Wie die Umweltschützer Silvester gestohlen haben

Erschreckt Tiere und verhütet Waldbrände: Silvesterrakete. Foto: (CC0 1.0) Hans/Pixabay
Erschreckt Tiere und verhütet Waldbrände: Silvesterrakete. Foto: (CC0 1.0) Hans/Pixabay

Dass das Silvester-Geballer manchen Leuten auf den Senkel geht, ist ja hinreichend bekannt. Dazu gehören etwa Rentner, die sich an den Krieg erinnert fühlen, Eltern, die Angst um ihre Kinder haben oder 18jährige, die sich für zualtfürdenscheiß halten. Nun gibt es aber noch eine andere Gruppe, die stets zur Stelle ist, wenn Spaß droht: „Umweltschützer“.

Die ließen es sich nicht nehmen, der unverantwortlichen Spaßgesellschaft auch zum neuen Jahr wieder den moralischen Zeigefinger ins Auge zu rammen. Bei der Facebook-Gruppe „Wir zünden kein Feuerwerk am 31.12. 2012 & 01.01.2013“ heißt es:

„Das Zünden von Feuerwerk, ist eine unnötige Umwelt-Belastung, welche viele Haustiere und Tiere aus der Natur erschreckt und das Klima unnötig belastet!“

Immerhin knapp 15.000 Leute haben sich an der Aktion beteiligt. Dort führen viele User etwa Beispiele von Menschen an, die in den Wirren der Silvesternacht versehrt wurden. Auch der

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Der Ruhrpilot

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Neue Qualität der Gewalt auf deutschen Theatervorplätzen

Es sind schockierende Bilder, nur langsam senkt sich der Rauch, die Aufnahmen der Handykamera sind verwackelt…

Flaschen kreisen, der Alkohol enthemmt zunehmend, der Mob johlt, die Stimmungsmusik vom Band ist kaum noch zu hören, Böller und Kanonenschläge explodieren krachend… Neuerlich ist es vor deutschen Theatern zu Platzstürmen gekommen, wir dokumentieren hier Bilder aus Bochum. Wieder wurde unverantwortlich mit Pyrotechnik gezündelt… Kinder auf der Straße, Bremsen quietschen, dem Erziehungsberechtigen fällt die gezündete Rakete aus der Hand… RUMMS… die Situation droht zu eskalieren…

Spaß beiseite, gemessen an den Maßstäben von DFL, Polizei und so ziemlich jedem Innenministerium hätten Bilder wie diese den Ruf nach Konsequenzen laut werden lassen… Gründung und Einsatz der Nationalgarde, Notstand, Aufnahme der Beteiligten in die Kategorie C der Theaterbesucher, Theaterverbot und Abschaffung der Sitzplätze im Parkett… mindestens… Blöd nur, daß diese Bilder nicht aus einem Fußballstadion stammen, sondern von einem Theatervorplatz zu Silvester…

Eishockey: Fortschritte bei den Tarifverhandlungen lassen Rettung der NHL-Saison doch noch möglich erscheinen

PuckGibt es doch noch rechtzeitig ein positives Ende der Tarifstreitigkeiten zwischen der Ligaleitung der National Hockey League (NHL) und der Spielergewerkschaft NHLPA, welches die eigentlich bereits seit Oktober’12  angesetzte Spielzeit in letzter Minute retten würde? Die Anzeichen dafür verdichten sich in den letzten Tagen.

Um in der nordamerikanischen Profiliga NHL noch eine Spielzeit in diesem Winter realisieren zu können, müsste der Spielbetrieb bis Mitte Januar, also in bereits 14 Tagen, starten.

Seit September stehen Ligaleitung und Spielergewerkschaft jedoch ohne aktuell gültigen Rahmentarifvertrag (CBA) da (wir berichteten).

In den letzten Tagen konnten jedoch offenbar einige Streitpunkte erfolgreich ausverhandelt werden. So hat man sich offenbar grundsätzlich auf eine neue Tariflaufzeit von 10 Jahren einigen können, und auch

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Otto Müller „Einfach.Eigen.Einzig“ Mein Erlebnis am Neujahrstag 2013

Otto_MuellerUnser Gastautor Helmut Junge hatte sich entschlossen zum Neujahrstag 2013 der Werbung des Museumsleiters des Lehmbruck Museums Raimund Stecker zu einem Sektempfang anlässlich einer Einführung in die Otto Müller Ausstellung „Einfach.Eigen.Einzig“ nachzukommen.

Also früher aufstehen als sonst am 1.Januar, 12 km  durch die Stadt gurken, einen Parkplatz suchen, an der Kasse 8 Euro Eintritt zahlen, dann vorbei an der Ausstellung Duisburger Künstler, vorbei an den Metamaschinen von Jean Tingueli, die mich vor 30 Jahren so begeistert hatten, mir heute aber lediglich durch ihre riesigen Dimensionen in den Blick geraten, weiter durch den Verbindungsgang zum nächsten Ausstellungskomplex, wo der Museumsleiter Raimund Stecker an der Sekttheke stand und mich direkt nach dem Neujahrsgruß darüber informierte, dass sie mit dem Sekt noch etwas warten wollten, bis mehr Besucher da wären.

Ich war tatsächlich etwas früh und beschloss mir die Ausstellung in aller Ruhe zunächst einmal alleine anzusehen. Bilder von Otto Müller hatte ich gelegentlich schon zwischen denen anderer expressionistischen Künstlern sehen können, aber hier, diese Ausstellung war allein ihm gewidmet, und mit etwa 150 Bildern überwältigend groß. Die zwanzig Minuten, die ich bis zu Eröffnungsrede hatte, reichen  natürlich nicht um das Lebenswerk eines Künstlers in seiner Fülle zu würdigen.  Deshalb hatte ich mich vorher schon ein wenig auf diese Ausstellung vorbereitet. Otto Müller gehörte zu den Malern der Künstlergruppe“ die Brücke“, die vor mehr als 100 Jahren die Welt damit provozierte, dass sie Frauen, die keine mystischen Hintergrund hatten, nackt darstellte. Die Maler der Künstlergruppe „Die Brücke“, und damit auch Otto Müller, malten Frauen, die sich  nackt in der freien Natur bewegten. Das war in der prüden bürgerlichen Gesellschaft  des beginnenden 20. Jahrhunderts ein Tabubruch! So weit sind nicht einmal die französischen Fauvisten gegangen. Wie die meisten Expressionisten, malte auch Otto Müller nach  der von Emile Bernard und Paul Gauguin  entwickelten Technik des Cloisianismus, der den den Figuren eine schwarze Begrenzungslinie gegeben wird. Bei Müller ist diese allerdings weniger scharf abgrenzend, als beispielsweise bei Kirchner oder Heckel.

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Reminder: Morgen Superior Session in der Evebar Bochum!

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Morgen beginnt die neue Ära der (mittlerweile fast schon) legendären Superior Session. Es gibt ein Open-Mic, an dem sich alle Hip-Hop-Begeisterten ausprobieren können, danach stellt der Mülheimer Rapper Czes mit einer Live-Show sein neues Album Teilstrecken vor. Die Session findet ab sofort wieder monatlich statt, und zwar an jedem ersten Donnerstag in der Evebar unterm Schauspielhaus Bochum.

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Der Ruhrpilot

Kabinett Kraft 2 Foto: Ralph Sondermann Copyright: nrw.de
Kabinett Kraft 2 Foto: Ralph Sondermann Copyright: nrw.de

NRW: Kraft kündigt in Neujahrsansprache Sparvorhaben an…Ruhr Nachrichten

NRW II: Was Rot-Grün 2013 ändert – und ändern will…Welt

NRW III: So viel verdienen Sparkassenchefs…Welt

Dortmund: Kritik am „Stillstand de luxe“…Der Westen

2013: 7 Tech-Trends…Lummaland

29c3: Privatisierung der Rechtsdurchsetzung…Netzpolitik

NPD Propagandamaterial im Antisem.it-Versand von „Die Rechte“ Funktionär

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Aus der verbotenen Kameradschaft Nationaler Widerstand Dortmund (NWDO) wurde der Dortmunder Kreisverband der Nazi-Partei Die Rechte, wie früher gab es über Weihnachten einen Überfall auf die Kneipe Hirsch Q und auch der mit dem NWDO verbotene Nazi-Versand „Resistore“ hat einen Nachfolger gefunden: Antisem.it.

Schon der Name ist Provokation: Antisem.it heißt der neue Nazi-Versand, für das in Dortmund-Dorstfeld wohnende Landesvorstandsmitglied der Nazi-Partei „Die Rechte“ Michael Brück verantwortlich zeichnet. In dem Online-Versandhandel, der im Internet seit Wochen beworben mit Slogans wie „antisem.it akzeptiert keine Schekel“ gibt es zu Zeit nur Propagandamaterial zu erwerben: Neben Werbematerial zu Partei „Die Rechte“ findet sich auch Aufkleber der Konkurrenz: Aufkleber von NPD und Junge Nationaldemokraten sind auch im Angebot.

 

Brück setzt damit auf Provokation: Politik und Staat sollen vorgeführt werden, die Nazis versuchen sie als handlungsunfähig  darzustellen. Im Kern geht es um die Hegemonie innerhalb der  Naziszene und der schon im Namen offen zur Schau gestellte Antisemitismus  soll offenbar ein Zeichen der Härte und Furchtlosigkeit sein.

Mal schauen: NRW Innenminister Ralf Jäger hat im vergangenen Jahr mehrfach gezeigt, dass er es mit seinem Kampf gegen die Nazis ernst meint und auch Dortmunds Polizeipräsident Norbert Wesseler gilt in Nazifragen nicht als Humorist. Lange werden sie es sich wohl nicht gefallen lassen, wenn die Nazis ihnen auf der Nase herumtanzen.