Behörden schauen weg, weil sie Angst haben, als rassistisch oder islamfeindlich zu gelten

Mural in Neukölln Foto: Neuköllner Lizenz: Neuköllner Lizenz: CC BY-SA 4.0


Ein 16-jähriges kurdisches Mädchen wird in einem Berliner Jugendzentrum vergewaltigt, erpresst, erneut vergewaltigt – diesmal von neun Tätern gleichzeitig. Das Jugendamt weiß es. Das Jugendzentrum weiß es. Niemand stellt eine Anzeige. Niemand greift ein. Die Täter kommen wieder. Das Mädchen auch – weil es erpresst wird. Von unserem Gastautor Tobias Huch.

Es war November 2025, als eine 16-Jährige im Garten eines Jugendzentrums in Neukölln von einem arabischstämmigen 17-Jährigen vergewaltigt wurde. Der Täter filmte die Tat. Dann erpresste er das Mädchen – laut Bild-Bericht: „Ich will dich hier jeden Montag sehen – sonst schicke ich das deinen Eltern.” Klassische Täterlogik. Scham als Waffe. Schweigen als Preis.

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Hendrik Wüst drängt auf wirksamen Kinderschutz vor sozialen Medien

NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst, CDU (Foto: Roland W. Waniek)

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst (CDU), drängt in der Debatte um ein mögliches Social-Media-Verbot für Kinder auf rasche Entscheidungen. Der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Wüst: „Das Thema wurde in den letzten Wochen sehr grundsätzlich diskutiert, wir müssen jetzt schnell handlungsfähig werden, um unsere Kinder besser zu

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Toleranz – missverstanden und unterschätzt

Bild: KI-generiert

Was ist eigentlich Toleranz? Und was ist es nicht? Wir verwenden diesen Begriff häufig inflationär und eigentlich positiv konnotiert. Aber in unseren aufgeregten Zeiten wird Toleranz oft zu einer sprachlichen Floskel, die den Wert dieses Wortes eher diskreditiert.

Die meisten Menschen würden von sich selbst sagen, sie seien tolerant. Ob die Nachbarn verheiratet sind oder ohne Trauschein zusammenleben, welchen Kleidungsstil jemand pflegt, welche Musikrichtung andere bevorzugen – dies alles sind Themen, die kaum noch interessieren, schon gar nicht mehr als Aufreger taugen. Normen sind im steten Wandel begriffen und ändern sich im Lauf der Zeit, so dass gesellschaftliche Entwicklungen sozusagen „nebenbei“ passieren. Was gestern noch unerhört schien, ist heute kein Thema mehr.

Ganz anders sieht es dagegen bei politischen und gesellschaftlichen Ansichten aus, die man selbst nicht teilt oder sogar entschieden ablehnt. Sie werden zu Prüfsteinen des sozialen Miteinanders und nicht selten, um im Bild zu bleiben, zu Stolpersteinen.

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20.000 Atomtote in Deutschland

Der Bayerische Rundfunk erfindet Atomtote Foto: Screenshot

Wie an jedem 11. März, so war es auch diesmal wieder so weit: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk berichtet über Japan, das am Jahrestag der „Atomkatastrophe von Fukushima“ 20.000 Atomtote betrauert – angeblich.

Tatsächlich betrauert Japan am 11. März die ca. 20.000 Opfer des Tōhoku-Erdbebens, das am 11.3.2011 eine Tsunami auslöste. Der überflutete mit einer lokal bis zu 40 Meter hohen Flutwelle eine Fläche von über 500 km² der japanischen Pazifikküste und drang an einigen Stellen 10 km weit ins Landesinnere vor.

Diese Fakten hinderten den Bayerischen Rundfunk nicht, zu berichten: „Japan gedenkt der Opfer der Atomkatastrophe von Fukushima: Landesweit legten die Menschen Blumen

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Karl Lauterbach erklärt aus Versehen die Unmöglichkeit der Energiewende

Karl Lauterbach, SPD (Foto: Roland W. Waniek)

Teurer und schmutziger Strom, zu wenig Energie für Rechenzentren und die explodierenden Preise für Gas, Benzin und Diesel haben dazu geführt, dass in Deutschland wieder über Kernkraft geredet wird. Selbst Patrick Graichen (Grüne), Robert Habecks ehemaliger Staatssekretär im Wirtschaftsministerium und einstiger Chef der Lobby-Organisation Agora Energiewende, hat seinen Frieden mit der Kernkraft gemacht. Der sagte Anfang März im Interview mit der

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Ein Unternehmer will die abgeschalteten deutschen Kernkraftwerke wieder ans Netz bringen

Ging Ende 2021 vom Netz: Kernkraftwerk Brokdorf Foto: Alois Staudacher Lizenz: CC BY-SA 3.0


Im April 2023 wurden die letzten Kernkraftwerke in Deutschland abgeschaltet. Der Bundeskanzler sagt, diese Entscheidung sei nicht mehr rückgängig zu machen. Ein Unternehmer aus Düsseldorf will die Reaktoren jedoch wieder an Netz bringen, um den Strom in Deutschland sauberer und billiger zu machen.

Thomas Jobsky sitzt in der Lobby des Clayton Hotels im japanischen Viertel Düsseldorfs, während Nordrhein-Westfalen im Schnee versinkt. An diesem Januartag schlittern Autos durch den bräunlichen Matsch auf den Straßen und laufen die Heizungen auf Hochtouren. Der Strom, der an diesem Tag durch die Leitungen fließt, ist schmutzig: Mit 377 Gramm CO₂ pro Kilowattstunde

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Graue Panther in rot – die SPD auf dem Weg zur Splitterpartei

SPD-Wahlkampfstand Foto (Archiv): Laurin

Die SPD verweigert sich seit Jahrzehnten der Realität. Ihr Unvermögen, die Zeichen der Zeit zu erkennen, zeigt sich aber nicht nur in der Migrations- oder Russlandpolitik. Sie zeigt sich auch beim Thema Wissenschaft und Technologie. Auch hier ist die Partei im Denken der 1970er Jahre stecken geblieben. In der SPD herrscht noch immer der Wunsch nach Freundschaft mit Russland, Abrüstung und einer Postwachstumsgesellschaft und Wissenschaft und Technik werden in der Partei noch immer mit Tschernobyl, Bhopal und Seveso assoziiert.

Es gab eine Zeit, in der die jetzt bei 5,5 Prozent angelangte SPD dem Fortschritt in Wissenschaft und Technik freundlich gesonnen war. Bis in die 1970er Jahre („Willy wählen“) galt, dass die SPD technologische Innovationen wie Atomenergie und Automatisierung begrüßte und als Chance begriff, die die Arbeit erleichtern, gesellschaftlichen Fortschritt unterstützen und

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