Fünf Jahre nach seiner Rücktrittsankündigung: Beim BVB vermisst man Trainer Jürgen Klopp!

Der BVB-Trainer Jürgen Klopp ganz entspannt… Archiv-Foto: Robin Patzwaldt

Am heutigen 15. April ist es tatsächlich schon fünf Jahre her, dass Trainer Jürgen Klopp seinen Abschied zum Saisonende 2014/15 bei Borussia Dortmund verkündete. Damit setzte er selbst den Schlusspunkt unter eine Phase von sieben Jahren beim BVB, in der er als Coach die Durchschnittsmannschaft des Sommers 2008 zu einem Spitzenteam in Europa machte, mit diesem u.a. zwei Meisterschaften und einen DFB-Pokal-Titel gewann. Eine Zeit, die in den Herzen der Anhängerschar der Schwarzgelben unvergessen bleiben wird!

Als ‚Kloppo‘ vor fünf Jahren mit einer Träne im Augenwinkel ankündigte, dass er sein Engagement in Dortmund nicht über den Sommer 2015 hinaus fortsetzen würde, da war der Glanz der ersten, besonders erfolgreichen Jahre verflogen.

Noch Anfang Februar 2015 war der Klub Tabellenletzter in der Bundesliga, rettete sich nur mit viel Mühe noch in die Europa-League und in das DFB-Pokalfinale. Als Klopp seinen Rückzug öffentlich machte, stand dies natürlich so noch nicht fest. Der sportlich ‚vernünftige‘ Endspurt der Saison sorgte zudem dafür, dass sich schon beim emotionalen Abschied Klopps im Westfalenstadion viele Beobachter fragten, ob es nicht doch ein Fehler sei, den beliebten Meistertrainer ohne tatsächliche Notwendigkeit weiterziehen zu lassen.

Der Vorteil dieses freiwilligen Rückzugs mit relativen sportlichem Erfolg in der Endphase ist im Rückblick allerdings, dass Klopp in Dortmund und Umgebung noch immer ein Volksheld ist. Selbst als Klubchef Aki Watzke im Herbst 2019 im Westfalenstadion sein neues Buch vorstellte, Klopp dabei der Ehrengast war, brandeten sofort Wünsche nach Rückkehr des Lieblingstrainers vieler BVB-Anhänger auf. Eine Tatsache, die für den aktuellen Coach, Lucien Favre, wie ein Schlag ins Gesicht gewesen sein müssen.

Wirklich erstaunlich ist der Wunsch vieler Fans nach einer zweiten Amtsperiode von Klopp beim BVB nicht. Schon bei seinem Abschied war allen Beteiligten klar, dass es seine Nachfolger in Dortmund schwer haben würden, immer mit dem überaus charismatischen Fanliebling verglich werden würden.

Jetzt, fünf Jahre nach seinem Abgang, wissen wir, dass es bisher tatsächlich keiner der vier bisherigen Nachfolger Klopps es auch nur annähernd geschafft hat, in seine übergroßen Fußstapfen zu treten.

Thomas Tuchel war vielen BVB-Fans von Anfang an zu unnahbar. Peter Bosz kam erst gar nicht wirklich dazu mit dem BVB warm zu werden, durfte nicht einmal ein halbes Jahr die Mannschaft Betreuen. Peter Stöger blieb ein ‚Notnagel‘, der zumindest seinen Job mit Ach und Krach bewältigen konnte, den Verein zurück in die Champions League führte. Und Lucien Favre…. Tja, was soll man sagen? Der holt zwar Punkte, doch ist er in Sachen Charisma und Ausstrahlung eben eigentlich das genaue Gegenteil von Klopp.

Das erkennt man schon an den vom BVB durchgeführten Pressekonferenzen. Während Kloppo diese seinerzeit zu einem echten Erlebnis machte, gerne mal als Alleinunterhalter die Notizblöcke und Laptops der anwesenden Journalisten quasi im Alleingang füllte, bekommt Favre kaum mal eine nennenswerte Aussage hin, hat sich die Dauer dieser Veranstaltungen, trotz der prominenten Unterstützung von Favre durch Sportdirektor Michael Zorc, gefühlt mindestens halbiert. Wäre Zorc damals bei Klopp schon mit am Rednerpult gewesen, er wäre vermutlich gar nicht zu Wort gekommen. 😉

Kein Wunder also, dass am heutigen 15. April 2020, dem fünften Jahrestag von Jürgen Klopps Abschiedsankündigung, viele im Umfeld des BVB besonders traurig, zumindest aber doch wehmütig sind.

Die sieben Jahre mit Klopp waren für ganz Dortmund eine sehr besondere Zeit, die man sich, gerade auch in den aktuellen Zeiten der Corona-bedingten Spielunterbrechung der Liga, beim BVB gerne noch einmal zurückwünschen würde….

 

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2 Kommentare

  1. #1 | Von stetig nachlassender Fußball-Leidenschaft und einer stark abklingenden Begeisterung für den BVB | Ruhrbarone sagt am 19. Januar 2022 um 10:46 Uhr

    […] nachdem Jürgen Klopp im Sommer 2008 seine sieben phantastischen Jahre als Trainer in Dortmund begann, und aus der ‚grauen Maus‘ wieder einen vitalen, erfolgreichen Klub machte, stieg auch […]

  2. #2 | Wann ist beim BVB die Zeit gekommen, in der nicht nur immer die Trainer gehen müssen? | Ruhrbarone sagt am 20. Mai 2022 um 22:51 Uhr

    […] ins direkte Rampenlicht rücken. Die zuvor im Traineramt überzeugenden Thomas Tuchel oder gar Jürgen Klopp sind anderweitig gebunden. Vieles deutet daher auf Terzic als neuen und alten Cheftrainer der […]

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