Lizenzentzug: Fans des MSV Duisburg organisieren sich aktuell bei Facebook

Fußball. Quelle: Wikipedia, Foto: Anton, Lizenz: cc
Fußball. Quelle: Wikipedia, Foto: Anton, Lizenz: cc

Man hat uns gebeten auf eine aktuelle Aktion bei Facebook aufmerksam zu machen:

Unter www.facebook.com/rettetdenmsv organisieren sich derzeit Fußballfreunde, welche den Untergang des traditionsreichen MSV aus Duisburg verhindern wollen.

Die Organisatoren schreiben wörtlich:

„Wir möchten euch dazu aufrufen, ob MSV-Fan oder nicht, den MSV vor der Insolvenz zu retten.

In den Farben getrennt, in der Sache vereint. Für die Tradition !

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[Menschen und Gesichter von Itza Sáez Moya im Bochumer „Herrenzimmer“]

Die Helden von Konstantin Kiess sind wieder hinter dem Tresen und haben somit Platz gemacht für die nächste Ausstellungsrunde im Herrenzimmer in Bochum.

Itza Sáez Moya wird uns heute Abend ab 18 Uhr eine Auswahl ihrer schönsten Portraitfotos präsentieren und lädt euch alle ganz herzlich zur Eröffnung ein.

Sie stammt aus einer Fotografenfamilie und ist mit einem besonderen Zugang zum „Sehen“ – wie sie es selber so schön sagt  – aufgewachsen….fand aber erst sehr viel später zur eigenen Fotografie.

Ihr Schwerpunkt liegt heute im Wesentlichen darauf, Eindrücke und Stimmungen, die sie „sieht“ und wahrnimmt, festzuhalten und mit anderen zu teilen.

Sehr schön gelingt ihr das bei Menschen und ihren Gesichern. Daher hat sie sich in erster Linie für die Portraitfotografie entschieden und versucht dort interessante und lebendige Aspekte zu zeigen, die auf den ersten Blick nicht so offensichtlich sind.

Eine Auswahl ihrer Fotos finden sich nun vom 01.06.- 19.07.2013 im Herrenzimmer in Bochum und sind zu den Geschäftszeiten anzuschauen.

Die Vernissage beginnt heute um 18 Uhr, und wer sich weiter über die Künstlerin informieren möchte, hat auf ihrer Webseite die Möglichkeit dazu: www.ism-fotografie.de.

Polizeiautos bald mit US-Sirenen – Andere Sorgen habt Ihr nicht?

Schild WaltropGestern berichteten einige Kollegen darüber, dass Polizeifahrzeuge auch in Deutschland wohl bald schon neben dem bekannten Blaulicht auch ein rotes Blinklicht und einen zusätzlichen heulenden Sirenenton nach US-Vorbild bekommen sollen. Dies solle die Sicherheit für Polizeibeamte erhöhen. Eine entsprechende Meldung bestätigte nun offenbar auch das Bundesverkehrsministerium.

Da fragt man sich doch in was für einer Welt die entsprechenden Planer eigentlich leben? Ich dachte zuletzt immer wir leben hier inzwischen in einem Land, in dem es schier überall an Geldmitteln in den Haushalten mangelt. Straßen und Brücken haben riesigen Sanierungsrückstau, Schulen und Kindergärten beklagen massiven Geldmangel, selbst die Polizei leidet unter Personalmangel, Polizeiwachen auf ‚dem Lande‘ werden geschlossen. Bürger fühlen sich hierdurch häufig bereits

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Der Ruhrpilot

Hannelore Kraft Foto: HP/PR
Hannelore Kraft Foto: HP/PR

NRW: Kraft blickt im Silicon Valley in die Medienzukunft…Welt

Bochum: Antoniusstift – Verwaltung setzt den Träger unter Druck…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Weniger Einwohner als angenommen…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Warum Walter Hellmich für viele Fans der Totengräber des MSV ist…Der Westen

Duisburg II: CDU warnt vor öffentlichem Geld für den MSV…Der Westen

Essen: Stadt testet einen Trinkerraum…Der Westen

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Gostomzyk: Keine „Medien-Überwachung“

Tobias Gostomzyk Foto: TU-Dortmund
Tobias Gostomzyk Foto: TU-Dortmund

Gestern berichteten wir über einen Artikel des Dortmunder Journalistik-Professors Tobias Gostomzyk. Mit einem Gastbeitrag reagiert  Tobias Gostomzyk auf die Kritik dieses Blog: 

Vielen Dank für die Gelegenheit, zum Artikel „Dortmunder Journalistik-Professor Gostomzyk will Medien-Überwachung“ Stellung zu nehmen.  Er setzt sich mit einem Beitrag auseinander, den Herr Ladeur und ich im Journalistik Journal 1/2013 veröffentlicht haben. Er sollte aufzeigen, dass die Anwendung von Medienprivilegien wie dem Zeugnisverweigerungsrecht oder dem presserechtlichen Auskunftsanspruch zur praktischen Herausforderung geworden ist. Dabei kam es zu Missverständnissen. Deshalb folgende Klarstellung:

Die rechtlichen Medienprivilegien stammen im Wesentlichen aus einer Zeit, als sich beispielsweise das Internet kaum erahnen ließ. Vergleichsweise zu heute ließ leicht sich abgrenzen: Was ist Medium, was nicht. Dies ist angesichts der deutlichen Zunahme und größeren Vielgestaltigkeit von Kommunikationsformen merklich schwieriger geworden. Zweifelsohne sind die Ruhrbarone Journalismus. Wie sieht es aber mit einem Online-Bewertungsportal oder aber dem Blog eines Sportvereins aus?

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Jetzt erst recht: Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link gibt alles für den MSV

link_msv

Der MSV Duisburg hat Probleme: Die Lizenz ist weg, der Verein pleite und die damit ziemlich maue Zukunftsaussichten. Gut, wenn in so einer Situation die Fans hinter dem Verein stehen – Fans wie Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link (SPD), der auf Facebook eine Foto von sich in MSV-Fankluft veröffentlichte und es mit „Jetzt erst recht: Ich sag „Ja“ zum MSV“ unterschrieb.

Der Ruhrpilot

frau_cntBochum: Anarchistische Uni-Gruppe gründet sich…Bo Alternativ

NRW: Wirte und Schützen demonstrieren vor dem Landtag gegen das Rauchverbot…Der Westen

NRW II: Wenig Hoffnung für Fracking…Kölner Stadtanzeiger

NRW III: Posse um Löhrmanns Lebenspartner…Lippische Landeszeitung

NRW IV: In den Städten soll mehr geblitzt werden…Kölnische Rundschau

Bochum II: Uni-Hilfskräfte mussten aufs April-Gehalt verzichten…Ruhr Nachrichten

Essen: Die Zeche als Video-Wunderkammer…Der Westen

Umland: Die Letzten im Kampf gegen die Tagebau-Bagger…Welt

Kino: The Big Wedding…Umland

 

Als Cem Özdemir einmal cool sein wollte…

Cem Özdemir ist Vorsitzender der Grünen – einer Partei die, man mit allem in Verbindung bringt,  nur nicht mit Rock´n´Roll. Exzessive Lebensweise, das Aufbrechen von Regeln und das Ignorieren tugendhafter Sittsamkeit sind dieser Partei so fremd wie einem Veganer die Lust an einem blutigen Steak. Alles kein Problem – bis zu dem Tag, als Cem Özdemir einmal cool sein wollte.

Vorgestern berichtete die Bild-Zeitung, das Christian und Bettina Wulff gemeinsam ein Bruce Springsteen Konzert besucht haben. Die Nachricht dabei war, dass das in Scheidung lebende Ex-Präsidentenpaar gemeinsam gesehen wurde – nicht dass der Anlass ein Bruce Springsteen-Konzert war. Springsteen mag seine Verdienste gehabt haben, die sich  mir nie  erschlossen haben, aber er ist heute so harmlos wie ein Bad  Tölzer Knabenchor. Konsensmusik.

Das sah Cem Özdemir, der Vorsitzende der Grünen, anders. Auf Facebook postete er heute mit einer Mischung aus Arroganz und leichter Empörung:

Ein persönliche Bitte: Liebe konservative Politiker, tut was ihr wollt und tut es wo ihr wollt, aber bitte lasst den Rock’n’Roll in Ruhe. Erst von und zu Guttenberg bei ACDC, jetzt Wulffs bei Springsteen. Was kommt noch? Kauder bei Manu Chao? Diese Musik steht so ziemlich für das exakte Gegenteil Eurer Politik. Wann stellt Seehofer, natürlich in der BILD, seine Sex Pistols Plattensammlung vor? Gnade BILD & Co. Habt Erbarmen. Cem

Darauf hin bekam Özedmir ein paar kritische Kommentare unter seinem Facebook-Beitrag. Die schönsten haben wir zusammengestellt:

Martin Hagen: Rock’n Roll steht nicht für Rauchverbot, Glühbirnenverbot und Motorrollerverbot. Rock’n Roll steht nicht für das subventionierte Solardach auf dem Reihenhäuschen. Rock’n Roll steht nicht für Political Correctnes, Binnen-I und Gender-Gap. Rock’n Roll steht nicht für vegetarische Donnerstage in Beamtenkantinen. Rock’n Roll steht für viel, aber ganz bestimmt nicht für grüne Politik!

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Dortmunder Journalistik-Professor Gostomzyk will Medien-Überwachung

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Im Journalistik Journal hat der Dortmunder Journalistik-Professor Tobias Gostomzyk ein „Lizenz-Modell“ für Medien zur Qualitätssicherrung vorgeschlagen. Die Unverschämtheit ist noch nicht einmal originell, sondern von der EU abgeschrieben. Natürlich ohne im Text die Quelle zu nennen.

So fühlt es sich also an, in einer Zeit zu leben, in der die Freiheit stirbt, jeden Tag ein klein wenig mehr: Angst und Sorgen werden verbreitet und immer ist die Lösung des Problems mehr Kontrolle. In Zeiten in denen Politiker und staatliche Institutionen mit einer seit dem zweiten Weltkrieg noch nie vorgekommenen Machtbesoffenheit ihre Handlungs- und Kontrollmöglichkeiten ausweiten und „Freiheit“ fast schon ein Schimpfort zu werden droht,weil die wunderbare Idee, die hinter diesem Wort steht,  die Macht- und Sicherheitsphantasien des Staates bedroht und auch die verängstigten und zum Opfer stilisierten Bürger bei seiner Erwähnung zittern. Marie von Ebner-Eschenbach hat den Grund dafür in einem Satz erklärt: „Die glücklichen Sklaven sind die erbittertsten Feinde der Freiheit.“

Nun also geht es gegen die Pressefreiheit. Jan Eumann, der NRW-Medienstaatssekretär versucht  über Geld und eine Stiftung den Zugriff auf die Medien zu erhalten. Etwas plumper ist da die Europäische Union (EU). Schon im Januar berichteten wir über die Pläne der EU, die Medien schärfer zu kontrollieren. Damals hatte die “High Level Group on Media Freedom and Pluralism, der es um alles, nur nicht um Freiheit und Pluralität geht, ihre Pläne in einem Bericht vorgelegt und  sich für Medienräte ausgesprochen:

All EU countries should have independent media councils with a politically and culturally balanced and socially diverse membership. Nominations to them should be transparent, with built-in checks and balances. Such bodies would have competences to investigate complaints, much like a media ombudsman, but would also check that media organisations have published a code of conduct and have revealed ownership details, declarations of conflicts of interest, etc. Media councils should have real

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Drohender Lizenzentzug und Zwangsabstieg im Fußball stehen häufig auch in Zusammenhang mit neuen Arenen der Clubs

Fußball. Quelle: Wikipedia, Foto: Anton, Lizenz: cc
Fußball. Quelle: Wikipedia, Foto: Anton, Lizenz: cc

Der gestrige Lizenzentzug durch die DFL (Deutsche Fußball Liga) für den Zweitligisten MSV Duisburg machte es mal wieder deutlich: Protzige Stadionneubauten führen Profifußballvereine in letzter Zeit allzu häufig in große Schwierigkeiten!

Nun bin ich in Sachen MSV Duisburg kein Insider, aber auch hier fällt mir direkt auf, dass der Club sich doch erst vor kurzem am Bau einer modernen Arena erfreute, nun auch dadurch aber finanziell böse zu Fall zu kommen droht.

Ähnlich verlief die Geschichte zuletzt ja auch schon in Aachen und Offenbach. Und egal ob Eigentum des Vereins, oder als Mieter, neue Arenen sind regelmäßig teurer für die dort antretenden Clubs. Große Pläne in Sachen Stadion führen offenbar häufig zur Selbstüberschätzung, zu übermütigen Kalkulationen, zu träumerischen Zukunftsprognosen. Im Detail sind die Dinge in jeder Stadt sicherlich etwas unterschiedlich. Eines haben diese Fehlentwicklungen jedoch offenbar häufig gemeinsam: Die Kosten für Neubau und/oder Miete des neuen Prachtbaus ruiniert am Ende die Clubfinanzen.

Ich erinnere mich zum Beispiel noch ganz gut an Aussagen

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