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Der FC Schalke 04 weckt Erinnerungen an längst überwunden geglaubte Tage der Vorsaison

Im Stadion auf Schalke. Foto: Franz-Christian Müller

So langsam wird es unheimlich. Dass der FC Schalke 04 in der Hinrunde der Fußball-Bundesliga-Saison 2019/20 in vielen Spielen häufig extrem mit dem Glück im Bunde war, die Leistungen vielfach nicht so positiv waren wie am Ende das Spielergebnis, das haben wir auch hier im Blog im Laufe der vergangenen Monate schon häufiger diskutiert.

Insofern wundert es jetzt grundsätzlich auch nicht, dass die laufende Rückrunde bisher nicht an diese glücklichen Tage zwischen August und Dezember 2019 anknüpfen kann. Doch dass die Schalker inzwischen seit unglaublichen neun Begegnungen in der Liga auf einen Sieg warten, auch das heutige Heimspiel gegen den FC Augsburg sang und klanglos mit 0:3 verloren, das hat in dieser Form wohl noch zu Beginn des Jahres niemand so kommen sehen. Und doch ist es inzwischen eben die traurige Realität auf Schalke geworden.

Warum die von Trainer David Wagner betreute Truppe insbesondere auch nach der Corona-Pause noch überhaupt nicht in Tritt kommt, ja beim 0:4 in Dortmund und jetzt beim 0:3 daheim gegen den Außenseiter aus Augsburg nicht einmal ein einziges eigenes Tor erzielen konnte, dass muss allen Fans der Königsblauen in diesen Stunden große Sorgen machen.

Im Sturm keine erkennbare Durchschlagskraft, keine Ideen im Spielaufbau und dazu die leidige Torwartdebatte. Es gibt derzeit wenig Grund zu Optimismus in und um Gelsenkirchen, wenn man einmal ehrlich ist.

Zu viel ist in der aktuellen Form des Teams verbesserungswürdig in diesen Tagen. Das Glück, dass der Trainerwechsel im vergangenen Sommer zunächst wieder zurück mit ins Ruhrgebiet gebracht hat, es ist nicht nur längst aufgebraucht, die bis zum Winter noch stets ordentlichen Leistungen des Kaders, sie sind seit vielen Wochen extrem schwachen Vorstellungen gewichen.

Aussagen des Trainers, sie wirken in solchen Phasen dann häufig plötzlich nur noch wie ideenlose Durchhalteparolen. Da bildet eben auch der in der Hinrunde noch von vielen als eine Art Wundertrainer gepriesene Wagner längst keine Ausnahme von der Regel mehr. Längst verflogen scheint seine Magie. Seine Worte, sie klingen deutlich uninspirierter, das Lächeln, was ihn zu Saisonbeginn so sympathisch machte, es ist längst aus seinem Gesicht gewichen.

Es wird höchste Zeit, dass die Knappen die Kurve bekommen und wieder einmal ein paar Spiele gewinnen, zumindest aber ein paar Bälle in das Tor des Gegners hämmern, wenn die Saison der Schalker nicht abermals tief im Keller der Bundesligatabelle enden soll.

In diesen Tagen werden auf Schalke immer mehr Erinnerungen an die Vorsaison geweckt, an eine frustrierende Runde, die man doch noch vor wenigen Spieltagen lange hinter sich gelassen wähnte…

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