Wirtschaft

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B474n: Wie eine Straße zu Tode diskutiert wird

Diskutiert wird über die B474n schon Jahrzehnte. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Dass die Zustände im Ruhrgebiet vielerorts so traurig sind, wie wir sie alle kennen, liegt häufig auch an unseren trägen Abläufen in Sachen Planung, Entscheidungsfindung und Umsetzung. Ein Beispiel dafür spielt sich seit den 1970er-Jahren direkt vor meiner Nase ab: Der Neubau der Bundestraße 474n (B474n), die angedachte Fortsetzung der ‚Sauerlandlinie‘ A45 von Dortmund-Mengede in Richtung Münsterland.

Was sich da seit Jahren abspielt ist wirklich unglaublich. Ich persönlich erinnere mich noch gut daran, dass das Thema schon in meiner Grundschulzeit intensiv diskutiert wurde. Irgendwann zwischen 1977 und 1980 mussten wir im ‚Heimatkundeunterricht‘ die geplante Straßentrasse der B474n mit Buntstiften auf eine Stadtkarte von Waltrop malen. Jetzt, über 40 Jahre später, ist die Diskussion gefühlt keinen Schritt weiter. Ganz im Gegenteil! Weiterlesen

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Vorbild Ruhrgebiet?


Annalena Baerbock (Grüne) sagte bei ihrem Wahlkampfauftritt in Bochum, dass das Ruhrgebiet ein Beleg dafür sei, dass ein erfolgreicher Strukturwandel gelingen könne. Auch beim Wahlkampfauftakt der SPD wurden die Fortschritte im Revier beschworen und Armin Laschet (CDU) sieht die Region gar als Vorbild für Deutschland. Würde ich in Bayern, Hessen oder Baden-Württemberg wohnen, bekäme ich es jetzt mit der Angst zu tun. Weiterlesen

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Roboter lösen soziale Probleme auf ihre ganz eigene Art

Fendt Xaver Robotereinheit Foto: AGCO-Fendt Lizenz: CC BY-SA 4.0


Ob streikende Lokomotivführer, ausgebeutete Landarbeiter oder skandalöse Arbeitsbedingungen in Schlachthöfen: Roboter lösen die Probleme.

Wer kein Auto besitzt und auf die Bahn angewiesen ist, hat zurzeit ein Problem: Wie so häufig streiken die Lokomotivführer. So berechtigt ihre Forderungen auch sein mögen, so überflüssig wird bald ihre Tätigkeit: Schienenbetriebene Verkehrssysteme sind bestens dafür geeignet, nicht von Menschen sondern von Maschinen gefahren zu werden. Das bald Autos autonom Weiterlesen

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2G: Das regelt der Markt

Impfung Foto: Centers for Disease Control and Prevention (CDC) Lizenz: Gemeinfrei

Mein Lieblingsclub, die Trompete in Bochum, hat wieder geöffnet und rein kommt nur, wer entweder geimpft oder genesen ist. 2G nennt sich diese Regel. Wie die WAZ heute berichtet, setzen immer mehr Wirte im Ruhrgebiet auf 2G. Das Land mag eine solche Regel nicht Weiterlesen

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Verdi zu Datteln IV: “Energiewirtschaft hat bisher den größten Beitrag zur CO2-Reduzierung Deutschlands geleistet”

Das Kraftwerk ‘Datteln 4’ Foto: Robin Patzwaldt

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zeigt sich vom Urteil des nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgerichts zum Steinkohlekraftwerk Datteln IV überrascht, sieht aber den „Kohlekompromiss“ nicht in Frage gestellt.

„In der Historie der Bundesrepublik gibt es kaum ein Infrastrukturprojekt, das so umfangreich geprüft wurde wie Datteln IV. Der Betreiber Uniper hat Milliarden in das neue Kraftwerk investiert. Trotzdem gibt es nach all den vielen Jahren noch immer keine Rechtssicherheit. Jetzt plötzlich führt ein sogenannter Formfehler zur Aufhebung des Bebauungsplans“, so Christoph Schmitz, für die Energiewirtschaft zuständiges Mitglied des ver.di-Bundesvorstandes. Weiterlesen

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Kraftwerk ‚Datteln 4‘: Ein guter Tag für den Rechtsstaat!

Das Kraftwerk ‘Datteln 4’ im Jahre 2019. Foto: Robin Patzwaldt

Es war einmal mehr kein guter Tag für die Befürworter des Kraftwerks ‚Datteln 4‘. Am Donnerstag kassierte das Oberverwaltungsgericht in Münster auch den 2014 neu aufgestellten Bebauungsplan für das Kraftwerk ‚Datteln 4‘. Das bedeutete diesbezüglich, nach 2009, bereits die zweite krachende Niederlage für die Bauherren des riesigen Kohlekraftwerks, dessen gigantischer Kühlturm an der Stadtgrenze zwischen Datteln und Waltrop der Höhe des Kölner Doms entspricht.

Der mit Macht vorangetriebene Versuch den dort längst errichteten Meiler durch einen weiteren Bebauungsplan nachträglich doch noch irgendwie zu legitimieren, auch er ist damit misslungen. Weiterlesen

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Hochwasser: „Wir sind Mittelständler. Wir geben nicht auf.”

Will nicht aufgeben: Timo Fichtel Foto: Laurin

Auch viele Unternehmen wurden Opfer der Hochwasserkatastrophe. In den Betrieben wird nun aufgeräumt statt produziert. Arbeitsplätze sind gefährdet und gerissene Lieferketten können für die deutsche Industrie fatale Folgen haben.

Nils Kjerrumgaard stapft den Hang hinauf und zeigt auf einen kleinen Graben, der hinab ins Tal führt, wo seine Schreinerei liegt: „Hier haben wir im Regen gestanden und mit unseren Händen diese Rinne gegraben, damit das Wasser in eine andere Richtung abfließt.“ Der Schreinermeister und seine Mitarbeiter haben es geschafft. Zumindest ein Teil der Wassermassen konnten so an seinem Betrieb vorbeigeführt werden. Schlimm erwischt hat es Weiterlesen

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BVB-Geschäftszahlen weiter unter dem Eindruck von Covid-19

Aki Watzke und Thomas Treß (rechts) bei der Bilanzpressekonferenz des BVB im August 2014. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2020/21 eine Bruttokonzerngesamtleistung in Höhe von € 358,6 Mio. (Vorjahr € 486,9 Mio.) erwirtschaftet. Das Konzernergebnis weist einen Fehlbetrag in Höhe von € 72,8 Mio. aus. Die weiteren Umsatzeinbußen im Vergleich zum Vorjahr konnten nahezu vollständig durch Einsparungen der operativen Aufwendungen kompensiert werden. Der höhere Jahresfehlbetrag ist im Wesentlichen auf das verminderte Transferergebnis aufgrund des verhaltenen Transfermarktes sowie auf Sonderabschreibungen der zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte zurückführen. Weiterlesen

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Olympia: Ein Fall für die „Initiative GG 5.3 Weltoffenheit“

Judo Boys 55 kg at 2018 Summer Youth Olympics ISR–AUT by Martin Rulsch cc 4.0

Judo Boys 55 kg at 2018 Summer Youth Olympics ISR–AUT by Martin Rulsch cc 4.0


Wer boykottiert, wird boykottiert. Sieht so aus, als hätte das Internationale Olympische Komitee (IOC) verstanden, dass das, was BDS propagiert, den olympischen Gedanken unterläuft. Die Frage ist, wann protestiert die BDS-Erklär-Elite?

Fethi Nourine, algerischer Judoka in der 73-Kilo-Klasse, hatte sich für die jetzt begonnene Olympiade qualifiziert. Als die Auslösung ergab, dass er womöglich gegen Tohar Butbul aus Israel antreten dürfe, tat er kund, dass er Olympia boykottiere, „die palästinensische Sache ist größer als all das“. Daraufhin entzog das algerische Olympische Komitee ihm und seinem Trainer die Akkreditierung, die Boykotteure reisen kampflos ab. Gerade die Meldung, auch der Sudanese Mohamed Abdalrasool habe sich geweigert, gegen Tohar Butbul anzutreten. Die schnelle Reaktion der Sportverbände  –  zumindest im Fall Nourine  –  ist bemerkenswert, der Boykott israelischer Sportler hat eine eher zähe Geschichte: Weiterlesen

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Ist das Ruhrgebiet überflüssig?

Wasserfall auf Zollverein 2013 Foto: Laurin

Wer sich die Frage nach der wirtschaftlichen Zukunft des Ruhrgebiets stellt, braucht gute Nerven und sehr, sehr viel Optimismus, um nicht zu verzweifeln.

Wer sich die Frage nach der wirtschaftlichen Zukunft des Ruhrgebiets stellt, braucht gute Nerven und sehr, sehr viel Optimismus, um nicht zu verzweifeln.

Als auf Zeche Prosper-Haniel am 21. Dezember 2018 die letzte Tonne Steinkohle gefördert wurde, war damit nicht nur Deutschland aus der Kohleförderung ausgestiegen. Es war auch der Tag, an dem das Ruhrgebiet endgültig seine, am Ende eher symbolische als reale, Klammer Weiterlesen

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