Wirtschaft

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Systemrelevant sind wir alle

Systemrelevanz (Symbolbild)
Photo by Alina Grubnyak on Unsplash
Systemrelevant: Das sind alle Berufstätigen in einer arbeitsteiligen und auf freiwilligen Kaufentscheidungen basierenden Volkswirtschaft. (Symbolbild)

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Systemrelevant: Das sind alle Berufstätigen in einer arbeitsteiligen und auf freiwilligen Kaufentscheidungen basierenden Volkswirtschaft. Warum aber sind die Löhne im Gesundheitssektor so niedrig? Ein Gastbeitrag von Kalle Kappner.

Derzeit ist viel von „systemrelevanten Berufen“ die Rede, von LKW-FahrerInnen, KrankenpflegerInnen und SupermarktkassiererInnen, die in Krisenzeiten „den Laden am Laufen halten“. Mancherorts erhalten sie abends Applaus vom Balkon, in der Bild setzt man ihnen täglich ein Denkmal, und auf Facebook kursieren ihnen gewidmete Dankesbildchen. Ein systemrelevanter Pfleger merkte dazu kürzlich an: „Hört auf zu klatschen, bezahlt uns lieber besser!

Nicht ohne Grund: In den „systemrelevanten Berufen“ (von Ärzten einmal abgesehen) ist das Lohnniveau weit unterdurchschnittlich. Weiterlesen

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Scheinheilige Forderung nach mehr Lohn für Krankenschwestern und Pfleger

Klinikum der Universität Duisburg-Essen Foto: Dr.G.Schmitz Lizenz: CC BY-SA 3.0

Vize-Kanzler Olaf Scholz hat sich an die Spitze der Bewegung gestellt: Nun fordert er auch mehr Lohn für systemrelevante Berufe wie Krankenschwestern und Pfleger. Verlogener geht es kaum noch.

In kaum einer Talkshow darf die Forderung nach höheren Löhnen fürs Pflegepersonal fehlen. Die Politik wirft gern ein, dass systemrelevante Berufe besser bezahlt werden müssen. Auch die Beschäftigten in Krankenhäusern wünschen sich statt Applaus lieber mehr Geld. Mir fehlt in den Diskussionen aber die kritische Nachfrage der Talkmaster: „Warum zahlen Sie denn dann nicht mehr, Herr Scholz, Herr Müller-Meier-Schulze?“ Weiterlesen

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Der Heimholer

Touristiker Uwe Gerste

Touristiker Uwe Gerste

Mit Tourismus beschäftigt er sich seit mehr als 25 Jahren, von der Diplom-Arbeit über Tourismus bis zum Geschäftsführer der ehemaligen Duisburg Marketing GmbH. Er hat schon vieles erlebt, aber das noch nicht. Uwe Gerste, jetzt Inhaber eines Reisebüros in Duisburg, im Gespräch mit Thomas Meiser über die Situation der Reisebüros in der Corona-Krise: Was für Reisekunden jetzt wichtig ist. Und wie der Touristiker die Perspektiven der Branche in stürmischen Zeiten sieht.

Ruhrbarone: Angenommen, ich habe eine Reise gebucht. Was ist jetzt mit einer Reise, die bei Ihnen zum Beispiel für den Mai gebucht ist?

Uwe Gerste: Reisen ab dem 1. Mai 2020 sollen nach derzeitigem Stand stattfinden, die weltweite Reisewarnung gilt bis 30.04.20. Ob die Durchführung für alle Ziele ab dem 1. Mai realisiert werden kann, ist derzeit offen. Kanada beispielsweise schließt seine Grenzen nach jetzigem Stand bis zum 30.06.2020. Weiterlesen

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Konjunkturprognose: Kein Arbeitsloser mehr wegen Corona

Konjunkturprognose: Kein Arbeitsloser mehr wegen Corona
Das Auf und Ab der Konjunktur (Symbolbild), Autor: Hans G. Oberlack, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Das Auf und Ab der Konjunktur (Symbolbild), Autor: Hans G. Oberlack, Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE

Trotz Corona-Krise rechnen Wirtschaftsforscher des RWI nicht mit mehr Arbeitslosigkeit. Vielmehr wird sie auf dem Niveau wie 2019 bleiben, nämlich bei 5%. Und das, obwohl das BIP in diesem Jahr -0,8% schwächer ausfällt. Optimistische Grundannahme dabei: Die Corona-Krise ist zur Sommerpause vorbei, der Lock-down wird aufgehoben und die Industrie holt verlorenes Terrain dynamisch wieder auf. Wirklich?! Wird alles so schnell wieder gut? Weiterlesen

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Mieter: Kündigungsausschluss bei Zahlungs­rückständen in Zusammenhang mit der Coronakrise

Der Bundestag in Berlin. Foto: Robin Patzwaldt

Die Bundestag hat am 25. März den Gesetzentwurf zur „Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht“ beschlossen. Am Freitag, den 27.03.2020 soll das Gesetz abschließend im Bundesrat beraten und beschlossen werden. Der Mieterverein Dortmund informiert über die vom Bundestag beschlossenen Neuregelungen im Zuge der Corona-Pandemie: Weiterlesen

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Corona-Krise: 90 Prozent würden Nachbarn helfen

Nordstadt: Bornstraße Blickrichtung Dortmund Innenstadt Foto: Lucas Kaufmann Lizenz: CC BY-SA 4.0

Eine aktuelle repräsentative Studie von immowelt.de über Nachbarschaftshilfe in Zeiten der Corona-Krise zeigt: Eine überwältigende Mehrheit der Befragten (88 Prozent) würde dem Nachbarn in der aktuellen Lage aushelfen / 92 Prozent würden Lebensmittel mitbringen, 89 Prozent Medikamente besorgen und kleine Botengänge übernehmen / Angst vor Infektion: Wer nicht helfen will, fürchtet zu 42 Prozent eine erhöhte Ansteckungsgefahr. Weiterlesen

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Kampfkunst online lernen

Karate @ Home: Samurai-Kids bei einer Übung; Foto: Karate-Team Bodensee

Karate @ Home: Samurai-Kids bei einer Übung; Foto: Karate-Team Bodensee

Die Corona-Krise beeinträchtigt, natürlich, besonders sportliche Aktivitäten. Fußball, Cricket oder Polo lassen sich schwer Zuhause spielen: Weil es sich hierbei um Mannschaftssport handelt und diese Sportarten aktuell, wegen der erhöhten Infektionsgefahr, unoptimal sind. 

Bei Polo kommt erschwebend hinzu: Mehr als ein Pferd in der Wohnung zu haben ist grundsätzlich eine heikle Angelegenheit.

Anders ist das bei Sportarten, die auch alleine betrieben werden können. Das Kampfkunst-Kollegium, eine Bildungseinrichtung, die bundesweit Kampfkunstlehrer ausbildet und zertifiziert, geht jetzt neue Wege.Man kann seine Fähigkeiten im Kampfsport online verbessern.

Beim Karate, Kickboxing, Wing Chun und Escrima, um nur einige Kampfkunstarten zu erwähnen, geht es um Bewegungsabläufe. Die immer und immer wieder einstudiert werden müssen: Dehn- und Kraftübungen lassen sich ebenso in den eigene vier Wänden durchführen.

Die zertifizierte Bildungseinrichtung, die Dojos (Kampfkunstschulen) jeher mit Trainingsplänen und Videomaterial unterstützt startet aktuell online richtig durch.

Die Ruhrbarone haben heuer mit Toni Dietl – Leiter des Karate-Teams Bodensee in Friedrichshafen (Eines der größten Dojos im deutschsprachigen Raum!), Gründer des Kampfkunstkollegiums und Deutschlands (Laut Guinness Buch der Rekorde) erfolgreichster Sportler in Karate Kumite (Zweikampf) – gesprochen.

Über Sport in der aktuellen Situation, die Auswirkungen der Krise auf die Digitalisierung von Bildungsangeboten und – selbstverständlich – Kampfkunst @ Home.

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Widerstand gegen das Kraftwerk ‚Datteln 4‘? Da war doch mal was….

#FridaysforFuture macht dann mal Pause. Foto: Robin Patzwaldt

Es ist schon extrem, wie sehr sich die Nachrichtenlage in den vergangenen Tagen verändert hat. Es scheint in den Köpfen der Leute nur noch um das Thema Corona-Virus zu gehen. So berechtigt diese Sorgen natürlich sind, die Entwicklung hat auch Folgen für Themen, an denen in diesen Tagen niemand mehr so richtig Interesse zu haben scheint, die bis vor Kurzem aber noch zum Aufreger taugten.

Ein kurzer Blick in den Himmel reicht, um festzustellen, dass dort urplötzlich kaum noch Flugzeuge zu sehen sind. Die Straßen sind viel leerer. Von Staus ist im eigentlich verkehrsgeplagten NRW aktuell auch nicht mehr viel zu sehen.

Alles Dinge, auf die die Umweltbewegung lange hinwirkte, dabei aber aus ihrer Sicht keine nennenswerten Erfolge verbuchen konnte, weil die Leute ihnen in ihrem Alltag nicht in ausreichend großer Zahl zu folgen bereit waren. Plötzlich ist alles anders. Die Immissionen sinken. Aus ganz anderen Gründen. Es herrschen Ausgangsbeschränkungen. Die Natur freut sich. Die Wirtschaft leidet.

Weniger erfreut sein über diese völlige Verschiebung der Prioritäten in diesem Lande dürften auch die Kritiker des Kraftwerks Datteln 4 sein Weiterlesen

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In der Coronakrise zeigt sich, wie wichtig die Industrie ist

Bayer-Kreuz Foto: H005 Lizenz: Gemeinfrei

Wir leben in einer postindustriellen Gesellschaft? In der Coronakrise zeigt sich, dass diese ebenso steile wie nicht begründete These falsch ist. Neben Pflegern, Ärzten, Verkäufern, Naturwisssenschaftlern und LKW-Fahrern ist es die Industrie, die in den kommenden Monaten dafür sorgen könnte, dass dieses Land und seine Versorgung nicht zusammen brechen. Da ist  die leistungsfähige Agrarwirtschaft, die dazu Beiträgt, die Lebensmittelversorgung zu sichern. Und da ist die Industrie, die nun in den Kriegswirtschaftmodus geht und ihre Produktion umstellt. In Frankreich produziert der Luxuskonzern LVHM nun Desinfektionsmittel. In der Bundesrepublik tut dies Beiersdorf. Freudenberg und Trigema stellen Atemschutzmasken her. Tünkers-Nickel will jetzt die dringend benötigten Beatmungsgeräte bauen.

Und wenn Medikamente und Impfstoffe da sein werden, werden es Unternehmen der Pharmaindustrie gewesen sein, die sie entwickelt haben und produzieren. Sharing-Economy? Postwachstumökonomie? Die Wirtschaftsträume des postmaterialistischen Bürgertums lösen sich zurzeit in Luft auf. Wäre ihre Agenda umgesetzt worden, wir könnten uns nur noch hilflos zum Sterben im Bett auf die Seite legen.

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NRW halbiert den Schienenverkehr

Hauptbanhof Wanne-Eickel

Die Eisenbahnverkehrsunternehmen haben gemeinsam mit den Aufgabenträgern VRR, NVR und NWL einen Sonderfahrplan für den Schienenpersonennahverkehr in Nordrhein-Westfalen erarbeitet, der ab Samstag   schrittweise umgesetzt wird und vorerst bis 19. April gilt. Der neue Fahrplan führt zu einer deutlichen Verringerung des Angebots auf den meisten Linien von S-Bahn, Regionalbahn und Regionalexpress. Insgesamt werden die Leistungen etwa um die Hälfte reduziert. Zugleich wird gewährleistet, dass ausreichend Fahrzeuge zum Einsatz kommen, um die Infektionsgefahr für die Fahrgäste möglichst gering zu halten. Weiterlesen

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