Depeche Mode, Montag, 15. Januar, 19.30 Uhr, Lanxess Arena, Köln
Premiere in Oberhausen: Ein Volksfeind von Henrik Ibsen

2004 war „Ein Volksfeind“ zuletzt am Theater Oberhausen zu sehen. Damals führte ein langer Steg weit in den Zuschauerraum. Auch jetzt hat Bühnenbildnerin Maria-Alice Bahra wieder eine Gangway durch das Parkett gebaut. Jeff Zach, der Thomas Stockmann von damals, sitzt allerdings bei der Premiere am 12.1. nur im Publikum und niemand muss fürchten, dass er sich plötzlich splitterfasernackt auszieht und von oben herab das Publikum anbrüllt, bis es wutschnaubend den Zuschauerraum verläßt. Volker Lösch, der seinerzeit die umstrittene Inszenierung besorgte, wollte uns aus unserer Konsumenten-Lethargie reißen und zwingen, Stellung zu beziehen. Florian Fiedler nutzt die gleiche Stück-Szene,
„Hakanaï“ eröffnet Festival „Temps d’image“ am Tanzhaus NRW in Düsseldorf

Das japanische Wort „Hakanaï“ steht für das Ungewisse und Vergängliche des Daseins und setzt sich aus dem Schriftzeichen für „Mensch“ und „Traum“ zusammen. Damit könnte der Titel der Produktion des französischen Duos Adrien M & Claire B programmatisch für das Festival „Temps d’Image“ stehen, das sie am 12.1. um 10 Uhr eröffnete. Bis Sonntag, 20.1. werden sechs Produktionen und ein Gespräch um die Frage nach der Verbindung von Tanz, Performance und deren Interaktion mit Technik kreisen.
Die konzentrierte Arbeit der beiden Franzosen erzählt davon, wie wir immer wieder fasziniert und auch ratlos vor neuer Technik stehen,
Die unausgesprochene Einladung auf einen Kaffee im Nebel – Eine Anekdote

Bereits heute kann ein Wissenschaftler, ein Philosoph oder ein Poet kaum noch mit Durchschnittsmenschen sprechen, allenfalls plaudern, im Tonfall der Umgangssprache, des mühevoll eingeschränkten oder gar abgelegten gesellschaftlichen Sammelsuriums, falls dies erforderlich ist, jedoch nicht darüber, womit er sich beschäftigt, allenfalls über den Kaffee und den Kuchen, die in einem Café serviert werden, sei es auch inmitten eines Nebels.
Die traditionelle Bildung hat versagt, ja, ich wage zu behaupten, dass Bildung erst mit dem Abschluss eines Masters beginnen könnte. Alles bis dahin Erreichte wäre lediglich Kindergarten …
Neues Buch von Deniz Yücel: »Wir sind ja nicht zum Spaß hier«

Am 14. Februar jährt sich die Festnahme Deniz Yücels. Seit dem 14. Februar 2017 sitzt der Journalist in Haft, mit dem Vorwurf der Terrorpropaganda und Volksverhetzung, davon acht Monate in Isolationshaft, bis heute ohne Anklage. »Es gibt nur einen Grund, Leute wie Deniz Yücel wegzusperren: Man will sie zwingen, endlich die Klappe zu halten.«, schreibt Doris Akrap in ihrem Vorwort zu dem neuen Buch »Wir sind ja nicht zum Spaß hier«, und weiter: »Damit klar ist, dass daraus nichts wird, erscheint dieses Buch.«
The Mergers
The Mergers, Samstag, 13.Januar, 22.00 Uhr, Sonic Ballroom, Köln
Abramowicz
Abramowicz, Freitag, 12. Januar, 21.00 Uhr, Trompete, Bochum
Glacé – eine eiskalte Serie

Netflix hat ja Konjunktur, gerade bei Serien. Diskussionen darüber, welche man sehen sollte, füllen manch ein Gespräch im Freundeskreis. Die heutige positive Zufallsentdeckung: Glacé – ein eiskalter Fund. Kurzfassung: es ist eine feine, düstere, klischeefranzösische Serie, für Liebhaber von Grangé-Romanen sehr geeignet. So weit, so kurz, im Folgenden gibt es vielleicht kleinere Spoiler, aber dafür dann auch mehr Infos.
Nur deutsche Fernsehmacher werden den unseligen und historisch mittlerweile traditionell zu nennenden Trend verstehen, schöne Serien- und Filmtitel durch Untertitel zu verunstalten, die dafür dann wahrscheinlich dem deutschen Publikum irgendwie einen tieferen Vorabeinblick in das zu erwartetende Geschehen bringen sollen. Das macht in einer Zeit keinen Sinn, in der man nach dem Vorschaubild auf Netflix eh zwei bis drei Sätze Beschreibung liest, oder sich von der Übereinstimmungsquote zu bisherigen Sehpräferenzen leiten läßt, aber es brachte der französischen Thrillerserie „Glacé“ den peinlichen Untertitel „Ein eiskalter Fund“ ein. Im Englischen trägt die Serie den Titel „The Frozen Dead“ – auch nicht wirklich besser.
Valentina Mér
Valentina Mér, Donnerstag, 11. Januar, 21.00 Uhr, Blue Shell, Köln
Scooter kommt auf seiner „25 Years Wild & Wicked“ Tour 2018 nach Düsseldorf

Scooter, bestehend aus H.P.Baxxter, Phil Speiser und Michael Simon, sind die erfolgreichste deutsche Band seit Einführung der Single Charts. Ihr charismatischer Frontmann H.P., zwei energiegeladene Sounddesigner und eine einzigartige Live-Show brechen weltweit regelmäßig Rekorde. Sie haben das Hardcore-Genre in die großen Hallen der Welt gebracht. Mit Liedern wie „Hyper Hyper“ oder „How much is he fish“machten sie Highspeed-Musik zu einem Massenphänomen, das auch schon 17.000 Fans in Moskau zum Tanzen gebracht hat.
Bouncige Beats, prägnante Hooks und schnelle Power-Chords bringen die Bühnen weltweit zum Beben. Das Trio begeisterte in den letzten Jahren immer wieder mit bombastischen Shows auf deutschen und internationalen Bühnen.
Mit 23 Top Ten-Hits, 30 Millionen verkauften Tonträgern und über 90 Gold- und Platin-Awards weltweit spricht der Erfolg ihrer Musik für sich. Scooter bleiben ihrem Erfolgsrezept auch auf ihrem achtzehnten Studioalbum „Ace” treu.
Es ist nach “The Fifth Chapter” das zweite Album, das sie zusammen mit dem neuen Bandzugang Phil Speiser produziert haben und in dem sie abermals geniale Textzeilen und Stile wie Hi NRG und Hardcore verbinden.
2016 waren sie im Rahmen ihrer „Can’t Stop the Hardcore“-Tour auch in deutschen Konzerthallen zu sehen und erfolgreicher denn je.
Mit „Wild & Wicked – The 25th Anniversary Year“ planen Scooter nun die längste und spektakulärste Tour, die es seit Bestehen der legendären Formation gegeben hat.
Hier trifft eine gigantische Produktion auf eine sensationelle Show um den energetischen Frontmann H.P. Baxxter. Auch die visuelle Inszenierung folgt dem Motto „Wild & Wicked“ und wird den Himmel über den Bühnen brennen und die Nacht durch atemstockende Pyros sowie Special-Effekte taghell erleuchten lassen.
Den Startschuss zur 12-monatigen Live-Eskalation gaben die beiden Scooter Open Airs im Sommer 2017 in Leipzig (7. Juli 2017 am Völkerschlachtdenkmal) und in Mönchengladbach (8. Juli 2017 im Sparkassen Park).
2018 begibt sich die Band dann auf große Arenatour, auf der sich die Fans auf weitere Ausnahmezustände freuen können. Am 17.02.2018 sind sie zu Gast in Düsseldorf:
SCOOTER
„100% SCOOTER – 25 YEARS WILD & WICKED“ TOUR
Mitsubishi Electric HALLE, Düsseldorf
Sa. 17.02.2018
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 20:00 Uhr
TICKETS
Weitere Infos unter Prime Entertainmet !
