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Der BVB mit Sammer, Kehl und Favre wäre ein vielversprechender Neuanfang, aber nicht mehr!

Sebastian Kehl. Foto: Robin Patzwaldt

So langsam nimmt die vielfach eingeforderte Neuausrichtung bei Borussia Dortmund offenbar richtig Fahrt auf. Drei Tage nach der peinlichen und sehr ernüchternden 0:6-Pleite in München richtet sich der Blick bei den Schwarzgelben nahezu ausnahmslos bereits in Richtung der neuen Saison.

Und das, obwohl noch gar nicht ansatzweise klar ist, wie diese Runde eigentlich enden wird. Das ist grundsätzlich logisch, denn viel zu lange zieht sich diese sportlich unbefriedigende Situation nun schon hin, deren bisheriger Höhepunkt eben die jüngste Schmach von München war.

Am Samstag sickerte bereits durch, dass Matthias Sammer demnächst als Berater der Funktionäre bereit stehen wird. Bei Eurosport nahm Sammer höchstselbst am Rande der Begegnung Berlin gegen Wolfsburg Stellung dazu. Inzwischen wurde auch bereits kommuniziert, dass Ex-BVB-Kapitän Sebastian Kehl als Leiter der Lizenzspielerabteilung ins Boot geholt werden soll.

Der Kicker weiß heute zudem konkret zu berichten, dass Michael Zorc seine Zelte in Dortmund mit Auslauf seines gerade erst frisch verlängerten Vertrages demnächst komplett abbbrechen wird. Sein logischer Nachfolger als Sportdirektor wäre dann Kehl, der die Jahre bis dahin noch zur ‘Einarbeitung’ nutzen könnte.

Das mach alles Sinn, denn kritische Fachleute mit frischen Ansätzen, die den Klub neu befruchten können, gab es in Dortmund schon lange nicht mehr. Watzke und Zorc bekleiden ihre Ämter schon über ein Jahrzehnt, wirkten zuletzt wenig inspiriert, teilweise sogar überfordert. Wir haben das auch hier im Blog ja schon häufiger diskutiert.

Laut übereinstimmenden Medienberichten soll auch der Vertrag von Coach Peter Stöger nicht über den Sommer hinaus verlängert werden. Auch das erschiene gut nachvollziehbar, wenn es sich denn in den nächsten Tagen denn dann auch offiziell bestätigen sollte.

Stöger wirkte zuletzt nur wenig überzeugend, sowohl was seine Äußerungen betraf, als auch die Darbietungen seiner Truppe auf dem grünen Rasen betreffend. Will man einem solchen Übungsleiter in Dortmund wirklich langfristig diese unbestritten talentierte Mannschaft zur Weiterentwicklung anvertrauen?

Vieles würde wohl derzeit dafür sprechen diese Frage, trotz der durchaus sympathischen Herangehensweise des Österreichers, mit ‘Nein’ zu beantworten.

Wer wäre wohl besser geeignet? Der Schweizer Lucien Favre, der dem Vernehmen nach auch bereits vor der Verpflichtung von Peter Bosz ein ernsthafter Kandidat in Dortmund gewesen sein soll, damals jedoch offenbar von seinem aktuellen Klub aus Nizza keine Freigabe erhielt, soll der Favorit der BVB-Führungsriege sein.

Klar, Favre hat damals mit Borussia Mönchengladbach zweifelsohne überraschend viel erreicht, führte das Team vom Relegationsplatz in die Champions League. Unvergessen jedoch auch noch immer sein wenig schmeichelhafter Abgang, als er in einer sprichwörtlichen ‘Nacht und Nebel-Aktion’ einfach seine Koffer packte und den Job kurz nach einem missglückten Saisonstart hinschmiss.

Ein solches Verhalten wird sich der BVB nicht leisten können. Dazu waren die jüngsten Trainerdarbietungen in der Nach-Klopp-Ära einfach zu ernüchternd. Watzke & Co. Sollten sich daher sehr genau überlegen, wem sie die Zukunft dieser Mannschaft tatsächlich anvertrauen wollen. Es dürfte zudem auch für die beiden erfahrenen Macher der letzte Versuch sein den BVB wieder an die Erfolge der Jahre 2011 bis 2014 anknüpfen zu lassen. Würde auch Favre an dieser Mannschaft scheitern, das Chaos beim BVB wäre wohl nicht mehr zu verhindern, die Wiederstände gegen Zorc und Watzke dürften vermutlich spätestens dann zu groß werden.

Dass das notwendige Umdenken beim BVB jedoch unbestritten inzwischen in großem Maße eingesetzt hat, offenbar Sammer und Kehl, somit zwei Ex-Aktive aus großen Zeiten des Klubs, mit in die Verantwortung genommen werden sollen, zudem offenbar zusätzlich ein weiterer neuer Impuls auf der Trainerbank das Team einmal mehr inspirieren soll, kann nur der Anfang sein. Mehr als der Startschuss darf es jedoch nicht sein.

Die Kaderstruktur im Team stimmt einfach aktuell nicht. Daran gibt es ebenfalls keine Zweifel mehr. Auch das haben wir hier schon vor Monaten diskutiert.

Neuordnungen in der Führungsriege des Vereins können und dürfen daher tatsächlich nur der Einstieg in einen dringend notwendigen Umbau des gesamten Vereins sein, der jedoch letztendlich in der Mannschaft die entscheidenden Ergebnisse erzielen muss, nicht in den Büros der Führungsriege. Aber dort fängt man natürlich sinnvoller Weise an.

Der Startschuss ist offenbar erfolgreich in diesem Sinne ausgefallen. Das macht Mut für die Zukunft. Bei allem natürlich immer vorhandenen Risiko dabei! Es bleibt spannend rund um den selbsternannten ‘2. Leuchtturm’ im deutschen Fußball.

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15 Kommentare zu “Der BVB mit Sammer, Kehl und Favre wäre ein vielversprechender Neuanfang, aber nicht mehr!

  • #1
    Walter Stach

    Robin,
    Sammer und Kehl?
    Ja, ,so meine ich, die könnten "dem BVB helfen".
    Ich will mich dazu aber nicht dezidiert äußern, weil ich weder weiß, was die konkret "machen sollen" , noch wie ihr "Dienst-/Arbeitsvertrag" ausgestaltet sein wird -als sog. selbständige Berater oder in einem "festen" Arbeits-/Dienstverhältnis oder…?und vor allem dürfte dieser halb ganz wichtig sein, mit wem sie als Trainer des BVB zutun haben werden.
    Und bezogen auf die Trainerfrage habe ich mit Favre "so meine Probleme" -Mentalität, Alter, Erfolge?-. Im Vergleich mit Stöger sehe ich in Favre nicht den "radikalen Neuanfang" auf der Trainerbank. Und im Vergleich mit Klopp und Tuchel ist Favre für mich ehe ein nicht mehr "zeitgemäßer" Trainer.

    T-online berichtet so eben, daß die Clubführung -Rauball, Watzke, Zorc- jetzt auch über ihre "eigene Ablösung" und über denkbare Nachfolger nachdenkt -mittelfristig (2o229?. Immerhin!

  • #2
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Im Gegensatz zu Stöger steht Favre grundsätzlich zumindest wieder für attraktiven Offensivfussball. Ich persönlich würde Nagelsmann bevorzugen, aber der soll ja wohl in diesem Sommer nicht verfügbar sein. Insofern wäre eine Entscheidung pro Favre nachvollziehbar für mich. Das Risiko bei ihm sehe ich eher in der kolportierten extremen Wankelmütigkeit. Auch in Berelin sollen ihn die Verantwortlichen schon von einer spontanen ‘Flucht’ abgehalten haben. In Gladbach hat er dann wirklich über Nacht urplötzlich hingeschmissen. Das wäre beim BVB in der aktuellen Lage fatal.

  • #3
    Aquii

    Wenn es keine gravierenden Veränderungen im Kader gibt, ist es völlig egal, wer auf der Trainerbank sitzt, ob großer Name oder unbekannter Übungsleiter.

    Die Worte von Stöger nach dem letzten Debakel interpretiere ich als Hilfeschrei, dass es im Team völlig unkontrollierbare Kräfte gibt, die wohl jeden Trainer ins Verderben rennen ließen. So schlecht war die Bilanz von Stöger ja nun nicht, der wohl sehr viel rausgeholt hat aus der Truppe, zumindest was die Ergebnisse anbetrifft…

  • #4
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Na ja. Unter Thomas Tuchel lieferte dieser Kader deutlich mehr ab, in Sachen Attraktivität. Klar, Auba und Dembele sind nicht mehr dabei, aber diese allgemeine Verunsicherung im Klub ist damit alleine ja auch nicht erklärt. Grundsätzlich müsste das Team schon zu mehr in der Lage sein als zuletzt gezeigt. Und das verantwortet am Ende eben schon der Trainer.

  • #5
    Walter Stach

    Aqui -3-
    grundsätzlich einverstanden.
    Was die "unkontrollierten Kräfte" in der Mannschaft angeht:
    Ich habe nach wie vor -spätestens seit dem Rausschmiss von Tuchel- den Eindruck, daß es Spieler in der Mannschaft gibt -Schmelzer, Sahin -auch Götze?-, die in maßloser Überschätzung ihres eigenen Könnens meinten -und noch meinen-, entscheidend mitbestimmen zu können, und zwar nicht nur, wenn es um den Trainer geht, sondern auch dann, wenn es darum geht, wer neu verpflichtet, wer vorzugsweise nominiert, wer ausgewechselt und wie "auf dem Platz" agiert wird. Und das geschieht meines Erachtens eben nicht unkontrolliert, sondern von Watzke/Zorc kontrolleirt, ja sogar von diesen so gewollt!!!

    Robin,
    und deshalb muß jeder Trainer in DO scheitern, solange sich an diesem Zustand nichts ändert. Tuchel hat das erkannt, er hat sich dem zu widersetzen versucht und mußte deshalb gehen.
    Und jeder Trainerkandidat wird um diese Situation wissen und darum, daß seine Selbständigkeit / Eigen -und Allein (!!)Verantwortung zudem in Frage gestellt werden könnte, wenn er davon ausgeht, es in Zukunft nicht nur mit den vorstandsgesteuerten Altstars wie Schmelzer, Sahin, Götze zutun zu bekommen, sondern zusätzlich noch mit Sammer und Kehl.

    Ich kann derzeit nicht erkennen, daß der BVB fest entschlossen ist, diese Kungelei in der Mannschaft -ausgerechnet entscheidend mitgetragen vom Kapitiän (!!)- und von Teilen der Mannschaft mit dem Vorstand -und gegen den "Rest" der Mannschaft- radikal zu beenden. Das geht wohl auch nicht, solange die "Kungeltruppe" noch an Bord ist.

    Ich habe bei ähnlicher Gelegenheit schon ‘mal an die unsägliche Rolle der Medien erinnert -vornehmlich an die Ruhrnachrichten-, die Teil dieses Klüngels sind; sh. u.a. die aktive Rolle beim Rausschmiss von Tuchel oder ihr Klagelied zu Gunsten von Sdhmelzer, als dieser seinerzeit nicht "unverzüglich" von Tuchel zum Kapitän berufen wurde. Dann und wann könnte ein neutraler Beobachter dieses Klüngelszenarios durchaus zu der Erkenntnis kommen, die Ruhrnachtrichten seien in Sachen BVB, vor allem dann, wenn es um Watzke und Zorc geht, die Vereinszeitung des BVB bzw. das Presseorgan von Watzke.

    PS
    Noch etwas zum Sportlichen:

    1.
    Ich wiederhole meine mehrfach geäußerte Auffassung, nach der jeder einzelne Spieler des BVB -das gilt auch für Reuss- qualitativ weit, weit hinter jedem Bayern-Spielern auf vergleichbarer Position einzuordnen ist. Das zeigt sich u.a. daran, daß jeder Bayern-Spieler -selbst die sog. Altstars wie Ribbery und Robben- jederzeit bei einem anderen europäischen Spitzenclubs als "Stammspieler" eine Anstellung erhalten kann. Und Spieler des BVB? Selbst ein Reuss ist auf europäischer Ebene keine allseits begehrte Spitzenkraft. Im Gegenteil. Jedem Spielerbeoachter wird auffallen, daß Reuss immer dann, wenn es "ums Ganze" geht, entweder verletzungsbedingt nicht dabei ist oder sich im Spiel zu verstecken sucht. Auch deshalb schließe ich nicht aus, daß er vorsätzlich in München nicht dabei war -Angst vor einer Verletzung und damit Angst vor einer erneuten Nichtteilnahme an der WM. Löw dürfte darüber , so nehme ich an, kritisch nachdenken -"was soll ich mit diesem Reuss bei der WM"?
    Und da es nach wie vor noch einige BVB-Fans gibt, die "unbedingt" von Löw die Nominierung von Götze und Schürle erwarten, füge ich dazu -zum wiederholten Male – an, daß es für mich unbegreiflich ist, von Löw zu erwarten, daß er Götze und Schürle "ernsthaft" als Mitglieder des WM Aufgebotes nominiert.
    2.
    Ich wiederhole zudem meine These, nach der es dem BVB weder mittelfristig noch langfristig gelingen wird -mit welchem Vorstand, welchen Beratern , welchem Trainer auch immer-, mit dem FCB um die Meisterschaft zu konkurrieren.
    Wenn alles "einigermaßen normal" verläuft, dann kann der BVB um die Plätze 2 – 6 mitspielen -mit Glück um die Plätze 2-4 und damit um einen Champ.lig-Platz; nicht mehr, nicht weniger.
    Auch wir Fans sollten sollen uns mit dieser Realität abfinden.Zu der gehört dann eben auch, daß wir nicht mit den Bayern konkurrieren, sondern u.a. mit S04 im Kampf um die Plätze 2 -6. Und leider aus der Sicht eines BVB-Fans sieht es derzeit so aus, daß S04 am Ende der Spielzeit 2o27/2o18 vor dem BVB rangieren könnte und wir -mit viel, viel Glück auf Platz….?????

  • #6
    Robert Frost

    Lieber Walter Stach,

    die Reuss ist ein Fluss in der Schweiz. Unser verdienter Spieler heisst Reus (R-E-U-S!), das darf man als bekennender BVB Fan schon wissen.

    Ansonsten sind es Ihre Eindrücke, die Sie wiedergeben, somit Ihre Realität, kaum jedoch sind sie geeignet daraus eine allgemeingültige Realität herzuleiten, wie Sie es im letzten Abschnitt dennoch tun.

    Warten wir die kommende Entwicklung doch erstmal ab, bevor wir vorschnell über eine düstere Zukunft räsonieren, die noch gar nicht eingetreten ist.

  • #7
    Klaus Lohmann

    Robin, ich sehe Sammer immer noch nicht als Jemand, der "mit in die Verantwortung" genommen wird. Er selbst hat auf eurosport mit seiner persönlichen "Jobbeschreibung" mehr den Anschein der akzeptierten Beliebigkeit seines Daseins gemacht, also mehr seine Unabhängigkeit vom Vereinsleben und dessen notwendigen Entscheidungen betont.
    Mit seinem (und Kehlis) Erscheinen in der neuen Struktur wird sich zunächst nicht viel am desolaten Gesamtbild der Mannschaft ändern, da dessen Ursachen tiefergreifender und vor allem *interner* Natur sind und wahrscheinlich auch nicht erst mit dem Anschlag begannen.

  • #8
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Hab ich ja oben auch geschrieben, Klaus, das Hauptroplem ist der Kader. Das sehe ich auch so. Und der ändert sich dadurch zunächst einmal nicht. Grundsätzlich finde ich die nun in Gang gesetzte Bewegung aber gut. Hoffentlich bleibt es kein Ablenkungsmanöver, sondern wird konsequent fort- und umgesetzt.

  • #9
    Klaus Lohmann

    Robin, das mit dem Kader meinte ich etwas anders, speziell halt BvB-bezogen.

    Wir erinnern uns sicher noch an die Sammer-Zeit mit dem Meistertitel 01/02, an die Zeit davor mit Ottmar – und an die Zeit der heftig teuren Einkäufe u.A. der ganzen Brasilianer danach, an Amoroso, Ewerthon, Evanilson, Dede etc. pp. Als sich der alles überragende Amoroso derart unwohl in Dortmund fühlte, dass er mal einfach so oder zum Auskurieren von Verletzungen nach Hause "rübermachte".

    Ich hab’s von einer Verwandten, die sich damals mehr zufällig mit diesen Kernspielern der Sammer- und Nachsammerzeit privat traf und denen durch ihre Sprachkenntnisse auch ab und an half. Es gab wirklich einen tiefen Graben zwischen diesen Spielern und dem Management, man fühlte sich komplett allein und im Stich gelassen, wenn es Probleme gab.

    Dede wurde die ganze Last der Kommunikation und Unterstützung von Vereinsseite überlassen und er half an jeder Ecke, aber den Vertrauensverlust eines wichtigen Teils der Mannschaft konnte auch er letztlich nicht verhindern und wir wissen, welch schlimme Vereinsentwicklung mit sehr knappem, grade noch glücklichen Ausgang dann folgte.

    Viele Historiker sagen ja, dass sich Geschichte häufig wiederholt und auch wenn die Einzelprobleme damals völlig anders gelagert waren, kommt mir das – ohne jetzt Sammer als "Rückkehrer" zu berücksichtigen – jetzt wieder so vor, als würde sich wieder ein fetter Riss durchs Vereinsgebälk ziehen, weil sich wieder Niemand so richtig um die Truppe kümmert – und damit meine ich jetzt nicht Training, Hauskauf und Autoleasing.

    Heidel macht das grad richtig gut bei den Blauen, der stärkt fast jedem Spieler einzeln und explizit benamt in den Medien den Rücken oder fordert dessen Leistung heraus, ohne allzuviel Druck auszuüben – Zorc? Watzke? Ein bisschen pauschales Gemecker, ansonsten gegenüber den Spielern quasi tot, abwesend:( Das ist arschgefährlich, imho. Ich weiß nicht, ob da neue Spieler im Sommer wirklcih helfen können.

  • #10
    Walter Stach

    Robert Frost,
    ich bleibe bei meinem persönlichen Eindruck über die "sportliche Verfassung" von Reus.

    Zudem habe ich abschließend -sh. PS 1.- ausdrücklich formuliert: "…..nach meiner Auffassung."

    Ich habe zudem abschließend -sh.PS 2 -ausdrücklich von "meiner These" gesprochen und daraus gefolgert, daß……….

    Robert Frost,

    wenn Sie meinen, ich solle nicht vorschnell über eine düstere Zukunft räsonieren ("…die noch gar nicht eingetreten ist" -wie sollte sie?-), dann nehme ich das nicht nur zur Kenntnis, ich hoffe sogar, daß die Zukunft des BVB " freundlicher" wird als von mir beschrieben, obwohl ich es angesichts meiner Prognose zur Leistungsfähigkeit des BVB keineswegs für eine "düstere" Zukunft halte, wenn der BVB Jahr für Jahr um die Plätze 2 – 6 in der Liga mitspielt

    Ich bleibe auch bei meiner Meinung, daß wir Fans nach wie vor eine zu hohe Erwartungshaltung haben -verständlich, vor allem angesichts der jüngsten Erfolge unter Klopp, aber auch angesichts des Erfolges von Tuche 2o16/2o17 mit dem 3.Platz und dem Pokal-Sieg.

    Selbstverständlich schließe ich nicht aus, daß ich die momentane Lage und die Zukunft des BVB zu pessimistisch einschätze , und selbstverständlich würde ich mich freuen, wenn ich kurz- und mittelfristig durch die Realitäten eines Besseren belehrt würde.

  • #11
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Wurde am Vormittag offiziell:

    Sebastian Kehl ab 1. Juni Leiter der Lizenzspielerabteilung

    Der achtmalige Deutsche Meister Borussia Dortmund stellt die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft und bekommt in Sebastian Kehl (38) ab dem 1. Juni 2018 hochkarätige Verstärkung für die sportliche Leitung.

    Kehl, der zwischen 2002 und 2015 insgesamt 263 Bundesligaspiele für den BVB bestritt, mit den Schwarzgelben drei Meisterschaften feierte, das Double gewann, im Finale der Champions League stand und darüber hinaus mit der deutschen Nationalmannschaft 2002 Vizeweltmeister sowie 2006 WM-Dritter wurde, übernimmt die neu geschaffene Position des Leiters der Lizenzspielerabteilung.

    „Mit der Verpflichtung von Sebastian haben wir unsere neue sportliche Führung unter der Leitung von Michael Zorc komplettiert. Ich freue mich sehr auf den Austausch mit Sebastian und bin mir absolut sicher, dass er für unsere zukünftige Arbeit ein echter Gewinn ist. Für Borussia Dortmunds weitere sportliche Entwicklung ist seine neue Tätigkeit von enorm großer Bedeutung“, betont Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender der Geschäftsführung).

    „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir die Gespräche mit Sebastian Kehl zu einem positiven Abschluss bringen konnten“, betont Zorc: „Sebastian bringt hohe fachliche Kompetenz mit und ist eine Identifikationsfigur. Er steht als Leiter der Lizenzspielerabteilung für Glaubwürdigkeit, Professionalität und wird beim BVB maßgeblich mitgestalten. Wenn wir neue Positionen schaffen, möchten wir für diese auch die besten Leute holen. Das ist uns mit der Verpflichtung von Sebastian gelungen!“

    „Ich freue mich auf die Herausforderung und auf die Chance, die sportliche Zukunft dieses großen Vereins mitgestalten und mitverantworten zu können. Ich fühle eine tiefe Verbundenheit mit Borussia Dortmund, den Menschen und der Region. Der BVB ist für mich schon lange eine echte Herzensangelegenheit. Für das Vertrauen in mich möchte ich mich gerade vor diesem Hintergrund ganz herzlich bedanken“, betont Sebastian Kehl.

    Nach seiner im Sommer 2015 beendeten Sportlerkarriere bildete Kehl sich auf verschiedenen Ebenen weiter: Er schloss ein Management-Studium bei der UEFA ab, sammelte beim DFB und bei der DFL wertvolle berufliche Kenntnisse und absolvierte die Trainer-A-Lizenz. „Diese Erfahrungen haben mir für die aktuellen Anforderungen des modernen Fußballs weitere Perspektiven eröffnet“, sagt Kehl und verspricht: „Ich werde gemeinsam mit den anderen Verantwortlichen alles geben, um neue Impulse zu setzen und etwas zu bewegen, damit die sportlichen Bedingungen und die nötige Atmosphäre für noch erfolgreicheren und möglichst attraktiven Fußball beim BVB geschaffen werden.“

    Sebastian Kehl bittet um Verständnis dafür, dass er sich über die Inhalte dieser Medienmitteilung hinaus bis zum Beginn seiner Tätigkeit beim BVB am 1. Juni aufgrund der wichtigen noch anstehenden Spiele des Teams in der laufenden Saison nicht mehr äußern wird.

  • #12
    Walter Stach

    Robin,
    beschreibe mir ‘mal, wenn Du darüber Näheres wissen solltest, möglichst konkret die Aufgaben von Kehl und den dann gegebenen Aufgabenbereich
    Die von Dir dazu zitierten Aussagen von Zorc. und Kehl sind ja in ihrer Unbestimmtheit als "Sprachblasen" nicht zu überbieten und erinnern mich an "Sprachblasen" in der Politik.

    In Sachen Trainer Favre bin ich, wie Dir bekannt, nicht davon überzeugt, daß er unter den realistisch denkbar neuen Trainern der Beste für eine Neujustizierung des BVB"wäre. für eine Neujustierung, die vor einiger Zeit von Watzke angekündigt wurde.
    Jedenfalls wäre Favre für mich nicht derjenigen, der eine Beendigung der Trainertätigkeit von Stöger "zwingend gebieten" würde.

    Robert Frost,
    war das Spiel gegen Leverkusen der erste und der bisher nachdrücklichste Beweis dafür, daß
    ich im Gegensatz zu Ihnen zu pessimistisch war -und leider immer noch bin-, was am Ende der Spielzeit 2017/2o18 für den BVB herauskommen wird und vor allem, was zukünftig zu erwarten ist, denn gerade die Jüngeren in der Mannschaft haben gegen Leverkusen gezeigt, wozu sie fähig sind.
    Ich war jedenfalls nach langer, langer Zeit ‘mal wieder vom Spiel "unserer" Mannschaft begeistert . vor allem von den jüngsten in der Mannschaft. Anlass, optimistisch zu sein?

  • #13
  • #14
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Das ist wohl genau der Knackpunkt bei Sammer und Kehl, Walter. Keiner weiss bisher so genau was die Aufgaben konkret sein werden. Daher wohl auch der Hinweis in der Pressemeldung, dass Kehl sich erst nach Dienstantritt weiter dazu äussern will. 😉 Grundsätzlich gefällt es mir jedoch auch so schon. Der BVB kann frischen Wind und Persönlichkeiten gut gebrauchen. Auch im Umfeld der Mannschaft. 🙂

  • #15
    Walter Stach

    Robin,
    einverstanden.

    (Freue mich schon auf die beiden Halbfinals in der Champ.lig und drücke Klopp und seinen Liverpooler kräftig die Daumen.).

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