Beatsteaks, Samstag, 14. April, 20.00 Uhr, Westfalenhalle, Dortmund
Echo2018: Deutsche Musikindustrie will Antisemitismus nicht ausgrenzen
Mit einer Stellungnahme hat sich kurz vor dem Start der Verleihung des Musikpreises Echo noch einmal der Bundesverband der Musikindustrie (BVMI ) an die Öffentlichkeit gewandt:
Die Diskussion um Kollegah & Farid Bang und die Nominierung mit ‚JBG3‘ hat eine Dimension erreicht, die so nicht vorherzusehen war. Die Entscheidung des ECHO-Beirats als unabhängiges Gremium, sie nicht von der ECHO-Nominierung auszuschließen, war eine mehrheitliche Entscheidung im Sinne der Kunstfreiheit, aber ganz deutlich verknüpft mit klarer Missbilligung der Sprache und der in dem Song getroffenen Aussagen sowie mit dem Appell, dieses Thema auf breiter gesellschaftlicher Front öffentlich zu diskutieren. Sowohl der Beirat als auch wir wollen uns aktiv an der Gestaltung dieser Debatte beteiligen.
In den zahlreichen Gesprächen und Diskussionen der letzten zwei Wochen ist klar geworden, inwiefern die Verantwortung auch für einen provokanten Umgang mit Kunstfreiheit jeweils bei den Kreativen und ihren Partnern liegt. Das ist insofern ein Appell an die Branche, in Zukunft noch mehr darauf zu achten und noch genauer hinzuschauen, welche Inhalte die Texte veröffentlichter Künstler haben.
Kollegah & Farid Bang treten als zwei außerordentlich erfolgreiche Repräsentanten des Genres HipHop auf, das seit über einem Jahrzehnt von sehr vielen Menschen hierzulande gehört wird. Das ist der Grund, weshalb sie im Vorfeld für einen Auftritt angefragt wurden und nun live performen werden. Wir als Gesellschaft sollten nun hinschauen und uns damit auseinandersetzen, anstatt schlicht auf Ausgrenzung zu setzen. Wir sehen doch, dass wir über ein weitaus größeres, gesellschaftliches Thema sprechen als über einen Musikpreis.
Den Antisemitismusvorwurf greift der BVMI in seinem Statement nicht auf. Man schwurbelt ein wenig vor sich hin, um am Ende für Auseinandersetzung statt für Ausgrenzung einzutreten, was ein wenig nach Kirchentag klingt. Antisemitismus soll also nach Meinung des BVMI nicht ausgegrenzt werden – und die Auseinandersetzung sieht dann wohl so aus, dass man ihn auch noch prämiert. Und was geschehen soll, wenn man genau hinschaut, was die Konsequenzen sind, die man ziehen sollte, wenn man beim hinschauen etwas festgestellt hat – darüber schweigt man sich auch aus.
Statt das Problem – Antisemitismus – zu benennen und sich ihm zu stellen, hofft der BVMI, sich mit dieser Stellungnahme in den Abend zu retten. was nicht mehr viel hilft, selbst wenn Kollegah ihn nicht für einen Eklat nutzen wird. Denn längst steht der Echo, der Preis, der auch in den vergangenen Jahren nur doch Streitigkeiten um seine Künstler wahrgenommen wurde, unter Druck. Die Süddeutsche fasste es heute gut zusammen:
Die Gala ist aber nur die sichtbarste Folge des eigentlichen Problems des Echo, das ein ungleich substanzielleres ist: Seine gesamte Anlage ist falsch. Und damit seine Antwort auf die Frage, was hierzulande auf in der großen Öffentlichkeit eigentlich preiswürdige Popkultur sein soll oder vielmehr: sein darf.
Vielleicht erleben wir heute den letzten Echo. Eine darbende Industrie ist nun auch mit ihrem Preis an ihr Ende gekommen.
Warum Kollegah den Integrationsbambi verdient hätte

Gewinnen Kollegah und Farid Bang heute den Echo2018? Keine Ahnung – die PR-Show der siechenden Musikindustrie ist die uninteressanteste Preis den es gibt: Wer viel verkauft, gewinnt ihn. Die Jury und der Ethikbeirat sind Showelemente wie früher das Fernsehballett im ZDF. Die große Leistung Kollegahs liegt in seinem Antisemitismus. Mit ihm hat er Brücken gebaut: Antisemitische Muslime lieben seine Hetze genau so wie junge, biodeutsche Rechtsradikale und auch Designprofessoren, Kulturratspräsidenten und die beiden großen Kirchen dürfen endlich wieder beim Judenhass mitmachen. Sie stellten sich auch bereitwillig
Emil Bulls
https://www.youtube.com/watch?v=DGJM7PWdl8Q
Emil Bulls, Freitag, 13. April, 20.00 Uhr, FZW, Dortmund
9000 Rivalen und Rebellen feiern in Oberhausen
Nachdem sich die Band auf zunächst unbestimmte Zeit in eine Schaffenspause verabschiedet hatte, meldeten sich die Südtiroler Erfolgs-Rocker von Frei.Wild Ende letzten Jahres mit neuen Tour-Terminen und der Ankündigung eines neuen Albums ( „Rivalen und Rebellen“ – 16.03.2018 ) zurück.
Vor zwei Tagen starteten sie dann in München zu ihrer erstmals zusammenhängenden Tournee durch und heute Abend stand als zweiter Halt Oberhausen auf dem Plan.
Und wie erwartet konnte Frei.Wild, um Frontmann Philipp Burger, auch live ohne weiteres an ihre bisherigen Erfolge anknüpfen.
Rivalen und Rebellen“ ist das vierte Album in Folge, mit dem die Band es bis auf Platz 1 der deutschen Albumcharts geschafft haben und mit dem sie auch dieses Mal wieder die vorherigen Verkaufsrekorde in der Releasewoche gebrochen haben.
Des weiteren drei Platinauszeichnungen, sechs Gold-Awards und ein Echo und seit Jahren permanent ausverkaufte Shows erarbeitete sich die Band bisher in Eigenregie, ohne große Partner an ihrer Seite.
Um die Aufmerksamkeit noch stärker auf die Musik und Kreativität richten zu können, verstärkte sich Frei.Wild und arbeitet künftig im Live-Bereich mit der Global Concerts Touring GmbH, einer hundertprozentigen Tochter der DEAG, Deutsche Entertainment AG, Berlin, zusammen. Der stetige Aufstieg der Band Frei.Wild hin zu einer der erfolgreichsten Rockformationen Deutschlands und die damit verbundenen steigenden Anforderungen in allen Bereichen waren die Grundlage für diese langfristig angelegte Zusammenarbeit.
Und das hat sich durchaus bezahlt gemacht. Mit einem neuen Bühnendesign über zwei Ebenen und einem Steg, der weit ins Publikum ragt und für mehr Fannähe sorgte, eroberten die Tiroler Punkt 21 Uhr ihre Fans im Sturm und sorgten für zahlreiche Stimmungsexplosionen. Getreu den Zeilen ihres aktuellen Titels „Wir sind Rivalen, Rivalen und Rebellen, Wir sind Freunde, wir sind Brüder“ feierten Frei.Wild gemeinsam mit ihren Fans die Wiedervereinigung nach der gut einjährigen Bandpause. Hier sind die Fotos:
Die nächsten Shows
13.04. Bremen, ÖVB Arena
14.04. Hamburg, Barclaycard Arena
15.04. Berlin, Velodrom
16.04. Leipzig, Arena
18.04. Erfurt Messehalle
19.04. Nürnberg, Arena Nürnberger Versicherung
20.04. Riesa, Arena
21.04. Frankfurt, Festhalle
Zusatzshows
25.04.2018, Kiel, Sparkassen Arena
26.04.2018, Hannover, TUI Arena
27.04.2018, Düsseldorf, ISS Dome
28.08.2018, Freiburg, SICK Arena
Veranstalter für Oberhausen & Frankfurt & Düsseldorf : Handwerker Promotion
Turbostaat
Turbostaat, Donnerstag, 12. April, 21.00 Uhr, Gleis22, Münster
Die Blaue Bude

In den letzten Wochen hatte ich die Gelegenheit, über die Bedeutung des Wortes „Wir“ nachzudenken. Denn meist wird es heute einengend, und zugleich ausgrenzend verwendet. Von unserem Gastautor Helmut Junge.
Der Anlaß war ein Besuch meines Freundes Gilbert aus fernen Kindheitstagen an meinem Ausstellungstand auf dem Kunstmarkt in Duisburg-Ruhrort im letzten Sommer.
Er fragte mich ob ich mich mit einem Vortrag und einer Ausstellung an einem Projekt in Dinslaken-Lohberg beteiligen würde, Er und eine Kollegin würden dort ehrenamtlich ein Projekt mit dem Namen „Blaue Bude“ organisieren.
Echo2018: Sender VOX will antisemitische Inhalte entfernen
Am Donnerstag überträgt der TV-Sender VOX die Verleihung des Musikpreises Echo. Dabei ist ein Auftritt des wegen seiner antisemitischen Texte umstrittenen Rapper-Paares Kollegah und Farid Bang fest eingeplant. Sollte die beiden Musiker jedoch auch auf der Bühne antisemitische Aussagen tätigen, will der Sender eingreifen, wie VOX diesem Blog auf Anfrage mitteilte: „Da es aufgrund der Entscheidung des Beirats aber keine Grundlage dafür gibt, Kollegah und Farid Bang nicht auftreten zu lassen, werden wir den Auftritt auch ausstrahlen. Unter Beachtung der künstlerischen Freiheit und der Tatsache, dass die Sprache des Battle-Rap Sprache hart ist und verbale Provokationen ein typisches Stilmittels sind, werden wir aber natürlich dafür Sorge tragen, dass antisemitische Inhalte nicht übertragen werden. Sollten sie im Rahmen der Veranstaltung geäußert werden, kommen wir unserer Verantwortung und unserer Überzeugung nach und werden sie entfernen.“
Cosmo Sheldrake
Cosmo Sheldrake, Mittwoch, 11. April, 20.00 Uhr, Artheater, Köln
Echo2018: Kulturrat distanziert sich von Kollegah und Farid Bang

In einer Stellungnahme zur Verleihung des Musikpreises Echo hat sich der Deutsche Kulturrat von dem Musiker Kollegah distanziert, der am Donnertag einen der Musikpreise gewinnen könnte und bei der vom Sender Vox übertragenen Show auftreten wird. „Der Deutsche Kulturrat distanziert sich entschieden von Wortwahl und Inhalt des Albums „JBG3“ von Kollegah & Farid Bang.“ Auf dem Album finden sich antisemitische Texte, in denen Holocaust-Opfer verhöhnt werden wie die Zeile „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“. In der vergangenen Woche






















