„Es war ein großer Fehler, diese Rede gehalten zu haben“

Daniel Krause, Foto: Facebook

Am vergangenen Samstag protestierte die rechtspopulistische Partei Pro NRW gegen eine Veranstaltung von Salafisten in Köln. Als Überraschungsredner trat der sich als „links“ bezeichnende Politiklehrer Daniel Krause auf (wir berichteten). Er bekundete seine Sympathien für Pro NRW im Kampf gegen „Islamismus“. Dafür erntete er massive Kritik von links. Den Ruhrbaronen gab er ein schriftliches Interview zu seinen Beweggründen.

Ruhrbarone: Sie haben auf der Pro NRW-Veranstaltung am Samstag eine Rede gehalten. Was bewog sie, dort zu sprechen?

Ich habe meine Rede spontan gehalten – und zwar unabhängig von dieser Partei. Ich bin mit ein paar linken Begleitern zu dem Gelände gegangen, um gegen Salafismus und für Meinungsfreiheit einzutreten. Es war keineswegs die Absicht, Pro NRW zu unterstützen. Leider wirkte das zeitweise so – da habe ich mitunter sehr fahrlässig formuliert. Immerhin war ich anhand meiner Kleidung eindeutig als ‚links“ identifizierbar. Diese Distanzierung ist mir wichtig. Auch im Artikel auf der Homepage von Pro NRW ist zu lesen, dass ich keinesfalls Teil dieser Bewegung bin, sondern ein unabhängiger Redner mit linker Gesinnung.

Ruhrbarone: Der Vorsitzende Markus Beisicht ist Ex-Funktionär der Neonazi-Truppe „Deutsche Liga für Volk und Heimat“. Dort setzte er etwa ein Kopfgeld von 5000 DM auf eine von Abschiebung bedrohte Roma-Frau aus. War ihnen das bewusst?

Nein. Ich wusste bis dahin recht wenig über Pro NRW. Erst im Nachhinein habe ich recherchiert. Rückblickend meine ich: Es war ein großer Fehler, diese Rede gehalten zu haben.

Ruhrbarone: Die etwas gemäßigtere Partei „Die Freiheit“ war in Köln ebenfalls zugegen, mit einer eigenen Veranstaltung. Wieso haben sie sich für die radikalere Gruppierung entschieden?

Ich habe mich nicht „für“ Pro NRW entschieden, sondern wie gesagt für das Sprechen als unabhängiger Redner. Die Partei „Die Freiheit“ kenne ich nur vom Namen her.

Ruhrbarone: Sie sagen, der Islamismus sei eine „so große Gefahr (…), dass wir bürgerlichen Deutschen uns nicht auseinandertrennen sollen“. Was sind sie denn nun, „herrschaftskritisch“, wie sie auf ihrer Facebook-Seite betonen, oder „bürgerlich“?

Ich gehöre zum linksliberalen Bürgertum. Dieses zeichnet sich durch hohe Empathie für herrschaftskritische Gedanken aus. Dass man etwas „kritisch“ sieht, heißt ja noch lange nicht, dass man es automatisch „bekämpfen“ will.

Ruhrbarone: Sie suggerieren damit eine Trennung zwischen „Islamisten“ und Deutschen. Können Deutsche keine „Islamisten“ sein?

Natürlich können auch Deutsche Islamisten sein – gerade unter den Salafisten sind viele Konvertierte. Übrigens: „Deutsch“ ist für mich in jenem spontanen Zusammenhang jede und jeder, die oder der in Deutschland lebt. Unabhängig von Nationalität sollten möglichst viele, die hier leben, gegen Salafismus eintreten.

Ruhrbarone: Geert Wilders, den sie in ihrer Rede heranziehen, fordert ein Verbot des Korans. Sehen sie das auch so, und wenn ja, welche religiösen Schriften müssten dann im Sinne der Gleichberechtigung, die sie einfordern, als nächstes verboten werden?

Ein Verbot halte ich für verfassungsrechtlich bedenklich. Und im Zuge der Gleichbehandlung müsste dann ja auch die Bibel verboten werden. Denn auch die Bibel ist homophob und sexistisch. Ich mag überhaupt keine Religion.

Ruhrbarone: Der niederländische Rechtspopulist Pim Fortuyn war expliziter Speziesist („Wählt mich, dann dürft ihr Pelzmäntel tragen“). Warum loben sie ihn als „Antispeziesist“ dennoch, obwohl er das Wohl von Menschen ganz eindeutig über das von Tieren stellt?

Ich schätze Pim Fortuyn als legendären Kämpfer für die Rechte von Homosexuellen. Andere Aspekte seines Lebens sehe ich kritisch – insbesondere seinen arroganten Speziesismus habe ich gehasst.

Ruhrbarone: Wie definieren sie Querfront?

Das Wort habe ich nie benutzt. Ich definiere es auch nicht.

Ruhrbarone: Könne sie sich vorstellen, Pro NRW zu wählen oder gar einzutreten?

Auf gar keinen Fall! Ich bin „links“ und diese Partei ist „rechts“. Dazu kommt: In ihrem Parteiprogramm äußert sich Pro NRW kritisch zum Recht auf Abtreibung. Als Feminist bin ich aber konsequent Befürworter eines liberalen Abtreibungsrechts, etwa so wie in den Niederlanden. Eine Frau muss für mich das Recht haben, bis zum siebten Monat abzutreiben. In vielen Ländern ist dieses möglich. Ich finde, in Deutschland sollte das auch möglich sein.

Ruhrbarone: Können sie muslimischen Schülern, die unter ihrer Obhut als Lehrer stehen, noch neutral begegnen?

Ich trenne klar zwischen dienstlichen und weiteren Lebensbereichen. Darum beantworte ich diese Frage nur ganz allgemein: Ich akzeptiere Muslime wie ich Christen akzeptiere. Das Problem bei den Religionen sind in beiden Fällen die radikalen Ausläufer, wie z.B. im Islam die Salafisten. Kinder können übrigens nichts dafür, in welcher Familie sie sozialisiert werden.

Vielen Dank für das Interview.

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Stefan Laurin
Admin
10 Jahre zuvor

Ich glaub diesem VegetArier kein Wort. Der Mann ist Politiklehrer, Pro NRW wurde vor der Landtagswahl ausführlich in den Medien beschrieben. ich denke mal, der wird nervös, die Bezirksregierung checkt ihn gerade durch – könnte alles mies für seinen weiteren beruflichen Werdegang als Lehrer sein. Und davon ab: Das gerade über „Speziesisten“ ist der lächerlichste Unfug von dem ich seit langem gehört habe. Das auch nur entfernt mit Rassismus zu vergleichen ist eine Verharmlosung von Rassismus, die mehr als bedenklich ist.

CyberPunk
10 Jahre zuvor

Vorsichtig formuliert kommt mir der Typ mehr als „komisch“ vor…

Detlef Obens
10 Jahre zuvor

Ich schliesse mich Stefan Laurin (#1) voll inhaltlich an!

Stefan Laurin
Admin
10 Jahre zuvor

@Martin: Um Himmels willen, das war nicht als Kritik an Dir gemeint, sondern an dem Politiklehrer-Darsteller. Tut mir leid wenn es falsch rüberkam. Ich kannte das Wort bis vorhin gar nicht – dafür aber ein sehr gutes Rezept für einen italienischen Rinderbraten 🙂

AntiSpe
AntiSpe
10 Jahre zuvor

Tierschutz ist kein Antispeziesismus!

„Die Antispeziesistische Aktion ist eigentlich eine Tierrechtsaktion – eine vegane Aktion. Und auch der Umgang mit Tieren ist hier in unserer Kultur deutlich humaner als bei den Muslimen, die das Schächten immer noch betreiben.“ (Zitat von Dr. Daniel Krause bei PRO NRW)

Ein „Tierrechtler“, der den Umgang mit „Tieren“ in unserer Kultur als „deutlich humaner“ bezeichnet und die Züchtung, Gefangenschaft, Ausnutzung wie auch die Tötung verharmlost und dem Schlachten in anderen Ländern hervorhebend gegenüberstellt, fordert nicht die Abschaffung der Tierausbeutungsindustrie, sondern eine humanere Tötung. Somit vertritt Dr. Daniel Krause die Position von TierschützerInnen – die die Nutzung von nichtmenschlichen Tieren nicht ablehnen und stattdessen größere Käfige und Boxen, „artgerechte Haltung“, „humane Tötungsmethoden“ etc. fordern – und weicht deutlich von einem emanzipatorischen Ansatz ab und wird häufig von RassistInnen (z.B. PRO NRW) begeistert aufgegriffen wird, wie z.B ihre Kritik am Schächten. Rassistische und Antisemitische motivierte Tierschutzpositionen gab es historisch gesehen im Nationalsozialismus. So verwundert es nicht, wenn gegenwärtig die extrem Rechte wie z.B. die NPD und die Autonomen NationalistInnen – besonders was das Schächten angeht – dies als politische Propaganda einsetzt.

Der Antispeziesismus bezieht sich auf die Unterdrückung von nichtmenschlichen Individuen und
ist ebenso wie Anti-Sexismus und Anti-Rassismus ein emanzipatorisches Anliegen.
Gegen das Ausbeutungs- und HERRschaftssystem!

Eine Frau mit anarchistischem Hintergrund

JHJKHKH
JHJKHKH
10 Jahre zuvor

Ist der so blöd oder stellt der sich jetzt nur dumm? Wenn der Herr Doktor Politiklehrer wirklich so wenig Ahnung von den politischen Verhältnissen in NRW hat, wie er hier versucht uns weis zu machen, dann ist das echt ein Armutszeugnis für unser Bildungssystem.

Stefan Laurin
Admin
10 Jahre zuvor

@AntiSpe: „Bakunins Appetit ist legendär: Er kann auf einmal eineinhalb Kilo Fleisch verschlingen, riesige Steaks sind seine Lieblingsspeise. Trotzdem bleiben seine revolutionäre Begeisterung und sein revolutionärer Wille intakt.“ 😉
https://www.reller-rezensionen.de/belletristik/bakunin-und_romantiker_der_revolution.htm

Mustermann
Mustermann
10 Jahre zuvor

Herr Dr. Krause unterrichtet mich schon seit zwei Jahren und ich habe bisher noch nie bemerkt, dass seine Eigenen Meinungen mit in den Unterricht eingeflossen sind. Selbst auf die Frage, welche Partei er denn besser finden würde, antwortet er immer, dass dies nichts mit dem Unterricht zu tun hat. Und außerdem gibt es bei ihm auch keine Benachteiligungen wegen religiösen Gründen. Als Lehrer macht er also meiner Meinung nach alles richtig. Und welche Meinung er privat vertritt ist seine eigene Entscheidung.

Anonym
Anonym
10 Jahre zuvor

@ Stefan Laurin
Herrn Krause ist kein Politik Lehrer!!!
Er ist Sozialwissenschaftslehrer.

Jenner
Jenner
10 Jahre zuvor

Eine Suspendierung OHNE Anhörung halte ich aber für gewagt.

vegncipate
vegncipate
10 Jahre zuvor

Im diesem Video ist Dr. Daniel Krause ab Minute 5:48 bis 6:12 links vor der Bühne zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=yrNdei_zX3Q

TierbefreiungsaktivistInnen hatten im Mai letzten Jahres eine Rede von Helmut F. Kaplan gestört – der sich selbst als Pionier der Tierechtsbewegung ansieht. Kaplan hatte einem Neonazi ein Interview gegeben (für das online Querfront-Magazin Fahnenträger, sowie dem braunen Ökomagazin Umwelt & Aktiv) und fand dies sinngemäß eine prima Idee. Kaplan fällt duch ständige Holocaust-Relativierungen auf wie z.B dieser anlässlich der Ausstellung „Topographie des Terrors“: „Solange die Folterfabriken für Tiere Tag und Nacht in Betrieb sind, sind solche Gedenkstätten zynisch, verlogen und verblödend“.
Dies waren zwei der Kritikpunkte der TierbefreiungsaktivistInnen daran so jemanden wie Kaplan eine Bühne zu geben. Krause tat sich hier wie im Video zu erkennen ist besonders unter den „Kaplan-Fans“ hervor.
Den Antispeziesismus – tatsächlich vertritt Krause auch bei seiner Rede eine Tierschutzposition – hat Krause erst später entdeckt, sicherlich eher als Modeaccessoire, als dass er verstanden hätte worum es dabei geht, geschweige denn das er Speziesismus bzw. Tierausbeutung im herrschaftkritischen Kontext thematisiert.

vegancipate
vegancipate
10 Jahre zuvor

In diesem Video ist Dr. Daniel Krause ab Minute 5:48 bis 6:12 links vor der Bühne zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=yrNdei_zX3Q

TierbefreiungsaktivistInnen hatten im Mai letzten Jahres eine Rede von Helmut F. Kaplan gestört – der sich selbst als Pionier der Tierechtsbewegung ansieht. Kaplan hatte einem Neonazi ein Interview gegeben (für das online Querfront-Magazin Fahnenträger, sowie dem braunen Ökomagazin Umwelt & Aktiv) und fand dies sinngemäß eine prima Idee. Kaplan fällt duch ständige Holocaust-Relativierungen auf wie z.B dieser anlässlich der Ausstellung “Topographie des Terrors”: “Solange die Folterfabriken für Tiere Tag und Nacht in Betrieb sind, sind solche Gedenkstätten zynisch, verlogen und verblödend”.
Dies waren zwei der Kritikpunkte der TierbefreiungsaktivistInnen daran so jemanden wie Kaplan eine Bühne zu geben. Krause tat sich hier wie im Video zu erkennen ist besonders unter den “Kaplan-Fans” hervor.
Den Antispeziesismus – tatsächlich vertritt Krause auch bei seiner Rede eine Tierschutzposition – hat Krause erst später entdeckt, sicherlich eher als Modeaccessoire, als dass er verstanden hätte worum es dabei geht, geschweige denn das er Speziesismus bzw. Tierausbeutung im herrschaftkritischen Kontext thematisiert

teekay
teekay
10 Jahre zuvor

Ein junger, promovierter, politisch aktiver Lehrer haelt einfach mal so spontan bei einer politischen Veranstaltung einer Partei die er nicht so genau kennt ein Rede und soll dann morgen im Unterricht Schuelern den vernuenftigen Umgang in der digitalen Welt erklaeren?! #fail

Umckalabra
Umckalabra
10 Jahre zuvor

Um ehrlich zu sein, Ich habe bei diesem Lehrer Unterricht und kann sagen, dass dieser Mann wirklich in keiner Weise “rechts“, abgesehen von diesen Äußerungen natürlich, ist. Ich kann seine Meinung nachvollziehen, da er in der Rede selbst sagt, das Extremismus, egal auf welche Art und Weise, negativ ist. Auch wenn seine Aussagen ebenfalls extremistisch zu interpretieren sind, finde ich es unhaltbar, dass die Medien, vor allem die Presse, das Thema mehr als zerfetzt und verändert haben. Ich bin übrigens Muslim, um hier irgendwelche Unklarheiten zu beseitigen.

vegancipate
vegancipate
10 Jahre zuvor

@ Stefan Laurin

und AnarchistInnen folgen „ihrem“ Vordenker Bakunin, oder wie? Vielleicht wäre es mal an der Zeit sich ernsthaft mit den Themen ‚Anarchismus‘ und Tierausbeutung zu beschäftigen.

ach du meine güte
ach du meine güte
10 Jahre zuvor

das hier die Ruhrbaron Autoren Niewendick und Laurin ihren Senf dazu abgegeben ist ja auch nicht peinlich??? Unabhängig bzw. neutral ist Ruhrbarone sowieso nicht.

Stefan Laurin
Admin
10 Jahre zuvor

Neutralität ist auch nicht unser Anspruch 🙂

Jan Sören K
Jan Sören K
10 Jahre zuvor

@ #14 Teekay: vollste Zustimmung

@ #11 Jenner: in Anbetracht der Tatsache, dass nach der Wortmeldung des Herrn und dem darauf folgenden Presseecho schlicht eine Gefährdung für diese Lehrkraft nicht ausgeschlossen werden kann lässt sich das durchaus auch als Abwendung einer Gefährdung des Suspendierten interpretieren.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle so gut auf den Herrn zu sprechen sein wie die beiden Schüler, die sich hier äußern. Und ich denke dabei nicht nur an Schüler.

Dieser Mann wird jedenfalls nie wieder an die bisherige Schule zurückkehren:
Falls die Suspendierung keinen Bestand hat, so wird er zumindest versetzt. Alles andere würde an der bisherigen Schule zu viel Staub aufwirbeln. Der Mann könnte keinen geregelten Unterricht mehr machen, die Pausen würde er auch nicht ansatzweise für’s Verschnaufen nutzen können.
Und wenn die Suspendierung Bestand hat ist der letzte Absatz, den ich geschrieben hab, hinfällig.

Von Fallersleben
Von Fallersleben
10 Jahre zuvor

Ein ausgezeichnetes Verhoer Herr Laurin, der Mann ist auf jeden Fall schuldig.

Ich finde es gut, dass Sie ihm eine Chance gaben, abzuschwoeren, die er leider nicht nutzte.

„ich denke mal, der wird nervös, die Bezirksregierung checkt ihn gerade durch – könnte alles mies für seinen weiteren beruflichen Werdegang als Lehrer sein.“

Sehr gut. Das passt. Gut gemacht, vielleicht findet man ja auch noch mehr, um ihn richtig fertig zu machen.

Jetzt sollte schnell gehandelt werden, damit er seinen Job verliert und bestraft wird.
Sich als Homosexueller vom Islam bedroht zu fuehlen, ist doch absurd, wer so etwas sagt, ist ein Nazi, der keinen Platz in der Schule hat, sondern in einer speziellen Einrichtung fuer politische Neu-Erziehung.

vegancipate
vegancipate
10 Jahre zuvor

@ Martin Niewendick

Tja, wenn mensch nicht soviel Ahnung hat, wäre es vielleicht manchmal besser sich vorerst nicht zu äußern. V.a. aber sollte mensch dann wohl nicht einen Kommentar posten, der von jemanden geschrieben wurde, der sich wohl selbst noch nicht mal oberflächlich mit der Thematik beschäftigt hat:
„Man spricht gegenwärtig viel von ‚Wesensschau‘. Wer ein einziges Mal das ‚Wesen‘ des Wolkenkratzers ‚erschaut‘ hat, in dessen höchsten Etagen unsere Philosophen philosophieren dürfen, der wundert sich nicht mehr, daß sie so wenig von dieser ihrer realen Höhe wissen, sondern immer nur über eine eingebildete Höhe reden; er weiß, und sie selbst mögen ahnen, daß ihnen sonst schwindlig werden könnte. Er wundert sich nicht mehr, daß sie lieber ein System der Werte als eines der Unwerte aufstellen, daß sie lieber ‚vom Menschen überhaupt‘ als von den Menschen im besonderen, vom Sein schlechthin als von ihrem eigenen Sein handeln: sie könnten sonst zur Strafe in ein tieferes Stockwerk ziehen müssen. Er wundert sich nicht mehr, daß sie vom ‚Ewigen‘ schwatzen, denn ihr Geschwätz hält, als ein Bestandteil seines Mörtels, dieses Haus der gegenwärtigen Menschheit zusammen. Dieses Haus, dessen Keller ein Schlachthof und dessen Dach eine Kathedrale ist, gewährt in der Tat aus den Fenstern der oberen Stockwerke eine schöne Aussicht auf den gestirnten Himmel.“ (zitiert nach Max Horkheimer, ‚Der Wolkenkratzer‘)

Arnold Voss
10 Jahre zuvor

Ich war schon immer für das Recht der Löwen auf Menschenfleisch. Bin ich jetzt Spezieist oder Antispezieist? 😉

Valentinian
Valentinian
10 Jahre zuvor

Ich ziehe meinen Hut vor diesem mutigen Lehrer, der – ungeachtet persönlicher Nachteile – seiner emanzipatorischen Gesinnung treu bleibt. Mir hat noch nie jemand erklären können, was an Islamkritik „rechts“ sein soll. Krauses Äußerungen sind motiviert von einer leidenschaftlichen Befürwortung von Emanzipation und Herrschaftskritik. Warum soll Herrschaft von Menschen über Menschen von Kritik verschont bleiben, sobald sie von Muslimen ausgeübt wird? Warum soll Frauen- und Schwulenfeindlichkeit bei Muslimen verzeihlicher sein als bei Nichtmuslimen? Und warum wird Kritik daran als „rassistische Hetze“ denunziert? Sicher wäre es besser gewesen, Krause hätte sich nicht zu diesen Pro-Fritzen gestellt. Aber der INHALT seiner Rede ist in Ordnung. Krause hetzt nicht – er sagt schlicht, was Sache ist. Oder kann irgendwas daran widerlegt werden?

Angelika Bartel-Hildebrand
Angelika Bartel-Hildebrand
10 Jahre zuvor

Ich kann nichts unredliches an den Aussagen dieses Mannes finden. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass Homosexuelle von Islamisten bedroht und getötet werden. Wir sollten alle dafür eintreten, dass dies hier nicht geschieht. Und was die Suspendierung anbelangt, kann ich mir nicht vorstellen, dass diese vor irgendeinem Verwaltungsgericht Stand halten wird. Bezirksregierung und Schulleitung können sich jetzt schon mal warm anziehen.

ht
ht
10 Jahre zuvor

@#20 | Martin Niewendick sagt am 12. Juni 2012 um 19:05

und
@#23 | vegancipate sagt am 12. Juni 2012 um 19:41
„@ Martin Niewendick“

Kampf der Zitate.
#20 stimmt aber auch stark mit dem überein, was ich denke.

Zu dem Lehrer aus dem Interview: „Links“, wie er sich bezeichnet und wie er bezeichnet werden möchte, ist der meinem Verstand nach nicht. Ich bringe jetzt keine Beispiele, es wären viele zu finden. Auf pi ist er der verfolgte Martyrer der freien Sprache. Die Rechten lauern bei vielen Themen, um Einlass zu erhalten.

Stefan Laurin
Admin
10 Jahre zuvor

@Alle Freunde des VegetAriers: Mit seiner Angst passt er doch ganz gut zu den Anhängern von Pro NRW – die fürchten sich auch den ganzen Tag. ich erkläre mir das immer mit einem eher gering ausgeprägten Hang zur regelmässigen Erwerbsarbeit. Da haben einige zu viel Zeit.
Und das er Angst hat ist mir auch egal – das ist erst einmal sein privates Problem und wenn es das nicht mehr ist das seines Arztes.
Ein Problem habe ich damit, dass er auf der Demo eine extrem Rechten Partei wie Pro NRW auftritt, auf deren Demos auch immer wieder Neonazis mitlaufen. Dass er sich nun versucht aus seinem Dilemma rauszuschleimen, kann man ja nachvollziehen. Das Schicksal des ehemaligen Waldorflehrers Andreas Molau kann ja schon abschreckend wirken. Aber ehrlich gesagt: Ich möchte ihn nicht mit meinen Steuergeldern finanzieren müssen. Und für alle Anhänger von Pro NRW, die sich heute hier tummeln und mit dem Wort „Steuern“ nichts anfangen können ein Link zu Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/Steuer

Baum
Baum
10 Jahre zuvor

Ich bin Schüler des Stadtgymnasiums, und kenne Schüllerinnen und Schüler, welche aufgrund eines Kopftuches etc. von ihm, nunja, etwas seltsam angesprochen wurden.

In der neuesten Ausgabe der Rostra, der Schülerzeitung fand sich auch folgendes Zitat von ihm: „Kirche ist wie Milz: Jeder hat sie, niemand braucht sie“
Ich denke, dass dies für einen Politiklehrer sehr unüberlegt ist und mitweil auch hetzerisch. (Auch ist die Milz nicht unnötig, wie ein Lehrer später erklärte, jedoch bin ich persönlich Atheist, was aber nicht bedeutet das ich Religionen nicht Respektiere)

Um dem Ruf der Schule jedoch nicht zu Schaden möchte ich hinzufügen, dass sich die Schülervertretung schriftlich von diese Aussage distanzierte. Die Schülerverhalten sich tolerant und auch die Lehrer waren allesamt empört. Dies was also lediglich eine Einzelmeinung.

Vieleicht ist es auch wichtig zu sagen, dass die von ihm in seiner Rede so gepriesene Freiheit meines erachtens heuchlerich ist, denn ich denke, dass Freiheit da endet, wo man die Freiheit anderer Einschrenkt.

Ein Kommentar aus der Sicht eines Schülers

Detlef A.
10 Jahre zuvor

Antispeziesismus und Rassismus sind absolut unvereinbar. Daniel Krause ist weder ein Antispeziesist noch ein wirklicher Linker. Er rudert jetzt wohl zurück, wohl aber nur um seine eigene Haut zu retten. Auch als Geschichtslehrer hat er sich sicherlich absolut disqualifiziert. Daneben wird er wohl auch unter Tierschützern und besonders Tierrechtlern nun reichlich Schwierigkeien bekommen, was ich ihm, nach seiner Hetzrede auch von ganzen Herzen gönne.

Namenlos
Namenlos
10 Jahre zuvor

Die Autor_in des Antispe-Verisses trennt an sich in „Menschen“ und „Tiere“ und leugnet dadurch die menschliche Abstammung (Säugetier) und folgt damit Speziesistischer Weltanschauung. Dem Menschen schreibt sie/er an sich höheren Wert gegen über den anderen Tieren zu. Aufgrund des Selbstbewusstseins wäre dies legitim. Bereits Singer problematisierte dies anhand seines Vergleiches des Bewusstseins eines Menschen mit massiven Hirnschädigungen, Kleinkindes und z.B. einem Hund. Damit wollte er allerdings nicht auf eine Entwertung jener Menschen hinaus, sondern die vorherrschende Herabsetzung nichtmenschlicher Tiere kritisieren. Die vorherrschende Mensch-Tier-Grenze ist willkürlich gesetzt. Sie ist nötig, um das bisherige Hierarchiedenken der Menschen und deren Ausbeutungsbestrebungen zu stützen. Allein dieses Mensch-Tier-Verständnis beginnt immer mehr zu bröckeln. Derzeit gibt es bspw. Bestrebungen, Affen mehr Rechte einzuräumen.

Für eine differenzierte Betrachtung. Der Begriff „Tierrechte“ wird von Teilen der Bewegung kritisiert. Ein Beispieltext:
„Tierbefreiung statt Tierrechte
– eine politische Begründung der Umbenennung der BerTA -“
https://berta-online.org/?page_id=60

trackback

[…] In einem Interview versucht er sich jetzt zu rechtfertigen. Da er inzwischen von der Unterrichtserteilung entbunden […]

Klaus Lohmann
Klaus Lohmann
10 Jahre zuvor

@Martin Niewendick: Danke für den Link, da wird auch manch Anderes etwas transparenter. Der im Artikel zusammen mit Krause erwähnte Dortmunder InnenstadtWest-Bezirksbürgermeister Friedrich Fuß (Grüne; vormals Friedrich Roesner) ist ebenso schwul, Freimaurer und hat genauso irrlichternd seine Probleme mit Kirchen in Deutschland:

https://www.ruhrnachrichten.de/lokales/dortmund/Bezirksbuergermeister-entschuldigt-sich;art930,841714

Sollten Wetten angenommen werden, setze ich drauf, dass wir Beide demnächst bei den Piraten finden können.

Ben
Ben
10 Jahre zuvor

Ich sage das Folgende als jemand der *LINKS* steht, und der im Alter von 12 Jahren schon gegen Markus Beisicht und die Republikaner protestiert hat (da war der Mann noch in der Ehrenfelder Bezirksvertretung):

Einige von euch sind hier mächtig stolz, diesen ach so bösen Lehrer zur Strecke gebracht zu haben. Faseln was von „Unehrlichkeit“ bei Krause, von Heuchlerei und Unglaubwürdigkeit seiner Distanzierung. Kann alles sein, vielleicht hat der Mann einen kleinen Schaden. So gesehen seid ihr Helden, denn DEM habt ihr es mal so richtig gezeigt, diesem vermutlich verkappten Nazi! Der lügt bestimmt nur nach Schritt und Tritt, also, har har, toll gemacht, ihr Spitzendemokraten! Klopft euch mächtig auf die Schulter, super gemacht. Nur ein paar Fragen habe ich noch an Euch:

– Wieso habt *IHR* eigentlich den Salafisten freie Bahn gelassen?
– Wieso lasst *IHR* eigentlich Mega-Treffen der faschistischen
Grauen Wölfe in Deutschland unwidersprochen geschehen?
– Wieso verteidigt *IHR* eigentlich extreme Muslime, deren
Weltbild so weit rechts-reaktionär ist, wie es bei der katholischen
Kirche nur noch die Pius-Brüder sind?

Kann es sein, dass IHR euch ein verdammt einfaches Weltbild gestaltet habt? So nach dem Motto:

– Ein Ausländer oder Migrant ist offensichtlich *GUT* – immer!
– Wer faschistische Türken kritisiert, der ist ein Nazi – immer!
– Wer totalitär handelnde religiöse Araber kritisiert, der ist ein Faschist!
– Wer einen Migrationshintergrund hat, hat IMMER recht, auch wenn er noch so totalitäre Ideologien von sich gibt! Und wenn er mal nicht Recht hat, dann ist das aber die Schuld der Gesellschaft!

Am allerwichtigsten aber: Wer all das kritisiert, der *MUSS* ein verkappter Neonazi sein! Es gibt keine andere Möglichkeit! Und genau deswegen stellt man sich den Salafisten oder den Grauen Wölfen als „echter Linker“ gefälligst auch nicht in den Weg, man ist ja ach so politisch kultiviert und gebildet, und sooooooo progressiv.

Leute, es widert mich an. Es ist eine Schande, dass sich den Salafisten nur ein versprengtes Häuflein von „Pro Köln“ entgegenstellt hat, und *DIE* natürlich tatsächlich aus den falschen Gründen. Der Schriftsteller Ralph Giordano hat über diese Leute mal Folgendes gesagt: „Pro Köln ist für mich die zeitgenössische Variante des Nationalsozialismus, die mich, wenn sie könnte, in die Gaskammer stecken würde.“
So hat Herr Kraus einen schweren Fehler begangen, sich an die Seite dieser Leute zu stellen, und dort seine Rede zu halten. Ich traue ihm zu, da naiv und unwissend genug gewesen zu sein. Aber deutlich widerwärtiger als einer Rede, an der ich inhaltlich insgesamt nichts Verwerfliches finden kann ist die Tatsache, dass IHR allesamt nicht dort wart! Dass es von EUCH keinen gab, an dessen Seite Kraus sich hätte stellen können! Darüber solltet ihr vielleicht mal nachdenken, wenn es der Kampf gegen ach so böse verkappte Nazis wie Krause mal eine Sekunde zulassen sollte.

P.S.:
Noch was zum Abschluss was für die Ruhrbarone-Moderation: Ich weiß, dies ist ein ganz, ganz pöser Kommentar. Ich mache nämlich gleich etwas ganz und gar schröckliches, ich kritisiere einige mir persönlich ein bisschen *ZU* selbstgerecht auftretende Linke! Wenn die Armen das nicht verkraften können, dann bitte mal gleich sperren, ich möchte ja nicht dafür verantwortlich sein, dass einige sich in ihrem sehr bequemen und selbstgerechten Weltbild, in dem SIE die Guten sind, und zwar IMMER, auch noch unbequem fühlen könnten. Oder gar (Allah bewahre!) mal ins Grübeln geraten könnten! Also, bitte sperren, löschen und zensieren!

Dann aber bitte nach Möglichkeit auch gleich noch den Kommentar von Tobias Kaufmann im Kölner Stadt-Anzeiger sperren lassen, dem ich inhaltlich nämlich ebenfalls Satz für Satz zustimmen kann:

https://www.ksta.de/html/artikel/1338997247682.shtml

Ach ja, alternativ könnte man es mal mit einer ehrlichen Diskussion versuchen. Mein Klarname und meine Mail-Adresse sind euch ja bekannt.

trackback
10 Jahre zuvor

Links anne Ruhr (13.06.2012)…

Bochum: Förderung steht aus: Musikzentrum: Rückkehr aus Düsseldorf ohne Millionen-Scheck (Ruhr Nachrichten) – Das Land NRW kann die Fördermittel dem geplanten Musikzentrum doch noch nicht zur Verfügung stellen. …

Thrillor
Thrillor
10 Jahre zuvor

Ich war eine seiner Schülerinnen.
Herr Dr. Krause fand bei den Rechten bloß den Zuspruch, den er sich von politisch Gleichgesinnten gewünscht hatte. Seine schlechten Erfahrungen mit radikalen Islamisten kann ihm keiner nehmen. Seine Äußerungen auf der Kundgebung waren mehr als ungünstig formuliert. Dass er seine Aussagen generalisiert hat, machte ihn für den Moment nicht besser, als die jubelnden und klatschenden Rechten.
Jedoch überlegt mal: Wie konnte es so weit kommen, dass sich ein Linker in seinen Kreisen so unverstanden fühlt und zu den Rechten läuft?

Arnold Voß
Arnold Voß
10 Jahre zuvor

@ Ben # 35

Bei den Ruhrbaronen haben wir es mehr mit den Menschen- als mit den Tierrechten. Und jeder der sich gegen sie wendet kriegt von uns gewöhnlich eins auf die Nuss. Egal wessen Glaubens er ist, wo er herkommt und was er sonst noch so politisch denkt und tut.

Arnold Voß
Arnold Voß
10 Jahre zuvor

@ alle Schüler

Es ist nicht sehr überzeugend, wenn man sich unter Decknamen hinter seinen Lehrer stellt.

Conny
Conny
10 Jahre zuvor

@ #37 THRILLOR

„Jedoch überlegt mal: Wie konnte es so weit kommen, dass sich ein Linker in seinen Kreisen so unverstanden fühlt und zu den Rechten läuft?“

1. Herr K. hat sich in linken Kreisen mit seinen Inhalten „unverstanden“ gefühlt, weil die Linken seine Ansichten nicht teilten oder ablehnten.

2. Herr K. ist dann auf einer rechten Kundgebung aufgetreten. Und die Rechten teilten seine Ansichten und fanden gut, was er zu sagen hatte.

3. Wenn wir annehmen, dass Linke im allgemeinen eher linke Ansichten gut finden und rechte Ansichten ablehnen, und dass Rechte im allgemeinen eher rechte Ansichten gut finden und linke Ansichten ablehnen,
so ist die Frage leicht beantwortet:

Herr K. ist bei den Rechten willkommen und fühlt sich dort verstanden, weil er rechte Ansichten vertritt. Ta-daah!

Ich würde da jedenfalls nicht so leichtfertig irgendwelche „linken Kreise“ beschuldigen, wenn offenbar einfach nur zusammenkommt, was zusammengehört. Und wenn Herr K. sich nun für seine Ansichten schämt und nicht so recht(s) Farbe bekennen mag, dann ist das allein sein Problem.

Horst Schmallenberg
Horst Schmallenberg
10 Jahre zuvor

Zitat Daniel Krause:
„Nein. Ich wusste bis dahin recht wenig über Pro NRW.“
Zitat/
Mit diese Aussage hat er sich selber als Politiklehrer Disqualifiziert.

Dieser „Unwissende“ wir auch noch auf unsere Kinder losgelassen um Politik zu Unterrichten.
Entweder hakt es scjon bei der Lehrerausbildung, oder der hält alle anderen einfach nur für zu däml…….

Armes Deutschland.

Ben
Ben
10 Jahre zuvor

@Arnold Voss:

> Bei den Ruhrbaronen haben wir es mehr mit den Menschen-
> als mit den Tierrechten. Und jeder der sich gegen sie wendet
> kriegt von uns gewöhnlich eins auf die Nuss.

Ach ja, Mr. Bigmouth? Dann erzähl doch mal, wo hast *DU* denn ganz konkret am Samstag gestanden, um SOWOHL den Kotzbrocken-Salafisten, als auch Pro Köln „eins auf die Nuss“ zu geben? Wo warst du denn, du großer Menschenrechtsverteidiger, wo waren deine Freunde?
Ach, zufälligerweise verhindert, am Nachmittag kam ja auch Fußball? Dachte ich es mir doch! Zum schreiben einer popeligen Stellungsnahme hat die Zeit gerade auch nicht gereicht? Schade aber auch! Aber hey, dafür machst du ja JETZT zum Ausgleich hier den großen Menschenrechtskämpfer! Super!
Klare Sache, gegen den Lehrer, *DA* bist du wieder voll und ganz da und aktiv. Bravo! So heldenhaft, dass ich vor lauter fremdschämen einfach nur noch kotzen könnte. Man, man, man! Linkssein hieß in diesem Land mal sich GEGEN Romantizismus, Esoterik, und simple Weltbilder und FÜR die Wahrheit und Aufklärung zu verpflichten. Und wo steht die Linke heute? Bei einem Haufen dressierter Affen, die bei der ersten sich bietenden Gelegenheit zum selber denken bitter versagen!

Um das mal ganz klar zu sagen: Krause hat hier einen sagenhaft dummen Fehler gemacht, aber *ER* hat wenigstens was getan! IHR hingegen lasst entweder aus Feigheit oder Dummheit die Salafisten frei gewähren. Dass ihr wirklich eine nennenswerte Anzahl moslemische Freunde und Bekannte habt, das nehme ich euch nebenbei nicht wirklich ab. Sonst wüsstet ihr nämlich, dass der „Durchschnittsmoslem“ Wahabiten / Salafisten und andere moslemische Extremisten genauso gerne hat, wie der „Durchschnittsdeutsche“ Fußpilz. Für einen ordentlichen Extremisten sind moderate Moslems nämlich größtenteils ebenfalls „Ungläubige“, und damit eigentlich zu tötende Apostaten.

Lest es auch doch bitte mal auf islam.de durch:

https://www.islam.de/20027_print.php?

(Aber Vorsicht, Kritik an einer moslemischen Strömung! Kann ja nur „rechts“ sein, weil ja ALLE Moslems, zumindest die mit Migrationshintergrund, gute Menschen sind! Bloß nicht davon täuschen lassen, dass der Text auf islam.de steht, gewiss eine weitere fiese Finte der Rechten! Weltbild-in-Gefahr-Alarm!)

Namenlos
Namenlos
10 Jahre zuvor

@ Ben
Mag sein, dass es von „der“ Linken zu wenig Kritik an Islamisten und an den türkischen Faschist_innen gibt, allerdings frage ich mich, wie Du zu folgender Aussage kommst:

Inwiefern würde „die“ Linke extreme Muslim@ verteidigen? Ich würde nicht annehmen wollen, dass emanzipatorische Linke rechts-reaktionäre Menschen verteidigten. Du jedoch, die/der das behauptet, schiebt darauf aufbauend, ihrer/seinerseits falsche Vorwürfe nach, wonach Migrant_innen von „den“ Linken „immer als rechtens und gut“ und „Kritiker_innen“, die dies kritisieren automatisch als Nazis abgestempelt würden. Anscheinend hast Du nicht verstanden, worin linke Kritik und Gegner_innenschaft an der Hetze gegen gemeinte Muslim@ besteht: Es geht um Generalisierung („der Islam“, „die Muslim@“) Feindbildschaffung, Angst & Hassschürung („Überfremdung“, „Islamisiserung“).

Hiermit hast Du Dich in meinen Augen selbst diskreditiert. Verwerflich ist es Deiner Meinung nach nicht, beispielsweise Positionen und Gewalt der Neonazis zu verharmlosen/relativieren? Wo Du „den“ Linke verwirfst, nicht da gewesen zu sein – wo warst Du denn?

PS. Was willst Du mit Deiner selbstgewählten Opferrolle („Bitte löschen/sperren“) erreichen?
Was macht denn Dein zitierter Ralph Giordano noch so? Er unterstützt z.B. den rechtspopulistischen Verein „Pax Europa“ …

Arnold Voss
10 Jahre zuvor

@ Ben # 42

Links von Ben ist nur noch die Wand und alle anderen sind rechts und doof außer ????…. BEN natürlich! Ach Gottchen, Ben. Wer ist hier Mr. Bigmouth?

Ach, und noch eins: Niemand würde sich für die idiotischen Salafisten interessieren, wenn Pro NRW nicht dauernd dagegen demonstrieren würde.

Robin Patzwaldt
Robin Patzwaldt
10 Jahre zuvor

@Martin: Hatte den entsprechenden Text auch gerade auf ‚der Westen.de‘ gelesen und mich darüber ‚gewundert’….
Jetzt lese ich hier, dass das wohl nicht nur mein ‚Gefühl‘ war die Sache so in etwa gestern schon hier gelesen zu haben.

Namenlos
Namenlos
10 Jahre zuvor

Fehlende Zitate meines letzten Kommentars:
1. (nach erstem Absatz)
„- Wieso verteidigt *IHR* eigentlich extreme Muslime, deren
Weltbild so weit rechts-reaktionär ist, wie es bei der katholischen
Kirche nur noch die Pius-Brüder sind?“
2. (nach zweitem Absatz)
„Aber deutlich widerwärtiger als einer Rede, an der ich inhaltlich insgesamt nichts Verwerfliches finden kann ist die Tatsache, dass IHR allesamt nicht dort wart!“

Stefan Laurin
Admin
10 Jahre zuvor

@Robin @Martin: Soviel zum Thema große Verlage und Blogs im Streit um das Urheberrecht 🙂

Ben
Ben
10 Jahre zuvor

@Arnold Voss:

> Ach, und noch eins: Niemand würde sich für die
> idiotischen Salafisten interessieren, wenn Pro NRW
> nicht dauernd dagegen demonstrieren würde.

Ach, „idiotisch“ sind die also? Klingt ja süß, und irgendwie harmlos, bzw. verharmlosend! Junge, wir reden hier von knallharten Faschisten, die zudem glauben, Gott würde ihr Tun rechtfertigen. Sehr viel schlimmer geht es eigentlich nicht mehr. „Idiotisch“, das kann man zum Verhalten des Lehrers sagen. Oder zu dem, was du und deinesgleichen hier abziehen. Die Salafisten sind da eine ganze Größenordnung übler.

Noch mal zur Sache, du reißt hier dein Maul auf, dass jeder, der gegen Menschenrechte ist, hier halt eines auf die Nuss bekommt. Okay, du Menschenrechtskämpfer, wo warst du also am Samstag? DESWEGEN sage ich Mr. Bigmouth zu dir, und zwar zu Recht!

Und ebenfalls sehr interessant, wenn es um Salafisten geht, so sind die also klein und irrelevant, und nur Pro Köln ist Schuld, wenn sich das ändert. Da hätte ich vor Lachen fast meinen Kaffee auf dem Bildschirm verteilt. Wenn also eine Gruppe von Nazis klein und irrelevant genug ist, sollte man sie ab sofort nicht mehr bekämpfen, weil sie dann ja erst Aufmerksamkeit bekommen könnten? Wie war das noch gleich mit „Wehret den Anfängen!“, ist das ab sofort nicht mehr gültig? Am besten wehren wir uns also gegen faschistisch-intolerantes Gedankengut, indem wir diejenigen fertigmachen, die mit ihren Protesten Aufmerksamkeit erregen? Interessante Theorie, und natürlich gaaaaaaar nicht unehrlich oder inkonsequent.

Fällt dir das eigentlich gar nicht auf, was für widerwärtige Argumentationspirouetten Leute wie du mittlerweile drehen müssen, um ihr vollkommen von Doppelmoral und doppelten Standards triefendes Weltbild zu rechtfertigen? Um es mal klar zu sagen: Der Lehrer darf kritisiert werden, aber von Leuten wie dir nicht! Du hast jegliches moralische Recht dazu verloren.

AnoNym
AnoNym
10 Jahre zuvor

Der Mann ist doch promoviert und war jahrelang aktiv gegen Rechts. Wie kann er dann behaupten er habe Pro-Nrw nicht gekannt. Jetzt habe er recherchiert.Völlig unglaubwürdig und untragbar.

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