It´s the End of the Energiewende as we know it. And I feel fine.   

Kernkraftwerk Grafenrheinfeld Foto: Avda Lizenz: CC BY-SA 3.0

In den kommenden Jahren sollte Gas die Energiewende sichern. Daraus wird nach dem Ende von Nord Stream II nichts. Jetzt muss neu und schnell gedacht werden.

Es war sowieso alles auf Kante genäht: Mit jedem abgeschalteten Kohle- und Kernkraftwerk wurde die Stromversorgung unsicherer. Nicht immer scheint die Sonne, nachts tut sie es sogar nie. Und auch der Wind weht nicht regelmäßig. Gaskraftwerke sollten in Zukunft bei Flauten und Dunkelheit einspringen und dafür sorgen, dass die Stromversorgung gesichert ist. Und zwar nicht nur auf dem heutigen Verbrauchsniveau. In Zukunft werden Wärmepumpen und E-Autos dafür sorgen, dass wir mehr Strom benötigen.

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Die dringend benötigten Gaskraftwerke gibt es nicht einmal auf dem Papier

GuD Kraftwerk Herne Foto. Steag Lizenz: Copyright

Gas sollen künftig die Energieversorgung sichern, wenn Windkraft und Sonnenenergie schwächeln. In Nordrhein-Westfalen werden viele neue Gaskraftwerke gebaut werden müssen.

Der ganze Stolz des Energiekonzerns Steag steht in Herne zwischen dem Rhein-Herne-Kanal und der A42: Ein neues Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk mit einer elektrischen Leistung von 600 und einer thermischen von 400 Megawatt, dass Strom und Wärme erzeugt. Es ist das leistungsstärkste derzeit im Bau befindliche Gaskraftwerk Deutschlands.

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Das aktuelle Brückenchaos geht weit über die Rahmede-Talbrücke und die A45 hinaus!

Kein Durchkommen mehr aktuell auch an dieser Stelle zwischen den Städten Waltrop und Datteln. Foto(s): Robin Patzwaldt

Am Donnerstag machte im Kreis Recklinghausen eine Meldung die Runde, die auf den ersten Blick nur eine unbedeutende Provinzposse gewesen sein könnte. Die Kanalbrücke in unmittelbarer Nähe des Uniper Kraftwerks ‚Datteln 4‘, die die Städte Datteln und Waltrop verbindet, gab an diesem Tag nämlich schlagartig um rund 10 cm nach und musste in Folge dessen ab sofort für den Verkehr gesperrt werden.

Was dem ersten Eindruck nach gerade einmal für die Lokalzeitung eine Meldung wert sein könnte, erweist sich vor dem Hintergrund der erst kürzlich völlig unerwartet zum Abriss freigegebenen Autobahntalbrücke Rahmede bei Lüdenscheid und der Tatsache, dass viele Brücken im Lande aktuell in einem beklagenswerten Zustand sind, schon als eine Diskussionsgrundlage von überregionaler Bedeutung.

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„Wir in NRW“ haben das Verrotten zum Markenzeichen gemacht

Talbrücke Rahmede Foto: Michael Kramer Lizenz: CC BY-SA 3.0

Die Talbrücke Rahmede muss abgerissen werden. Wann ein Neubau fertig sein wird, ist nicht absehbar.

Mit „runtergerockt“ gelang Markus Feldenkirchen in seinem Buch „Die Schulz-Story“ eine ebenso einfache wie zutreffende Beschreibung Nordrhein-Westfalens. Ganz Deutschland bröselt, aber „Wir in NRW“ haben das Verrotten der Infrastruktur zum Markenzeichen gemacht. Ob Schulen, Straßen oder Bahnlinien, die Infrastruktur des einwohnerreichsten Landes der

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Zielgruppe woke

Webseite des Rheingold Instituts Foto: Screenshot

Durchbruch in der alternativen Medizinforschung: ein Marktforschungsinstitut, eine Krankenkasse und eine Werbeagentur entdecken zusammen einen neuen Krankheitserreger.

Vorurteile und Diskriminierung machen krank.[1] Im Werbegeschäft nennt man es eine Haltungskampagne. Ein Anbieter schaltet Anzeigen, in denen er aber nichts anbietet. Stattdessen will er scheinbar nur reden. Er will über etwas reden, das ihn beschäftigt. Er will vor allem mit einer bestimmten Zielgruppe reden. Was euch beschäftigt, will er ihr mitteilen, das beschäftigt auch mich.

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Die Westfalenhalle in Dortmund zeigt, wie sehr das Ruhrgebiet inzwischen hinterherhinkt

Die Westfalenhalle in Dortmund. Quelle: Wikkipedia, Foto: Arne Müseler, Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

Im kanadischen Calgary ringen sie gerade um die Errichtung einer neuen Multifunktionsarena, die im Zusammenspiel mit den in Nordamerika üblichen Ansiedlungen aus den Bereichen Kommerz und Entertainment im direkten Umfeld einer solchen Halle, ein Investitionsvolumen von über 600 Millionen Dollar haben soll(te).

Warum ich das hier schreibe? Weil der Neubau, der unter anderem der NHL-Klub Calgary Flames beherbergen würde, den ‚altehrwürdigen‘ Saddledome ersetzen würde. Die Halle also, die Anfang der 1980er Jahre eröffnet, und als Spielstätte der Olympischen Winterspiele 1988 gedient hatte.

Die in Form eines Sattels gebaute Arena gilt in Nordamerika inzwischen als völlig überaltert, nicht mehr zeitgemäß, und soll nach Wunsch vieler dort dringend durch etwas Neueres, Attraktiveres ersetzt werden. Und tatsächlich, sind die meisten der 32 Hallen in den NHL-Teams beheimatet sind, deutlich neueren Datums. Und selbst der traditionelle Madison Square Garden, eine der wenigen Hallen die älter sind als der 40 Jahre alte Saddledome in Calgary (Der ‚Garden‘ wurde in seiner aktuellen Erscheinung 1958 errichtet), wurde im vergangenen Jahrzehnt von Grund auf saniert und erstrahlte bereits 2017, als ich erstmals nach dem Umbau wieder dort war, in einem ganz neuen und modernen Gewand.

In Anbetracht der dortigen Entwicklungen fragt man sich als Bürger des Ruhrgebiets natürlich unweigerlich, was eigentlich hier bei uns los ist, warum die zu Beginn der 1950er-Jahre errichtete Dortmunder Westfalenhalle zum Beispiel noch immer so veraltet und teilweise marode daherkommt, dass sie schon längst nicht mehr als ein wirkliches Aushängeschild der Stadt Dortmund, oder gar der ganzen Region Ruhrgebiet dienen kann. Zumindest dann nicht, wenn man sie einmal mit zeitgemäßeren, wesentlich neueren Hallen vergleicht.

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Erbsensuppenjahre

Erbsensuppe Foto: Erbsensuppe Lizenz: CC BY-SA 3.0


Die Ampelkoalition setzt die Arbeit der Vorgängerregierung fort und riskiert den Wohlstand der Bundesrepublik.

Die Erbsensuppe ist ein schmackhaftes Gericht, wenn man sie traditionell zubereitet: Die trockenen Erbsen werden über Nacht gewässert. Bevor sie dann in den Topf kommen, sollte man Zwiebeln, ein paar Kartoffeln und Suppengemüse leicht anbraten, so dass auch die Röstaromen zur Geltung kommen. Dazu, wen man mag, noch etwas Speck, Würstchen oder Suppenfleisch. Beim Kochen geschieht dann nach zwei Stunden etwas Wunderbares: Die

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Katar-Zoff beim FC Bayern München: Dieser Klub soll wirklich professioneller als alle anderen geführt sein?

Am Stadion in München. Foto: Robin Patzwaldt

Diskussionen zwischen Sportvereinen und ihren Fans über umstrittene Sponsoren und Geldgeber gibt es schon seit Jahren. Egal ob der SC Werder Bremen mit Wiesenhof, der FC Schalke 04 mit Gazprom, oder aber auch der VfL Bochum mit Netto oder Vonovia, viele Klubs entschieden sich zuletzt für Gönner, die bei relevanten Teilen der Fanszene unbeliebt waren und es noch immer sind. Von Hertha BSC und seinem umstrittenen Geldgeber Lars Windhorst einmal ganz zu schweigen.

Die Gründe für die Kritik an diesen Sponsoren sind vielfältig. Es geht und ging dabei schon um Tierwohl, schlechte Arbeitsbedingungen oder sonstige wirtschaftliche Hintergründe, die vielen Anhängern als unwürdig erschienen ausgerechnet mit ihrem Lieblingsverein in der Öffentlichkeit verbunden zu werden.

Im Regelfall entledigten sich die Vereine diesen störenden Debatten durch schlichtes Aussitzen. Das versuchte in der vergangenen Woche auch der FC Bayern München. Jedoch agierten die Vereinsvertreter an der Isar, mit Präsident Herbert Hainer und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Oliver Kahn an der spitze, dabei im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Bayern so unsouverän und geradezu amateurhaft, dass aus der Angelegenheit  im Nachgang sogar ein nationales Thema wurde, das wieder einzufangen jetzt offenbar das dringende Anliegen der Vereinsführung ist.

Dass ausgerechnet der sportlich und wirtschaftlich allen anderen Vereinen im Lande so deutlich überlegene Branchenprimus im Umgang mit Kritik seiner Fans an seinen Sponsorenverträgen und Geldgebern aus Katar so ungeschickt auftritt, das verwundert dann schon.

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