Italien statt Iran? – Wenn Politik plötzlich Abseits pfeift

US-Präsident Donald Trump. Offizielles Porträtfoto zur Amtseinführung 2025. Foto: Daniel Torok Lizenz: Gemeinfrei

Man reibt sich inzwischen ja regelmäßig die Augen, wenn man morgens die Nachrichten öffnet. Nicht, weil der Kaffee noch nicht wirkt – sondern weil sich die Realität immer öfter wie ein schlecht geschriebener Satireartikel liest. Heute also wieder so ein Moment: USA wollen Italien zur Fußball-WM einladen. Statt Iran. Klar. Warum auch nicht gleich Brasilien gegen Liechtenstein tauschen, wenn’s gerade passt?

Der Clou: Es ist nicht der 1. April. Es ist einfach nur ein ganz normaler Tag im Jahr 2026. Und „normal“ ist dabei das eigentlich Erschreckende.

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Der BVB zwischen Pragmatismus und Prioritätenverlust

Wie groß ist der Zusammenhalt beim BVB? Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es ist eine dieser Entscheidungen, die auf den ersten Blick vernünftig klingen – und auf den zweiten zunehmend irritieren. Borussia Dortmund verzichtet im Sommer offenbar auf ein klassisches Trainingslager, um die Belastung für die Spieler gering zu halten. Angesichts eines vollen Kalenders mit Weltmeisterschaft und anschließender Regeneration scheint das nachvollziehbar.

Doch wer genauer hinschaut, erkennt schnell die Bruchstellen in dieser Argumentation. Denn gleichzeitig steht eine kommerziell geprägte Asien-Reise im Terminplan. Weniger Reisen für die Spieler? Offenbar nur dann, wenn sie keinen direkten wirtschaftlichen Nutzen bringen.

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NRW im Olympia-Rausch – und keiner weiß so genau, warum

Start der Olympia-Kampagne Foto: Land NRW

Man konnte sich in den letzten Wochen wirklich kaum retten: Überall dieses Dauerfeuer an guter Laune, Zukunftsvisionen und geschniegelt-glatten Imageclips. Olympia in NRW! Endlich wieder wer! Endlich Weltbühne! Der WDR im Dauer-PR-Modus, als hätte man den Zuschlag schon heimlich im Keller unterschrieben. Nur ein kleines Detail ging dabei irgendwie unter: Es ging erstmal bloß um die Frage, ob man sich überhaupt bewerben will. Kein Zuschlag. Kein Finale. Nicht mal eine Shortlist. Einfach nur: „Wollen wir mitspielen?“ – und NRW so: „JA!“, als hätte jemand Freibier versprochen.

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Neven Subotic erweckt in einem aktuellen Instagram-Beitrag die alte BVB-Leidenschaft zu neuem Leben

Ex-BVB-Profi Neven Subotic hat dem Profi-Fußball den Rücken gekehrt. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Es gibt diese Momente als Fan, in denen sich alles ein wenig schwerer anfühlt. Wenn die Gegenwart nicht mehr die Leichtigkeit vergangener Tage trägt, wenn Entscheidungen des Vereins Fragen aufwerfen und wenn die Identifikation bröckelt. Genau in so einer Phase findet man sich aktuell als Anhänger von Borussia Dortmund wieder. Und dann – fast wie aus dem Nichts – meldet sich jemand zu Wort, der wie kaum ein anderer für eine der schönsten Epochen dieses Vereins steht: Neven Subotic.

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Der schleichende Kollaps des BVB im Saisonendspurt

BVB-Trainer Niko Kovac hatte zuletzt nur noch selten Grund zur Freude. Foto: Robin Patzwaldt

Es ist mal wieder diese Phase, in der man sich bei Borussia Dortmund fragt, ob das alles eigentlich ein großer Plan ist – oder einfach nur das wiederkehrende Gefühl, dass jemand mitten im Marathon beschlossen hat, spazieren zu gehen.

Die Bundesliga-Saison 2025/26 biegt auf die Zielgerade ein, doch der BVB wirkt dabei weniger wie ein ambitionierter Verfolger als vielmehr wie ein Team, das innerlich schon die Koffer für die Sommerpause packt.

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Die Meisterschaft, die niemanden mehr juckt

DFB-Pokal und Meisterschale 2012 in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Es ist schon fast eine Kunst, ein sportliches Großereignis so geräuschlos über die Bühne zu bringen, dass man sich am Montagmorgen fragt: „War da was?“ Doch genau das ist an diesem Wochenende passiert. Der FC Bayern München ist mal wieder deutscher Meister geworden – nach einem 4:2 gegen den VfB Stuttgart, geschniegelt, geschniegelt souverän, geschniegelt erwartbar. Und die Reaktion? Ein kollektives Schulterzucken. Selbst in München. Ja, richtig gelesen: in München.

Früher hätte die Stadt gebrannt (im positiven Sinne, versteht sich). Heute? Eher lauwarmes Konfetti im Windkanal der Gleichgültigkeit.

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KölnRheinRuhr: 17 Städte, ein schlechtes Konzept – warum ich trotzdem mit „Ja“ gestimmt habe

Start der Olympia-Kampagne Foto: Land NRW


Gibt es eine Mehrheit für die gemeinsame Olympia-Bewerbung von 17 Städten in Nordrhein-Westfalen? Heute Abend wissen wir es. Unser Autor hat jedenfalls dafür gestimmt.

Ab 18 Uhr werden in den 17 Städten in Nordrhein-Westfalen die Stimmen der Ratsbürgerentscheide ausgezählt. Eine einfache Mehrheit reicht für die Annahme nicht aus, nur wenn mindestens zehn Prozent der Wahlberechtigten zustimmen, kann sich eine Stadt an der Olympia-Bewerbung beteiligen. Über sie entscheidet letztendlich im September der Deutsche Olympische Sportbund. Neben dem Stadthaufen „KölnRheinRuhr“ in NRW bewerben sich auch München, Hamburg und Berlin. Die Münchner haben einer Bewerbung schon zugestimmt, die Hamburger stimmen am 31. Mai ab und die Hauptstadt bewirbt sich

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Ein historischer Moment – aber die falsche Debatte

Marie-Louise Eta, hier noch als Spielerin. Quelle: Wikipedia, Foto: @el_loko74. Lizenz: CC BY 4.0

Die Beförderung von Marie-Louise Eta zur Cheftrainerin des 1. FC Union Berlin ist zweifellos ein historischer Moment für die Bundesliga. Erstmals steht eine Frau an der Seitenlinie eines Männer-Bundesligisten – ein überfälliger Schritt in einer Branche, die sich lange gegen strukturelle Öffnung gesträubt hat. Doch so wichtig dieser symbolische Fortschritt ist, so unerquicklich ist die Art der Debatte, die sich daran anschließt.

Denn ein Großteil der öffentlichen Diskussion kreist nicht um das, worum es im Profifußball eigentlich gehen sollte: fachliche Eignung, Erfahrung und sportliche Perspektive. Stattdessen wird Eta entweder aufgrund ihres Geschlechts angefeindet oder reflexartig verteidigt. Beides greift zu kurz – und verstellt den Blick auf die entscheidende Frage.

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Pfiffe gegen Schlotterbeck beim BVB als Symptom – nicht als Skandal

BVB-Sportgeschäftsführer Lars Ricken steht vor großen Herausforderungen. Foto: Robin Patzwaldt

Die Aufregung beim BVB rund um Nico Schlotterbeck nach dem 0:1 gegen Leverkusen am Samstag ist groß. Doch wer die vereinzelten Pfiffe reflexartig als „unwürdig“ oder „respektlos“ abstempelt, greift zu kurz. Im Gegenteil: Sie sind ein Symptom. Ein Symptom für das, was bei Borussia Dortmund schon länger schiefläuft. Und sie sind – so unbequem das für manche klingen mag – völlig normal.

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Mehr Vertrag, weniger Klarheit: Warum Schlotterbecks Verlängerung beim BVB kein echtes Signal ist

Das leere Stadion in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Die heute erfolgte Vertragsverlängerung von Nico Schlotterbeck bei Borussia Dortmund wirkt auf den ersten Blick wie ein Erfolg für alle Beteiligten. Ein Leistungsträger bleibt langfristig gebunden, der Klub gewinnt Planungssicherheit und vermeidet ein finanzielles Risiko. Doch bei genauerem Hinsehen zeigt sich: Diese Einigung ist weder ein klares Bekenntnis des Spielers zum BVB noch eine Lösung, die die Fans wirklich zufriedenstellen dürfte.

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