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Dortmund: Nationalistischer „Tag des Bodens“ darf in städtischen Räumen stattfinden

Plakat zum Tag des Bodens in Dortmund

Der pro-palästinensische „Tag des Bodens“, bei dem es immer wieder zu Terrorpropaganda kommt (wie 2016 in Wuppertal), darf am Samstag im Dietrich-Keuning-Haus in der Dortmunder Nordstadt stattfinden (Ruhrbarone berichtete). Videozuschaltungen von zwei offen antisemitischen Aktivisten und einem Mitglied der Terrororganisation PFLP wurden allerdings nach Gesprächen mit der Stadt abgesagt.

„Menschen, die in Verdacht stehen, das Existenzrecht Israels zu leugnen“, würden „selbstverständlich“ nicht auftreten, erklärte die Dortmunder Pressestelle gegenüber diesem Blog. Darum habe man sich auch schon vor der Berichterstattung durch Ruhrbarone gekümmert. In der öffentlichen Ankündigung des Veranstalters wird allerdings noch immer das ursprüngliche Programm beworben – inklusive Terrorist Bilal Kayed von der PFLP.

Es wird vor Ort zu beobachten sein, ob es „eine Veranstaltung mit kulturellem Charakter ohne jede Propaganda“ sein wird, wie es von Seiten der Stadt Dortmund etwas naiv heißt. Naiv, denn der Veranstalter – die Tanz- und Folkloregruppe Al-Carmel – ist schon früher selbst durch Propaganda aufgefallen, worauf Ruhrbarone die Stadt auch hingewiesen hatte. So posierte die Gruppe im vergangenen Jahr für ein Foto mit der bekannten Terroristin und Flugzeugentführerin Leila Chaled. Auf dem Foto sind Schals mit dem Logo der PFLP zu sehen, die von der EU als Terrororganisation gelistet wird. Im Hintergrund prangt ein Logo, das ein Groß-Palästina ohne Israel zeigt. 

Al-Carmel mit der führenden Terroristin Leila Chaled (Mitte) 2016 in Wuppertal. Foto: Screnshot/Facebook

Der „Tag des Bodens“ findet laut Stadt Dortmund schon seit Jahren im Dietrich-Keuning-Haus statt. Der Verein Al-Carmel nimmt auch an Stadtteilkulturfesten teil.

RuhrBarone-Logo

9 Kommentare zu “Dortmund: Nationalistischer „Tag des Bodens“ darf in städtischen Räumen stattfinden

  • #1
    Michael

    In einer sozialdemokratisch regierten Stadt, in einem sozialdemokratisch regierten Land, können selbstverständlich antisemitische, antijüdische und antiisraelische Gruppen sich jederzeit frei bewegen und entfalten. Dafür sorgen schon der dicke Arbeiterverräter und sein guter Freund – ein arabische Präsident im 12. Jahr seiner 4jährigen Amtszeit. Merke: Wenn es gegen die Juden geht – geht alles.

    Nebenbei: Um die Existenz Israels braucht sich die Dortmunder Pressestelle nicht zu sorgen – das wird von der Zahal garantiert.

  • #2
    Ein Palästinenser

    Der Tag des Bodens soll an die Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat erinnern. Er gedenkt an die gewaltsame Vertreibung, die im April 1948 begann und in deren Folge binnen kurzer Zeit 750.000 Menschen aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Ein Hinweis hierauf wäre schon angebracht.

    Für die Palästinenser, die nun in der dritten Generation in der Diaspora auf der ganzen Welt leben, ist der Tag ein Anlass, auf die Vertreibung damals sowie die anhaltende Unterdrückung sowie fortgesetzte Besatzung, illegalen wie durch Israel legalisierten Raub palästinensischen Bodens sowie die weiterhin ungeklärte Frage des Rückkehrrecht es hinzuweisen.

    Es ist selbstverständlich das gute Recht der pslästinensischen Community,, diesen Tag zu nutzen, um auf die Nakba, die selbst von israelischen Wissenschaftlern als ethnische Säuberungen charakterisiert wird, hinzuweisen.

    Man konnte den Palästinensern mit Gewalt ihren Grund und Oden, ihre Heimat nehmen, ihre Kultur und Identität aber werden sich die Palästinenser niemals nehmen lassen.

    El Carmel ist eine Folkloregrppe, aus Kindern und Jugendlichen von palästinensischen und auch deutschen Eltern, die ihre Kinder in diesem Bewusstsein erziehen und ihnen so eine das Erlernen einer Kultur und Sprache ermöglichen, zu der sie sonst, da in der Diaspora geboren, nur schwer Zugang hätten.

    Dass gerade Kultur und Sprache zentrale Elemente einer nationalen Identität sind, dürfte außer Zweifel stehen. Dass natürlich ein Blog, in dem die Existenz eines palästinensischen Volkes an sich gerne in Frage gestellt wird, sich offensichtlich nicht nur daran stört, dass bestimmte Referenten per Videobotschaft hinzugedchsltet werden, sondern an der Begehung dieses Tag des Bodens an sich, verwundert nicht.

    Dass dabei aber gegen eine aus Kindern und Jugendlichen bestehende Folkloregruppe, die sichtlich Freude haben, an dem, was sie dort tun und viel Probenarbeit in ihre bei vielen Aktivitäten gern gesehenen Auftritte investieren, von den Rihrbsronen nun in dieser Weise beschödigt wird, macht nur noch fassingslos.

    Auch die Eltern dieser Kinder leben seit Jahrzehnten als angesehene Menschen, die beruflich erfolgreich und sozial in hohem Maße auch engagiert sind, in Deutschland und Dortmund um Umgebung.

    Es scheint, als wollen die Ruhrbarone schlicht und ergreifend alles Palästinensische diskreditieren und aus dem öffentlichen Raum bannen und so ihren Beitrag zur Auslöschung des palästinensischen Gedenkens und des palästinensischen Kultur im Sinne einer fortgesetzten israelischen Unterdrückungspolitik leisten..

    EIn solches Verhalten kann man nur kritisieren.

  • #3
    Stefan Laurin

    @Ein Palästinenser: 850.000 Juden wurden aus den arabischen Ländern vertrieben. Viele von ihnen leben heute in Israel aber auch in Europa, Australien und den USA. Ihr Nachkommen sind bestens integrierte Bürger in den Staaten, in die ihre Vorfahren ziehen mussten.
    http://www.audiatur-online.ch/2015/11/30/vertreibung-der-juden-aus-den-arabischen-laendern/
    Die arabischen Staaten indes verweigern – ausser Jordanien – den Palästinensern die Staatsbürgerschaft und somit die Integration. Der Flüchtlingsstatus soll sich vererben, um Israel unter Druck zu setzen – und es mit der Forderung nach "Rückkehr" von Menschen, die nie dort lebten, wohin sie angeblich zurückkehren sollen, zu vernichten.
    http://www.achgut.com/artikel/die_wundersame_vermehrung_der_fluechtlinge

    Zur Kultur der Palästinenser, die es zu bewahren gilt: Es sind Araber. Der Begriff "Palästinenser" wurde als Kampfbegriff eingeführt:
    "Der Begriff „Palästinenser“ in seiner jetzigen Bedeutung existiert erst seit der Charta[2][3] der PLO von 1964.[4] In UNO-Resolutionen war nur von „Palästinaflüchtlingen“ die Rede. Doch die diesbezüglichen Bestimmungen des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) beeinflussten die Definition des Begriffs „Palästinenser“. In offiziellen Dokumenten der Bundesrepublik Deutschland kamen die Palästinenser damals nicht vor."
    https://de.wikipedia.org/wiki/Pal%C3%A4stinenser#Begriffsgeschichte
    Der „Tag des Bodens“ ist nichts anderes als eine antiisraelische Veranstaltung. Würden „Schlesier“ einen Tag des Bodens feiern mit dem Ziel, Polen zu vernichten, wäre der Protest aus guten Gründen selbst in Dortmund groß. Geht es gegen Israel und die Juden kann man sich in dieser Stadt anscheinend alles erlauben.

  • #4
    Ein Palästinenser

    @Herr Laurin-
    1.)
    der Begriff Palästinenser stammt ab von der Bezeichnung "Philister‘. Und das war ganz bestimmt kein Kampfbegriff.
    2.)
    Der Tag des Bodens ist eine Gedenkveranstsltung (siehe meinen Beitrag oben)

    3.)
    Die Palästinenser haben sich schon immer selbst so bezeichnet. Die Tatsache, dass das Schicksal der Palästinenser in Deutschland erst seit 1972 wahrgenommen wurde, ist leider nicht zu leugnen. Ich bitte aber um Verständnis, dass die Frage, ob Palästinenser sich auch als solche fühlen und bezeichnen dürfen, weder daran gekoppelt ist, ob dies auch – siehe Ihr Beitrag- in " offiziellen Dokumenten der Bundesrepublik Deutschlsnd" so steht oder ob es Ihnen, Herr Laurin et al.,, gefällt.

    4.)
    Unabhängig von unterschiedlichen Auffassungen in dieser Frage, die unterschiedlicher nicht sein können, schätze ich Sie als sehr guten Schreiber. Als solcher ist Ihnen natürlich bekannt, dass Wikipedia als Quelle nur geringfügig taugt.

    5.)
    Ich nehme aber positiv zur Kenntnis, dass Sie meinen Beitrag veröffentlicht habrn.
    6.)
    Damit das nun nicht wieder ausartet und Sie mich aus der Debatte wieder ausschließen und ich mir schon wieder ein neues Pseudonym zulegen muss, werde ich mich an der weiteren, in der Regel immer mit den gleichen Protagonisten und den gleichen Inhalten gwführten Debatte nicht weiter beteiligen.

  • #5
    Davbub

    Vielleicht bin ich ja vergeßlich, aber waren es nicht Palästinenser (in enger Freundschaft zur linken Terrorgruppe RAF und deren -teils verbeamteter- "Unterstützerszene"), die deutsche Staatsbürger in gekaperten Flugzeugen wie Vieh behandelten, Menschen aus Flugzeugen auf die Landebahn warfen wie Müll und dafür von Ihren Landsleuten bejubelt und bis heute als Helden gefeiert werden?

  • #6
    discipulussenecae

    Bei jedem Rülpser der AfD ist der Aufschrei groß, und es werden Mahnwachen, Gegendemos etc. organisiert. Bei offen antisemitischen Veranstaltungen regt sich keine Hand zum Widerstand. Ein weiterer Hinweis auf den verbreiteten Rassismus in weiten linken Kreisen!

  • #7
    Gerd

    „Menschen, die in Verdacht stehen, das Existenzrecht Israels zu leugnen“, würden „selbstverständlich“ nicht auftreten, erklärte die Dortmunder Pressestelle gegenüber diesem Blog. Darum habe man sich auch schon vor der Berichterstattung durch Ruhrbarone gekümmert."

    Sind die so dumm und glauben das oder sind die so dumm und glauben, wir würden ihnen das abkaufen? Die Veranstaltung ist eines von vielen Propagandainstrumenten der palästinensischen Araber gegen Israel.

    @Stefan:

    Palästinenser gab es schon vor 1964. Auf der Weltausstellung von 1939 gab es doch glatt einen Palästinensischen Pavillon. Auch Sachen wie ein Palästinensisches Symphonieorchester, eine Palästinensische Fußballliga und eine Anglo-Palästinensische Bank. Und Werbung für Tourismus in Palästina wurde auch gemacht:

    https://1.bp.blogspot.com/-XKoBFG_dHKY/WNHSb24blfI/AAAAAAAA4tY/dyXAPhwg6BU8CvegqMdHo9elmXUravWSwCLcB/s1600/TourismInPalestine_PPPA.jpg

    "Tourism in Palestine – Come and see Erezisrael"

  • #8
    Michael

    zu 1) Palästinenser ist eine Fantasiebezeichnung – eine Erfindung – die aus dem römischen Namen für die Provinz Syrien-Palästina entwickelt wurde. Es hat nie ein palästinensisches Volk oder ein Land Palästina gegeben. Es sind einfach Araber, die sich Palästinenser nennen. Die Behauptung, dass der Name aus dem Wort Philister abgeleitet wurde ist – um es höflich zu sein – eine dreiste Lüge. Die Philister waren bereits vor über 3000 Jahren in der Region. Die Araber kamen als Eroberer erst im 700 Jahrhundert.

    Sehr viele Familiennamen z. B. in Gaza lauten z. B. AL-Masri (المصري) o. ä. Dies zeugt von ägyptisch-arabischer Herkunft.

    Nebenbei: Es ist ebenfalls bezeichnend, dass Arafat, der in Kairo, Ägypten geboren wurde, in den Anfangsjahren seiner Diktatur, von anderen Araber wegen seines ägyptischen Akzents belächelt wurde.

    zu 3) Da Sie auf 1972 anspielen: Das war das Jahr des Terroranschlages in München mit der feigen Ermordung von 11 israelischen Sportler und einen deutschen Polizisten. Seit dieser Zeit verbinde ich mit dem Begriff Palästinenser – Mord & Terrorismus .

    zu 6) Um es klar zu stellen – Sie können sich an einer Debatte zwar beteiligen, aber es nutzt Ihnen nichts, da Sie keine Sachargumente vorbringen können, die Ihre Position stützen.

  • #9
    Hoimrdengr

    @Ein Palästinenser: der Hinweis auf die Tourismuswerbung und die Weltausstellung ist interessant. Es zeigt, dass die *Zionisten* den Namen fuer die Landschaft benutzten, nicht dass die dortigen Araber sich als Palaestinenser sahen.

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