskirch zum Bochumer Prinzregenttheater: „Wenn eine geht, dann sollte sie auch gehen“

Auf einer Dialogveranstaltung der Stadt  gestern auf der Bühne auf den Konrad-Adenauer-Platz im Bermudadreieck äusserte sich Bochums Oberbürgermeister Thomas Eiskirch (SPD) zu den Geschehnissen am Prinzregenttheater. Von Stefan Laurin und Dirk Krogull.

Der Trägerverein hatte überraschend den Vertrag von Prinzregenttheater-Leiterin Romy Schmidt nicht verlängert. Dem vertretungsberechtigten Vorstand gehört Schmidt-Vorgängerin Sibylle Broll-Pape an, die zur Zeit Intendantin am Bamberger E.T.A-Hoffmann-Theater ist.  Mit Blick auf die Rolle Broll-Papes sagte Eiskirch:  „Wenn eine geht, dann sollte sie auch gehen“. In der kommenden Woche wolle er sich mit dem Fall beschäftigen. Er sei in die Veranstaltungen von Romy Schmidt immer ausgesprochen gerne gegangen. Mit einem jährlichen Zuschuss von 300.000 Euro ist die Stadt Bochum der mit Abstand wichtigste Geldgeber des Prinzregenttheaters.

Ein hochrangiger Mitarbeiter der Stadtverwaltung sagte diesem Blog bereits vor Beginn der Veranstaltung, er glaube nicht, das Broll-Pape den Streit um die Nichtverlängerung des Vertrages von Schmidt überstehen werde. Die Stadt tue sich schwer damit, sich zu Interna von unabhängigen Organisationen zu äußern, auch wenn sie ihnen Geld gäbe. Doch der Trägerverein des  Prinzregenttheaters handele dermassen intransparent, dass es so nicht weiter gehen könne.

Mehr zu dem Thema:

Prinzregenttheater: Schmidt Rauswurf wegen zu viel Transparenz?

Eine Bochumer und Bamberger Koproduktion: Willkommen im In­t­ri­gan­ten­stadl

„Vertrag nicht verlängert: Die dritte Spielzeit von Romy Schmidt am Prinzregenttheater wird ihre letzte sein!

Unregelmäßigkeiten“: Prinzregenttheater in Bochum bekommt keine Landesförderung mehr

Werbung
Werbung


Prinzregenttheater: Schmidt Rauswurf wegen zu viel Transparenz?

Romy Schmidt (Dritte von links) und ihr Team.

Muss  Prinzregenttheater-Leiterin Romy Schmidt gehen, weil sie  mit  dem Landesrechnungshof und der Bezirksregierung  bei der Klärung der finanziellen Unregelmässigkeiten, zu denen es unter ihrer Vorgängerin Sibylle Broll-Pape kam, kooperierte? „Schmidt hat Unterlagen an das Land weitergeleitet, die für Broll-Pape unangenehm sind. Sie hat getan, wozu sie rechtlich verpflichtet war und das wird ihr jetzt angelastet“, sagte ein Mitarbeiter des  Prinzregenttheaters zu diesem Blog. „Schmidt war gegenüber dem Land ehrlich und diese Ehrlichkeit wurde vom Vorstand des Vereins als Vertrauensbruch wahrgenommen“, sagte ein Mitarbeiter der Stadt Bochum. Klar ist: Ihre Vorgängerin Sibylle Broll-Pape ist nach wie vor, neben ihrer Tätigkeit als Intendantin des E.T.A-Hoffmann Theaters in Bamberg, im Vorstand des Theatervereins, dem

Continue Reading

„Unter schwarzer Flagge“ – Vier Bands laden ein auf die MS RheinEnergie

Am 12. Mai 2018 wird der Rhein zum schwarzen Meer, wenn Jolly Roger an Bord der MS RheinEnergie zur großen Fahrt bittet. Festival meets Tagesausflug mit knallharten Riffs und großer Kulisse – streng limitiert auf nur 1333 Tickets!

„Unter schwarzer Flagge“ führt der Kurs von Köln stromaufwärts in das sagenumwobene Siebengebirge zur historischen Altstadt von Königswinter, am Fuße des Drachenfels. An Bord sorgen dabei gleich 4 Bands für verstärkten Wellengang.

So lassen zunächst NULL POSITIV die Metallpeitsche knallen, gefolgt von DIARY OF DREAMS, die im Anschluss ihre düsteren Traumvisionen zum Leben erwecken. Auf dem Rückweg nach Köln folgt den Wogen dann ein wahrer Sturm, mit dem ultimativen Boot im Boot. Keine Geringeren als EISBRECHER und UNZUCHT geleiten die MS RheinEnergie auf der Sturmfahrt unter schwarzer Flagge sicher zurück in den Kölner Heimathafen.

Zwischen den Konzerten am Nachmittag und Abend geht die MS RheinEnergie in Königswinter für einen dreistündigen Landgang vor Anker und bietet allen Cruise-Teilnehmern die Gelegenheit die Stadt nach individuellem Interesse zu erkunden, die beeindruckende Atmosphäre des Siebengebirges aufzunehmen und gegebenenfalls eine der vielen Sehenswürdigkeiten zu besichtigen.

Angefangen beim Aufstieg zum DRACHENFELS mit seinem phänomenalen Ausblick auf den Rhein, derNIBELUNGENHALLE (mit Reptilienzoo) oder einer Fahrt mit der DRACHENFELSBAHN, zählt beispielsweise das märchenhafte SCHLOSS DRACHENBURG zu den absoluten Highlights der Stadt. Zudem lockt das SEA LIFEKönigswinter in direkter Nähe zum Schiffsanleger mit spannenden Unterwasserwelten.

Im Rahmen einer Kooperation gewähren die Nibelungenhalle, Schloss Drachenburg und das Sealife Königswinter allen USF-Cruise-Teilnehmern bei Vorzeigen ihres Veranstaltungstickets an der Kasse ermäßigten Eintritt und verlängerte Öffnungszeiten bis 19:00 Uhr!

Die einmalige Kombination aus Schiffstour und Musikfestival, verbunden mit der herrlichen Landschaft des Siebengebirges sorgen für unvergessliche Momente am und auf dem Rhein.

Streng limitiert auf 1333 Tickets ist „Unter Schwarzer Flagge“ ab sofort exklusiv im Amphi Shop unter www.amphi-shop.de zum Vorverkaufspreis von 69,00 € zzgl. 6,00 € Vvk.-Gebühren, zzgl. Versand erhältlich.

Der Ticketpreis enthält die Rheinschifffahrt an Bord der MS RheinEnergie am 12.05.2018 von Köln nach Königswinter und zurück.

NICHT IM TICKET ENTHALTEN sind aufgrund der vielfältigen freien Gestaltungsmöglichkeiten während des Landgangs etwaige Eintrittsgelder für Sehenswürdigkeiten der Stadt Königswinter sowie anfallende Reise-, Unterkunfts- & Verpflegungskosten aller Art.

Informationen zu möglichen Preisnachlässen für „USF-Teilnehmer“ finden sich unter www.usf-cruise.de/tourismus.html . Der Eintritt zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten wird an der jeweiligen Kasse vor Ort entrichtet.

UNTER SCHWARZER FLAGGE

12.05.2018 – KÖLN | MS RHEINENERGIE

EISBRECHER + DIARY OF DREAMS

UNZUCHT + NULL POSITIV

Datum:                                             12. Mai 2018

Einlass:                                            11:00 Uhr

Abfahrt:                                            12:00 Uhr

Landgang Königswinter:            16:30 – 19:30 Uhr

Rückkehr:                                       ca. 23:30 Uhr

Infos unter:                                     www.usf-cruise.de

Tickets unter:                                 www.amphi-shop.de

Werbung
Werbung


Eine Bochumer und Bamberger Koproduktion: Willkommen im In­t­ri­gan­ten­stadl

Romy Schmidt (Dritte von links) und ihr Team (Foto: Dirk Krogull)

Einer der Gründe, warum es in weiten Teilen des Ruhrgebiets so aussieht wie in Bitterfeld vor der Wende, ist, das Leistung und Erfolg nichts zählen. Wichtig sind ein paar gute Kontakte, ein Parteibuch schadet auch nicht. Das bekam nun auch die Intendantin des Bochumer Prinzregenttheaters Romy Schmidt zu spüren. 

Besucherrekorde, gute Kritiken und eine gute Stimmung im Ensemble. Eigentlich war alles klar: Nach zwei erfolgreichen Jahren hätte der Vertrag von Romy Schmidt, der Intendantin des Prinzregenttheaters, eigentlich verlängert werden müssen. Eigentlich, denn das Gegenteil geschah: Die nun beginnende Spielzeit wird ihre letzte in Bochum sein. Im kommenden Sommer ist Schluss. Das ist für Bochum bedauerlicher als für Schmidt, die eigentlich was besseres verdient, als in der kulturell immer provinzieller werdenden Stadt zwischen Essen und Dortmund zu arbeiten.  Zu sagen, das Bochumer Schauspielhaus zehre vom Ruhm besserer, vergangener Tage, wäre übertrieben, denn die liegen nun schon so lange zurück, dass es nichts mehr zum Zehren gibt. Längst ist das Theater Dortmund besser, moderner, wichtiger und einfallsreicher, und auch wer Konzerte sehen will, tut das besser in Köln, Dortmund oder, ja,

Continue Reading