Wissen

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Buchvorstellung: Die Eisenbahn in Dortmund

Foto: Mit freundlicher Genehmigung des Verlages DGEG.

Der DGEG-Verlag in Hövelhof hat sich erneut in einem überaus umfangreichen Werk mit einem Teilaspekt der Entwicklung des Schienenverkehrs im Ruhrgebiet zu Wort gemeldet.

Von unserem Gastautor Thomas Weigle.

Im Mai 1847  erreichte nun auch Dortmund der „Dampfwagen“. Nun war DO per Schiene mit Köln,Belgien und Paris, nach dem Lückenschluss nach Minden ab Oktober 1847  u.a. mit Berlin,via Breslau gar mit Wien verbunden. Auch Stettin und die Ostsee, waren via Berlin zu erreichen. 1853 war Königsberg, noch über den Umweg Stettin, erreicht, 1860 war Basel in Schienenweite und nun konnte im Osten auch das Zarenreich auf der Schiene erreicht werden, wo in der russischen Grenzstation Wirballen auf Breitspurzüge umgestiegen werden musste. Weiterlesen

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Ich rauche gerne – nur was?

Ich werde derzeit ein alter Mann, weiß bin ich schon, und natürlich, um das Stereotyp zu erfüllen, rauche ich gerne. Freitags ist es eine Wochenend-Zigarre mit einem Whiskey dazu, einem irischen, und unter der Woche Mentholzigaretten. Und um noch weiter maximal zu triggern, rauche ich Davidoff-Menthol-Kippen.

Nur heute nicht, heute wollte ich einmal andere Zigaretten rauchen. Marlboros. In Menthol. Es gibt da mittlerweile zwei verschiedene, die einen heißen „white“, die anderen irgendwie anders. Anhand der Nikotinwerte und sonstigen Werte wollte ich eine informierte Kaufentscheidung fällen. Weiterlesen

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Dortmund: Steinwache zeigt Film von Henryk M. Broder über Shoah-Historiker Joseph Wulf

Eingang zur Mahn- und Gedenkstätte Steinwache Foto: Helfmann Lizenz: CC BY-SA 3.0 de

Joseph Wulf gehörte zu den ersten Shoah-Historikern. Seine Arbeit, mit der er unmittelbar nach Kriegsende begann, hätte schon früh als Grundlage für die weitere Forschung dienen können. Doch die Geschichtswissenschaft ignorierte und bekämpfte Wulf. Darum geht es in dem Film „Joseph Wulf – Ein Schriftsteller in Deutschland“ von Henryk M. Broder aus dem Jahr 1977. Die Gedenkstätte Steinwache zeigt ihn am Donnerstag, 28. November um 19 Uhr. Vorab gibt es eine Einleitung von Alex Carstiuc und Anselm Meyer. Im Anschluss an den Film folgt eine Diskussion. Weiterlesen

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Der Hauptbahnhof – Drehkreuz, Treffpunkt und Zuhause

Bochum Hauptbahnhof – Nordfassade Foto: MichaelXXLF Lizenz: CC BY 2.5

Von unserem Gastautor Lutz Nickel

Viel zu selten nehmen wir uns die Zeit uns umzuschauen. Wir hetzen von A nach B, überlegen ständig wie wir möglichst effizient handeln können. Nicht selten kommt es vor, dass wir die Verbindungen für den öffentlichen Nahverkehr eher zwei- als einmal checken, damit wir auch ja pünktlich ankommen und bloß nicht zu früh losfahren müssen. Dann regen wir uns auf, wenn die Bahn oder der Bus Verspätung hat. Wir prüfen die schnellste Verbindung, wenn wir mit dem Auto eine längere Strecke vor uns haben – natürlich sichern wir uns vorher ab, ob die geplante Strecke, zu bestimmten Zeiten, mehr oder weniger stauanfällig ist. Hauptsache: schnell und ohne unnötige, verzögernde Vorkommnisse. Weiterlesen

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Nazi-Demonstrationen: Die Polizei muss Verbote besser begründen

Nazi-Demonstration in Dortmund

Der 9. November ist ein besonderer Tag in Deutschland. Für die einen der Tag der Wiedervereinigung, für die anderen der Tag der Republik, für wenige der traurigste Tag in der deutschen Geschichte. Es war der Tag, an dem Deutschland endgültig seine Unschuld verlor. Der Tag, an dem die Deutschen begannen die deutschen Juden systematisch auszurauben und zu ermorden. Der 9. November ist daher ein besonderer Gedenktag.
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Der zweite Weltkrieg: Die letzte Chance

Bürgerbräukeller nach dem Anschlag Foto: Bundesarchiv, Bild 183-E12329 / Wagner Lizenz: CC-BY-SA 3.0

Unser Gastautor Waldemar Alexander Pabst über Georg Elsers gescheitertes Attentat auf Hitler.

Der Krieg hatte sein blutiges Werk schon verrichtet. Das Böse hatte begonnen, die Deutschen setzten ihre völkische Rassenlehre um, ihr Volkskörper sollte die slawischen versklaven und mit den Polen machten sie den Anfang. Einsatzgruppen nannte man die Mörderbanden, die die polnischen Führungsschichten durch blanken Mord und Konzentrationslager ausrotten wollten, um dem Volk der Polen jeden Halt zu rauben und sie zu Leibeigenen ohne Kultur und Bildung für die Herrenmenschen zu machen. Ihre Hybris wird sie scheitern lassen, die Polen ließen sich niemals brechen, aber die Zahl ihrer Opfer wird am Ende in die Millionen gehen. Auch die Juden in Polen mussten die völlige Entrechtung und erste Verfolgungswellen über sich ergehen lassen. In den kommenden drei Jahren wird das polnische Judentum, weit über zwei Millionen Menschen, bestialisch ermordet werden. Weiterlesen

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#gedENKEminute: Andreas Biermann – Im Schatten von Robert Enke

Andreas Biermann. Quelle: Wikipedia, Foto: Northside, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Zu Robert Enkes Gedenken ist an diesem Wochenende in vielen Fußball-Stadien des Landes eine sogenannte „gedENKEminute“ abgehalten worden. Der an Depressionen erkrankte Torwart hatte sich am 10. November 2009 das Leben genommen.

Sicherlich grundsätzlich eine löbliche und äußerst sinnvolle Aktion, schließlich kann das Thema Depression nicht häufig genug in die Öffentlichkeit und damit in eine Debatte eingebracht, Hemmungen und Tabus rund um das Schicksal Betroffener somit zumindest ein Stück weit genommen werden.

Etwas fand ich in diesem Zusammenhang jedoch bedauerlich, was ich hier und heute einmal kurz ansprechen möchte, ohne dafür wirklich eine Patentlösung zu haben:

Enkes Witwe Theresa richtete emotionale Appelle an die Fans im Lande, warb in diesem Zusammenhang für die Robert-Enke-Stiftung. Und auch wenn die Aktion quer durch die Republik sicherlich nicht alleine auf das Schicksal von Robert Enke gemünzt war, stand sein trauriges Schicksal eben am Ende doch stellvertretend für viele Betroffene im Mittelpunkt. Weiterlesen

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Bayern, wo der Zucker noch rein ist

Belegte Wirkstoffe in Homöopathie

Bayern. Für einige immer noch Vorbild dafür, wie auch ausserhalb Deutschlands Tradition und Innovation vereint werden können. Söderland. Land der Lederhosen und des verhassten Fußball. Land von Franz Josef Strauß, Knödeln, und seit heute, auch der Zuckerkugeln.

Denn der Bayrische Landtag, sowas wie bei uns in Deutschland ein Landtag, stimmte heute mit den Stimmen der CSU, sowas wie bei uns die CDU, nur rechter, der Grünen, sowas wie bei uns die Grünen, und der Freien Wähler für eine Studie, die prüfen soll ob Homöopathie, sowas wie bei uns Edelkonfekt aus reinem Zucker, dabei helfen kann, multiresistente Keime zu bekämpfen. Und das besser als Antibiotika.

Wir Ruhrbarone kennen schon jetzt die Antwort: Weiterlesen

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Auch 30 Jahre nach ihrem Wegfall ist die Mauer noch immer in den Köpfen vieler

1986 an der Mauer in West-Berlin. Foto(s): privat

Als am 9. November 1989 in Berlin die Mauer fiel, da war das für mich, wie für Millionen andere Zeitgenossen auch, ein Ereignis, das mir die Freuden-Tränen in die Augen trieb. Ich war damals 18 Jahre alt und kurz davor mein Abi zu machen. Als Schüler hatte ich gerade einmal drei Jahre zuvor, die damals bei uns übliche Klassenfahrt nach West-Berlin gemacht, im Zuge des Aufenthalts auch den Ostteil besucht. Als 15-Jähriger waren die Erlebnisse in der damals noch geteilten Stadt für mich total beeindruckend.

Schon die Reise über die Transitstrecke mit dem Bus war ein Abenteuer der dunkleren Sorte. Grimmig dreinblickende DDR-Grenzer stellten gefühlt unseren kompletten Bus auf den Kopf. Grelle Scheinwerfer tauchten die Grenzanlagen in ein bedrohliches Licht. Bilder, die mir noch heute, über dreißig Jahre später, gut in Erinnerung sind. Weiterlesen

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