
Der Osten der Ukraine wird seit über fünf Jahren von einem nicht enden wollenden Krieg zermürbt. Die Steinkohle verkörpert die Hoffnung auf eine bessere Zukunft und das Klammern an eine bessere Vergangenheit. Besuch in einer Region, die dem Ruhrgebiet vor 40 Jahren ähnelt, der aber ein schlechteres Ende droht. Voller Armut, Flucht und Perspektivlosigkeit. Von unserer Gastautorin Teresa Stiens
„Segen und Sicherheit“ steht auf dem orthodoxen Kreuz an der verlassenen Autobahn nach Donetsk. Fast zynisch wirken diese Worte, denn die Felder über denen sie thronen, verheißen Tod. Sie sind vermint und führen geradewegs zu einer eingefrorenen Konfliktlinie an der sich Ukrainische Soldaten und Pro-Russische Kämpfer gegenüberstehen. Die Autobahn endet nach wenigen Kilometern, sie ist voller Schlaglöcher und Risse seit hier die Panzerkolonnen vorbei rollten.