Im September startet die Ruhrtriennale

Die Jahrhunderthalle in Bochum ist einer der wichtigsten Standorte der Ruhrtriennale | Foto: Peter Hesse

Die Ruhrtriennale 2026 findet vom 20. August bis 20. September statt. Insgesamt gibt es in diesem Jahr 31 Produktionen und Projekte mit 114 Veranstaltungen in Bochum, Duisburg, Dortmund, Essen und Gladbeck. Im dritten und letzten Jahr der Intendanz von Ivo Van Hove lädt die Ruhrtriennale dazu ein, gemeinsame Erlebnisse zu feiern und neue Perspektiven einzunehmen.

„Ich freue mich auf ein weiteres Fest mit den Gästen der Ruhrtriennale.“, so Ivo Van Hove. „Lassen Sie uns trotz der Krisen unserer Zeit das Leben feiern – durch gemeinsame Begegnungen und Erfahrungen, durch Miteinander und Austausch und mit einer großen Neugier aufeinander.“ Ivo Van Hove eröffnet die Ruhrtriennale mit dem Musiktheater Rebel Rebel, das die Musik David Bowies ins Zentrum stellt. Rebel Rebel versteht sich als Kommentar zur Gegenwart, die zunehmend dystopisch anmutet. Entfremdung und Isolation sind hier nicht nur gesellschaftsbedingt, sondern gesetzlich verordnet. Ein junges Paar leistet Widerstand und erschafft sich seine eigene Utopie. In der Uraufführung von Deutscher Herbst legt Regisseur Christopher Rüping das Ohr an die deutsche Geschichte: 1946, 1977 und andere Herbste – wer sind wir, wenn Erinnerung verschwindet und Freiheit nicht mehr selbstverständlich ist?

Auch Krzysztof Warlikowski sucht die Verbindungen der Vergangenheit in die Gegenwart. In Europa untersucht Warlikowski, wie sich Gewalterfahrungen als Trauma festsetzen, über Generationen hinweg weitergegeben werden und Lebensläufe lange nach der ursprünglichen Katastrophe lenken. In seiner neuen Arbeit begibt sich Serge Aimé Coulibaly mit dem Faso Danse Théâtre auf eine Odyssee. Gefeiert für seine kraftvolle Choreografie für I Did It My Way, die Eröffnungsproduktion der Ruhrtriennale 2025, erzählt Coulibaly mit Back to Kidal die Geschichte einer kollektiven Reise von Freiheit und Selbstbestimmung.

Ein weiterer Höhepunkt der Ruhrtriennale 2026 ist die Musiktheaterproduktion SIDDHARTHA von Lisaboa Houbrechts, die auf Hermann Hesses gleichnamiger Erzählung basiert und die Themen Identität und Selbstfindung ins Zentrum rückt. Themen, die auch in den Gedichten von Emily Dickinson Ausdruck finden, der Joyce DiDonato den Liederzyklus Emily – No Prisoner Be widmet. Die Reihe Erased Music wird zum Finale noch einmal ganz groß in Szene gesetzt: Chorwerk Ruhr präsentiert zusammen mit den Bochumer Symphonikern unter der Leitung von Florian Helgath vergessene und wiederentdeckte Kompositionen von Roman Padlewski & Charles Tournemire in der Jahrhunderthalle Bochum.

 

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