Der Ruhrpilot

Zeche Zollverein, Bild: Sebastian Weiermann


NRW
: Viele Bergbauschächte sind einsturzgefährdet… Spiegel
NRW: Taxi und LKW-Fahrer sollen Polizei helfen… WDR
Kommentar: Für mehr Sicherheit sorgen die Hilfssherrifs nicht… WDR
AfD: Eine Frau aus dem NRW-Vorstand zieht sich zurück… RP
AfD: Abgeordneter aus Essen blamiert sich auf Facebook… WAZ
Umland: Türken-Rocker werden von Erdogan-Kumpel unterstützt… Stuttgarter Nachrichten
Meinung: Frühchristen könnten helfen das Jerusalem Problem zu lösen…Starke Meinungen
Umland: Nach Gasexplosion in Österreich ruft Italien den Energie-Notstand aus… Handelsblatt
Umland: Wohnung nur für Volksdeutsche… Regensburg Digital

Politprominenz zu Hannukah: Wo Fahnen brannten

https://www.instagram.com/p/BcnC_XhFKvp/?taken-by=danielfallenstein

Der Davidsstern ist durch das Brandenburger Tor hinter einer weiträumigen Absperrung gerade so zu erkennen. Das Berliner Wetter kümmert sich um die Entzündung des Hannukah-Leuchters auf dem Pariser Platz, wie die Berliner Politik sich bisher um das wachsende Problem des „antizionistischen“ Antisemitismus gekümmert hat. Nieselregen, Temperaturen knapp über Null und Wind machen den Abend unangenehm. 

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„Linke müssen erkennen, dass sie sich selbst ins Abseits gestellt haben“

Arlie Russell Hochschild Foto: Paul572 Lizenz: CC BY-SA 4.0


Arlie Hochschild zog vom „progressiven“ Berkeley ins erzkonservative Louisiana. Ihr Buch „Fremd in ihrem Land“ dokumentiert eine gespaltene Gesellschaft und plädiert für eine Erneuerung der Linken.

Ella Whelan: Frau Hochschild, Sie haben als selbsternannte Feministin, Linke und Öko-Spinnerin Trump-Wähler und Tea-Party-Anhänger getroffen und ein Buch über ihre Beweggründe geschrieben. Warum?

Arlie Hochschild: Die aktuelle politische Sackgasse ist nichts Neues. Bereits vor fünf Jahren steckten wir in einer politischen Krise. Der Kongress war festgefahren, die Rhetorik eskalierte auf beiden Seiten des politischen Spektrums. Es herrschte eine sehr negative Stimmung vor, zwischen den politischen Lagern gab es kaum noch konstruktiven Dialog. In dieser Situation bemerkte ich, dass ich in einer politischen Blase lebte. Ich war seit 30 Jahren Professorin für

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Der Frauenblock glänzt mit den all time classics wie: „Zionisten sind Faschisten“ und „Kindermörder Israel“


Neukölln, 10. Dezember, 13:55 Uhr. 5 Minuten bevor die Kundgebung „In Solidarität mit Palästina“ losgeht sind vereinzelt die ersten „Intifada! Intifada!“ Rufe zu hören. Von unserem Gastautor Sercan Aydilek.

In der Menge wehen Fähnchen der Türkei, „Palästinas“, Pakistans, Syriens, des Irans, des sog. Jugendwiderstands, der Fatah und Embleme der Muslimbrüder sind auch vertreten.
Die „Liga für die 4. Internationale“, die sich als „marxistischer Arbeitskreis“ versteht, verteilte ihr Flugblatt mit Überschriften wie „Antideutsche Hexenjäger unterstützen Zionismus und deutschen Imperialismus“, „Anti-palästinensische Hexenjagd auf linke und jüdische Aktivistin“ und „Verteidigt Syrien gegen imperialistische Angriffe“. Also alles wie immer in Neukölln.

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Palästinasolidarität: „Adolf hatte damals Recht“


Von der Solidarität mit den Palästinensern ist der Weg nicht weit zu Antisemitismus und Rechtsradikalismus, wie das Facebook-Forum „Freiheit für Palästina“  zeigt. Von unserem Gastautor Tobias Huch.

Schon Anfang 2014 wurde das Facebook-Netzwerk von einer Welle gefälschter Fotos und Videos überschwemmt, die angeblich aus Gaza stammten. Tatsächlich handelte es sich durchweg um Fotos und Videos, die entweder gestellt oder in den Kriegsgebieten von Irak, Syrien oder Afghanistan aufgenommen worden waren. Doch in den betreffenden Posts wurde einfach behauptet, abgebildet seien die Zustände in Gaza, und verantwortlich dafür seien „die Zionisten“ – ein politischer Hetzbegriff für Israel, der in Wahrheit aber alle Menschen jüdischen Glaubens meint. Ganz im Sinne der Propagandisten, die das manipulierte Material eingestellt

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Der Ruhrpilot

Winter in Kalkar (Bild: Weiermann)

Winter: Chaos auf Straßen und Schienenverkehr… WAZ
AfD: NRW-Parteitag ohne großen Streit… nd
Antisemitismus: Mordaufrufe sind keine Meinungsfreiheit… Welt
Antisemitismus: De Maiziere verurteilt Fahnenverbrennungen… FAZ
Jerusalem: Das Ende einer antisemitischen Illusion… Mena Watch
Dortmund: Spendensammler sind ein Fall für die Staatsanwaltschaft… RN

Dortmund: Mini-Intifada wegen Kälte und Schnee

Das Wetter ist nicht auf der Seite der Feinde Israels 

Nach anfänglich nur zehn Teilnehmern sind es mittlerweile gut 200 Anhänger der Palästinenser, die zur Zeit  in Dortmund gegen die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt durch die USA demonstrieren. Aufgerufen zu der Demonstration hatte der „Verbund palästinensischer Gemeinden und Vereine in NRW“ unter dem Motto „Jerusalem ist unsere Seele“. Unter anderem behaupteten die Demonstranten, Jesus würde zur Zeit gerade wegen Jerusalem weinen, weil die Stadt entweiht wird. Zum weinen hat Jesus weltweit sicherlich ein paar bessere Gründe als den Umzug einer US-Botschaft. Wie üblich wurden Parolen wie „Kindermörder Netanjahu“ und „Israel No No“ gerufen.

Auf dem Platz der alten Synagoge wurde später dann noch „Allahu Akbar“ gerufen und die Terroristen „Al Aqsa Fedayin“ bejubelt. Unter den Demonstranten war auch das Erdogan „Fan-Girl“ Blogger Bilgili Üretmen. Er streamte ein paar türkische Demonstranten und vor allem sich selbst.

Das kleine Häuflein zieht nun durch das winterliche Dortmund.

 

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Tages des Zorns: Wie die Palästinenser die Welt überraschen könnten

Ein Problem der Palästinenser: Die meisten ihrer Freunde sind Idioten Foto: tedeytan Lizenz: CC BY-SA 2.0
  1. Beach-Party Tag. Gaza hat einen großen Strand. Aber Islamistenstrände sind langweilig. Wenn die Palästinenser sich in Gaza für Beach-Partys und gegen Islamisten entscheiden, haben sie nicht nur mehr Spaß, sondern machen Israelis und anderen ein attraktive Angebot. Alkohol, Musik und Mittelmeer war immer schon eine gute Mischung und ein Tourismus-Booster.
  2. Coding-Days. Statt sich an den Tagen des Zorns wie ein Haufen Irrer aufzuführen, während die Hamas- und Fatah-Funktionäre sich das auf neuen Flachbildschirmen mit einer Flasche Wein in den Venen anschauen, fangen einfach mal alle Palästinensischen Kids an zu programmieren. Angeleitet werden sie von Freiwilligen aus der ganzen Welt – gerne auch aus Israel, das für Programmierer genug Jobs hat.
  3.   Hamas- und Fatah Verscheuch-Tage. Palästinenser haben gute Gründe zornig zu sein. Sie sind arm, sie werden unterdrückt, die Perspektiven sind schlecht – und die Schuld daran tragen Hamas und Fatah. Beide Organisationen statt der Israelis ins Meer zu jagen und durch eine demokratische, säkulare  Vertretung der Palästinenser zu ersetzen, würde sich lohnen.
  4. Falsche-Freunde Tage: Jede Menge Menschen auf der Welt haben sich mit den Palästinensern solidarisiert – die meisten sind Idioten nett beschrieben. Wie es den Palästinensern geht, ist ihnen vollkommen egal. Sie instrumentalisieren sie im Kampf gegen Israel und die USA. Die Palästinenser könnten sich von diesen falschen Freunden schnell trennen und so für lange Gesichte bei deutschen Neonazis, Islamisten, Anti-Imperialisten und anderen Antisemiten sorgen.
  5. Egal-Tage:  Trump erkennt Jerusalem als israelischen Hauptstadt an? Verliert eine Palästinenser jetzt seinen Job? Verdient jemand weniger Geld? Werden die Schulen schlechter oder der Käse teurer? Nein? Vielleicht ist es dann auch einfach für das Leben der meisten Palästinenser vollkommen egal.

Araber sind keine Tiere

Wie Araber nicht sind. (Symbolbild/ Quelle: Sascha Kohlmann /Flickr /cc by sa 2.0)

Araber sind keine Tiere. Sie sind Menschen, wie du und ich. Auch wenn derzeit viele Medienkollegen so tun als wäre das anders. Man hört es in den öffentlich-rechtlichen Medien, man liest es in den großen Print-Tageszeitungen. In Folge der Jerusalementscheidung (zur Erinnerung: die USA verlegen ihre Botschaft in die Hauptstadt eines Landes) sei es ja nun zwangsläufig so, dass es zu Gewalt seitens der Araber kommen müsse.

Wieso eigentlich? Wieso sollten „die“ Araber, sollten die sog. „Palästinenser“, keine andere Art von möglicher Reaktion haben, als Gewalt? Wieso müssen sie zwangsläufig „Tage des Zorns“ ausrufen, wieso müssen zwangsläufig israelische Zivilisten wieder um ihr Leben fürchten? Wieso wird es nun für Araber „unzumutbarer“ (und was ist das für ein Komparativ?) mit Israel zu verhandeln? Haben Araber keine Wahlmöglichkeiten, keinen freien Willen?

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