WDR: Valerie Weber zur Rundfunkdirektorin gewählt
Alles lief so, wie sich WDR-Chef Tom Buhrow es gewünscht hat: Der WDR-Rundfunkrat hat heute Nachmittag Jörg Schönenborn zum Fernsehdirektor gewählt. Die Wahl von Valerie Weber zur Rundfunkdirektorin folgte kurz drauf – und sie bekam mehr Stimmen als Schönenborn. Um Webers Wahl hatte es Streit gegeben. Mehrere WDR-Redakteure hatten gegen die Wahl der Frau von Antenne Bayern an die Radiospitze protestiert. Von wegen Qualitätsradio und so. Lukas Heinser vom Bildblog hat den Protestbrief auf Facebook schön kommentiert:
„Wie soll der WDR-Hörfunk in der ganzen Bandbreite seiner Qualitäts-Programme authentisch von einer Persönlichkeit geführt werden, die Ihre unbestrittenen Quoten-Erfolge im Radio ausschließlich in Programmen mit einem Mix aus seichtem Pop, reißerischer Eigenwerbung, Regionalpatriotismus, ständigen Gewinnspielen und Comedybeiträgen erzielt hat – kurz: reinem Formatradio?“
ist doch eine ganz gute Beschreibung der Lage bei den beiden größten WDR-Hörfunkwellen.
So ganz kann ich die Aufregung auch nicht verstehen: Gut ist der WDR da, wo er kaum Zuhörer hat. Die überragende Qualität von 1Live und WDR2 zu den Uhrzeiten, an denen man Radio hört – also Tagsüber, ist mir bislang entgangen. Weber wird es kaum schlimmer machen, hat aber den Vorteil, nicht aus den alten Sendestrukturen zu kommen. Sicher ist nur eines: Egal, was bei herumkommt: Wir müssen zahlen, ob wir nun WDR hören oder nicht.
Kölner Musikfestival mit den alten Helden des Post-Punk
Die Helden des Postpunks aus den 80ern wagen sich in den letzten Jahren wieder auf die Bühnen. Deutschland war von diesem Trend zeitweise abgeschnitten. Jetzt holen Veranstalter die Überlebenden zurück nach Deutschland
In Köln findet vom Freitag 13.12. bis Samstag 14.12.2013 die dritte Auflage des Week End Festivals statt. In diesem Jahr treten viele alte Helden auf: The Fall, Robert Forster von The Go Betweens, Grant Hart von Hüsker Dü, The Pastels und die Young Marble Giants.
Allesamt besondere Leckerbissen am Freitag
Mark E. Smith von The Fall hat imFrühjahr gerade mit Re-Mit sein gefühltes 50. Album veröffentlicht. Bei seinen Alben gilt immer noch die Regel ein gutes, ein schlechtes. Und Re-Mit ist ein gutes. Eine andere Regel wurde jedoch gebrochen: Mittlerweile schmeisst auch er nicht mehr alle drei Monate die Mitspieler aus der Band, sondern verfolgt eher den Ansatz des langfristigen Line-Ups.
Frightened Rabbit
Frightened Rabbit, Freitag, 22. November, 21.00 Uhr, Gebäude 9, Köln
Dieter Hildebrandt ist tot
Der Kabarettist Dieter Hildebrandt verstarb in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im Alter von 86 Jahren in München.
R.I.P.
Tatort ‚Elm Street‘ in Dallas – 50. Jahrestag des Anschlags auf John F. Kennedy

Am 22. November 1963 wurde der 35. US-Präsident, John F. Kennedy, in Dallas (Texas) bekanntlich das Opfer eines Attentats. Ein Trauma, welches die USA noch heute beschäftigt.
50 Jahre liegt das historische Geschehen nun bereits zurück. Auch in den Medien hierzulande wird daher dieser Tage erneut des Jahrstages dieser Tragödie gedacht.
Als ich im Jahre 2003 erstmalig für das Eishockeymagazin ‚Eishockey.com‘ Dallas besuchte, da war ich eigentlich wegen des Eishockeys der ‚Dallas Stars‘ aus der Profiliga NHL in der Stadt.
Mehr oder weniger zufällig geriet ich damals in die versammelte Menschenmasse, welche am 22. November 2003, also am damaligen 40. Jahrestag des Mordes dem ehemaligen US-Präsidenten an der Stelle des Anschlages auf und um die ‚Elm Street‘ in der Downtown von Dallas gedachte.
Young Chinese Dogs
Young Chinese Dogs, Dienstag, 19. November, 20.00 Uhr, Brause, Düsseldorf (Eintritt frei)
Forderung an das ZDF: Bei Fußball-Länderspielen bitte zukünftig eigenen Ton-Kanal für ‚neutrale Fans‘ einrichten

Fußballkommentatoren stehen bekanntlich recht häufig in der Kritik. Regelmäßig wird ihnen Parteilichkeit vorgeworfen. Auffällig ist zuletzt allerdings eine relative Häufung bei den Länderspielkommentaren.
Selbst der neutrale Betrachter stellt eine Anhäufung von Persönlichkeiten aus dem Umfeld des FC Bayern München fest. Bei der ARD treibt Experte Mehmet Scholl sein ‚Unwesen‘, beim ZDF sah und hörte man zuletzt häufig den Ex-Torwart-Titanen Oliver Kahn seine Weisheiten unter das Volk bringen.
Im Nachgang des letzten Länderspiels geriet die Berichterstattung des ZDF nun erneut bei vielen Zuschauern in die Kritik.
Bei Facebook bin ich dazu u.a. über einen Beitrag vom User Oliver Langos gestolpert. Dieser hat seinen Beitrag zuvor auch per E-Mail direkt an das ZDF geschickt, bisher aber von dort noch keine Antwort bekommen.
LaBrassBanda
LaBrassBanda, Montag, 18. November, 19.00 Uhr, E-Werk, Köln
Update: Dortmunder Nazis wollen sich in Baden-Würtemberg treffen
Update: Nach Informationen dieses Blogs finden zumindest die für heute geplanten Nazikonzerte weder in Dortmund oder Hessen sondern in Baden Würtemberg statt. Treffpunkt ist ein bekanntes Nazi-Szenelokal im Regierungsbezirk Karlsruhe, nahe der Französischen Grenze. Ob dort auch der Wahlkampfauftakt dort stattfindet, ist nicht klar.
Gestern verkündeten die Nazis noch siegessicher, dass das von der Stadt ausgesprochene Verbot ihres Wahlkampfauftaktes rechtlich keinen Bestand haben werden. Heute hat das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen das Verbot der Veranstaltung der Partei „Die Rechte“ bestätigt. Der 60. Geburtstag ihres Spitzenkandidaten Siegfried “SS Siggi” Borchardt und die Konzerte von Szenegrößen wie „Die Lunikoff Verschwörung“, „Sachsonia“ und „Words of Anger“ werden nicht in Dortmund stattfinden.
Trotzig verkünden die Rechten nun online „Macht euch auf die Socken, wann und wo gefeiert wird, bestimmen ganz sicher nicht Polizei und Stadtverwaltung!“ was ja nun nicht ganz richtig ist: Das die Party nicht wie geplant in Dortmund steigen kann, haben Polizei und Stadt erreicht.
Stadt und Polizei haben an diesem Wochenende gute Arbeit geleistet. Chapeau!