Der Ruhrpilot

Altbau des Gymnasiums am Ostring in Bochum Lizenz: CC BY-SA 3.0


NRW:
Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren…RP Online
NRW: Harte Gangart in der Asylpolitik…Welt
NRW: Schuldentilgung ab 2019…WAZ
NRW: Ist das Sozialticket zu teuer?…NRZ
Debatte: Die große Illusion vom Triumph der liberalen Ordnung…Welt
Debatte: „Es gab eine Logik in dem Wahnsinn“…Cicero
Debatte: Kerzengerade und ohne jede Regung…FAZ
Debatte: AfD-Abgeordneter nennt NSU-Verfahren „Schauprozess“…Welt
Debatte: Danke, SPD!…Jungle World
Debatte: Ludwig Erhard und die Roboter…FAZ
Debatte: Ich will mein Auto!…Zeit
Debatte: Deutschlands unsolidarisches Verhalten in der Nato…NZZ
Debatte: „Wir haben alle in den Abgrund geschaut“…Zeit
Debatte: Neue Regelungen rücken den Sex in die Nähe des Verbrechens…NZZ
Ruhrtriennale: Nein, dies ist keine Zensur…Süddeutsche
Ruhrgebiet: 
Psychoterror im Hause Thyssen-Krupp?…FAZ
Ruhrgebiet: Chaos bei Essener Industriekonzern Thyssenkrupp…General Anzeiger
Bochum: Ärger um Chefposten im Rechnungsprüfungsamt…WAZ
Bochum: Personalauswahl darf nicht nach Parteibuch gehen…WAZ
Dortmund: Opfervertretern geht NSU-Urteil nicht weit genug….WAZ
Duisburg: Marina dümpelt weiter…WAZ
Essen: Aus für den Innogy-Campus…WAZ

Angewidert schaue ich auf den Irrsinn

Deutschland 2018 – Subjektives Symbolfoto. (Foto: SurFeRGiRL30/ Flickr/ CC BY SA 2.0)

Gerne würde ich irgendwas Witziges, Ausdrucksstarkes und überraschend Frisches darüber schreiben, wie ich die Situation in Deutschland derzeit erlebe, und darin dann auch auf das heutige Urteil im NSU-Prozess, das Überholen der SPD durch die AfD, den Suizid eines jungen Afghanen, Horst Seehofer und die allgemeine überhitzte Situation zu sprechen kommen. Allein: mir fällt nichts mehr ein.

Ich sitze jeden Tag immer geschockter da. Komme aus dem Kopfschütteln nicht heraus. Habe immer mehr und plastischer den Eindruck, dass diese Demokratie mit großem Geschrei und ein wenig tätlicher Gegenwehr auf einen Abgrund zurast, den alle sehen und sich bemühen zu beschreiben, wie groß, wie tief, wie vernichtend er ist, aber nicht willens sind, wirklich etwas dagegen zu tun. Dann sind da die, die sich auf den Abgrund freuen, die ihn als Aufstieg sehen, auf eine neue Ebene. Des Deutschseins, des nationalen Selbstbewusstseins.

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Nazi-Brandanschlag in Gelsenkirchen?


Bei Heike Jordan hat es in der Nacht auf Mittwoch gebrannt. um 1.45 Uhr wurde die aktive Nazi-Gegnerin durch Brandgeruch geweckt: Eine Papiermülltonne war angezündet und so nah an ihr Haus geschoben  worden, dass eine Fensterscheibe barst.  Polizei und Feuerwehr waren vor Ort und haben die Ermittlungen aufgenommen. Für Heike Jordan ist klar, wer hinter der Brandstiftung steckt:  „Da ich als Antifaschistin bekannt bin und nicht zum ersten mal ein Anschlag auf mich/uns verübt wurde denke ich das es aus der rechten Szene kommt. Hinterhältig und den Tod von Unschuldigen in Kauf zu nehmen passt für mich einzig und allein auf Rechte Machenschaften. Ich werde nicht weichen, ich stelle mich weiterhin Nazis in den Weg, wir werden weiterhin Stolpersteine verlegen. Nichts wird mich davon abbringen meinen Kampf für Demokratie und gegen Nazis weiterhin zu leben, jetzt erst Recht.“

Die Polizei sieht zur Zeit keine Hinweise auf einen politischen Hintergrund der Tat. Der Staatsschutz ist daher bislang nicht an den Ermittlungen beteiligt.

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NSU-Urteil: Opferanwälte prüfen Revision

Mehmet Daimagüler Foto: © Raimond Spekking Lizenz: CC BY-SA 4.0

Mehmet Daimagüler, einer der Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess in München hat auf Facebook die Urteile gegen Beate Zschäpe und die vier weiteren Angeklagten kommentiert und geschrieben, dass die Nebenklage eine Revision prüft. Ein Urteil kommt den Opferanwälten zu hart vor:  

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Das NSU-Urteil darf das Versagen der Behörden nicht überdecken

Fahndungsplakat des NSU

Im Münchener NSU-Prozess wurden heute die Urteile gefällt. Unser Gastautor Fabian Bremer über das Verfahren.

Nach fast 450 Verhandlungstagen in über fünf Jahren ist der Prozess gegen Beate Zschäpe und vier weitere Angeklagte zu Ende gegangen. Jetzt liegt ein Urteil vor. Beate Zschäpe wurde zur lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte zudem die besondere schwere der Schuld fest.   Ihre Unterstützer erhielten Haftstrafen zwischen zwei und zehn Jahren. Doch haben das Gerichtsverfahren und die politischen Aufarbeitungsversuche der Taten Licht in den undurchsichtigen NSU-Komplex gebracht? Und sind sieben Jahre nach der Selbstenttarnung des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ die beiden zentralen Fragen – „Wie konnte das geschehen?“ und „Kann es wieder geschehen?“ – abschließend beantwortet?

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Der Ruhrpilot


Ruhrgebiet:
„Hört auf zu jammern!“…Focus
NRW:
 Diesel-Fahrverbote  „wahrscheinlich“…WAZ
NRW: Land will mehr Zuwanderung, um Fachkräftemangel zu beheben…Welt
Debatte: Berlin zerstört die Nato, nicht Donald Trump…Welt
Debatte: Diese Rätsel bleiben nach dem NSU-Prozess…FAZ
Debatte: Siemens-Chef fühlt sich im Kampf gegen die AfD alleingelassen…Welt
Debatte: USA machen Druck auf Bundesregierung…DLF
Debatte: Er trug eine Kette mit dem Davidstern…FAZ
Ruhrgebiet: Calls For Ruhrtriennale Director To Resign Over BDS…Jerusalem Post
Ruhrgebiet: Sperrung der Bahnstrecke Dortmund-Hamm…WAZ
Ruhrgebiet: Espera-Chef ist neuer Sprecher der Metall-Wirtschaft…WAZ
Ruhrgebiet: Konferenz legt Schwerpunkt auf DSGVO-kompatible Software…Heise
Bochum: Stadt  sperrt Fußballplatz nach Anwohnerbeschwerden…WAZ
Bochum: Cordula Körbers Installation belebt Hans-Schalla-Platz…Jens
Bochum: Ulrich Schneider ist tot…Bo Alternativ
Dortmund: FH Dortmund weiht Neubau auf Campus ein…Nordstadtblogger
Duisburg: Kioske zwischen Nostalgie und Buden-Zauber…WAZ
Essen: Polizei übergibt „Osmanen“-Boss die Seehofer-Verfügung…WAZ
Essen: 15.121 Baustellen in einem Jahr…WAZ
Essen: Red Dot-Ehrung auf Zollverein…WAZ

Rettet die Sommerzeit

Finstere Mächte haben sich gegen den Frohsinn verschworen: Sie wollen die Sommerzeit abschaffen und missgönnen uns einfachen Menschen lange, lauer Sommerabende auf Balkonen, an den Gestaden von Kiesgruben oder in Sonnenliegen in Strandbars fernab aller Strände. Ihre Argumente sind austauschbar und vollkommen egal, ihr Ziel ist klar: Den Menschen den Spaß verderben. Aber noch haben wir eine Chance dieses Untat zu vereiteln. Die Europäische Union hat eine Umfrage gestartet und wenn ganz viele Sommerabendfreunde dort unterschreiben, können wir auch in Zukunft die Sommerzeit genießen. Hier geht es zur Rettung der Sommerzeit

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Oh, wie schön ist Gelsenkirchen…doch wo wohnen eigentlich die Chefs?


Die Zahl der Gesundbeter und Schönredner bleibt in der Stadt der Tausend Feuer auf einem hohen Niveau. Vielleicht steigt sie ja sogar an – wer weiß? Die schlechten Nachrichten erreichen Gelsenkirchen in immer kürzeren Abständen: höchste Arbeitslosenquote bundesweit, die meisten AfD-Wähler im Westen, ein Drittel der Kinder leben in Armut, die ärmste Stadt Deutschlands und so weiter.

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Der Ruhrpilot

Armin Laschet Foto_ CDU Fraktion NRW


NRW: 
Ministerpräsident Laschet warnt vor Braunkohleausstieg…WP
NRW: Chef der IHK fordert mehr Tempo bei Azubi-Ticket…WR
NRW: Land will Arbeitskräfte im Ausland anwerben…RP Online
NRW: Untersuchungsausschuss zu Causa Schulze Föcking beginnt…WR
NRW: Abschiebungen nach Marokko verfünffacht!…Bild
NRW: Laschet kritisiert DFB wegen Umgang mit Özil…RP Online
Debatte: Das Leid der Kinder kann man nicht gegeneinander aufrechnen…Welt
Debatte: Burkini, nein danke! – Eine weitere «Fahne» des politischen Islam…NZZ
Debatte: Wie hat’s der „gute Europäer“ mit der Demokratie?…Cicero 
Debatte: Vertrauen Sie keinem Ernährungshype!…Welt
Debatte: Entschiedeneres Handeln gegen Antisemitismus gefordert…taz
Debatte: Migration geht auch katastrophenfrei…Novo
Debatte: Umfrage sieht die AfD vor der SPD…Handelsblatt
Debatte: Die schreckliche Geschichte vom lustigen Floh…FAZ
Ruhrgebiet: Bei Thyssenkrupp ist alles offen…Welt
Ruhrgebiet: 
Rost nagt am Gasometer-Oberhausen…WAZ
Ruhrgebiet: Wie die Folgen des Bergbaus das Revier erschüttern…WAZ
Bochum: Geisteswissenschaften der RUB haben ein viertes Gebäude…WAZ
Dortmund: Rechtsextreme setzen Kopfgeld auf Flüchtlinge aus…Der Westen
Dortmund:
 Prozess gegen BVB-Attentäter Sergej W. kommt nicht voran…WAZ
Duisburg: Unternehmerpreis für Heinz Lison…RP Online
Duisburg: Computer-Tüftler sitzen im Hochhaus…WAZ
Duisburg: Der erste Reiseführer nur für Duisburg…WAZ
Essen: Warnung vor Verkehrskollaps…WAZ
Essen: Wirtschaft in bester Stimmung…WAZ

»Der Brexit wird zigtausende von Arbeitsplätzen kosten«

Brexit: Wahllokal 2016 Foto: LavaBaron Lizenz: CC BY-SA 4.0

An der Universität Manchester unterrichtet Dr. Edgar Klüsener seine Studenten in den Fächern Neuerer Geschichte, Soziologie und Politik. Geboren ist er im Jahr 1962 in Herne, aufgewachsen ist er in Hagen. Seit 1998 wohnt der Westfale mit Frau und drei Töchtern in Manchester. Dort bekommt der Historiker und Autor mit deutschem Pass die Umwälzungen des Brexits direkt vor der eigenen Haustür mit. Doch der Kontakt zur alten Heimat ist noch nicht abgebrochen – noch regelmäßig besucht Edgar seine Eltern, die nach wie vor im Ruhrgebiet wohnen. Im Gespräch probiert Klüsener die vielen Widrigkeiten und Verwirrtheiten rund um den Brexit aufzuzählen.

Hallo Edgar Klüsener, wie nimmst du gerade die Stimmung in Großbritannien wahr?

Edgar Klüsener: »Es gibt zwei Aspekte, der eine ist natürlich, dass ich persönlich betroffen bin. Die Lage ist etwas kompliziert: ich habe die deutsche Staatsangehörigkeit, meine Frau die amerikanische und die englische, meine Kinder nur die britische. Je nachdem wie nun die Rolle

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