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Erdogan-Affäre hinterlässt nach jüngster Äußerung von Mesut Özil nur Verlierer

Foto: Robin Patzwaldt

Wollen wir wirklich noch einmal kurz in diese Thematik einsteigen? Ich fürchte, dass wir das müssen. Denn nach der heutigen Reaktion von Fußball-Nationalspieler Mesut Özil, der sich nach wochenlangem Schweigen an diesem Sonntag über die sozialen Medien erstmals zur ‚Erdogate‘-Affäre geäußert hat, steht für mich endgültig fest: Diese Aktion hinterlässt tatsächlich nur Verlierer!

In den letzten Tagen hatten bekanntlich immer mehr Beteiligte den türkischstämmigen DFB-Nationalspieler aufgefordert, sein Schweigen zu brechen. Das hat der bei Arsenal London tätige Ex-Schalker heute wirklich getan. Doch sicherlich ganz und gar nicht in dem Sinne, den sich viele erwartet oder zumindest erhofft hatten. Keine Entschuldigung, kein Eingeständnis eines Fehlers. Ganz im Gegenteil!

Özil beteuerte heute sogar, dass er das vielfach kritisierte Foto immer noch machen würde.

Er ging seinerseits gar zum Gegenangriff über und kritisierte diverse Beteiligte scharf. Die Details erspare ich uns hier jetzt. Wer sie lesen will, der findet sie ja ohnehin an diversen Stellen im Netz.

Festzuhalten bleibt in dem Zusammenhang jedoch die bittere Erkenntnis, dass die ganze leidige Affäre am Ende nur Verlierer hinterlässt. Özil ist als deutscher Nationalspieler seit heute faktisch erledigt. Der DFB hat in Sachen Krisenmanagement auf der ganzen Linie über Wochen sein nicht für möglich gehaltenes Versagen dokumentiert. Die DFB-Elf hat seit Veröffentlichung dieses Fotos nicht nur immens an Image verloren, sondern ganz ’nebenbei‘ auch noch eine WM weggeschmissen (sicherlich nicht in erster Linie aufgrund dieser Geschehnisse, jedoch sicherlich auch deshalb).

Durch das sich seit Wochen ausweitende gegenseitige Kritisieren, das am Ende keinen Sieger finden kann, sind alle Beteiligten mehr oder weniger klare Verlierer. Und dass Özil nach all den Wochen nicht einmal das zu erkennen scheint, er sich erst jetzt zu Wort meldet, wo es ohnehin viel zu spät war, er offensichtlich lediglich noch versucht ein paar andere Beteiligte mit sich in den ‚Untergang‘ zu ziehen, das rundet dieses ‚vollkommene‘ Drama auf wahrhaft ‚perfekte‘ Art und Weise ab.

Ein unglaubliches Trauerspiel, wie man es sich ungeschickter und peinlicher in der Phantasie ursprünglich nicht hätte ausmalen können. Leider ist es inzwischen jedoch traurige Realität!

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64 Kommentare zu “Erdogan-Affäre hinterlässt nach jüngster Äußerung von Mesut Özil nur Verlierer

  • #1
    Robert Müser

    Au weia,
    manchmal ist besser, wenn man einfach nur schweigt …

    Egal wie man es betrachtet, es ist zu spät und nicht wirklich überzeugend.
    Verlierer auf allen Seiten, die weitere Karriere von Ö. in der Nationalmannschaft dürfte nun beendet sein und so mancher Sponsor wird wohl auch entsetzt sein.

    Einfach gestrickte Figuren werden jetzt wieder Futter für Pöbeleien und Unterstellungen jeglicher Art finden und die Deutschen mit türkischen Wurzeln werden sich für Dinge rechtfertigen müssen, die bei Deutschen mit polnischen(*) Wurzeln ( (*) = Nationalität nach Belieben austauschen) niemals unterstellt werden würden.

    Ein wahres Trauerspiel, wohl war …

  • #2
    ke

    Er hat sich mit Herrn Erdogan getroffen und ihm ein Trikot geschenkt und für schöne Bilder gesorgt.
    Dass die Bilder eine Wirkung haben, hätte das Team Özil erkennen können, das Treffen hat eine Wirkung gehabt, und auch jetzt wird offensichtlich nicht verstanden, welche Aussenwirkung diese Bilder haben. Dann die Mitleidstour? Mit den zu erwartenden Konsequenzen muss das Team Özil leben. Im dt. Markt kann ich mir kaum noch Werbung vorstellen. Aber das sollte auch im Vorfeld klar gewesen sein.

    Warum gab es kein Statement zu seiner Haltung von ihm? Dann hätte auch der Fan gewusst, wie der Nationalspieler denkt. Offensichtlich wussten dies nur die DFB Verantwortlichen. Der Rest hat Vermutungen gehabt.
    Dass Herr Özil gespielt hat, hat der Bundestrainer zu verantworten. Er wird bestmöglich gespielt haben. Dass das nicht reicht, wurde nicht nur von Herrn Basler erwartet.

    Jetzt kann Herr Özil gleich offiziell über seinen Kanal und auf Englisch aus der Mannschaft zurücktreten. Evtl. kommt dann der Rücktritt der DFB Verantwortlichen gleich hinterher. Schöner kann man sich nicht vorführen lassen. Toll ist, dass er erklärt, wer Lodda ist.

    BTW: Hat sich Herr Özil mit seinem Statement, das insbesondere das dt. Publikum betrifft, überhaupt nicht in einer deutschen Version geäußert?

    Für mich hat der Fall Güdogan eine andere Dimension, da das Trikot auch noch eine Widmung hatte, die aus meiner Sicht sofort zu einem Ausschluss aus dem Nationalteam hätte führen müssen.

    Die Fotos mit Herrn Putin haben insbesondere bei Herrn van Basten zu einem extremen Medienwirbel geführt. Es gab immer wieder direkt den Hinweis auf den Flugzeugabschuss.

    Insgesamt ist die Überschrift sehr zutreffend.

  • #3
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Auf Twitter hat vorhin ein Leser geantwortet, dass Erdogan selber aus seiner Sicht ein Gewinner des Ganzen wäre. Ich bin mir da nicht so sicher. Aber direkt verloren hat er wohl tatsächlich nicht. Vermutlich freut er sich innerlich, dass er diese Debatte mit ausgelöst hat. Dieser Aspekt wurde in den vergangenen 3 Monaten seit dem Foto bisher auch nur sehr wenig diskutiert. Muss ich mal drüber nachdenken. Spannend!

  • #4
    Gerd

    Immerhin gibt er zu, dass er dem türkischen Machthaber freundlich gesonnen ist. Diese Ehrlichkeit finde ich besser als eine geheuchelte Entschuldigung zwecks Schadensbegrenzung.

  • #5
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    …. und gerade ist er auch offiziell als Nationalspieler des DFB zurückgetreten. Hätte eh keine andere Lösung mehr gegeben nach den Statements der letzten Stunden.

  • #6
    Robert Müser

    Hallo,
    das Radio vermeldet gerade per Eil-Meldung, dass Herr Ö. seinen Rücktritt aus "Der Mannschaft" erklärt hat.

    Kann er gerne machen, auch eine Art Flucht …

  • #7
    Robin Patzwaldt Beitragsautor

    Wie groß der Schaden offensichtlich ist, den er mit diesem Foto im Laufe der 3 Monate angerichtet hat, das sieht man übrigens an der Masse der kritischen Stimmen in den sozialen Medien in diesen Minuten. Ganz nach dem Motto ‚Wurde auch Zeit‘, ‚Auf nimmer Wiedersehen‘, ‚kein Verlust‘ usw.. Du meine Güte! So extrem habe ich das echt noch nie erlebt…

  • #8
    Sara

    Zum Glück ist er jetzt zurückgetreten. Wer rechte Propaganda verbeitet braucht sich über Gegenwind nicht zu wundern. Eigentlich würde Özil mit seinem Nationalismus perfekt zur AfD passen.

  • #9
    Helmut Junge

    Vor der WM fand ich Löw genial und wichtig. Das hat sich geändert. Einzelne Spieler waren dagegen aus meiner Sicht unwichtig.Was Özil betrifft konnte ich nie erkennen, was seine Qualität gegenüber anderen Spielern ausgemacht hat. Ich bin aber kein Kenner dieser Sportart. Jetzt will er nicht mehr.
    Ok., dann muß der Trainer halt wirklich umdenken. Wo soll das Problem sein?
    Entweder kriegt Löw es mit neuen Leuten hin, dann ist er vielleicht doch wieder ein Genie, oder er kriegt es nicht hin. Ist für mich eigentlich gar nicht mehr wichtig.

  • #10
    Klaus Lohmann

    @ Robin #7: Die Zahl der "Tschö mit Ö!"-Kommentare für Özil wäre drastisch kleiner ausgefallen, wenn man ihm in den letzten Wochen zumindest für einen kurzen Moment angemerkt hätte, dass er sich mit den Themen "Wes Brot ich ess…." und den autokratischen Anschuldigungen und Verhaftungen zehntausender Menschen in der Türkei zumindest ansatzweise befasst hat. Ist ihm aber von Anfang an schei.egal gewesen, also fällt das Echo dementsprechend lauter aus.

  • #11
  • #12
    MichaelM

    Özild Rücktritt ist so konsequent wie seine Kritik an Grindel und den Heuchlern, die ihre grundsätzlich Abneigung
    gegen den türkischstämmigen Deutschen nun zum Ausdruck bringen, gerechtfertigt.

    Ich finde Özils Statements gut.

  • #13
    Klaus Lohmann

    @MichaelM: "Das Bild hatte keinerlei politische Absichten" – Wer als Person öffentlichen Fußball-Interesses derart dummdreist oder kindisch-naiv lügt bzw. sich von seinem Erdogan-treuen Management zu derartigen Aussagen hinreißen lässt, kann nach monatelangem Abtauchen so eine Auseinandersetzung, wie sie nun vom Zaun bricht, nicht mehr rechtfertigen. Da hilft auch die berechtigte Feststellung, dass der DFB wieder mal an allen Ecken und Enden versagt hat, nicht viel weiter.

  • #14
    Helmut Junge

    Das ganze Land steht Kopf, weil ein Fußballer seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt hat.
    Geht da noch was drüber?
    Kann man das noch steigern?
    Ich fürchte, ja.
    Aber können wir alle Aufgeregten psychotherapeutisch betreuen?
    Ich fürchte, nein.
    Nötig wärs.

  • #15
    Jiri

    Es ist schon erstaunlich, wie ein Mann inzwischen von Medien und vor allem SPD-Politikern in Schutz genommen wird, der einen eindeutigen Fehler gemacht hat und jetzt die einzigmögliche Konsequenz daraus gezogen hat. EIn sehr guter Kommentar steht heute allerdings in der FAZ:
    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/kommentar-zu-mesut-oezil-ohne-haltung-15703406.html

  • #16
    Helmut Junge

    Und nicht vergessen! Die Mannschaft hat es nicht geschafft, die Gruppenphase zu überstehen. Sie hat also schlechter gespielt, als die drei anderen Gruppenmitglieder. Daß jetzt Köpfe rollen, ist klar, aber jetzt geht mit Özil einer freiwillig! Darf das?
    Es kommt noch soweit, "eine europäische Lösung" für ein einziges total vergeigtes Spiel und einen kündigenden Spieler zu erhoffen.
    Ein Land voller Jammerlappen. Der hat aber das gesagt, der das und der jenes. Andererseits so voller Dynamik. Beim Finger auf die anderen zeigen. Hahaha.

  • #17
    ke

    Wenn gar nichts mehr geht schreit auch der Fußballer "Rassismus" und bei einigen Politikern kommt gleich der Schutzreflex! Denkt einfach mal an die Leistungen von Özil auf dem Platz, die aktuelle Situation in der Türkei. Auch Deutsche mit türkischen Wurzeln dürfen kritisiert werden. Das passiert auch bei vielen anderen Fußballern.

    Hier geht es um Geld!
    Wie immer: Follow the money
    Mal sehen, ob ein paar Journalisten forschen, welche Geschäfte im Hintergrund laufen.
    Wie familiär ist die "Sportmarketing-Familie"?
    Es hat doch auch Gründe, dass Özil bspw. nicht auf Deutsch kommuniziert hat. Oder gibt es doch ein Statement auf Deutsch? Geht es um andere Märkte? Wie geht es mit Özil weiter (auch in Arsenal)?
    Welche Rolle spielt der Wettbewerb zwischen der Türkei und D um die EM-Austragung?

    Herr Löw, sollte er wirklich weitermachen, sollte sich neue Berater bzw. keinen Berater suchen, um mögliche Konflikte – auch wenn sie nur konstruiert werden – auszuschließen.

    Herr Hoeness bringt mal wieder vieles auf den Punkt:
    https://www.bild.de/sport/fussball/nationalmannschaft/hoeness-attacke-auf-oezil-er-hat-seinen-letzten-zweikampf-2014-gewonnen-56398712.bild.html

    Aus meiner Sicht kommt der DFB nicht an einem Neuanfang herum (inkl. Trainer, Manager, Präsi).

  • #18
    Arnold Voss

    Ich fasse Mesut Özil mal kurz zusammen: Außer bei Erdogan und ihm selbst darf Rassismus niemals akzeptiert werden. 🙂

  • #19
    langsamdenker

    #17 "Wenn gar nichts mehr geht schreit auch der Fußballer "Rassismus"…"
    Mesut Özil ist nach den "Erdoganbildern" als "Ziegenficker" bezeichnet worden und es wurde ihm nahegelegt "geh doch nach Anatolien". Weitere Beispiele erspare ich uns. Was ist das anderes als Rassismus?
    Was Sie nach "Hier geht es um Geld" fabulieren, sind nichts als suggestive Unterstellungen. Sind Sie Verschwörungstheoretiker von Beruf?

    An einige Mitschreiber und -Leser hier:
    Ich erinnere mich gut an die Aktion der schwedischen Mannschaft, die sich geschlossen hinter Jimmy Durmaz stellte. Ich hätte mir gewünscht, dass sich wenigstens die Mannschaft hinter Mesut stellt. Und zwar trotz der Bilder mit Erdogan, weil er die rassistischen Beleidigungen niemals verdient hat. Aber vielleicht bin ich auch zu naiv mit meinem Wunsch nach Solidarität und Teamgeist.

    @ Robin. Sollte Özils Kritik an Grindel diesen stürzen lassen, gäbe es doch noch einen möglichen Gewinner. Den deutschen Fußball.

  • #20
    MichaelM

    @Klaus Lohmann -es ist durchaus möglich, dass Özil – wie auch Gündogan und Sahin – Erdogan unterstützen. Das tun im übrigen 60-70% der hier in Deutschland lebenden, in der Türkei stimmberechtigten türkeistämmigen Bürger. Die Türkei ist nach wie vor ein Partner der Bundesrepublik auf nationaler und transatlantischer Ebene.

    Mit dem gleichen Recht, mit dem man nun wieder auf Özil eindrischt, müsste man doch den gesamten DFB verdreschen, hat er sich doch für die Putinspiele "unpolitisch" instrumentalisieren lassen – wie auch schon früher in Argentinien oder demnöchst in Quatar – man könnte natürlich das klägliche und lachhafte Ausscheiden der vor Arroganz strotzenden deutschen Nationsamannschaft natürlich schon in gewisser Weise als Boykott – nicht sllerdings als politischen- werten.

    Ehrlicher wäre gewesen, wenn der DFB gesagt hätte, dass es ihn nicht interessiert, das Wertegerede ohnehin nur aus Worthülsen bestehe und den sportlichen Erfolg, der gleichbedeutend mit wirtschaftlichem Erfolg ,alles unterordnet.

    In einem solchen System ist es vollkommen verlogen, von Profifussballern eine politische Correctness zu fordern, die nirgendwo in duesen Ebenen gelebt wird.

    Von heutigen Nationalspielern wird auch gar keine politische Correctness gefordert – sie sollen einfach die Schnautze halten und möglichst häufiger den Ball ins Netz befördern als die Gegner.

    Özil sagt eigentlich nur das, was fast alle türkeistämmigen Bürger hierzulande wissen. Sie bleiben immer "die Türken", die schon Helmut Kohl loswerden wollte.

  • #21
    Klaus Lohmann

    @MichaelM: Wer den GröTaZ in einem Wahlkampf unterstützt, der ihm einen umfassenden Rückbau eines ehemaligen Rechtsstaats in eine Autokratie ermöglichen wird, geht mit eigener Verantwortung "in die Küchenhitze" und darf sich übers breite und sehr kritische Echo der demokratischen Mehrheit in Deutschland weder wundern noch aufregen – über die rassistische Zuspitzung desselben seitens unserer AfD-Frontlappen muss sich aber gründlich aufgeregt werden.

    Ich bleibe aber dabei, dass neben dem Amateurverein DFB die Hauptverantwortung (und wahrscheinlich die Haupteinnahmequelle) für diese bewusste Provokation dem Özil-Management anzulasten ist – während sich Erdo halbtot lacht.

  • #22
    HeinrichB.

    Schade, dass Özil zurückgetreten ist, hätte mich schon interessiert, ob Löw bei ihm irgendwann dann doch mal sportliche Kriterien angewandt hätte.
    Schade, dass Özil zurückgetreten ist, ich halte ihn vom Talent her für einen der besten deutschen Spieler aller Zeiten. Aber wann hat er sein Potential wirklich abgerufen? Was hätte er, was hätte die deutsche Nationalmannschaft dann alles erreichen können?
    Jetzt hoffe ich auf Gnabry, Sané, Brandt oder wer sich sonst in den nächsten Monaten hervortut. Ganz egal wieviel oder wiewenig Migrationshintergrund die jeweiligen Spieler haben.

  • #23
    thomas weigle

    M. Özil hat sich mit Erdowahn ablichten lassen, nicht schön das, aber das tun ganz andere auch. Sicher sieht geschicktes Krisenmanagement hinterher anders aus, von allen Beteiligten.Was dann aber folgte, muss für ihn ein dejavu gewesen sein. Die rassistischen Beschimpfungen, denen er wie eigentlich alle Türken in seiner Kindheit und Jugendzeit ausgesetzt war, wurden zum üblen Trommelfeuer.
    Es gibt aber auch Gewinner, nämlich die, die es ja schon immer gewusst haben, dass "der Türke" hier nicht hin gehört und in die DFB-11 gleich gar nicht.
    Welcher jugendliche Fußballhoffnungsträger mit migrantischen Wurzeln wird sich jetzt noch für eine Laufbahn in den DFB_Mannschaften entscheiden, wenn ihm auch eine Alternative zur Verfügung steht?
    Das Motto von über 900 SGE-Fanclubs "aus Vielfalt wird Eintracht", das ja irgendwie auch für die DFB-11 erfolgreich seit KlinsmannLöw galt, hat jedenfalls in Sachen DFB Schaden genommen.

  • #24
    ke

    @19 langsamdenker:
    Verschwörungstheoretiker wg. "Hier geht es um Geld" ?

    Um was denn sonst?
    Herr Gündogans Aktivitäten in der Türkei werden hier beschrieben:
    https://www.welt.de/politik/ausland/article176390155/Treffen-mit-Erdogan-Guendogan-und-die-Naehe-zur-tuerkischen-Polit-Elite.html

    Ein Szenario:
    Herr Özil will in die Türkei wechseln. Dann würde der große Auftritt plötzlich Sinn ergeben.

    Es geht hier aber um einen internationalen Fußballstar mit Management, d.h. einer Kommunikationsstrategie sowie einer Geschäftsstrategie.
    Das ist nicht Lutz aus der Klasse 10b.

    Bei strafbaren Kommentaren hört es natürlich auch. Dass es viele geschmacklose Kommentare gab, ist auch belegbar.

    Es ist auch in meinem Umfeld durchaus so, dass Menschen, die meinen, dass es woanders alles besser ist, in versch. Situationen gesagt bekommen, dass sie doch dahin gehen sollen. Wer zuviel flirtet, muss sich nicht wundern, dass er irgendwann nicht mehr akzeptiert wird.

  • #25
    Walter-Stach

    1.
    Helmut -14-,
    meine uneingeschränkte Zustimmung!

    Wieder einmal wird mittels der Medien, vor allem mittels der sog. sozialen, der von mir mittlerweile sog. sozialen Netzwerke "aus einer Mücke" ein "Elefant gemacht", um sich hasserfüllt und wider jede Vernunft in der Gesellschaft -weit über die Gemeinde der Fußball-Fans hinaus- auszutoben. Und zunehmend mittels einer Ausdruckweise, die jedes Gefühl von Anstand im Umgang miteinander vermissen läßt. Das hat -nicht nur – m.E. ganz entscheidend damit zu tun , daß "man" sich "im Netz" anonym äußern kann.

    2.
    Selbstverständlich kann "man " über den Fußballer Ozil unterschiedlicher Meinung sein.
    Ich war vor (!!) der WM und vor (!!) seiner Ablichtung mit Gündodan/Erdogan der Meinung, daß seine 2o17/2o18 bei Arsenal und in der DFB-Auswahl gezeigten Leistungen begründeten Anlass für Löw geliefert haben, ihn nicht von vornherein zu den Spieler zu erklären, die sich als für die WM gesetzt halten durften.
    Ich hätte ihn aus fußballerischen Gründen (!!) zu Hause gelassen. Das ist meine Meinung als Fußball-Fan und nicht etwa das "absolut Richtige".

    Wenn nunmehr, wie ich soeben lese, der unsägliche Herr Honess meint, auch er müsse sich jetzt noch am Niedermachen des Fußballes Özil beteiligen, dann zeigt mir das in der Enseitigkeit seiner Begründung, daß es nicht abwegig ist, für diese Niedermachen von Özil über andere als als "rein sporltiche" Gründen nachzudenken. Denn wenn es Honess tatsächlich nur darum gegangen wäre, im Nominierung von Özil für die WM und seine Aufstellung in zwei WM-Spielen aus rein sportlichen Gründen zu kritisieren, dann hätte das Gebot sportlicher Fainess Honess dazu anhalten müssen, in seinen Zorn über die aus sportlchen Gründen nicht vertretbare Nominierung von Özik für die WM
    auch "seinen FCB-Spieler Müller" einzubeziehen. Denn dessen Leistungen waren in 2o17/2o18 bei den Bayern und in der DFB-Auswahl im Vergleich mit denen von Özil wesentlicher schlechter.
    Hoenes liefert folglich Özil eine Bestätigung für seine Mutmaßung, daß nicht um ihn als Fußballer geht, sondern daß es um ihn als sog. türkisch-stämmigen Deutschen geht, dessen politisches Verhalten nicht dem entspricht, was "man" medial als "deutsch-nationales Verhalten" von jedermann einzufordern zu sein scheint -immer heftiger, immer öfter, immer rabiater.

    Helmut,
    meine letzten Einlassungen zeigen, daß auch ich nicht darum herum zu kommen scheine, mich trotz einer aus meiner Sicht politischen Petitesse am gesellschaftspolitische Getöse um Özil zu beteiligen.

    PS
    1.
    Wenn ich Özil wäre…..
    Es gab nichts anderes, als den Verzicht auf eine weiteres Mitmachen in der DFM-Auswahl und "höchste Konzentration" auf die neue Spielzeit beim FC Arsenal London.

    2.
    Wie schon kurz nach der WM von mir festgestellt:
    Der Versuch von Bierhoff, von Grindel , von… für .die katastrophale Leistung der DFB-Auswahl bei der WM wesentlich Özil verantwortlich zu machen, ist primitiv, ist jämmerlich, aber m.E. typisch für die Qualitäten des Führungspersonales beim DFB.

  • #26
    Walter-Stach

    Ergänzung:
    sh. Ziffer 1 im zweiten Halbsatz:
    "der mittlerweile von mir sog. a – sozialen Netwerke …"

  • #27
    Walter-Stach

    Zweite Ergänzung:
    Helmut,
    im Sinne Deiner Anmerkung -14-:
    Tagtäglich sterben Menschen, die aus ihrer Heimat zu flüchten versuchen, im Mittelmeer, sozusagen vor unserer Haustür, was verhindert werden könnte, wenn………..

    Emotional bewegt das unter den 83 Mio Deutschen "bestenfalls" eine winzige Minderheit.
    Emotional bewegt sind dagegen "beinahe" (??)" alle 83 Millionen, wenn es um den Fußballspieler Özil geht -irre oder?

    PS
    Damit mich niemand mißversteht:

    Ich hätte Özil geraten, a.) auf das Foto mit Erdogan zu verzichten und b.) die Ankündigung seines "Rückzuges aus der DFB-Auswahl" nicht zu verbinden mit einer Erklärung, wie er sie in diesem Zusammenhang jetzt veröffentlicht hat. Das ändert nichts daran, daß ich Beides akzeptiere ,weil Özil nichts anderes als Gebrauch seiner Meinungsfreiheit macht. Und diese Freiheit steht ihm wie jedermann zu, einschließlich des Inkaufnehmens gegenteiliger Meinungsbekundungen.

  • #28
    Walter-Stach

    Dritte Ergänzung:
    Helmut,
    meine auch hier bei den Ruhrbaronen bekundete große Freude darüber, daß "die" Franzosen Weltmeister geworden sind, hat auch damit zu tun, daß Mannschaft, Trainer und über die Fußball-Fans hinaus die französischen Gesellschaft gezeigt haben, daß es ein Zusammenstehen, eine Zusammengehörigkeit geben kann jenseits aller Unterschiede der Spieler der WM-Elf nach Herkunft, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung oder politischer Orientierung.
    Und bei uns?
    Gauland hat doch seinerzeit -sh. Boateng- all denen die Vorlage geliefert, die sie jetzt zu nutzen versuchen, um…..? Ja, um was eigentlich erreichen zu wollen?

  • #29
    Wolfram Obermanns

    Um die Causa Özil zu verstehen, ziehe ich zwei Vergleiche heran, aus denen sich für mich zwei Fragen ergeben:
    1. Wieso ist Gündogan, der sich beim Fototermin deutlich angreifbarer gemacht hat, nicht in der Schusslinie?
    2. Wieso bekommt Özil im Gegensatz zu Boateng kaum Unterstützung bei rassistischen Ausfällen?

    1. Kann ich mir nur mit enttäuschten sportlichen Erwartungen,
    2. mit der saudämlichen Fotoaktion erklären.

    Sein Gesülze zum Rücktritt weist ihn darüberhinaus als bestens der umgebenden Geschäftswelt angepasst aus. Die Resonanz darauf zeigt den jeweiligen Grad der Heuchelei der Medien und des Publikums im Bezug auf FIFA, DFB und Weltmeisterschaft.

    Das Schwadronieren über die gescheiterte Integration weist in Teilen auf eine rassistische Grundhaltung der Apologeten hin, die politische Stellungnahmen von Migranten nicht ernst nehmen können.

  • #30
    Sara

    @28

    Guter Einwurf mit Gauland und Boateng. Damals habe ich eher eine Minderheit gesehen die gegen Boateng gehetzt hat, die Mehrheit war solidarisch mit Boateng. Aber Boateng hat auch nicht von seinem Präsidenten Mahama gesprochen bzw. sich nationalistisch zum Land seiner Vorfahren geäußert.

  • #31
    thomas weigle

    Es wäre jetzt an der Zeit, dass sich die Vereine und die Ligen deutlich positionieren gegen diesen Fäkalsturm im Netz.

  • #32
  • #33
    Walter-Stach

    Fakten…
    All denjenigen, die vorgeben, ihre sich in erbärmlichem Hass äußernde Ablehnung von Özil damit begründen zu können, er habe nie die Qualitäten für ein Mitglied der DFB-Auswahl gehabt, geschweige denn für eine Führungsposition -sh. jetzt u.a.Hoeness- empfehle ich den Beitrag bei Spiegle-online zu lesen:
    "Sportliche Fakten über Özil"
    -ein Blick auf die Zahlen.

    Diese Zahlen stehen nicht in Widerspruch zu meiner unter -25- Ziffer 2, im ersten Absatz geäußerten Meinung, daß die Leistungen von Özil in der Spielzeit 2o17/2o18 (!!) bei Arsenal und in der DFB-Auswahl für mich gemessen an seinen Fähigkeiten unbefriedigend waren, so daß insofern seine Nominierung für mich keineswegs selbstverständlich war, wohl aber für Grindel, Bierhoff, Löw ,Hoeness, für die Fußballexperten in den Medien und für die große Mehrheit der Fans.

  • #34
    Helmut Junge

    Dieser Fall Özil wird vollkommen überbewertet.
    All diese unzähligen Fälle von persönlicher Betroffenheit gehen mir mittlerweile auf den Keks.
    Wenn jemand beleidigt wird, kann er den Beleidiger jederzeit anzeigen. Wenn er, oft ist es eine sie, das nicht tut, und sich mit seinem (ihrem) Problem an die Öffentlich wendet, damit die sich darum kümmert, wird mich so schnell nicht mehr erreichen können.

  • #35
    Walter-Stach

    Sommerloch…
    Gibt es schon "mediale Dankadressen" an Özil dafür , daß er ihnen den denkbar besten "Füller des Sommerloches 2o18" geliefert hat -weniger wegen seines Verzichtes auf eine Nominierung für die DFB-Auswahl, sondern wegen seines damit einhergehendes Rundumschlages gegen den DFB, gegen Grindel, gegen….?

    PS
    Erfreulich für mich mit Blick auf Urlaube, daß sich für diesen "Sch…." niemand in den Niederlanden, niemand in England interessiert.Von meinen Fußball-Freunden in den NL werde ich allerdings, wie schon telefonisch zu vernehmen war, zu hören bekommen, daß es ja vielleicht sogar besser war, gar nicht an der WM teilzunehmen, als so jämmerlich wie "die" Deutschen vorzeitig nach Hause geschickt zu werden.

    Und die Arsenal Fans in England, speziell in London erwarten, daß sich Özil ab sofort mit all seinem fußballerischen Können ausschließlich für seinen Verein engagiert -und zwar stärker, erfolgreicher als in der Spielzeit 2o17/2o18. Da befaßt sich niemand mit der Abbildung Erdogan/Özil. Gleiches wird für die ManCity Fans bezogen auf "ihren Gündogan" gelten. Selbstverständlich erwarten mich in London -nicht nur unter den Arsenal-Fans- einige spöttische Bemerkungen zu vorzeitigen Ausscheiden der DFB-Auswahl vor allem mit Blick auf den 4.Platz "der" Engländer. Der Spott läßt sich ertragen, auch deshalb, weil die Vergangenheit mir ja genügend Material zum Kontern bietet.

    Robin, Thomas,
    es dürfte weitaus schwieriger sein, Grindel los zu werden als Frau Merkel.

    CDU/CSU wirken im Vergleich mit der Organisation "DFB" und im personellen Vergleich als moderne, aufgeschlossene, fortschrittliche Einrichtungen mit führungsstarkem Personal ,und die Kanzlerin erscheint im Vergleich zu Grindel eine stets risikobereite, strategisch denkenden und planende so wie reformorientierte, weltoffene Führungskraft zu sen. Im übrigen sehe ich in einem denkaren und mir wünschenswert erscheinendne Ausscheiden von Grindel keinerlei begründeten Anlass annehmen zu können, damit sein der Anfang gemacht zu einer fundamentalen Reform des DFB -an Haupt und Gliedern, organisatorisch, personell-. Wer sich in etwa auskennt in der personellen Besetzung der Landesverbände des DFB, in der personellen Besetzung es sog. DFB-Bundestages, in der Besetzung des Führungsgremien des DFB könnte verzweifeln, sollte er sich diese Reform an Haupt – und Gliedern , beginnend mit dem Ausscheiden von Grindel, erhoffen.

  • #36
    Jiri

    Es ist wiederum erstaunlich, wie hier einige versuchen, jede Kritik als Trittbrett für Hetzerei zu delegitimiimieren. Herrr Hoeneß hat heute nur provozierend Ozils Leistungen in den letzten Jahren angeesprochen.

  • #37
    Arnold Voss

    http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/boxer-uensal-arik-ueber-oezil-duemmere-aussage-noch-nicht-gehoert-15704304.html

  • #38
    Gerd

    @29:

    Gündogan hat sich sehr schnell von den Bildern distanziert, Özil hat 69 Tage geschwiegen und sich dann erneut hinter den türkischen Machthaber gestellt, dessen Regime immer noch etliche deutsche Bürger als Geiseln hält.

    Özil hat den Shitstorm redlich verdient.

  • #39
    Puck

    Eins erstmal vorausgeschickt: Von Fußball verstehe ich nix und habe die Berichterstattung über die WM deshalb bisher nur so nebenbei verfolgt…
    An den Stellungnahmen von Özil fällt mir jetzt aber doch so einiges auf, zunächst der zutiefst verletzte Unterton, der vermuten lässt, dass es hier nicht nur um dieses Foto und die Reaktionen darauf geht.
    Er hat ja recht wenn er feststellt, dass zwar von "Deutschtürken" gesprochen wird – aber nicht von "Deutschitalienern" oder "Deutschpolen".
    Andererseits verblüfft die Hartleibigkeit, mit der er eigene Fehler in der ganzen Affaire ausschließt. Natürlich ist er kein Politiker und niemand verlangt von ihm, dass er seine Wurzeln verleugnet. Aber es dürfte ihm nicht entgangen sein, dass – nur so als Beispiel – Deniz Yücel, der womöglich auch schon Mal als "Deutschtürke" tituliert wurde, für 1 Jahr in der Türkei eingesperrt war, nur weil er sich erdreistet hat, seinem Beruf nachzugehen, und dass womöglich das Einstehen für die eigenen Wurzeln nicht ganz dasselbe ist wie launiges "Cheese" in die Kameras mit einem Egomanen der gerade dabei ist, das Land seiner Wurzeln in eine Diktatur zu verwandeln.
    Die Erklärung, dass Erdogan als Staatsoberhaupt per se Hochachtung verdient, ist da eher grenzwertig.
    Da stellt sich schon die Frage, wo die berechtigte Auflehnung gegen subtile Diffamierung ("Deutschtürke") aufhört und die reflexartige Abwehr jeglicher Kritik anfängt.

    Interessant finde ich übrigens auch die Reaktionen aus der türkischstämmigen Community – auch wenn die Statements im TV natürlich nicht repräsentativ sind – die mehrheitlich in die Richtung gehen: Na und? Merkel und Macron treffen sich doch auch mit Erdogan und lassen sich mit dem fotografieren. Das trifft den Nagel leider exakt neben den Kopf. Im Gegensatz zu Özil sind das Politiker, deren Job es ist, mit Typen wie dem zurecht zu kommen und Schaden zu begrenzen , was zugegebenermaßen oft zu recht grenzwertigen Ergebnissen führt – anstatt sich ohne Not für launige Imagefotos einspannen zu lassen.

    Also irgendwas läuft da gründlich schief, und anscheinend nicht erst seit neulich.

  • #40
    thomas weigle

    @ Robin,@ Walter Der Wurschtuli gehört eigentlich seit langem und nicht erst seit seiner Haftstrafe in die Abteilung "erledigte Fälle" und ist sicher einer der Hauptgründe für die grandiose Beliebtheit der Münchener Bauern außerhalb der eigenen Fanklientel. Diese Beliebtheit brachte F. Küppersbusch am Dienstag nach dem Pokalfinale in der TAZ zum Ausdruck, als er auf die obligatorische Frage nach dem BVB antwortete: "Torjubel in DO-Barop, Hubkonzerte. Gibt es in Deutschland eigentlich einen Verein der so beliebt ist wie die Bayern unbeliebt sind?"

  • #41
    Wolfram Obermanns

    @38 Gerd
    Die Stellungnahme Gündogans als Distanzierung zu bezeichnen fällt mir schwer.

    Bei Özil sollte man meiner Meinung nach nicht vergessen, er war auch sportlich immer umstritten.

    Spannender als die für mich inzwischen abgehakte WM mit allem Drum und Dran finde ich die Berichterstattung. Es gibt Journalist*innen die im Eifer des Gefechts gegen Rassismus, der unbestreitbar das Theater mit prägt, die Werbepartnerschaft mit einem faschistoiden Diktator als "naiv", "kritikwürdig" oder "unschön" relativieren und so en passant ihre Querfronttauglichkeit dokumentieren. Ich denke, daß sind Informationen, die man sich merken sollte.
    Das ist aber zudem eine Information darüber, was bei der Integrationsdebatte ohnehin häufig schief läuft. Geprägt von rechtem und linken Rassismen, erstere Dämonisieren gerne, während letztere Immigranten Infantilisieren, wird jede Debatte zum verflachendem Lagergefecht der in der Sache Inkompetenten, die außer hysterisierter Betroffenheitsrhetorik wenig zu bieten haben.

  • #42
    Walter-Stach

    Gerd, Jiri, -36/38-
    wenn ich von Ihnen eine andere Meinung als die vorgetragene hätte lesen können, wäre ich sehr überrascht gewesen; "ett iss wie ett iss", sagt man im Revier, auch in GE, wo Özil aufgewachsen und das Fußballspiel als "sein Spiel" für sich entdeckt hat.

    Thomas Weigle,
    Hoenes, Söder, Seehofer, Dobrindt……..
    Gut so, daß nicht alle Bayern so denken und so reden wie diese Typen.
    Die jüngste Demo in München hat gezeigt, daß es in Bayern parteiübergreifend nicht nur zahlreiche Anhänger einer freiheitlich –pluralistisch Gesellschaft gibt, sondern auch kampfbereite, zumindest protestbereite Bürger, wenn diese meinen, eine solche Gesellschaftsordnung sei in Gefahr. Ich habe mich jedenfalls über den großen Ärger der Söders pp. über die Demo gefreut.

    PS
    Von all diejenigen,

    die ihren Rassismus unverhohlen ausleben in ihrem Hass auf Özil und dabei so tun, als ginge es ihnen in der Sache "nur" darum, ihre Ablehnung des Autokraten Erdogan und ihre Ablehnung jedweder Nähe, jedweder Zusammenarbeit mit ihm zu demonstrieren ,

    müßten doch jetzt heftige Proteste kommen angesichts der Information darüber, daß die Bundesregierung für "deutsche "Geschäfte in der Türkei, mit der Türkei wider mehr Hermes-Bürgschaften zuläßt und zudem ihre "Reisewarnungen" entschärft hat.
    Das hat die TAZ in ihrer Ausgabe vom 23,7. -S.o8- zu der Artikel-Überschrift veranlaßt:i

    "Bundesregierung hilft Erdogan",

    Ja und?
    Das interessiert die Rassisten, die mit ihrem Hass jetzt über Özil herfallen doch letztlich gar nicht, und kann sie auch nicht interessieren, weil es für ihren Rassenwahn, ihren Rassenhass nicht relevant ist.i

  • #43
    Helmut Junge

    Walter, "…müßten doch jetzt heftige Proteste kommen angesichts der Information darüber, daß die Bundesregierung für "deutsche "Geschäfte in der Türkei, mit der Türkei wider mehr Hermes-Bürgschaften zuläßt und zudem ihre "Reisewarnungen" entschärft hat.
    Das hat die TAZ in ihrer Ausgabe vom 23,7. -S.o8- zu der Artikel-Überschrift veranlaßt:i
    "Bundesregierung hilft Erdogan","
    Mich ärgert das schon. Aber ich wüßte nicht, wie ich das jemanden mitteilen könnte, ohne daß sich Rechte hineinhängen. Wir sollten uns von dem Gedanken trennen, daß wir ein Thema für uns allein besetzen. Früher war das noch möglich, aber die Welt ist sehr viel komplizierter geworden.
    Die Rechte profitiert nicht, weil ich kleiner Wicht den Erdogan nicht mag, sondern weil die Groko kein erkennbares Konzept hat, mit sehr vielen Alltagsproblemen umzugehen. Auch deine Partei ist in der Groko!. Schon vergessen?
    "Bundesregierung hilft Erdogan", siehe oben.

  • #44
    thomas weigle

    @ Walter Stach Es ist ja jetzt nicht so als unterschieden sich Erdogan und seine Anhänger in ihrem Rassen-und Blutwahn von den deutschen Rassen-und Blutfanatikern.
    Anzumerken wäre noch, dass die Türkei einigen deutschen Antifaschisten Zuflucht und Arbeit bot, dennoch waren die offiziellen Beziehungen während der 1000 Jahre nicht die schlechtesten.
    Und Bayern? Nun unterscheidet sich München, zusammen mit einigen anderen Städten,durchaus vom großen Rest des "Freistaates". Dennoch: AFD/CSU werden sicherlich deutlich über 50% im Herbst erzielen. Gegrummelt hat es vergangenheitlich schon öfters in der CSU, aber wenn`s zum Schwur kam- Ausnahme Kreuth 76- dann gab es kaum Rebellen, jedenfalls nicht von solcher Anzahl, dass sie etwas hätten bewirken können.

  • #45
    Jürgen

    Aus meiner Sicht liegt das Problem bei Mesut Özil nicht in der Person Mesut Özil begründet, sondern in seiner Familie und seinem Management. Ich sehe auch die T-Shirt-Aktion von Mesut Özil und Ilkay Gündogan nicht als eigenverantwortlich veranlasst und angeschobene Aktion, auch hier sehe ich das Management der beiden als Hauptakteure. Möglicherweise erfolgte diese Aktion ja tatsächlich, um in der Türkei wirtschaftlich noch fester Fuß zu fassen. Die Einkünfte von Hr. Özil und Hr. Gündogan müssen ja gut angelegt werden. Es gibt genug Beispiele von Fußballern, die trotz sehr guter Einkünfte zum Schluss recht knausern mussten.

    Das dabei Hr. Özil und Hr. Gündogan vor den Wahlkarren von Hr. Erdogan und sein Management gespannt wurden, war dem Management der Spieler ganz sicher bewusst und den beiden Fußballern möglicherweise egal. Oder sie haben es tatsächlich als Ehre empfunden, von Hr. Erdogan empfangen zu werden. Würden beide Spieler ihr Management dazu drängen, verbal zurück zu rudern, wären wiederum Hr. Erdogan und sein Management sehr angepisst.

  • #46
    Gerd

    @42:

    Fußball geht mir am Allerwertesten vorbei. Prominente, die mit für Möchtegern-Diktatoren werben weniger. Und wenn die dann noch die Dreistigkeit besitzen sich als Opfer zu inszenieren hört es auf.

    Opfer sind die, die Erdogan entlassen, ins Exil getrieben oder eingesperrt hat. Nicht die, die sich ohne Not an ihn rangeschmissen haben.

  • #47
    ke

    Es geht hier nicht nur um ein Foto etc., sondern bei Güdogan um eine ganz klare Aussage, die in ihrer Deutlichkeit keine Möglichkeit der Fehlinterpretation zulässt:
    „Mit Hochachtung für meinen Präsidenten“

    Ja, ein Fußballfan steht zu seinem Club, ein Staatsangehöriger meistens auch zu seinem Land. Wie kann man sich ernsthaft wundern, dass es nach so einer Aktion zu Pfiffen kommt?
    Die Herren sind auch viele Jahre im Geschäft und werden von einem Management beraten. Es sind keine Kinder. Hier ist der Spruch aus #41 W Obermanns treffend:
    "Geprägt von rechtem und linken Rassismen, erstere Dämonisieren gerne, während letztere Immigranten Infantilisieren"

    In nahezu jedem Verein würden sie auch nicht mehr aufgestellt werden, wenn sie sich öffentlich mit einem andere Vereinspräsidenten so treffen und äußern würden.
    Wenn sie als Botschafter der Türkei agieren wollen, sollen sie es tun. Das ist ihre freie Entscheidung. Der DFB müsste dann nur entsprechend reagieren.

    Dass es noch keine Aussagen vom Dfb zu Herrn Gündogans Zukunft gibt, kann ich nicht nachvollziehen. Das Thema hätte seit Monaten durch sein können.

  • #48
    Helmut Junge

    In den letzten 11 Monaten hat die türkische Lira gegenüber dem Euro etwa 40% an Wert verloren. Das bedeutet für Leute, die ihr Vermögen in Euro, oder auch Dollar besitzen, daß sie in der Türkei genau um diese 40% reicher sind. Für Leute, die sich mit ihrem Geld in der Türkei niederlassen wollen, ist das in eben diesen 11 Monaten ein Riesengewinn. Daß die Menschen dagegen, die in der Türkei leben und nur türkische Lira besitzen, auf der anderen Seite der Gewinn-Verlustbilanz sitzen, und entsprechend ärmer geworden sind, muß bei solchen Überlegungen keine Rolle spielen. Man ist nicht einmal gezwungen solche Zusammenhänge zu verstehen. Heute ist die türkische Lira zwischenzeitlich über 4% gegenüber dem Dollar gefallen. An einem Tag!

  • #49
    Walter-Stach

    -45-
    Ja, Jürgen, es besteht Anlass zu der Mutmaßung, daß Mezud Ösil all seinen mir zumindest mißglückt erscheinenden Auftritte (Bild mit Erdogan, Rücktritt aus der DFB-Auswahl und vor allem bezogen auf sein dazu abgegebene Statemant) weder auf einer eigenständigen Initiative zurückzuführen sind und schon gar nicht inhaltlich, sprachlich, zeitlich entscheidend von ihm bestimmt wurden.

    Er ist ein Fußball-Profi internationaler Spitzenklasse. Er scheint auch, z.B. nach den Bekundungen seiner Freunde/Bekannte in GE, stets ein "anständiger Kerl" gewesen , und vor allem auch als Mehrfachmillionär geblieben und nicht, wie viele Seinesgleichen, ein "arroganter A…" geworden zu sein. Aber er schien mir nie, auch heute nicht, jemand zu sein, der die Öffentlichkeit sucht und schon gar nicht die politische, die sind ihm offenkundig fremd.

    -45-
    Jürgen,
    daß ändert nichts daran, daß er die Letztverantwortung zu tragen hat für Alles was er tut bzw. nicht tut und dafür wie er das macht.

    Ihre Einlassung könnte allerdings dazu beitragen, daß alle Akteure, die die "Auftritte" von Özil zu nutzen versuchen, um damit Politik zu machen, ‚mal darüber nachdenken, ob sie dabei nicht jedes vernünftige, weil sachlich vertretbare Maß überschreiten. Das gilt vor allem für diejenigen, die in den "a sozialen" Netzwerken Özil zum Objekt ihres Rassenwahns/ihres Rassenhasses machen.

    Und wenn Erdogan, wie ich so eben lese, Özil jetzt als Patrioten feiert, dann frage ich mich, ob es Erdogan -so wie das offenkundig für die Berater von Ö.- nebst Vater- zu gelten scheint, völlig egal ist, was das von ihnen initiierte, gemanagtem und für sich genutzte "unendliche " Spektakel mit dem Menschen Özil gemacht hat und möglicherweise noch machen wird.
    "Jedes menschliche Maß" scheint abhanden gekommen zu sein -bei den hiesigen Rassisten, bei "den Berater von Ö", bei Erdogan, in den deutschen Medien -ihrer Quoten, ihrer Auflage wegen.

    Jürgen,
    so zu denken, dieses aufzuzeigen ist das Eine.
    Das Andere ist, daß dieses "menschliche Maß" nicht nur den Vorgenannten, sondern der Gesellschaft in Gänze abhanden gekommen ist , und das nicht zuletzt dadurch möglich gemacht, daß "man" sich anonym in den a – sozialen Netzwerken wider jeden Anstand, ja wider das simple Gebot von gegenseitigem Respekt menschenverachtend, diskriminierend, beleidigend austoben kann , sich gegenseitig befeuernd hochschaukelt im Hass auf andere Menschen; hier auf Özil.

    Was jetzt in Sachen Özil zu registrieren ist, scheint mir also lediglich das zu bestätigen, was ich als gesamtgesellschaftlichen Zustand umschrieben habe .
    Nicht neu. Nicht überraschend. Und doch in Quantität und Qualität erschreckend -jedenfalls was mich betrifft.

    Wenn "morgen" Özil vergessen ist, wenn morgen keine Flüchtlinge mehr nach Europa kommen würden, wird diese Gesellschaft immer wieder neue Anlässe finden, ihre Konflikte mehr und mehr "wider jedes menschlichen Maß" auszutragen, was u.a. immer wieder dokumentiert werden wird durch Rassismus, durch Fremdenhass, durch eine zunehmend vulgäre Sprache, ua. dann, wenn es um den Sport, eben auch dem Fußball-sport geht. Folgen für Gesellschaft und Staat, konkret für den weltweit praktizierten Fußball-Sport. Wer wird der nächste Özil sein?

  • #50
    Walter-Stach

    -43-
    Helmut,
    ich habe auf den TAZ-Beitrag nur hingewiesen, um ua. damit zu verdeutlichen, daß diejenigen, die Özil kritisieren, weil sie vorgeben, es gehe ihnen dabei pirmär um seine per Bild gezeigte Nähe zum Autokraten Erdogan, sich a.) als nicht konsequent zeigen, wenn sie jetzt zu den neuesten Erdogan freundlichen Akten der Bundesregierung schweigen, und b.) vor allem deshalb, weil ich aus diesem Schweigen folgere, daß die maßlosen Anfeindungen gegenüber Özil nichts mit dessen vorgeblicher Nähe em Autokraten Erdogan zu tun haben, sondern Resultat ihres permanenten Rassenwahn/Rassenhasses sind.

    -48-
    Helmut,
    man darf gespannt sein, ob es, wann es und wie es Erdogan schaffen kann, die sehr problematische Wirtschafts-und Finanzlage zum Besseren zu wenden. Und wenn nicht? Dazu ließen sich einige Mutmaßungen anstellen.

    Helmut,
    ua. darüber so wie über die deutsche, die europäische Türkeipolitik wäre nachzudenken und zu diskutieren und nicht "mit Schaum vor dem Maul" tagelang, wochenlang, monatelang (! )über Özil -und "seine" Folgen für den Fußball-Sport. Oder gar für die gesamtgesellschaftliche Situation in Deutschland, für das deutsch-türkische Verhältnis oder für….???

  • #51
    Lusru

    #1 Robert Müser 22. Juli 2018 um 18:42
    ja,
    "Ein wahres Trauerspiel, wohl war … "
    Weil:
    "Einfach gestrickte Figuren werden jetzt wieder Futter für Pöbeleien und Unterstellungen jeglicher Art finden und die Deutschen mit türkischen Wurzeln werden sich für Dinge rechtfertigen müssen, die bei Deutschen mit polnischen(*) Wurzeln ( (*) = Nationalität nach Belieben austauschen) niemals unterstellt werden würden."
    Richtig, diese "einfach gestrickten", wie unser lieber Mesut Özil, die Diktatoren nicht von "Präsidenten" unterscheiden können, besser nach letzter Entwicklung: nicht unterscheiden wollen, die kommen nun mit Unterstellungen (!!), dass daran (!!) der Rassismus und institutionelle Migrantenhass im deutschen (Nazi-?)Fussball schuld sei.

    Da beschimpft ein türkischer Präsident, der dabei ist, völlig offen erkennbar eine faschistische Türkei nach allen Regeln, die das vergangene Jahrhundert dazu anbietet, aufzubauen, der beschimpft den deutschen Staat als Nazi-Staat, als faschistisch, und das öffentlich im TV, von der Kanzlerin schmollend widerspruchslos hingenommen (und den Mesut dabei für den Fussball lobend), und dann lässt sich dieser Kanzlerinnen- und offensichtlich auch Diktatorenliebling kuz vor der Türkenwahl, also als Wahlhilfe eines Fussballweltmeisters für den Diktator, und kurz vor der "Verteidigung" seines eigenen Fussballweltmeistertitels in liebevollen freundschaftlichen Posen mit dem doch so "frei gewählten" Diktator ablichten, damit auch der letzte Türke und Fussballfan diesen wählen möge

    "Ein wahres Trauerspiel, wohl war … "

    Und schliesslich, nachdem klar ist, dass man im deutschen Fussballnationaltrikot damit schlecht Werbung für einen türkischen Diktatur (nur "Achtung für das höchste Amt im Lande"?) machen kann und das nicht nur Fussballfans extrem grenzwertig, dumm, dämmlich und naiv und politisch unter jeder Gürtellinie sehen, nachdem dieser gesellschaftliche Unmut nicht mehr aufzuhalten ist, da gibt doch der Mehmut gleich noch schon selber mal den Klein-Erdogan und beschimpft nun selber wie Erdogan Deutschland als rassistisch und Nazi-konform, als ein Deutscher, der seit Jahren nur gelegentlich durch Deutschland durchfährt, hier nicht lebt, der meint, seine eigene Beschränktheit in Sachen Diktatorenfreunde seien nur "private" Sache, der masst sich an, das zum Massstab für eine (aus seiner wohl deutlich ebenfalls beschränkten Sicht) angeblich miserable demokratische Beschaffenheit des Landes zu machen, für dass er international Fussball spielen darf, für SEIN Land.
    Ja, "Ein wahres Trauerspiel, wohl war … "

    Und was noch schlimmer ist: Auch diese nunmehr direkt in Erdogans Fussstapfen gemachte Beschimpfung des Staates der Kanzlerin Merkel nimmt diese ohne Zurückweisung hin und dankt halt bei dieser Gelegenheit mal fürs Fussballspielen.
    Hat hier keiner mehr ein Rückgrat, z.B. das eine Fussballers?

    Und was noch kurioserr ist:
    Innerhalb weniger Stunden wenden sich Leute wie der schneidige Öszdemir vom harschen nichtverzeihenden Kritiker des Mehmut zum Özil-Versteher und schwingen dessen Rassismuskeule nun sogar (weil so geübt und gewohnt?) selber mit.

    Und was noch kurioserr ist:
    Weil es sich so gut anbietet, marschiert die Kanzlerinnen-regierungsfromme Mediensektion auf und Teile des deutschen Journalismus zeigen sich als mitfühlend mit den Rassismusvorwürfe des armen Mesut, der zu dusslig war, die Folgen seiner Erdoganerei zu bedenken – oder diese wohlweislich sogar absichtlich zu dessen Gunsten tat, was die jetzige fast wörtliche Einnahme der Erdoganposition gegenüber Deutschland auch zu recht vermuten lassen könnte.

    Nichts da mit Meinungsfreiheit beschränken, Privatspäre missachten, Fremden- und Migrantenfeindlichkeit oder gar Undankbarkeit fürs schlechte Fussballspielen – Der Mesut Özil hat sich als Erdoganfrucht entpuppt, als jemand, der sich mit dem behaupteten angeblichen Unvermögen anderer tarnen und reinwaschen will, was noch am wirkungsvollsten mit einer allgemeinen Rassismuskeule gelingt, auf die etliche doch so intensiv warten.

    Bin gespannt, welche grosse Zeitung, welcher "unabhängige" Sender das endlich mal nicht nur selber denkt, sondern auch ausspricht, damit wenigstens zu diesen wieder Vertrauen in die Berichtung entsteht.
    Ob wegen dieser inzwischen so einfühlsam behandelten Erdoganerei des Mehmut (ich erinnere nur an die unflätige menschenverachtende Ziegenfickerei des Herrn Böhmermann zum Erdogan und das Verständnis für den wie ZDF-Kasper auftretenden …), ob dadurch Deutschland in der WM versagte, wage ich zu bezweifeln, man hätte doch trotzdem wie ein Weltmeister spielen können, wenn man denn gekonnt hätte, oder gar gewollt hätte?

    Allerdings kriechen bei solchen Gelegenheiten stets die "Sportsfreunde" aus ihren Löchern, denen nicht genehm ist, dass hohe Sportfunktionäre nicht zu ihrer politischen Denkrichtung gehören, man könnte doch angesichts dieser Erdoganerei und des armen verfolgten Mehmut mal diese Sportfunktionäre vom Thron schubsen, indem denen die Schuld an der "(E)Özilei" vorgeworfen wird, so den Platz für eigene Kontrahenten frei machen,.
    Und diese Leute sind sich dann nicht zu schade, die verblödeten und unanständigen Argumente des Özil über Deutschland gleich aufzugreifen und hochzupuschen als Wilkommensgeschenk zum Jobmobbing im Fussball – was so dann letztlich der einzige Beweis einer undemokratischen Handlungsweise in diesem ganzen Trauerspiel ist.

    Ja, "Ein wahres Trauerspiel, wohl war … ", da verdient man schon mal so viele Millionen und darf nicht mal ungestraft mit dem posieren, der das von einem selber vertretene Land der Naziherrschaft bezichtigt und sein eigenes faschisiert , wo doch das nur Privatsache sei, auch Fussballer haben doch Privat ….

    Ja, "Einfach gestrickte Figuren werden jetzt wieder Futter für Pöbeleien und Unterstellungen jeglicher Art finden", so wie uns Mesut das nun vorführt, selbst wenn er angeblich nur "seiner Familie" oder seinem Management folgt, das dann aber offensichtlich voll abgefahren ist auf Erdoganerei und dessen Konzepte – Einfach gestrickt ist nicht wie "einfaches Gemüt" – wie Mesul sich nun hinstellt, sondern hier sieht das dann eher aus wie geopolitisch gemanagte "grosstürkische" Hakelei gegen den ewigen "fehlende türkische Demokratie"-Nörgler Deutschland

    "Ein wahres Trauerspiel, wohl war … ", mehr schlechtes Spiel im mehrfachen Sinne, als Trauer

  • #52
    Walter-Stach

    1.
    "Das Spiel im Hintergrund"
    und
    2.
    "Fragwürdiger Schutzpatron"

    Ich weise unter 1. auf einen Artikel in der heutigen SZ hin -S.25 und unter 2. auf einen Kommentar ebenfalls von heute in der SZ.

    Zu 2 -aus dem Kommentar:

    Ich zitiere für mich Nach- und Bedenkenswertes :

    "Erst Symbol für ein tolerantes Deutschland, dann Sündenbock für die verlorene WM; erst Paradebeispiel für gelungene, dann für mißlungene Integration: Özil sollte in seinem Leben vieles sein- zu vieles für einen jungen Mann, der fantastisch Fußball spielt und mit dem Foto und in der Diskussion darüber Fehler gemacht ."

    Ich ergänze:
    Das interessiert jedoch all diejenigen, die sich , wie die Wölfe auf das Lamm , über Özil hergemacht haben und weiterhin hermachen – ohne Rücksicht auf den Menschen Özil und wider jedes menschliche Maß-, ausschließlich um ihn zu gebrauche, zu mißbrauchen für ihre Interessen;
    Die Rassisten, weil…….
    Gegner wie Befürworter dessen, was man "Integrations-Politik" zu nennen pflegt
    Erdogan, weil……
    Die AFD, weil……
    Die Medien, weil………

    Zu 1 -aus dem Artikel
    a.)
    Ich zitiere:
    "Die Aufgeregtheit im Lande sollte also heruntergefahren werden.
    Auch, weil ja jeder unausgewogene Umgang mit dem Integrationsthema rechte Trittbrettfahrer anzieht wie Mücken das Licht -un am Ende der Debatte tatsächlich eine gescheiterte Integrationspolitik droht".

    Der Inhalt des zitierten ersten Satzes entspricht dem, was ich mir vom ersten Tage der "Özil-Diskussion" an, mehrfach hier bei den Ruhrbaronen gewünscht habe; offenkundig vergebens.
    Dem Inhalt des zweiten Satzes stimme ich zu bezüglich " der Mücken", nicht aber der Aussage
    " am Ende der Debatte…gescheiterte Integrationspolitik", u.a. deshalb nicht, weil ich bis heute die Wirkungsziele "deutscher Integrationspolitik" nicht zu erfassen vermag und folglich, gelinde gesagt, verwirrt bin , wenn ich über denkbare einschlägige politischen Handlungsfeldern und die vielen Umsetzungsprojekte nachdenke – exemplarisch, so denke ich, erklärbar an der Person des deutschen Staatsangehörigen Özil.

    b.)
    D e r Berater…
    sh. 45/49 im ersten Absatz

    Ich zitiere:
    " Berater Sörgüt, Anwalt in London, der ein geschliffenes Englisch beherrscht…..
    ,,,,,,lenkt den Blick aufs "eigentliche Thema, Rassismus und Diskriminierung in Deutschland".
    Nur zum repressiven Erdogan-Regime findet er weiter kein Wort.

    c.)
    D i e Berater:
    Ich zitiere wiederum:
    "Das liegt auch der Hand wie die Vermutung, das sich die türkischen Berater von Löw und Özil, die persönlich und geschäftlich vernetzt sind, zu sportlichen Zukunftsfragen ausgetauscht haben".

    Mir war bis dahin nur bekannt, daß Özil einen türkischen Berater hat, den Anwalt Sürgüt in London.
    Mir war bis heute nicht bekannt, daß Löw ebenfalls einen türkischen Berater hat -Hanun Arslan? .
    Und folglich war mir bisher nicht bekannt, daß es auf Beraterebene eine sehr enge persönliche/geschäftliche Verbindung zwischen diesen beiden Berater gibt.

    Und nun…?
    Zumindest bei mir fühen diese persönlich- geschäftlichen Beraterbeziehungen zu einigen Vermutungen/Mutmaßungen zum Verhalten/zum Verhältnis Löw – Özil und zu Nachdenklichkeiten über diverse Entscheidungen des Bundestrainers Özil betreffend -in der Vergangenheit, zuletzt bei der Nominierung des WM-Kaders, bei der Aufstellung der Mannschaft in Russland- bis hin in die Gegenwart. Da beklagen "Medien in Deutschland" , Özil habe es unterlassen, "seinen" Bundestrainer vor Bekanntgabe seines Rücktrittes persönlich zu informieren ("ganz, ganz schlimm und typisch für den "türkisch-stämmigen " Özil), was mich veranlaßt zu fragen, ob nicht nur der Özil Berater den Löw-Berater "frühzeitig" informiert hat, sondern mich vor allem fragen läßt, ob nicht der Özil-Rücktritt aus der DFB-Auswahl nicht nur von Berater Sürgüt initiiert worden ist, sondern dieser sich darüber mit dem Löw-Berater abgestimmt hat. Das wäre angesichts gemeinsamer geschäftlicher Interessen mit Blick auf ihre jeweiligen Klienten nicht nur naheliegend, sondern unter Geschäftsleuten "eigentlich" selbstverständlich. Und bis heue hat sich -bemerkenswerterweise- Löw mit keinem Wort zum Rücktritt von Özil geäußert, weil……??? Laufen noch seine Abstimmungen mit seinem Berater und dessen Abstimmung mit dem Özil-Berater?

    Ich finde diese Berater-Beziehung so interessant, daß ich mir wünschen, investigative Journalisten würden sich ‚mal näher mit ihr befassen.Oder gibt es dazu schon Einschlägiges?

  • #53
    Klaus Lohmann

    @Walter Stach #52: Über die Beziehungen zwischen der Agentur "Family & Football" (nomen est omen!), den dort beschäftigten Familienangehörigen von Özil bzw. Erdogan, Jogi Löw und dem Erdogan-Wahlkampf hatte ich schon Anfang Juni geschrieben: https://www.ruhrbarone.de/loew-bierhoff-guendogan-oezil-co-haben-noch-immer-nicht-verstanden/155480#comment-1170070

    Es wurde auch seitens der "Leitmedien" dort nachgehakt und berichtet (siehe den Focus-Link in meinem Kommentar), allerdings gaben und geben sich die Verantwortlichen dort bis auf wenige Ausnahmen genauso maulfaul wie Özil – wenn sie nicht grad wüste Beschimpfungen in Richtung des DFB, Hoeneß und der deutschen Öffentlichkeit sowie dumpfe Loblieder auf Erdogan anstimmen.

  • #54
    thomas weigle

    #51
    Ich gehöre zu denen, die der Meinung sind, dass die DFB-Spitze den Hut nehmen sollte, weil diese einmal mehr sich im nationalen Sumpf in dieser Causa bewegt, ganz in der unseligen Tradition des DFB, die eigentlich nur in der Ära Zwanziger unterbrochen war, als man sich erstmals auch an den in Auschwitz ermordeten Nationalspieler Julius Hirsch erinnerte. Vorher lud man auch gerne mal den bekennenden Altnazi Rudel ins Trainingslager der DFB-11.
    Ich krieche nicht aus irgendwelchen Löchern, wie Sie es belieben zu formulieren ( das ist Nazisprech),sondern habe mich hier bei den Ruhrbaronen schon mehrfach als Gastautor und Blogger zu der bis heute unseligen Vorliebe des DFB für autokratische und diktatorische Regimes geäußert. Insbesondere zur willfährigen Übernahme des "Führerprinzips" schon im April 33 und der lange bestehenden Weigerung in Sachen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit tätig zu werden.

  • #55
    Walter-Stach

    -53-
    Klaus Lohmann,
    mir war leider nicht mehr in Erinnerung, daß Sie sich schon Anfang Juni des Themas angenommen hatten -sorry-.
    Das bestätigt mich in meiner Meinung, daß das Beratergespann Sürgüt/Arslan mit Blick auf ihre Klienten Özil/Löw so interessant ist, daß Manches, daß Vieles auf diese Geschäftsbeziehungen bezogen sich als "kritsch zu hinterfragen" geradezu aufdrängt. Und das keineswegs nur im Zusammenhang mit dem jüngsten "Theater um und mit Özil".

    Wenn ich….
    Z.B. beim SPIEGEL oder…..im Bereich " investigativen Journalismus" zu arbeiten hätte, würde ich zumindest darüber nachdenken, ob hier nicht Skandalträchtiges herausgefunden werden könnte.
    Bin ich aber nicht; also…..

  • #56
    ke

    @55 W Stach, @54 K Lohmann:
    Mich würde es nicht wundern, wenn sich einige Fußballer im Herbst ihrer Karriere in Richtung türkische Liga oder zumindest in Richtung türkische Investments orientieren würden. Wie ich mehrfach geschrieben hatte, würde dann alles Sinn ergeben und für das Türkei Marketing wird es sicherlich auch neue oder bessere alte Freunde geben.

    Den aktuellen DFB Verantwortlichen ist allerdings nicht mehr zu helfen. Die werden sich neu orientieren müssen.

  • #57
    Helmut Junge

    Walter, der Fall ist mittlerweile hochpolitisch geworden, da muß niemand investigativ arbeiten, weil sich jeder nach vorne drängt, um seine Meinung zu dieser Lappalie zu sagen. Es gibt so viele Themen, wie Feuertote in riechenland, wie den Beschluß des EUGH zum Crisper/cas, der uns um Jahrzehnte auf unendlich vielen Gebieten zurückwerfen wird, daß ich mich ernsthaft frage, ob ich das überhaupt noch aushalte. Es geht doch um eine persönliche Befindlichkeit einer bekannten Fußballgröße, die mich völlig kalt läßt. Der Mann hat sich politisch geoutet und wird dafür kritisiert. Der Streit darüber ist so absurd, daß jetzt sogar ALT-Schröder gegen NEU-Maaß schimpft. Sind alle Banane, oder verstehe ich nicht, daß es um das Wichtigste überhaupt geht?
    Ich jedenfalls faß es nicht mehr.

  • #58
    ke

    @57 H Junge:
    Naja, der Altkanzler muss ja die Tradition verteidigen, dass man sich ohne Probleme mit lupenreinen Demokraten treffen kann. Insbesondere, wenn auch die berufliche/finanzielle Perspektive im Umfeld der Demokraten stimmt.

  • #59
    Klaus Lohmann

    @#55 Walter Stach: Ich bin mir nicht mal so sicher, ob etwas groß Skandalträchtiges dabei rauskäme, wenn man den Laden genauer unter die Lupe nimmt. Soweit ich das mitbekommen habe, kam in den Medien bislang die konkrete Frage nach einem Preis für den Özil-/Gündogan-Auftritt mit Erdo nicht auf, es gab noch nicht mal die Aussage der Agentur, dass die Beiden "natürlich vollkommen geldfrei" ihre Visagen im Vorfeld der WM und gleichzeitig im Wahlkampf für ihren geliebten Präsidenten zur Verfügung gestellt hatten.

    Was allerdings schon seit Jahren bekannt ist: Eine speziell nur für Özil tätige "Özil Marketing GmbH", die fast die gleichen Mitarbeiter benennt wie die "Family & Football"-Agentur – insbesondere den gemeinsamen Chef Dr. Erkut Sögüt -, arbeitet sich für Mesut mit Hingabe an dessen Netzauftritten ab, von deren Content schon 2014 fast nichts mehr noch von ihm selbst stammte: https://www.sueddeutsche.de/sport/social-media-aktivitaeten-der-nationalspieler-ein-facebook-post-fuer-euro-1.1994086-2

    Wenn man dann dort liest, dass Jemand wie "CR7" für einen einzigen Facebook-Werbepost 50.000 Euronen verlangen konnte (und wahrscheinlich heutzutage ein Vielfaches davon), lässt sich ungefähr erahnen, um welche Summen in diesem Business, dass dem Spieler jegliches Resthirn entnimmt und in Watte packt, gepokert wird.

  • #60
    Helmut Junge

    Ke. Schröder sieht in seiner SPD eine Comeback-Chance, indem er genau die Position vertritt, die manche seiner Genossen, siehe Walter Stach mögen. Mehr sehe ich da nicht an Motivation.
    In dieser sterbenden Partei kann auch ein Schröder eine kurze Auferweckung haben. Warum nicht, sind doch alle Anderen unfähig. Versuch macht klug.

  • #61
    Klaus Lohmann

    Ach sieh an – pünktlich zur Nachfrage nach mehr Hintergrund kommt der SPON um die Ecke;-)
    http://www.spiegel.de/sport/fussball/mesut-oezil-welche-rolle-spielen-die-berater-a-1220069.html

    Meine Vermutung wurde bestätigt – ob jemals Geld von Erdo an die Beiden oder deren Management geflossen ist, darüber schweigt der Agenturchef geflissentlich.

  • #62
    ke

    #61 K Lohmann:
    Die Entwicklung der nächsten Monate wird spannend. Welche Hidden Agenda wurde verfolgt. Wie fest plant bspw. Arsenal nach den Mega Investitionen mit Özil.

    Es ist offensichtlich, dass der dt. Markt keinen Ertrag bringt. Nun müssen andere Märkte am Ende der Karriere erobert werden.
    Der dt. Öffentlichkeit wurde ein Drame in 3 Akten vorgeführt und erwartungsgemäß apportieren insbesondere die Politiker fleißig das Stöckchen. Das alles im tiefsten Sommerloch.
    Irgendwann wachen vielleicht auch noch ein paar Politiker auf und merken, dass sie die Statisten des Dramas waren.

  • #63
    Walter-Stach

    -61-
    Ja. schon interessant.
    Klaus Lohmann, "irgendwie" komme ich nicht davon los, darauf zu hoffen, daß in Sachen "Berater – Verflechtung ) doch noch ‚was Neues kommen könnte. Skandalträchtig

    Helmut,
    mir ging es mit meinen Anmerkungen zu den geschäftlich – persönlichen Verbindungen der beiden türkischen Manager sowohl von Özil als auch von Löw um nichts Anderes als darum, a.) auch hier bei den Ruhrbaronen darüber zu informieren -was vorher schon durch Klaus Lohmann geschehen, mir aber nicht in Erinnerung war.
    Dass ich damit zugleich meinerseits Spekulationen "in die Welt gesetzt habe" (Mutmaßungen, mehr nicht) und mir vorgestellt , das Ganze könnte investigative Journalisten interessieren, waren spontane Eingebungen, nicht das Ergebnis längerer (vernunftgesteuerte) Überlungen.

    Helmut,
    ich war von Anfang der gleichen Meinung wie Du, daß die Angelegenheit Özili an sich und für sich ine Lappalie, eine Petitesse war und weiterhin ist, aufgeblasen, aufgeputscht durch…..-sh.52- all die Wölfe, die sich unterschiedlicher, ja gegensätzlicher Interessen der Angelegenheit angenommen haben und aus ihr……..? Was gemacht haben? Eine Tragödie, ein Komödie? Jedenfalls eine Aufführung, von der sie -die interessierten vor , hinter und auf der Bühne- allesamt weiterhin zu profitieren gedenken und der Hauptdarsteller mehr und mehr in die Rolle eines..(ß)..gedrängt wird. In welche Rolle? Bösewicht, liebenswürdiger Trottel, Scharlatan, Schachfigur "der Bösen und /oder der Guten" , "einfach gestrickter Mensch" mit viel, viel Geld, Sinnbild für Menschen, die….(?), tragischer Held – "gestern"- 2o14- Held, heute -2o18- Versager?
    Helmut,
    das eine ist, wie "man" ihn uns Zuschauer des Theaterstückes vorzuführen versucht. Das andere ist, wie wir Zuschauer das Stück und seine Hauptfigur wahrnehmen. Und das ist, wie bei jedem Theaterstück bekanntlich sehr subjektiv je nachdem ob man z.B. Fußballfan ist oder nicht , ob man Rassist ist oder nicht, ob man politisch interessiert ist, ob man bemüht ist, selbst in den Bösewichten dieser Welt den Menschen erkennen zu wollen oder den Guten dieser Welt die Fähigkeit zum Bösen zuzugestehen oder…..

    Mittlerweile habe ich ein wenig Hoffnung, daß das Interesse an dem Theater um und mit Özil auf allen Seiten -vor , auf und hinter der Bühne und unter den Zuschauer- zurückzugehen scheint.
    Was wird bleiben?
    Objektiv, in unserer Erinnerung?

    Ich versuche ‚mal für mich aus dem Spektakel zweierlei Schlüsse zu ziehen:
    1.
    Im weltweiten, hochprofitable Geschäft mit dem Fußball sind die Spieler , z.B. Özil, hochdotierte Figuren im Kampf um die Gewinnmaximierung der Eigentümer der Großvereine; das gilt, eingeschränkt, auch für die Bundesliga-Vereine, egal wie sie rechtlich konstruiert ist. Und es gibt die "Zwischenhändler", die sog. Berater, richtiger wohl die Spielervermarkte, ,denen es um nichts Anderes geht als um die höchstmögliche Provision. Und darum geht es letztendlich, also auch jetzt und hier.
    Das mag man als Fußball-Fan bedauern und beklagen, -generell und konkret bezogen auf Özil. Nur ändert ein solches Bedauern nichts an den Realitäten, weder an denen, die das weltweite Geschäft mit dem Profifußball prägen noch daran, daß möglicherweise der Mensch Özil Schaden genommen hat und es "einem " schwerfällt mit Blick auf seinen Multi-Millionärs-Status ,, ihn angesichts des Ausmaßes des unverhohlen vorgetragenen Hasses gegen ihn zu bedauern oder gar zu bemitleiden. Hass -oftmals Rassenhass-, der mich vor allem deshalb nachdenklich stimmt, weil sein Anlass in zwei "dummen Fehlern" eines Menschen liegt -Özils-Bild mit Erdogan und noch mehr "seine" unsägliche Begründung seines Verzichtes auf eine Nominierung für die DFB-Auswahl.
    Helmut,
    so ist das nun ‚mal mit dem Profi-Fußball, mit dem Geschäft und den Geschäftemachern und mit allen, die sich seiner zu bedienen versuchen losgelöst von diesem Geschäft.

    2.
    Und an den letzten Satz knüpfe ich eine weitere Erkenntnis an:

    " Die " Menschen in der Gesellschaft finden ihrer Ängste, ihrer Verunsicherungen wegen – und teilweise ihrer politischen Gesinnung wegen- aufgehetzt durch diverse Medien und sich gegenseitig in den a – sozialen Netzwerken hochpuschend- immer neue Anlässe – für mich bis vor kurzem für undenkbar gehaltenen Anlässe-, sich selbst bei Belanglosigkeiten -sh. Angelegenheit Özil- in eine Stimmung des Hasses zu versetzten -gegen "die" Anderen, gegen die "Andersmeinenden", gegen "Anderseienden"-, der nicht nur dann, wenn er als Rassenhass definiert werden kann, letztendlich die Wurzeln bildet für ein faschistisches System.
    Ja, insofern läßt mich das Theater um und mit Özil jenseits dessen, was die Theatermacher möglicherweise wollten, nachdenklich zurück. Und bekanntlich gilt eine Theateraufführung vor allem dann als geglückt, wenn sie den Zuschauer nachdenklich zurück läßt.

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