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Markus Schubert in Dortmund erneut überfordert: Schalke hat ein großes Torwartproblem!

Vor dem ‚Geister‘-Derby am Samstag in Dortmund. Foto: Jürgen Steinfelder

Es ist gelungen! Von einigen Schönheitsfehlern abgesehen, kann das Comeback der Fußball-Bundesliga in Corona-Zeiten durchaus als überraschend gut geglückt bezeichnet werden.

Bei der neuen ‚Skandalnudel‘ der Liga, Hertha Berlin, muss man offenkundig unverändert über die neuen Hygieneregeln sprechen, wenn man sich den viel zu intimen Torjubel der Profis beim Sieg in Hoffenheim vor Augen ruft. Und auch sonst ist manche Mund-/Nasen-Maske verrutscht und ein paar Regelungen noch einmal zu hinterfragen. Das war aber auch nicht anders zu erwarten. Im Großen und Ganzen liefen die ersten Spiele seit Anfang März jedoch viel besser ab als das im Vorfeld zu befürchten war.

War der Fußball in einigen Stadien auch ‚rumpelig‘ und die Stimmung in den Stadien ohne Fans erwartbar gruselig, der bisherige Spieltag kann von der DFL als Erfolg verbucht werden.

Weniger erfolgreich verließ das Comeback nach rund neun Wochen Pause für den FC Schalke 04, der nicht nur überraschend klar mit 0:4 in Dortmund unterlag. Die Gelsenkirchener haben schmerzlich erkennen müssen, dass sie sich im Saisonverlauf ein echtes Torwartproblem geschaffen haben.

Ohne die Ergebnisse des Comeback-Spieltags gleich überbewerten zu wollen, machte die hohe Derbypleite bei den Knappen noch einmal jedem klar: Vom Glanz der überraschend erfolgreichen Hinrunde ist nicht mehr viel geblieben!

Seit Wochen den Erwartungen hinterherhinkend, hat sich Schalke durch den rund um den Jahreswechsel bekannt gewordenen Wechsel von Torhüter Alexander Nübel zum Rekordmeister FC Bayern München im kommenden Sommer, ein echtes Problem eingefangen.

Nübels potenzieller Nachfolger schien der Situation, dass er plötzlich den Großteil der Verantwortung im Schalker Tor übernehmen soll, nämlich schon vor Wochen nicht wirklich gewachsen, kommt mit der Herausforderung Bundesliga bislang überhaupt nicht gut zurecht.

Schlimmer noch: Markus Schubert war auch beim 0:4 in Dortmund am Samstag einer der großen Schwachpunkte im Team der Königsblauen, verschuldete zwei der vier Gegentore zu großen Teilen und sah auch im direkten Duell mit BVB-Keeper Bürki schlecht aus.

Laut Kicker-Datenbank hatte er weniger Ballkotakte als sein Gegenüber Bürki (28 zu 39), weniger gespielte Pässe (23 zu 29) zu verzeichnen, weniger seiner Pässe kamen an (10 zu 22), aber es unterliefen Schubert klar mehr Fehlpässe (13 zu 7) als seinem Gegenüber. Eine im Vergleich mit Bürki katastrophale Passquote (43 zu 76 Prozent) rundet die Niederlage aus seiner Sicht unangenehm ab. Das Duell der Keeper verlor Schubert auch ungeachtet des reinen Ergebnisses und der beiden mitverschuldeten Gegentreffer haushoch.

Ist das wirklich der Torhüter auf den Schalke bauen will, der die Gelsenkirchener in Zukunft möglichst auch in der UEFA Champions League vertreten soll? Hat er das tatsächlich drauf? Die Zweifel wachsen.

Konkurrent Nübel ist seit Wochen auf die Bank verbannt und mit einem Liebesentzug der Fans abgestraft worden, Schalke befindet sich in Gänze mit der Profimannschaft in einer Negativspirale und ist seit nunmehr acht Begegnungen sieglos.

Dazu gibt es jetzt eine ungelöste Torhüterfrage.

Die lange Pause hat offenkundig ebenfalls nicht dazu beigetragen können, dass Schubert sich in der Liga besser zurechtfindet, seine Fehlerquote reduziert. Ohne den Auftakt in den am Samstag begonnenen ‚Endspurt‘ der Saison gleich zu hoch hängen zu wollen, aber hier setzt sich eine besorgniserregende Entwicklung der vergangenen Monate ungebremst fort, die für den Verein aus Gelsenkirchen in Zukunft noch sehr bedrohlich werden könnte.

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