Premiere an der Oper Dortmund: Arabella von Richard Strauss

Eleonore Marguerre als Arabella (Foto: Thomas Jauk / Stagepictures)

Die letzte gemeinsame Oper von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal – Arabella – ist eine lyrische Komödie. Tatsächlich ist sie das Sittengemälde einer untergehenden Gesellschaft, in der die Frauen ihre Lebensentscheidungen der Esoterik überlassen, die Männer spielsüchtig sind, auf Kredit ein längst nicht mehr finanzierbares Leben im Rausch von Alkohol und Bällen zelebriert wird und letztlich ein nicht sonderlich vertrauenserweckender Mann aus einem wenig bekannten Land zum Retter und Heilsbringer hochstilisiert wird. Uraufgeführt wurde dieser Taumel der Dekadenz dann auch noch ausgerechnet 1933 und geschrieben von einem Komponisten der sich mehr als leichtfertig den Nazis an den Hals warf.

Und nun Premiere in Dortmund ausgerechnet am Abend der Bundestagswahl, bei der eine rassistische Horde fast 13% erhält. Als Intendant Jens-Daniel Herzog

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Premiere in Oberhausen: Amok nach Emmanuel Carrère

Clemens Dönicke, Dietmar Nieder in AMOK (Foto: Isabel Machado Rios)

Es ist der Abend von Clemens Dönicke und Dietmar Nieder. Die unbedingte Spiellust der beiden Schauspieler dominiert die zweite Premiere am Theater Oberhausen in der Intendanz von Florian Fiedler. Dabei ist „Amok“ nach dem Roman von Emmanuel Carrère keine echte Premiere, sondern eine Übernahme vom Theater Osnabrück. Es ist nicht ungewöhnlich beim Start einer neuen Intendanz, bestehende Produktionen zu zeigen, um erstmal Spielplanpositionen zu besetzen. Mit „Amok“ wurde auch der neue Saal 2 – der ehemalige Malersaal – eingeweiht.

Carrère erzählt in seinem Roman die Geschichte von Jean-Claude Romand, der sich ein Leben samt Doktortitel und Anstellung bei der Weltgesundheitsorganisation in Genf zusammengelogen hat. Jahrelang

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Uraufführung in Oberhausen: Schimmelmanns – Verfall einer Gesellschaft

Mervan Ürkmez, Jürgen Sarkiss, Ingrid Sanne, Clemens Dönicke, Ayana Goldstein – in „Schimmelmanns“ am Theater Oberhausen (Foto: Katrin Ribbe)

Mario Salazar hat das Stück zur Zeit geschrieben. Nur zwei Tage vor der Bundestagswahl, bei der mit der AfD eine Partei rechts der CSU und des demokratischen Spektrums in den Deutschen Bundestag einziehen wird, flutet der junge Berliner Autor die Bühne des Oberhausener Theaters mit einem Panoptikum von Rassisten. Zugleich ist die Uraufführung des Stückes die Eröffnung der Intendanz von Florian Fiedler, der das Haus seit dieser Spielzeit von Peter Carp übernommen hat.

Die titelgebenden Schimmelmanns sind eine großbürgerliche Familie in deren Mitte wortwörtlich Mutter Rosi thront.

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Bundesfighter 2 Turbo

Gauland schreit noch „Volksverräter“, aber ich verwandel Lindner in die Heuschrecke und noch bevor der alte Mann vor Pegidisten mit einem Gartenzwerg auf mich eindreschen kann, präsentiere ich stolz den Thermomix.

Klingt wirr? Ist genial. Besser als die Bundestagswahl. Und politisch korrekter als die völlige Vernichtung Nordkoreas. Ganz im Stil von „Streetfighter 2“, nennt sich Bundesfighter 2 Turbo,  ist auf dem Mist von Bohemian Browser Ballett gewachsen. Und kann HIER gespielt.

Und ich muss dann wieder weg – Sahra wartet.

Das Konzert von Mike + The Mechanics in Essen

Am heutigen Abend gastierte Ex-Genesis-Gitarrist Mike Rutherford mit seinen „Mechanics“ und wunderbaren Melodien im Gepäck  in der Essener Lichtburg vor ausverkauftem Haus.

Seit mittlerweile 32 Jahren ist die britische Band rund um Gründungsmitglied Mike Rutherford im Geschäft. Mit ihrem  Welthit „The Living Years“ konnten sie sich im Jahre 1989 an die Spitze der internationalen Single-Charts katapultieren, und auch mit dem dazugehörige Album feierten sie große Erfolge.

Im April diesen Jahres veröffentlichten Mike + The Mechanics ihr bereits achtes Album “Let Me Fly” und sind damit nun auf großer Europa-Tour. 

Aber nicht nur Songs ihres aktuellen Albums, sondern auch ihre größten Hits wie “The Living Years”, “Silent Running”, “All I Need Is A Miracle”, “Word of Mouth” und  “Another Cup of Coffee” präsentierten sie heute Abend ihrem Publikum, das sich schon beim zweiten Stück von seinen Sitzen erhob und sich von der überwältigend guten Stimmung auf der Bühne mitreißen ließ.

Mike Rutherford (Gitarre, Bass), Luke Juby (Keyboard, Bass, Saxophon), Gary Wallis (Schlagzeug), Anthony Drennan (Gitarre), Andrew Roachford (Gesang) und Tim Howar (Gesang) heißt die aktuelle Besetzung der Mechanics. „Let Me Fly“ ist nach „The Road“ ihr zweites gemeinsames Studioalbum.

Wer die großartige Band heute Abend verpaßt hat, hat am 24.09. im Gloria Theater in Köln noch einmal die Chance auf ein Wiedersehen.

Karten für den Abend gibt es unter www.eventim.de !

 

Setlist:

Are You Ready, Another Cup of Coffee, Get Up, Silent Running, The Best Is Yet to Come, Land of Confusion (Genesis cover), High Life, Wonder, Let Me Fly, A Beggar on a Beach of Gold, Cuddly Toy (Roachford cover), I Can’t Dance (Genesis cover), Over My Shoulder, All I Need Is a Miracle Encore: The Living Years, Word of Mouth ( ohne Gewähr)

Veranstalter: Dirk Becker Entertainment