Das umstrittene Kraftwerk ‚Datteln 4‘ hilft den Rettungsdiensten dabei ‚Gutes‘ zu tun!

Foto: Ruhrbarone

Das Kraftwerk ‚Datteln 4‘, bekanntlich Gegenstand einer bereits seit über zehn Jahren andauernden, sehr emotionalen Gerichtsauseinandersetzung zwischen einigen unmittelbar von dem Bauvorhaben betroffenen Anwohnern und dem BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) auf der einen, und dem Bauherren E.On bzw. Uniper auf der anderen Seite, und zuletzt zudem aufgrund einiger überraschend gravierender technischer Schwierigkeiten in den Schlagzeilen, die die ursprünglich noch für dieses Jahr angedachte Inbetriebnahme noch um mindestens zwei weitere Jahre nach hinten verschieben werden (wir berichteten bereits mehrfach), zeigt in diesen Tagen einmal wieder ein paar unerwartete neue Lebenszeichen.

Allerdings so gar nicht in Bezug auf seine ursprünglich einmal angedachte Aufgabe, die ja der Stromproduktion aus Steinkohle dienen sollte.

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Oh, wie schön ist Gelsenkirchen…doch wo wohnen eigentlich die Chefs?


Die Zahl der Gesundbeter und Schönredner bleibt in der Stadt der Tausend Feuer auf einem hohen Niveau. Vielleicht steigt sie ja sogar an – wer weiß? Die schlechten Nachrichten erreichen Gelsenkirchen in immer kürzeren Abständen: höchste Arbeitslosenquote bundesweit, die meisten AfD-Wähler im Westen, ein Drittel der Kinder leben in Armut, die ärmste Stadt Deutschlands und so weiter.

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Ruhrgebiet sucht Startups in Israel

Tel Aviv bei Nacht Foto: Miguel.faber Lizenz: CC BY-SA 3.0


Die Wirtschaftsförderung des Ruhrgebiets arbeitet als einzige regionale Wirtschaftsförderung Deutschlands mit der Deutsch-Israelischen Handelskammer in Tel Aviv zusammen. Israelische Startups sollen im Revier für neues Wachstum sorgen.

Ende des Jahres ist soweit: Wenn mit Prosper-Haniel in Bottrop die letzte Zeche schließt, ist die Bergbau-Ära im Ruhrgebiet nach Jahrhunderten vorbei. In den vergangenen 50 Jahren hat der Bergbau nach und nach an Bedeutung verloren. Immer weniger Menschen arbeiteten unter Tage und bauten Kohle ab und auch in den Stahlwerken, die es immer noch gibt, ist die Zahl der Beschäftigten geringer geworden.

Zahlreiche neue Unternehmen siedelten sich seitdem im Ruhrgebiet an oder wurden hier sogar gegründet. Doch noch immer ist die Arbeitslosigkeit im Revier mit fast zehn Prozent deutlich höher als im Bundesdurchschnitt, wo nur noch jeder zwanzigste ohne Arbeit ist.

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Monsanto: Willkommen in Leverkusen

Bayer-Kreuz Foto: H005 Lizenz: Gemeinfrei

Aus Bayers Monsanto-Übernahme können Impulse beim Kampf gegen den Welthunger folgen. Dem steht aber die Dämonisierung der grünen Gentechnik und der modernen Landwirtschaft durch Bioromantiker im Wege. Von unserem Gastautor  Kolja Zydatiss.

Seit dem 7. Juni ist es amtlich. Der deutsche Traditionskonzern Bayer hat das US-amerikanische Biotechnologieunternehmen Monsanto für rund 54 Milliarden Euro übernommen. Wenige Tage zuvor hatten die Kartellwächter vom amerikanischen Justizministerium dem Deal zugestimmt, der somit die letzte bürokratische Hürde genommen hat.

Bayers Stärke war bisher das Pharmageschäft. Außerdem ist man der weltweit zweitgrößte Hersteller von Pflanzenschutzmitteln. Neben dem Leverkusener Konzern (Jahresumsatz: 35

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Die Geschichte der Emscher: Warum Nachhaltigkeit eine dumme Idee sein kann

Die Alte Emscher im Landschaftspark Duisburg Nord Foto: Emschergenossenschaft/Reinhard Felden Lizenz: Copyright

Über 100 Jahre lang war die Emscher eine fließende Müllkippe: Durch die Industrialisierung wurde der Fluss zu einem großen Abwasserkanal. Für über fünf Milliarden Euro wird das gesamte Flusssystem seit Jahren ökologisch umgebaut. Trotzdem war seine Nutzung für das Ruhrgebiet ein Glücksfall, der heute undenkbar wäre.

Ein kleiner Fluss schlängelt sich zwischen den mondänen Einfamilienhäusern, dem großen See und dem Spazierweg entlang: Im Dortmunder Stadtteil Hörde erinnert nichts mehr daran, dass die Emscher über mehr ein Jahrhundert der schmutzigste Fluss Deutschlands war. Hier ist der Umbau der Emscher und seiner Nebenbäche und Flüsse, den die Emschergenossenschaft 1992 begann und der 2020 beendet sein soll, längst abgeschlossen. Über hundert Jahre leitete fast das gesamte Ruhrgebiet seine Abwässer in den kleinen Fluss, der seine Quelle in Holzwickede hat und, nach der dritten Verlegungen, heute bei Dinslaken in den Rhein mündet.

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Wie sich Zeche Zollverein wandelte

Zeche Zollverein FotoLizenz © Jochen Tack/Stiftung Zollverein


Zum Ende  seiner zehnjährigen Zeit an der Spitze der Stiftung Zollverein hat  Hermann Marth ein Buch über das Essener Weltkulturerbe herausgegeben. Es zeichnet die Geschichte Zollvereins nach und gibt einen Ausblick auf die Zukunft.

Als Hermann Marth 2008 in die Leitung der Stiftung Zollverein einstieg, lief vieles falsch auf  Zollverein. Die ehemalige Zeche in Essen-Katernberg war zwar Weltkulturerbe geworden und hatte sich als Kultur- und Veranstaltungsort etabliert, die erhofften wirtschaftlichen Perspektiven für den Essener Norden waren allerdings zum größten Teil ausgeblieben. Marth, der zuvor viele Jahre die Immobilientochter der RAG  geführt hatte, sollte dieses Manko

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TU-Dortmund Studie: Radschnellwege kosten viel und bringen nichts

Radschnellweg Ruhr Foto: Hauswirtschaft Lizenz: CC BY-SA 4.0


Eine Studie der TU-Dortmund hat untersucht, wie der Verkehr umweltverträglicher werden kann. Ein Ergebnis: Radautobahnen wie der im Bau befindliche Radschnellweg Ruhr bringen kaum Menschen zum Umstieg vom Auto aufs Rad.

Er soll 101 Kilometer lang werden und von  Duisburg über Mülheim, Essen, Gelsenkirchen, Bochum, Dortmund, Unna, Kamen, Bergkamen nach Hamm führen. Der Radschnellweg Ruhr ist das seit Jahren wichtigste Projekt des Regionalverbandes Ruhr (RVR), wird um die 180 Millionen Euro kosten und ist nur der erste Schritt: Über 400 Kilometer lang soll das Netz von

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Der Ruhrpilot

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart Foto: MWIDE NRW/R. Pfeil Lizenz: Copyright


NRW: 
Wirtschaftsminister Pinkwart fordert mehr Geld…Welt
Debatte: Sind die Grünen überhaupt noch Opposition?…Welt
Debatte: So frisst die Demokratie ihre eigenen Kinder…Cicero
Debatte: Mit dem Meinungskollektiv auf dem Elektroholzweg…Welt
Debatte: Deutschland lehnt Messungen zu Energiearmut ab…Spiegel
Debatte: Schriftstellerin über Protest gegen die AfD…taz
Debatte: Migration als soziale Praxis ist Normalität…Jungle World
Ruhrgebiet: Leichtes Erdbeben erschüttert Revier…Spiegel
Ruhrgebiet: 6. Vivawest-Marathon…WAZ
Bochum: Prinz-Regent-Theater lädt in einen Käfig voller Narren ein…WAZ
Bochum: Grauen Wölfe werben offen für die faschistische MHP!…Bo Alternativ
Dortmund: Die Unfallaufnahme der Polizei wird digital…WAZ
Duisburg: Alkoholverbot – Keine Großstadt ist ohne Probleme…WAZ
Duisburg: „Schulsystem ist am Rande des Kollaps“…WAZ
Essen: Ein neues Bürgerbegehren soll Park-Platz schaffen…WAZ

„Die deutsche Chemie war in besonderem Maße in einer Krise“

Erhard Meyer-Galow

Erhard Meyer-Galow war  bis 1998 Vorstandsvorsitzender der Hüls AG und der Stinnes AG – dem Chemiezweig und der Handelstochter der  damaligen VEBA und ist Honorarprofessor für Wirtschaftschemie. Unser Gastautor Leo D. Hoffmann hat sich mit  Meyer-Galow über Ethik und eine sich schneller drehende Welt unterhalten, in der Leistung über alles geht.

Leo D. Hoffmann: Lieber Herr Meyer-Galow. Schön daß Sie Zeit gefunden haben. Ihre Vita lässt sich ohne Chemie nicht lesen: Sie sind Chemiker, waren bis 1998 Vorstandsvorsitzender der damaligen Hüls AG. Sie waren Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker. Seit 2012 haben Sie eine eigene Stiftung, die Innovationen in der chemischen Industrie auszeichnet. Wie kam der Mensch Meyer-Galow zur Chemie?

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Ruhrbischof Overbeck denkt über mehr verkaufsoffene Sonntage nach – Doch warum die Öffnungszeiten der Geschäfte nicht ganz freigeben?

Foto: Robin Patzwaldt

Über die Pfingsttage habe ich einmal wieder etwas ausführlicher bei den Kollegen der WAZ mitgelesen. Und tatsächlich hat es sich diesmal auch gelohnt. Etwas außerhalb meiner sonst inzwischen fest etablierten ‚Filterblase‘ stolperte ich dort nämlich über einen Artikel, der sich mit dem Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck beschäftigte.

Sonst eigentlich nicht unbedingt meine ‚Baustelle‘, da ich seit 1997 nicht mehr Mitglied in der Kirche bin. Was der Bischof so sagt, das ist mir daher eigentlich zunächst einmal ziemlich egal.

Doch diesmal fanden die von ihm dort kolportierten Aussagen tatsächlich mein Interesse. Denn Overbeck plädierte bei den Kollegen aus Essen für eine „Kultur der Stille“. Grundsätzlich ist da ja überhaupt nichts gegen zu sagen, denn tatsächlich empfinde auch ich unseren Alltag inzwischen als häufig ziemlich überladen und insgesamt mit recht viel unnötiger Hektik ausgestattet.

Daher habe ich den besagten Artikel tatsächlich komplett durchgelesen. Dort hieß es: „Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck ist „unzufrieden“ über die Verdopplung von vier auf acht verkaufsoffene Sonntage durch die neue Landesregierung…“

Und spätestens hier war es dann mit der inhaltlichen Übereinstimmung mit dem Anliegen des Kirchenoberen bei mir dann auch schon wieder vorbei. Denn es ist schlicht völlig weltfremd, wenn man sich in Zeiten des Internets überhaupt noch für irgendwelche Beschränkungen bei den Öffnungszeiten der Geschäfte stark macht.

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