Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Nordrhein-Westfalen ist im ersten Quartal 2025 auf den höchsten Stand seit neun Jahren gestiegen.
Nach Angaben des Statistischen Landesamtes Information und Technik NRW meldeten die Amtsgerichte 1.572 beantragte Insolvenzverfahren, was einem Anstieg von 19,7 % gegenüber dem
Im Ruhrgebiet. Schön ist anders. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Immer wieder fragen mich Menschen aus anderen Regionen des Landes, warum ich eigentlich nicht längst aus dem Ruhrgebiet weggezogen bin. Und ganz ehrlich: Das habe ich mich selber auch schon gefragt. Viele meiner ehemaligen Mitschüler hat es quer durch die Republik verteilt.
Für mich war das aber nie wirklich eine Option – auch wenn die beruflichen Perspektiven andernorts vielfach besser gewesen wären und ich nicht mehr Tag für Tag all die Mängel betrachten müsste, die diese sterbende Region inzwischen prägen. Trotz meines regelmäßigen Gemeckers liebe ich das Ruhrgebiet. Insbesondere meine Geburtsstadt Dortmund und die Gegend drumherum.
Gute Laune beim günstigen Lebensmittelkauf. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Ich gebe es offen zu: Ich kaufe – trotz der Vorwürfe, die einem als dortigem Stammkunden immer wieder entgegenschlagen – gerne dort ein. In einer Zeit, in der die Lebenshaltungskosten für viele zur Belastung werden, stehen Discounter wie Aldi, Lidl, Penny oder Netto auch bei mir hoch im Kurs. Man muss halt sehen, wo man bleibt.
Die regelmäßig geäußerte Kritik – sei es wegen fragwürdiger Arbeitsbedingungen bei Zulieferbetrieben, des immensen Preisdrucks entlang der Lieferkette oder der oft bedenklichen Fleischproduktion, nehme ich wahr, sie führen bei mir jedoch nicht zu einem schlechten Gewissen. Denn bei aller berechtigten Skepsis darf eines nicht übersehen werden: Für Millionen Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen sind diese Märkte inzwischen geradezu unverzichtbar – und verdienen deshalb zumindest ein gewisses Maß an Anerkennung. Meine Wertschätzung haben sie jedenfalls.
Diskutiert wird über die B474n schon Jahrzehnte. Archiv-Foto: Robin Patzwaldt
Es ist Pfingsten! Das heißt, hier im Büro-Blog der Ruhrbarone sind wir am langen Wochenende mal wieder mit unseren Stammlesern weitestgehend unter uns. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, euch von einer Beobachtung zu erzählen, die ich gemacht habe.
NRW-Ministerpräsident Wüst und Brad Smith, Vice chair and President von Microsoft Foto: Foto: NRW-LV-Bund / Henning Schacht Lizenz: Copyright
Die Landesregierung Nordrhein-Westfalens setzt gemeinsam mit Microsoft eine weitreichende Initiative zur Qualifizierung in Künstlicher Intelligenz um. Ziel ist es, Lehrkräfte, die öffentliche Verwaltung und Auszubildende umfassend auf den Umgang mit KI-Technologien vorzubereiten.
In einer zunehmend technologisierten Welt wird der souveräne Umgang mit Künstlicher Intelligenz immer wichtiger. Die Landesregierung betont, dass Investitionen in digitale Bildung nur dann Wirkung zeigen, wenn Menschen befähigt werden, die neuen Technologien kompetent einzusetzen. Ministerpräsident Hendrik Wüst macht deutlich: „In Nordrhein-Westfalen ist KI-Bildung ein Schlüsselthema. Der souveräne Umgang mit KI muss fester Bestandteil unseres Bildungskanons werden.“
Industrie in Marl (Symbolbild) Foto: Nordenfan Lizenz: CC BY-SA 4.0
Die Industrieproduktion in Nordrhein-Westfalen verzeichnete im April 2025 einen Rückgang um 2,1 % gegenüber März 2025. Laut Information und Technik Nordrhein-Westfalen sank die Produktion in den energieintensiven Branchen um 2,7 %, während sie in der übrigen Industrie um 1,9 % zurückging. Im Vergleich zum Vorjahresmonat fiel die Gesamtproduktion um 1,6 %, wobei die energieintensive Industrie
Ruhrgebiet: Blick auf den Rhein-Herne-Kanal vom Gasometer Oberhausen aus (Foto: Roland W. Waniek)
Alle kreisfreien Städte und Kreise im Ruhrgebiet – mit Ausnahme des Kreises Unna – konnten 2024 mehr Zuzüge als Wegzüge verzeichnen. Insgesamt ließen sich 281.310 Menschen neu nieder,
Kraftwerk Niederaußem Foto (Symbolbild) : Stodtmeister Lizenz: CC BY 3.0
Das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung prognostiziert für Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr ein geringes Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozent, während der Bund auf 0,3 Prozent
Agentur für Arbeit in Dortmund Foto: Mathias Bigge Lizenz: CC BY-SA 3.0
Im Mai waren 280.604 Menschen arbeitslos gemeldet, ein Anstieg von 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Gegenüber April stieg die Zahl der Arbeitslosen leicht um 0,1 Prozent – die sonst übliche saisonale Frühjahrsbelebung des Arbeitsmarktes blieb aus.
Baustelle in Dortmund Foto: Frank Vincentz Lizenz: CC BY-SA 3.0
Im Jahr 2024 meldeten die nordrhein-westfälischen Bauämter insgesamt 41.025 fertiggestellte Wohnungen, einschließlich Umbaumaßnahmen. Laut Information und Technik Nordrhein-Westfalen waren das 14,8 Prozent oder 7.123 Wohnungen weniger als im Vorjahr.
Besonders betroffen war der Neubau von Einfamilienhäusern: Die Zahl der fertiggestellten Einheiten sank um 24 Prozent auf 7.372. Auch Wohngebäude mit zwei Wohnungen verzeichneten einen deutlichen