Schalke steht vor der harten Wahrheit – Euphorie verblasst, die Probleme bleiben

Saisonende 2019 auf Schalke – ‚Notnagel‘ Huub Stevens konnte als Trainer den Abstieg der Gelsenkirchener aus der 1. Liga verhindern. Archiv-Foto: Michael Kamps

Der Wiederaufstieg des FC Schalke 04 hat in Gelsenkirchen verständlicherweise zunächst eine Welle der Begeisterung ausgelöst. Nach Jahren sportlicher Rückschläge, finanzieller Sorgen und teils erschütternder Perspektivlosigkeit wirkte die Rückkehr in die Bundesliga wie eine Erlösung für einen Klub, dessen Selbstverständnis stets im Oberhaus verankert war.

Doch während Fans und Umfeld sich vielerorts in nostalgischen Hoffnungen auf bessere Zeiten verloren, mahnt ausgerechnet einer der größten Schalker Realisten zur Vorsicht: Huub Stevens.

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Marcel Schmelzers stiller Abgang beim BVB – Der endgültige Rückzug eines Unvollendeten

Marcel Schmelzer (Mitte) einst bei einer Vertragsunterschrift in Dortmund. Archiv-Foto: BVB

Marcel Schmelzer war einst eines der Gesichter einer goldenen Ära bei Borussia Dortmund. Als bodenständiger Linksverteidiger aus den eigenen Reihen verkörperte er genau das, was viele Fans an ihrem BVB so schätzten: Identifikation, Loyalität und Verlässlichkeit. Unter Jürgen Klopp gehörte Schmelzer zu jener Mannschaft, die 2011 und 2012 deutsche Meisterschaften gewann und Borussia Dortmund national wieder in die Spitze führte.

Damals schien vieles darauf hinzudeuten, dass Schmelzer langfristig zu einer prägenden Vereinsfigur werden könnte. Er war Stammspieler, Nationalspieler und später sogar Mannschaftskapitän. Die Voraussetzungen, um sich dauerhaft einen Platz unter den ganz Großen der Vereinsgeschichte zu sichern, waren ohne Zweifel vorhanden.

Doch bereits in diesen frühen Jahren zeigte sich auch, dass Schmelzer

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Abseits von BVB und S04: Die stillen Revierhelden aus Duisburg und Essen träumen groß

Im Stadion des MSV Duisburg könnte bald wieder deutlich mehr los sein als hier. Archiv-Foto: Daniel Jentsch

Borussia Dortmund kämpft aktuell mit der eigenen Identität, Schalke 04 liefert mal wieder das ganz große Drama – und während die grellen Scheinwerfer des Fußballs im Ruhrgebiet einmal mehr auf die beiden schillerndsten Vertreter ihrer Art gerichtet sind, droht ein bemerkenswertes Stück Fußballkultur auf überregionaler Bühne einmal mehr fast unbeachtet zu bleiben: die mögliche Renaissance von Rot-Weiss Essen und dem MSV Duisburg.

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Warum sich die Fußball-Bundesliga auf Rückkehrer Schalke 04 freuen darf

Eindrücke vom Spiel der Schalker am Samstagabend in Nürnberg. Foto(s): Kilian Marx

Der FC Schalke 04 ist endlich zurück in der 1. Fußball-Bundesliga – und auch wenn sportlich noch viele Fragen offenbleiben, ist eines bereits jetzt sicher: Die Rückkehr der Königsblauen ist ein echter Gewinn für den deutschen Fußball.

Nach dem Wiederaufstieg als Zweitliga-Meister 2025/26 kehrt einer der emotionalsten, traditionsreichsten und fanstärksten Vereine des Landes zurück auf die große Bühne. Dass Schalke in der abgelaufenen Zweitligasaison nicht durchgehend glanzvollen Fußball spielte, rückte angesichts des Saisonausgangs letztlich in den Hintergrund. Entscheidend war der von Millionen herbeigesehnte Wiederaufstieg – und vor allem die Art und Weise, wie Verein und Anhängerschaft diesen begleiteten.

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Balsam auf die angeschlagene BVB-Fan-Seele

Flutlichtspiel in Dortmund. Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmund hat seinen Fans in den vergangenen Monaten einiges zugemutet. Wer es mit dem BVB hält, der musste in dieser Saison oft starke Nerven beweisen. Zu häufig blieb die Mannschaft in der Bundesliga hinter den eigenen Ansprüchen zurück, zu ernüchternd verliefen die Auftritte im DFB-Pokal und in der UEFA Champions League, zu laut wurden die Diskussionen um die sportliche Führungsetage rund um Sebastian Kehl und Lars Ricken.

Vieles wirkte festgefahren, einiges unerquicklich, manches sogar besorgniserregend. Die Leichtigkeit, die diesen Klub so oft ausgezeichnet hat, schien zwischen Ergebnisdruck, Personalfragen und sportlicher Stagnation ein Stück weit verloren gegangen zu sein.

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Warum der ungeliebte Niklas Süle einen großen BVB-Abschied verdient hat

Niklas Süle macht Schluss. Archiv-Foto: BVB

Niklas Süles letzter großer Abend im Westfalenstadion ist bei näherer Betrachtung weit mehr als nur der Abschied eines lange Zeit von den Fans eher wenig geschätzten Innenverteidigers von Borussia Dortmund.

Wenn der BVB heute im letzten Heimspiel der Saison 2025/26 zum Duell gegen Eintracht Frankfurt aufläuft, endet an diesem Standort damit zugleich die insgesamt durchaus bemerkenswerte Karriere eines Spielers, der in vielerlei Hinsicht nie so recht den Weg in die Herzen der meisten Fans der Dortmunder fand und am Karriereende dennoch einen würdigen Abschied vor der Südtribüne verdient hat.

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Auch polemische Fußballtexte rechtfertigen keine Bedrohungen

Fans in Gelsenkirchen. Archiv-Foto: Michael Kamps

Meine gute Freundin und Kollegin Elke Wittich hat am Sonntag in der taz einen Artikel über den Aufstieg von Schalke geschrieben. Sie stellte fest, dass in „der hässlichsten und ärmsten Stadt des Landes“ der Aufstieg von Schalke in die Bundesliga gefeiert wird, und fragte, ob man sich einfach mitfreuen sollte oder nicht. Mit Schalke sei es heute so, als ob

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Sind die Bayern gegen Paris am Ende einfach an ihrem Hochmut gescheitert?

Am Stadion in München. Foto: Robin Patzwaldt

Der FC Bayern München ist raus aus der UEFA Champions League 2026. Nicht im Finale. Nicht Europas Krone. Kein Triple. Stattdessen: Ernüchterung nach dem Halbfinalrückspiel am Mittwochabend in der Allianz Arena, lange Gesichter auf den Rängen und hektische Schuldzuweisungen in alle Richtungen. Der Schiedsrichter? Natürlich. Das Pech? Selbstverständlich. Paris? Vielleicht einfach stark.

Doch womöglich liegt die unbequeme Wahrheit ganz woanders – nämlich tief verwurzelt im bayrischen Selbstverständnis.

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Der BVB muss wieder ein Klub werden, der echte Geschichten schreibt und Gefühle zulässt

Lange her: Ein entspannter Jürgen Klopp in Dortmund. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Borussia Dortmund steht einmal mehr in der Champions League, die sportlichen Ergebnisse der vergangenen Monate in der Bundesliga waren solide bis gut, bevor der Verein zuletzt nach der vorzeitigen Qualifikation den Fokus verlor. Dennoch bleibt rund um den Verein am Ende der Spielzeit 2025/26 ein seltsames Gefühl der Unzufriedenheit zurück. Der BVB gewinnt unter Trainer Niko Kovac ausreichend Spiele in der Liga, aber er begeistert seine Anhänger nur noch selten nachhaltig.

Die Identifikation vieler Anhänger mit der Mannschaft wirkt brüchiger als früher, die emotionale Bindung schwächer. Genau deshalb greift die aktuelle Debatte um eine Rückkehr zur „BVB-DNA“ so tief. Denn viele Fans sehnen sich nicht einfach nach besseren Resultaten – sie sehnen sich nach einem Verein, der wieder klar erkennbar für etwas steht.

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Von Vorfreude keine Spur: Die Fußball-WM 2026 interessiert mich weniger als Katar

Ein Land in Aufregung. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Während die Fußball-Saison 2025/26 auf Vereinsebene in ihren letzten Zügen liegt, macht sich so langsam ein Gedanke im Hinterkopf breit: Die WM kommt. Angeblich.

Irgendwo zwischen XXL-Kommerz, politischer Dauerkrise und der schleichenden Selbstentfremdung des modernen Fußballs soll im Sommer also in den USA, Kanada und Mexiko das nächste „größte Sportereignis der Welt“ steigen. Früher hätte allein die Nachricht von einem anstehenden Fußball-Großturnier bei mir gereicht, um Vorfreude auszulösen. Heute löst der Gedanke daran bei mir bestenfalls ein müdes Schulterzucken aus. Vielleicht werde ich alt. Vielleicht hat der Fußball ein Problem. Wahrscheinlich beides.

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