Erinnerung an den 7. Oktober 2023: Die Familie des ermordeten BVB-Fans Netta Epstein spricht im BORUSSEUM

Das Stadion und BORUSSEUM in Dortmund (Foto: Robin Patzwaldt)

Am 1. Oktober berichten Ayelet und Rona Epstein im BORUSSEUM über den Terrorangriff der Hamas auf den Kibbuz Kfar Aza.

Netta Epstein, Ayelets 21-jähriger Sohn und Ronas Bruder, wurde bei dem Massaker ermordet. Der Abend eröffnet eine Dortmunder Veranstaltungsreihe zum dritten Jahrestag des 7. Oktober 2023.

Netta Epstein lebte im Kibbuz Kfar Aza nahe der Grenze zum Gazastreifen. Er war Fußballfan – und Anhänger von Borussia Dortmund.

Am 7. Oktober 2023 überfielen Terroristen der Hamas und weiterer islamistischer Gruppen den Süden Israels. Mehr als 1.200 Menschen wurden ermordet, über 250 als Geiseln verschleppt. Allein aus Nettas Familie wurden fünf Menschen getötet.

Grafik zur Dortmunder Veranstaltungsreihe Gemeinsam gegen Antisemitismus im Oktober und November 2026
Im Oktober und November erinnert eine Dortmunder Veranstaltungsreihe an den 7. Oktober und seine Folgen. (Grafik: Netzwerk zur Bekämpfung von Antisemitismus in Dortmund)

Ein BVB-Fan aus Kfar Aza

Der BVB wurde nach dem Massaker im Kfar Aza auf die Geschichte des jungen Israelis aufmerksam. Vor dem Heimspiel gegen RB Leipzig im Dezember 2023 erinnerte der Verein an Netta Epstein. Nach Angaben der Veranstalter widmete der BVB ihm „You’ll Never Walk Alone“. Aus der Anteilnahme entstand ein enger Austausch mit der Familie, zu dem auch gegenseitige Besuche gehören.

Nun kommen Nettas Mutter Ayelet und seine Schwester Rona nach Dortmund. Im Zeitzeugengespräch „Der 7. Oktober im Kibbuz Kfar Aza“ erzählen sie, wie sie und ihre Familie den Angriff erlebt und überlebt haben – und wie ihr Leben seitdem aussieht.

 

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

 

Ein Beitrag geteilt von Netta Epstein (@remember_netta_epstein)


Die Geschichte der Familie ist beim BVB längst mehr als eine kurze Geste der Solidarität. Im Juni 2025 sprach Ayelet Epstein bei den Vereinten Nationen über die verbindende Kraft des Fußballs. Der Verein hat seither mehrere Projekte angestoßen, die an Netta erinnern und Menschen im Süden Israels durch Sport unterstützen.

Zerstörtes Gebäude in Kfar Aza
Zerstörtes Gebäude in Kfar Aza (Foto: U.S. Embassy Jerusalem, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Beginn um 19.09 Uhr

Die Veranstaltung Borussia verbindet im BORUSSEUM: Der 7. Oktober 2023 im Kibbutz Kfar Aza, ein Zeitzeugengespräch mit Rona und Ayelet Epstein beginnt am Donnerstag, 1. Oktober 2026, um 19.09 Uhr im BORUSSEUM, (Strobelallee 50, 44139 Dortmund). Einlass ist ab 18.30 Uhr. Das Gespräch wird auf Englisch geführt; Rückfragen können auf Deutsch gestellt werden. Der Eintritt ist frei, die Zahl der Plätze ist begrenzt.

Eine Anmeldung ist bis zum 22. September 2026 erforderlich.

Veranstalter sind das BORUSSEUM, die BVB-Abteilungen Corporate Responsibility und Fanangelegenheiten sowie „what matters“.

Der Abend eröffnet das gemeinsame Oktober- und Novemberprogramm des Dortmunder Netzwerks zur Bekämpfung von Antisemitismus. Es folgen Workshops und Vorträge zu israelbezogenem Antisemitismus, den gesellschaftlichen Folgen des 7. Oktober, der politischen Zukunft Israels und Antisemitismus in sozialen Medien.

Dass der Abend um 19.09 Uhr beginnt, ist ein Dortmunder Detail. Borussia Dortmund wurde am 19. Dezember 1909 gegründet. Die (ungewöhnliche) Uhrzeit ist eine symbolische BVB-Uhrzeit.

Der Anlass könnte kaum ernster sein.

Autorenseite: Peter Ansmann
Diesen Artikel beobachten
Werbung

Dir gefällt vielleicht auch:

Abonnieren
Benachrichtigen bei
guest
0 Comments
Älteste
Neueste
0
Deine Meinung würde uns sehr interessieren. Bitte kommentiere.x