Welche Vorschläge tauchen zu kommunalen oder Landes-Haushaltspleiten immer zuerst auf? Genau: bei Jugend, Soziales, Kultur & Bildung kürzen!
Doch schon heute gilt, was Prof. Strohmeier vom ZEFIR (Zentrum für interdisziplinäre Sozialforschung an der Ruhr-Uni Bochum) 2009 in einem Vortrag über „Zwei Kindheiten in der Stadt“ auch für die Region zwischen Duisburg und Dortmund mit ihrem „Sozialäquator A40“ beschrieb:
Dort wo die meisten „Ausländer“ und die meisten „armen Leute“ leben, wächst in den großen Städten die Mehrheit der nachwachsenden Generation auf. Die soziale Lage der Eltern, der Migrationshintergrund und die Adresse (Wohnort, G.H.) sind wichtige Determinanten ihrer Lebenschancen.
Baden-Württemberg: Entscheidet sich Kretschmann für das Kraft-Prinzip?

S21, EnBW, Kernkraft: Auf den wahrscheinlich neuen Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, warten eine Menge Konflikte. Ein Blick nach NRW könnte das hilfreich sein.
Winfried Kretschmann wird wohl der ersten Grüne Ministerpräsident Deutschlands. Und das ausgerechnet im konservativen Baden-Württemberg, einem Industrie- und High-Tech-Land mit vielen Konflikten wie S21, dem Umgang mit den dummerweise von CDU und FDP erworbenen EnBW-Anteilen und einigen stattlichen Atommeilern. Dazu gibt es noch zahlreiche überaus erfolgreiche Industrieunternehmen wie Porsche, Bosch und Daimler, die alle nicht im Ruf stehen, den Grünen besonders viele Sympathien entgegenzubringen. Gleichzeitig sind das die hohen Erwartungen der Wähler, die eine andere Politik wollen – und deren Treue zu den Grünen nicht allzu groß sein dürfte. Scheitert Kretschmann, wird er tief fallen.
Bei der strukturellen Ausrichtung seiner Politik, könnte sich für ihn ein Blick nach Nordrhein-Westfalen lohnen. Die hier von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und Bildungsministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) praktizierte Politik der Teilhabe und Entschleunigung könnte zum Modell werden. Es ist eine Politik, die zu einer älter werdenden, ökologisch-konservativen Gesellschaft passt, die ihren Wohlstand verwalten und nicht mehr vermehren will.
Seit dem vergangenen Sommer wird NRW von Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann regiert. Schon nach wenigen Monaten hat sich der Politikstil gewandelt und dass ist nicht nur der Tatsache geschuldet, das die Regierung bis zu Neuwahlen über keine Mehrheit verfügt. Die Zeit des durchregierens, der Macher ist vorbei. Die Landesregierung bestimmt nicht von oben über das Land, sondern sucht an allen Stellen den Dialog, den Ausgleich. Das wirkt oft, als ob nichts passiert, denn die großen Würfe, die lauten Ankündigungen fehlen. Aber ob es um die Finanzprobleme der Städte, den Umbau des Schulsystems oder die umstrittene Erdgasförderung geht: Nichts, so scheint es, soll über die Köpfe der Bürger entschieden werden. Das ist keine Schwäche, sondern der Versuch, den verbliebenen Rest an politischen Gestaltungsmöglichkeit zu nutzen. Überall, wo noch nach altem Muster regiert wird, stehen die Regierungen in Konfrontation zu den Bürgern und fallen – wie gestern in Baden-Württemberg.
Bloodsucking Zombies From Outer Space
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Bloodsucking Zombies From Outer Space, Dienstag, 29. März, 20.00 Uhr, Zwischenfall, Bochum
Der Ruhrpilot

Wahl: Grün-Rot passt vorerst nicht zu Baden-Württemberg…Welt
Wahl II: Absturz im Stammland…FAZ
Wahl III: Mappschied in Stuttgart…taz
Wahl IV: Mappus und Homburger missbrauchen Fukushima schon wieder – als Alibi…Frontmotor
NRW: CDU setzt weiterhin auf Neuwahlen…RP Online
NRW II: Wohnungsgesellschaft LEG plant Blockverkäufe…RP Online
Essen: Handgreifliche Linken-Sitzung hat ein Nachspiel…Der Westen
Essen II: Mobil machen auf der A52-Zielgeraden…Der Westen
Dortmund: Mit Hauruck wird der Straßenstrich nicht leer…Der Westen
Dortmund II: Live macht das Kreuzviertel besonders viel Spaß…Ruhr Nachrichten
Dortmund III: Kampf gegen Rechts macht Schule…Der Westen
Bochum: Der VfL stellt die besten Helden von 1997…Pottblog
Oberhausen: 60 Verletzte nach Panik bei DSDS-Autogrammstunde…Ruhr Nachrichten
Umland: Schwarz-Grün hat in Frankfurt 59,3 Prozent…Journal Frankfurt
Umland II: Meschede und eine “undemokratische” Petition…Zoom
Super-GAU in der Endlosschleife

Letztes Wochenende – immerhin lag das Erdbeben vor Japan da auch schon gut eine Woche hinter uns – konnten wir uns endlich anderen Dingen zuwenden: Bestimmte Dinge entwickelten sich gut, und die Libyen-Bombardements sorgten für ein wenig Abwechslung. Und für ein gutes Gewissen, wenn man nicht gerade ein Deutscher war. Was Japan betraf: Endlich Fortschritte, Hoffnung, sogar Strom, mitten im Atomkraftwerk. Jetzt meldet sich das Atomkraftwerk zurück. „Millionenfach erhöhte Strahlung gemessen“, rein landtagswahlmäßig nicht schlecht, doch wenn die ganze Sache jetzt in so eine Endlosschleife reinläuft, ist damit natürlich auch keinem Menschen gedient.
Die Gefahr sei „noch lange nicht gebannt“, sagt Yukiya Amano, der Leiter der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA); die Sache kann sich also noch hinziehen. Andererseits: Amano wäre nicht Amano, wenn er nicht zugleich auch „positive Signale“ sähe. Jawohl. Wie am letzten Wochenende: die Wiederherstellung von Stromleitungen in dem ein oder anderen Reaktorblock. Na sicher: „Es muss aber noch mehr getan werden, um die Situation zu einem Ende zu bringen.“ IAEA-Chef müsste man sein.
Ist es nun schon ein Super-GAU oder nicht? Ab wann kann, darf, soll man überhaupt von einem Super-GAU sprechen? Das ist freilich Auslegungssache, so ein Auslegungsstörfall. Man kann von einem Super-GAU in Fukushima sprechen, deshalb darf man es auch. Ob man es dagegen auch tun soll, ist schon allein deshalb ein wenig in Zweifel zu ziehen, weil der Begriff den Eindruck erwecken könnte, als sei´s das jetzt im Großen und Ganzen gewesen. Als könne es nicht mehr schlimmer werden. Da hat aber Herr Amano Recht: die ganze Sache wird sich noch eine Weile hinziehen. Entsetzen in der Endlosschleife.
The Blue Van
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The Blue Van, Montag, 28. März, 21.00 Uhr, Stadtgarten / Studio 672, Köln
Der Ruhrpilot
Umland: Demonstrieren an der Deutzer Werft…Kölner Stadtanzeiger
Umland II: #AntiAKW #Berlin…Spreeblick
Umland III: Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz…Ruhr Nachrichten
NRW: „Wir brauchen weiterhin Kohlekraftwerke“…Welt
NRW II: Ansturm auf Grüne Energie…Welt
Essen: Die Töchter der göttlichen Liebe sagen Tschüss…Der Westen
Essen II: Gagfah im Häuserkampf in Dresden…FAZ
Essen III: Wie geht es mit dem JZE weiter?…Coolibri
Dortmund: Zimmer mit Aussicht im U-Turm…Der Westen
Dortmund II: 10/04 DERHANK liest Y, und N macht Musik…Unruhr
Duisburg: SPD, Linke und Grüne wollen einen Etat 2011 ohne Kahlschlag…Der Westen
Dortmund: Die Nordstadt und die Null-Toleranz-Strategie

Die Dortmunder SPD will die Probleme der Nordstadt durch eine Null-Toleranz-Strategie lösen. Selbst kleine Ordnungswidrigkeiten, wie das Schlafen im Auto, sollen laut Der Westen erbarmungslos verfolgt werden:
Wer im Auto übernachtet, muss mit einer kostenpflichtigen Verwarnung rechnen. Wer ein Gewerbe anmeldet und ihm nachgeht, muss sich auf eine Prüfung gefasst machen. Wer duldet und daran verdient, dass seine Wohnungen hoffnungslos überbelegt sind, muss sich gefallen lassen, dass Sicherheit, Statik und Brandschutz begutachtet werden und dass die Stadt das gesamte Repertoire der Bauvorschriften aus dem Köcher zieht. Wildes Parken, ein vermüllter Fredenbaumpark – all das will die SPD jetzt konsequent bekämpft wissen.
Das klingt erst einmal gut: Der Druck auf die Problemmilieus und verantwortungslose Vermieter wird erhöht. Die werden dann, so die Idee, aus Dortmund verschwinden. Plausibel. Oder?
Geoff Berner
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Geoff Berner, Sonntag, 27. März, 19.00 Uhr, Christuskirche, Bochum
Der Ruhrpilot
Protest: Tausende bei Auftaktkundgebung gegen Atomkraft in Köln…Ruhr Nachrichten
NRW: Kraft will Schuldenbremse…RP Online
NRW II:: Erdgas-Probebohrungen unterbrochen…Der Westen
NRW III: WestLB mit dreistelligem Millionenverlust…Neue Presse
Ruhrgebiet: Millionenstreit im Weltkulturerbe Zollverein…WAZ Rechercheblog
Ruhrgebiet II: Autos brennen im Revier…RP Online
Ruhrgebiet III: Immobilien-Investoren skeptisch…Spiegel
Bochum: Debatte über Frauen, Fußball und Geld…Der Westen
Bochum II: IHK verabschiedet Tillmann Neinhaus…Ruhr Nachrichten
Bochum III: Die kleine Rache der Staatsschützer…Bo Alternativ
Dortmund: SPD für Null-Toleranz-Linie in der Nordstadt…Der Westen
Duisburg: Zukunft des Kulturzentrums Hundertmeister ungewiss…Der Westen
Essen: Atom-Krise belastet den Etat der Stadt Essen…Der Westen
Essen II: Sekten-Info verzeichnet sprunghaften Zuwachs an Ratsuchenden…Der Westen
Umland: Lit.Cologne zeichnet Debütautor Tino Hanekamp aus…Ruhr Nachrichten
Medien: Was werden uns Leserreporter und Bürgerjournalisten bescheren?…Zoom
Apple: iPad 2 – gekauft beim mStore in Bochum…Pottblog
Bücher: Digital ist besser…Indiskretion Ehrensache