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Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt

 

Vergessen Sie Benedetto, vergessen Sie Luther, vergessen Sie Gandhi, Buddha und den Rest. Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt – das versichern wir Ihnen; wir haben es erlebt. Am Gründonnerstag im Königreichssaal in Dortmund Hombruch beim Abendmahl des Herrn. Ein Erlebnisbericht von Herrn Schlange und Herrn Joswig.

 

Zur Vorgeschichte:

Zum wichtigsten Fest des Jahres, dem Tode unseres Heilands, sollten die Menschen sich ihrer Wurzeln besinnen. Nur durch das Opfer Jesu haben wir das göttliche Geschenk empfangen, uns von der Erbschuld, dem Sündenfall im Paradies, reinwaschen zu können.

Verständlich, dass in den Wochen vor dem Osterfest die Zeugen Jehovas armen Sündern ihre Hand reichen und Einladungen an Haustüren, Straßenecken und Billardtischen verteilen.

Vergessen Sie Benedetto, vergessen Sie Luther, vergessen Sie Gandhi, Buddha und den Rest. Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt – das versichern wir Ihnen; wir haben es erlebt. Am Gründonnerstag im Königreichssaal in Dortmund Hombruch beim Abendmahl des Herrn. Ein Erlebnisbericht von Herrn Schlange und Herrn Joswig.

Zur Vorgeschichte:

Zum wichtigsten Fest des Jahres, dem Tode unseres Heilands, sollten die Menschen sich ihrer Wurzeln besinnen. Nur durch das Opfer Jesu haben wir das göttliche Geschenk empfangen, uns von der Erbschuld, dem Sündenfall im Paradies, reinwaschen zu können.

Verständlich, dass in den Wochen vor dem Osterfest die Zeugen Jehovas armen Sündern ihre Hand reichen und Einladungen an Haustüren, Straßenecken und Billardtischen verteilen.

Herr Schlange fand die Option auf Erlösung am Dortmunder Hauptbahnhof – auf den ersten Treppenstufen zur Innenstadt. Seine schlafverklebten Augen erblickten in der Morgensonne zwei zierliche Beine, die unter einem knielangen Rock hervorlugten. Sein Blick blieb hängen, wanderte hoch, und ein zartes Mädchenlächeln strahlte ihn an wie ein Stern am aufklarenden Nachthimmel. Eines kam zum anderen: der Frühling, die Röcke, Müdigkeit, Testosteron und Vogelgezwitscher. Herr Schlange lächelte zurück und das zarte Geschöpf mit ihrem verführerischen Rock streckte ihm einen Zettel entgegen.

„Darf ich dir eine Einladung geben?“

„Sicher.“

Dass diese unschuldige Schönheit eine Zeugin Jehovas war, begriff er erst, als er die letzten Stufen zum Paradies erreicht hatte. Auf dem Plateau standen sieben schöne Menschen in Maßanzügen und Businesskleidchen – aufgestellt wie Spinnen im Netz an jedem Eingang und Winkel. Zielsicher sprachen sie Fußgänger an – Weiblein zu Männlein, Männlein zu Weiblein. Sex sells – das schien selbst in Jehovas Reich angekommen, und Schlange war an den klebrigen Fäden aus Hoffnung, Begierde und Gratis-Broschüren hängen geblieben.

Er steckte an einem Informationsstand den aktuellen Wachturm in die Tasche und zog weiter in die Redaktion.

Siebzehneinhalb Zigaretten später kam ihm die Eingebung. Es war abends, er saß Zuhaus und hörte Musik. Sexuelle Unmoral, Trunkenheit, Lügen, Habgier, unanständiges Reden, Missbrauch von Blut (in Form von Blutwurst), Genuss von Tabak „und so genannten Freizeitdrogen“ (Was lehrt die Bibel wirklich? S. 122) – sieben von 14 Todsünden der Zeugen erfüllt. Es war Zeit für eine Waschung.

Herr Schlange goss sich ein neues Glas Glas Whisky ein, griff zum Telefon und rief Herrn Joswig an. Dessen erster Kommentar zur Aussicht auf Vergebung aller Sünden: „Geile Scheiße.“ (unanständiges Reden)

Joswig kicherte, und beide steckten sich eine Kippe an. Damit war es besiegelt. Touri-Fahrt zum Abendmahl. Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle schlagen Haken ins Paradies.

Gründonnerstag, die Anfahrt ins Himmelreich

Kurz nach 19 Uhr, Treffpunkt Redaktionsräume: Herr Joswig betritt das Großraumbüro gewappnet, um Gott auf eine neue Partie Mensch ärgere Dich nicht zu fordern – dunkle Stoffhose, blauer Pullunder, weißes Poloshirt und ein Scheitel, der jeder Brisk-Werbung geschmeichelt hätte.

Hinter zwei Flachbildschirmen entdeckt er Herrn Schlange. Ebenfalls gläubig gestylt: weißes Hemd, schwarzer Cord-Anzug, Rasur, nettes Lächeln. Joswig ist beruhigt. Wenn man Erlösung versprochen bekommt, sollte man sich auch in Schale werfen.

„Durch regelmäßige persönliche, aber unaufdringliche Besuche wollen wir erreichen, dass Medienvertreter erkennen, dass … wir keine grauen Mäuse sind, sondern durch schickliche Freizeitkleidung uns so geben, wie wir wirklich sind: nett, adrett und weltoffen (…); wir wie ‚Heintje’ sind – die netten Jungs und Mädels von nebenan.“ (Wachturm 15. Aug. 2000 S. 4)

Nach einer halben Stunde der Aufbruch. Vom Hauptbahnhof bis Hombruch per Auto gut zwanzig Minuten. Angespannte Heiterkeit erfüllt Joswigs Bulli. Erste Bedenken keimen auf.

Mit straff organisierten Drückerkolonnen lege man sich da an, hartnäckig und überzeugend. 20 Stunden macht ein Zeuge pro Woche auf Klingelmännchen. Jede Energiereserve wird der Verkündung der Wahrheit geopfert. Einmal in die Organisation gerutscht werden die sozialen Kontakte auf die eigenen Reihen beschränkt, der Ausstieg so immer weiter verbaut. Die Zeugen Jehovas werden Sinn, Zweck und Inhalt deines Lebens.

Ein Zigarettenstummel nach dem anderen landet im Aschenbecher oder auf dem vorbei ziehenden Asphalt. (Genuss von Tabak)

„Hilf den Brüdern zu erkennen, dass die Beteiligung am Verkündigen der guten Botschaft eine heilige Pflicht ist, ein Erfordernis, von dem unser Leben abhängt…“ („Gebt acht auf Euch selbst und auf die ganze Herde“ – Lehrbuch für die Königreichsdienstschule, Wachturmgesellschaft: 1991, S. 35)

Sie sind fast da. Schlange bekommt feuchte Hände, Joswig trommelt auf dem Lenkrad. An diesem Abend geht es um Leben und Tod, oder um 23 Besuche der „Verkünder“ vor der Haustür. Missionierung ist die Existenz eines jeden „Auserwählten“. Und die zwei verlotterten Tausendsassa sind auf direkten Wege in die Kommandozentrale der religiösen Staubsaugervertreter.

Ihr einziges Schutzschild gegen die ambitionierten Glaubensjünger: eine ausgefeilte Geschichte und zwei neue Identitäten (Lüge): Martin Glotz (Herr Schlange), trockener Alki, sucht Halt im Leben. Als ihm die süße Maus am Bahnhof wie ein Engel vom Himmel herab erschienen war und ihn zur Feier einlud, erfüllte ihn Hoffnung. Er ist auf der Suche. Als getretenener Hund natürlich auch vorsichtig. Deswegen die Begleitung durch seinen guten Freund Marcel Natas (Herr Joswig).

Aus anschwellender Paranoia wird ihr Wagen 750 Meter entfernt vom Königreichssaal geparkt. Die Zeugen dürfen niemals ihr Kennzeichen erfahren oder Flugblätter hinter die Scheibenwischer klemmen. Als sich die Wagentüren öffnen, steigen schwere Rauchschwaden in den milden Abendhimmel. Joswig hustet und steckt sich die nächste Kippe an, Schlange zieht nach. Dann Contenance, Jackett zuknöpfen, Ruhe finden – kein Lachen während der Zeremonie und kein Käsedipp zu den Oblaten.

An der Behringstraße 9, dem Hort der Königsreichskinder, steht ein massiger Typ, hellgrauer Anzug, gelbe Krawatte, Axel Schulz in zwanzig Jahren – nur besser gekleidet. Er entdeckt die zwei verunsicherten Gestalten an der Straßeneinfahrt, nimmt Blickkontakt auf. Die Schlinge zieht zu.

Kein Entrinnen, nur noch Hoffnung auf Erlösung.

Schlange und Joswig tapern wie eingeschüchterte Köter zum himmlischen Tor.

„Satan behauptete interessanterweise: Alles, was ein Mensch hat, wird er für seine Seele geben“ (Was lehrt die Bibel wirklich? S.120; Hiob 2:4)

Das Abendmahl des Herrn, dem Himmel so nah

Durch die Milchglastüren zum Königsreichssaal klingen gedämpft Gebete.

Joswig zu dem Türsteher mit der gelben Krawatte: „Oh, schon angefangen. Dürfen wir überhaupt noch rein?“

„Selbstverständlich“, antwortet er mit sonorer Stimme und schiebt die zwei Sünder sanft ins Königreich.

Am Kopfe des Saales steht am Rednerpult ein Bruder mit Halbmond-Brille und feinen Gesichtszügen und erklärt in einleuchtender Klarheit, dass Wir alle Sünder sind und sich niemand davon selbst befreien kann. Der vollkommene Mensch ist nur eine Illusion der Werbeindustrie, niemand ist rein und perfekt. Der einzige Ausweg der Menschheit: Jehova. Logisch.

Schlange und Joswig schauen sich um. Auf den Stühlen, die den kleinen Saal füllen, sitzen rund 70 Personen jeglichen Alters und lauschen den Worten, die von vorn auf sie eindringen. Die Luft ist rein und sündenfrei.

Auf der rechten Seite sind die ersten beiden Stuhlreihen in vorderster Front unbesetzt. Offensichtlich die Besucherplätze. Die verirrten Himmelhunde schlurfen mit gesenktem Haupt über den beigefarbenen Teppichboden – vorbei an Drei-Generationen-Familien in perfekt sitzenden Anzügen und Kostümchen.

Die Präsenz der Zeugen schüchtert ein und beeindruckt zugleich. Eine junge Generation von Alpha-Menschen wächst hier heran. Athletische Körper, selbstbewusste Blicke, makellose Gesichter. Frauen in genetischer Schönheit und durchtrainierte Männchen, denen man unterwürfig die Kehle präsentieren will. Vielleicht ist ein Leben nach Gottes Wille doch förderlich für die Gesundheit von Körper und Geist.

Die zwei Ungläubigen umgibt eine Dunstwolke, als hätten sie in Aschenbechern gebadet. Im Antlitz der Designerstoffe wirkt Schlanges Cord-Jackett, das zerknitterte Hemd (beides H&M) und die ausgewaschene Cord-Hose (C&A) erbärmlich, Joswigs Pullunder gar indiskutabel. Obwohl die zwei auf alles vorbereitet schienen, kamen sie sich selten so deplaziert vor, zwei Hippies spielen auf dem Golfplatz Hacky-Sack.

Als sie sich setzen, steht an der gegenüberliegenden Seite ein dunkelhaariger Bursche mit breiten Schultern und kräftigen Oberschenkeln auf und verschwindet im Hinterzimmer. Wenig später kehrt er auf seinen Platz zurück, und ein freundlicher Teddybär setzt sich mit einem väterlichen Lächeln neben die beiden. Bei jeder Bibelstelle schlägt er die geheiligte Schrift auf, zeigt auf die richtige Stelle und hält das Buch der Weisheit in der ausgestreckten Hand den Unwissenden rüber, damit sie lesen können.

„Als Du zum ersten Mal gehört hast, was die Bibel wirklich lehrt, hat da dein Herz vor Freude, Begeisterung und Liebe zu Gott auch Feuer gefangen?“ (Was lehrt die Bibel wirklich? S. 188)

Die weisen Worte hallen durch den Saal. Das Ende allen Lebens steht kurz bevor, die endzeitliche Entscheidungsschlacht im Krieg des Allmächtigen, das biblische Armageddon, bei den Zeugen das Harmagedon, bei den beiden Wölfen im Schafspelz in der ersten Reihe das unvermeidliche Karmageddon.

„Harmagedon nicht auf die leichte Schulter nehmen – Die Frage ist, auf welcher Seite jeder Einzelne in diesem entscheidenden Konflikt letztlich steht.“ (Wachturm 1. April 2008)

Nur 144 000 geistgesalbte Wesen gesammelt seit Anbeginn der Zeit wird ein Leben im Himmel gewährt. Bedingung u.a.: ein jungfräulicher Abgang. Joswig und Schlange senken ihre Häupter zu Boden. „Drecksscheiße“, hämmert es in ihren Köpfen. „Das kam zwei Jahrzehnte zu spät.“

„Wer flucht, missachtet den Schöpfer der Sprache. Angenommen, du hast einem Freund ein Hemd geschenkt oder einer Freundin eine Bluse. Was würdest Du denken, wenn er oder sie dein Geschenk als Fußabtreter missbrauchen würde? Was denkt wohl unser Schöpfer, wenn wir sein Geschenk – die Sprache – missbrauchen?“ (WTG März 2008, S.20)

Den besten Zeugen gehört der Himmel, den Rest (laut Wachturmgesellschaft leben derzeit 6,5 Millionen Zeugen Jehova auf der Welt) erwartet ewiges Leben auf Erden in der Kolchose der Glückseligkeit, den übrigen Rest (rund 6,75 Milliarden) der endgültige Tod.

Das Abendmahl: Der einzige religiöse Feiertag der Zeugen Jehovas ist das Abendmahl des Herrn, das auch Gedächtnismahl oder Feier zum Gedenken an den Tod Christi genannt wird. Dieses Fest wird einmal jährlich am 14. Nisan, dem Tag des alt-jüdischen Passahs, nach Sonnenuntergang gefeiert. Während der Feier wird eine Ansprache gehalten. Anschließend werden die Symbole, ungesäuertes Brot und Rotwein, herum gereicht. Nur eine Minderheit mit himmlischer Hoffnung (144 000) nimmt von den Symbolen. Die anderen geben sie weiter, ohne davon zu nehmen. (Was lehrt die Bibel wirklich? S. 206)

Der Höhepunkt des Abends: Die Symbole werden gereicht. Das stattliche Alpha-Männchen mit den kräftigen Oberschenkeln und ein nicht minder attraktiver Bruder Ende zwanzig stehen auf und reichen den ersten Reihen Schüsseln mit trockenem Brot. Richtige Heintjes hatten sich die zwei Sünder anders vorgestellt.

Schlange beobachtet Joswig, wie er nervös auf das Brot stiert, nach der Schüssel greift und sie schnell weiter reicht. Bei dem bauchigen Rotweinglas, in dem verführerisch der Traubensaft schwenkt, denkt er länger über eine Kostprobe nach. Als er das Glas schließlich aus der Hand gibt, atmet Schlange durch. Die Weinrebe der Erkenntnis hätte ihnen fast ihren Platz im Paradies gekostet. Geschafft. Nichts gegessen, nichts getrunken. Eine ziemliche scheiß Party so ein Abendmahl.

Nach fünf Minuten hinkt ein älterer Herr zum Gabentisch und stellt Brot und Wein zurück. Kein Krumen wurde angerührt, kein Schluck genippt. In Hombruch gibt es keine Auserwählten – und keine Jungfrauen.

Auszug aus dem Paradies

Zum Abschluss wird noch ein Liedchen geträllert, die zwei Himmelhunde bekommen ein eigenes Gesangsbuch. Die Gemeinde hat sie aufgenommen.

Nach einer Stunde und fünfzehn Minuten löst sich das Fest der Feste. Die Kinder dürfen wieder rumtollen, es wird gelacht und geredet. Joswig beobachtet, wie die zwei jungen Vorzeige-Zeugen nach vorn gehen und die Weingläser abwischen. Er entspannt sich wieder. Er würde bei den Zeugen keine Fingerabdrücke hinterlassen.

Schließlich beugt sich der hilfsbereite Teddy rüber und fragt die beiden Sünder zu seiner Rechten, wie es ihnen gefallen habe.

Joswig von der Last der Paranoia befreit reagiert als Erster: „n bisschen viel auf einmal.“

Schlange schweigt betreten und reibt sich die Handknöchel. Irgendwann stammelt er mit belegter Stimme: „Es ging ziemlich an die Substanz. Kann ich mich denn auch – unabhängig von der Erbsünde – von all den Sünden befreien, die ich im Leben begangen habe?“ (Sexuelle Unmoral, Trunkenheit, Lügen, Habgier, unanständiges Reden, Missbrauch von Blut (Grützwurst und Blutwurst), Genuss von Tabak „und sogenannten Freizeitdrogen“)

Der Teddy: „Jesus hat sein Leben als Lösegeld für unsere Sünden gegeben.“

Joswig immer unbeschwerter: „Also quasi als zweite Chance.“

Der Teddy: „Ähm, quasi. Kein Mensch ist frei von Sünde, müsst ihr wissen. Niemand kommt als vollkommener Mensch auf die Welt.“

Ein wohliges Gefühl macht sich breit. Es scheint nicht alles für die zwei Sünder verloren. Immer mehr Zeugen scharren sich um die beiden, lächeln sie an, reichen ihre Hände, stellen sich vor. Wie eine himmlische Familie. Kleine Kinder werden von ihren Müttern geschickt, die verirrten Lämmer zu begrüßen. Auch die Frau des Teddys gesellt sich zu den ärmlichen Gestalten, eine adrette Mittfünzigerin mit eingeschnittenem Rock und straffen Waden (Schlanges Blick blieb an ihrem Oberschenkel hängen, als ein kleiner Junge sich an ihr vorbei zwängte und ihr rosiges Fleisch bis weit übers Knie freilegte, (Sexuelle Unmoral)).

Sie zieht ihre Tochter an die Seite, damit sie sich ebenfalls vorstellen kann. Den Sündern bleibt der Mund offen. Eine göttliche Blondine im strengen Rock, hauteng, der ihr knapp übers Knie reicht, dünne Nylons und schwarze Stilettos. Eine Frau zum Schänden und Niederknien (Sexuelle Unmoral). Zwei Sünder ein Gedanke – so schön könnte das Paradies sein.

Nachdem sie ein kleines Büchlein (Was lehrt die Bibel wirklich?) zugesteckt und jede erdenkliche Hilfe zugesichert bekommen haben, und ihnen der sympathische Teddy diskret und zurückhaltend eine Nummer für mögliche Bibelbesprechungen gereicht hat, werden die zwei aus dem himmlischen Reich geführt. Die Ferien auf der Paradiesinsel sind vorüber.

Sie schreiten vorbei an bezaubernden Frauen in provokanter Strenge (Sexuelle Unmoral), an Männern, die hinter ihren Rücken die Sonne verdunkeln könnten, Lächeln werden ihnen entgegen gebracht, Hände gereicht – Herzlichkeit wie Jesus bei seiner Ankunft in Jerusalem am Palmsonntag.

Epilog

Und die zwei Sünder haben, nachdem sie das göttliche Licht erblicken duften, nichts besseres im Sinn als die nächste Kneipe anzusteuern und den verschmähten Rotwein mit einem Glas Bier zu vergessen, feixend das Buch der Weisheit zu zerreißen und nachts den himmlischen Geschöpfen in ihren Röcken zu gedenken.

„Die Sünder werden von der Erde beseitigt werden; und was die Bösen betrifft, sie werden nicht mehr sein.“ (Psalm 104: 35)

See you in Hell, ihre Wattenscheider Schule.

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3.254 Kommentare zu “Die Zeugen Jehovas sind die besten Menschen der Welt

  • #3251
    indianer56

    Hallo … Der mit KZ-Überlebenden groß wurde ..

    Herr Morris … Geboren 1950 wurde 1971 offiziell zum Pionier ernannt .
    Stop

    Lass uns annehmen , dass er 1968 im Alter von 18 Jahren angeworben wurde von der US.Army (oder sich selbst gemeldet hat) …

    Je nach Abteilung musste man eine Zeit von 2 bis 4 Dienstjahren dort abschließen bei der US. Army. In „heißen Kampfzonen“ in der Regel war die Dienstzeit auf 6 Monate begrenzt vor Ort , aber man musste immer noch insgesamt 2 bis 4 Jahre Armydienst ableisten, je nach Abteilung.
    Angenommen, er hat nur 2 Jahre gedient, er wäre schon 20 Jahre alt und wurde 1970 entlassen …

    Wie ging es weiter , Buchstudium abschliessen , Status eines ungetauften Verkündigers , Taufe , regulären Predigtdienst und dann den Pionierdienst .
    Es gibt soweit ich es weiss eine gewisse Zeitregel zwischen den einzelen Stationen . Nennen wir es Bewährungszeiten für den nächsten Schritt .
    Wird in dem Lebensbericht vielleicht etwas verschwiegen ????
    Oder gelten andere Aussagen für die Öffentlichkeit bei leitenden Personen der Zeugen ?

    Es wäre schön wenn du mir den Werdegang vom Studium über den ungetauften Verkündiger , zum getaufen Verkündiger , zum Hilfpionier , evt Allgemeinen Pionier und Missionar aufzeigen kannst ,anhand eine Zeitschiene und an Hand des Ältestenbuches oder anderen schriftlichen anweisungen( Brief an den Kreisaufseher , oder Ältesten zeigen könntes .
    Somit kann man verstehen wie schnell die Karrerieleiter erklommen werden kann bei den Zeugen .

  • #3252
    Der mit KZ-Überlebenden groß wurde

    Zitat INDIANER56 :

    "Wie ging es weiter , Buchstudium abschliessen , Status eines ungetauften Verkündigers , Taufe , regulären Predigtdienst und dann den Pionierdienst .
    Es gibt soweit ich es weiss eine gewisse Zeitregel zwischen den einzelen Stationen . Nennen wir es Bewährungszeiten für den nächsten Schritt .
    Wird in dem Lebensbericht vielleicht etwas verschwiegen ????
    …Somit kann man verstehen wie schnell die Karrerieleiter erklommen werden kann bei den Zeugen

    …’Es wäre schön, wenn du mir … aufzeigen kannst …….. . " ZITAT ENDE !

    So , ja… ?
    Ach was !

    Bezüglich Morris‘ Vita schlage ich Ihnen vor, sich direkt an die Zentrale in Selters zu wenden….

    Wenn Sie dort mit Klarnamen und Adresse / Mailadresse Ihre Fragen klar formuliert absondern wird man selbige ggf sogar nach Walkill USA weiterleiten.
    Gehen Sie angesichts angesichts des recht eindeutigen Untertons Ihrer Zeilen nicht ernsthaft davon aus dass man Sie bedienen wird.

    Was beabsichtigen Sie denn eigentlich ?

    Ich sehe nicht ein, Ihnen das vermeintliche Handwerkszeug zu liefern mit dem sie ggf. auf Ihre individuelle Weise versuchen werden, die Zeugen in die Pfanne zu klopfen .

    Danach sieht’s für mich angesichts Ihrer durch die Bank nichts Gutes unterstellenden Wortwahl nämlich aus.

    Abgesehen davon :

    Für mich haben Sie schon mal mit den ZJ zu tun gehabt…. .
    Wie’s aussieht wohl noch viel enger als Sie hier verlauten lassen.
    Ihre sehr konkrete klar gestufte Begriffswahl weißt das ja überdeutlich aus …. Stichwort ‚Ältestenbuch‘

    .
    Wegen all der Mitleser nur soviel :

    Pionier (Erklärung : Ein sog. Vollzeitverkündiger mit persönlich erhöhtem Zeiteinsatz für das Predigen von Haus zu Haus, und auf den Strasse ) kann man als getaufter Zeuge Jehovas relativ schell werden, ist aber nicht einfach. Frühestmögliche Ernennung (nachdem man sich nach eingehender Prüfung seiner persönlichen Umstände freiwillig drum beworben hat) ist meines wissens nach 1Jahr machbar . Entsprechendes Anwenden biblischer Verhaltensregeln bezüglich Äußerer gepflegter Erscheinung, gepflegter Redensweise (nicht fluchen, schimpfen kein permanent mißmutiges Auftreten), zuvorkommender Art, Interesse zeigen an anderen, richtige Herzenseinstellung gegenüber der biblischen Botschaft und Gott. Und überzeugt sein von der Dringlichkeit der Aufforderung Jesu möglichst viele Menschen mit der Guten Botschaft und die Bedeutung/Erfüllung des von uns Christen viel zitierten/gelernten Vaterunsers bekannt zu machen.

    Sonstige (ZITAT) "Karriere" :

    Man kann bei den Zeugen Jehovas nicht einfach mal ‚SO‘ auf die schnelle eine leitende Funktion einnehmen. Es gibt auch keine Unterscheidung zwischen Laien und Klerus. Jeder nimmt am sog Predigtdienst teil. Sonst macht ja der Gedanke des ‚Zeuge‘ Seins keinen Sinn
    Von den Mitgliedern (Normalos / Schäfchen ) der jeweils ortsansässigen Gemeinde sehr auf- merksam verfolgt wird, inwieweit sich jemand tatsächlich für die geistigen und Emotionalen Befindlichkeiten seiner Mitbrüder aufzuopfern bereit ist. Denn das heißt auch: überproportionaler Zeiteinsatz. Iim Gegensatz zu einem ‚Normalverkündiger ohne besondere Zuständigkeiten; wobei diese aber ebenso -jeder Einzelne- darauf achten, zum harmonischen Ganzen innerhalb der Gruppe zum Frieden und einer wohligen, warmherzigen Atmosphäre beizutragen.
    Wer das als einer der ein Gemeindeamt anstrebt (bzw. anzustreben vorrgibt) nicht will, und seine verantwortlichere Stellung in der Gemeinde der Zeugen Jehovas lediglich mit Starallüren oder weil er der Sohn von einem sog. Ältesten (Gemeinde-Vorsteher) ist, also meint die Stellung einfach zu erben, um den wird es schnell einsam. Die ‚Schafe‘ werden ihm ihrerseits mit befremden und Abstand -auch im Privaten- begegnen. Leute die nur Spaltungen verursachen, Cliquenbildner, vor Stolz aufgeblasene, affektierte Karrieresüchtler , die mit wenig Einsatz und nur für sich Ehre und Anerkennung heischend auftreten (Motto z.B. : Ich bin der King Käse von der Gouda-Ranch, und alle tanzen jetzt nach meiner Pfeife) sind schnell isoliert und werden fernerhin deutlich zu spüren bekommen, daß man sie (im schlimmeren Fall) nur für ‚eitle Schwätzer‘ hält .

    Wohlsein !

  • #3253
    indianer56

    hallo …. Der mit KZ-Überlebenden groß wurde ,
    danke für die rückmeldung ,
    warum sollte ich nach selters oder nach walkhill schreiben , heisst es nicht immer wieder das es keine geheimnisse geben sollte wenn man das wort gottes verkünden . du verkündest mit deinem auftreten hier die lehren der zeugen jehovas.
    obwohl es einmal eine lehrmeinung / anweisung gab das foren oder andere soziale netzwerke angeblich eine gefahr für aktive zeugen darstellen
    " unser königreichsdienst juli 2007 Seite. 3
    Fragekasten
    ▪ Warum ist es gefährlich, im Internet mit Fremden Umgang zu haben?

    warum beantwortes du nicht einfach diese fragen die einblick gewähren auch die vita von herrn morris . oder handelst du nach der anweisung theokratischer kriegsführung .
    ich nehme auch an das du die zeit die du hier aufwendest als predigtdienst berichtest. oder ????
    ja ich hatte viele jahre sehr engen umgang mit deiner glaubensrichtung .

    was beabsichtige ich wenn ich fragen stelle , das mitleser ein gesundes unterscheidungsvermögen sich aneignen , zwischen pro und kontra .
    da jeder mensch mit einer eigenen entscheidungs findung ausgestattet wurde .
    warum sollte ich hier mit fragen zurückhaltent sein.
    darum wäre es gut nicht für mich ,sondern für die leser hier , auf zuzeigen was für dienstanweisungen für älteste es gibt wie fragen zu beantworten sind in disskussionen die dies erforderlich machen.
    du hast geschrieben : …. Man kann bei den Zeugen Jehovas nicht einfach mal ‚SO‘ auf die schnelle eine leitende Funktion einnehmen. Es gibt auch keine Unterscheidung zwischen Laien und Klerus. Jeder nimmt am sog Predigtdienst teil. Sonst macht ja der Gedanke des ‚Zeuge‘ Seins keinen Sinn ……
    welche funktion hast du inne …..
    bereitetst du dich auch auf die PD-aktion vor die jetzt im märz startet und im april endet .

    ich hoffe das wir noch einige schriftliche wechsel haben .
    ja mir wurde die geinschaftschaft entzogen ,

    lg

  • #3254
    katrin

    Hallo Der mit KZ-Überlebenden groß wurde.
    Du hast geschrieben:
    und die Liste ließe sich endlos bis in die Gegenwart fortsetzen.

    Der unvoreingenommene Leser möge sich selbst fragen, wie sinnvoll es ist sich mit Schmähkritik-so berechtigt sie ggf. aufgrund persönlicher, und manchmal auch berechtigt so empfundener Erfahrungen vielleicht erscheinen mag – ausgerechnet auf den Zeugen rumzuhacken .
    Zitat Ende.

    Die Liste der Verletzten und seelisch zerstörten Menschen durch von der WTG gedeckten Kindesmussbrauch und auch Toten durch Beispielsweise die unbiblische Anweisung der WTG zur Verweigerung von Bluttransfusion oder Selbstmorden innerhalb der Organistion, die die ZJ und ihre WTG aus den eigenen Reihen auf dem Gewissen haben kann man ebenso verlängern:

    https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonn…igen-ld.149311
    http://www.tagesanzeiger.ch/panorama…story/22658338

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