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Infiziert mit Corona und geimpft: Für den leichten Verlauf sind wir BioNTech dankbar

Aktuell sind wir in Quarantäne: Die Impfung bewahrt aber vor Schlimmerem; Foto: Peter Ansmann

Aktuell sind wir in Quarantäne: Die Impfung bewahrt aber vor Schlimmerem; Foto: Peter Ansmann

Die Sache mit der Einschätzung der COVID-19-Pandemie ist nicht ganz einfach: Der geringste Teil der Bevölkerung in Deutschland besteht aus Virologen oder Epidemiologen, auch wenn das in den sozialen Medien anders wirkt: Hier sind, während der Coronakrise, die ganzen ehemaligen Experten in Sachen Fußball, Nahost-Konflikt und Terrorismus zusätzlich zu Fachleuten im Bereich Seuchenbekämpfung und Impfungen mutiert.

Ich bin in diesem und im letzten Jahr auf Sicherheit gefahren. Habe dem RKI und den Ratschlägen von Prof. Dr. Drosten getraut und mich selbstverständlich impfen lassen als dies möglich war.

Aktuell bin ich, gemeinsam mit meiner Freundin Angela, in häuslicher Quarantäne, nachdem ich heute das positive Ergebnis meines PCR-Tests erhalten habe.

Aus dem privaten Lockdown heraus: Ein paar Eindrücke zur aktuellen Corona-Lage aus meinem persönlichen Umfeld und über meine bisherige Erfahrung mit der Infektion.

Pessimistische Prognosen zu Corona sind real geworden

Als ich, irgendwann Anfang März, letzten Jahres bei uns – den Ruhrbaronen – den Willen und die Bereitschaft äußerte, mir am 14.03.2020 die Einweihung des Lenindenkmals vor der Parteizentrale der MLPD in Gelsenkirchen-Horst, nun ja: anzutun, gab es eine klare Aussage von Ruhrbaron Stefan Laurin: „Keine Außentermine. Die Lage ist zu gefährlich. Wir bleiben alle Zuhause!“

Ich habe dann noch kurz argumentiert: „Ich passe auf!“, „Ich achte auf Abstand!“, „Ich trage permanent die Maske!“ – das nützte aber wenig, das Herz des Hüters des Ruhrbarone-Blogs ließ sich von meinen Argumenten nicht erweichen. Seine pessimistische Sicht der Dinge hat sich leider ebenso erfüllt wie die düsteren Prognosen von Prof. Dr. Christian Drosten und Karl Lauterbach. Leider!

Am 12. März 2020 hat die beliebteste revolutionäre Partei der Arbeiter:innenklasse neuen Typs wo gibt im Universum schließlich, in einer Pressemitteilung, den Ausfall der (später nachgeholten, unappetitlichen) Veranstaltung mitgeteilt. Kurz darauf waren wir alle im Lockdown. Und kämpften beim Discounter um Klopapier und Grundnahrungsmittel. Ab diesem Zeitpunkt habe ich das Haus nur zur Erledigung der Einkäufe verlassen. Und bin auf Sicherheit gefahren.

Diesen Kurs der extremen Achtsamkeit habe ich, bis zu meiner zweiten Impfung im Juli, beibehalten. Oder genauer: Diesen Vorsicht haben wir bis zu unseren Impfungen durchgezogen. Seit der Impfung achte ich weiterhin auf Hygiene, Abstände, permanentes Tragen der Maske. Ich habe keine Ahnung, wo wir uns unsere Infektion zugezogen haben. Meine Infektion ist aber, mutmaßlich, das Ergebnis leicht nachlassender Achtsamkeit bei mir, wegen meiner Impfung.

Ein anderes Problem ist in meinen Augen Nachlässigkeit bei der Kontrolle des Immunstatus in der Öffentlichkeit.

Die Gastronomie, die eigentlich ein Interesse daran haben sollte, dass es keinen weiteren Lockdown gibt, ist – dies ist jetzt meine persönliche Einschätzung – ein Teil dieses Problems.

Leiden darunter müssen die Menschen, die weiterhin auf Sicherheit achten.

Erster Oktober 2021: In einer Gaststätte in Duisburg findet eine Party zum Oktoberfest statt. Ich besuche diese Location gerne: Vor dem zweiten Lockdown, im Oktober 2020, wurde hier bereits extrem penibel auf Einhaltung der Hygienevorschriften geachtet. Ein Haushalt plus eine Person an einem Tisch. Gäste, die an Tische stürmen und Bussis vergeben, wurden konsequent rausgeworfen. Beim Oktoberfest wurden die Daten in der Impfpass-App penibel mit dem Personalausweis abgeglichen. Menschen, die ihren Personalausweis vergessen hatten, wurden abgewiesen. Freunde macht man sich in der Querdenkerszene mit diesem Konzept nicht, aber man fühlt sich etwas sicherer. Die Front des Lokals ist komplett offen, es wird permanent gelüftet. Man hat hier alles versucht, um in Zeiten der Seuche ein sicheres Konzept zu fahren.

31. Oktober 2021 in Duisburg: Halloween-Party, unter 2-G-Bedingungen. Hier wurden die QR-Codes auf den Impfausweisen sogar mit einer App geprüft. Mit meinem Fake-Impfausweis hätte ich hier keine Chance. Die App zeigt an, ob der QR-Code gültig ist oder nicht – mit den Personendaten zum Besitzer des Impfpasses.

Dass nicht alle Gastronomen auf dieses „mehr an Sicherheit“ setzen und diese App nutzen, ist – angesichts von gefälschten Impfzertifikaten – ein Fehler in der aktuellen Krise.

Sechster November 2021: Nach einem Abendessen in einem Lokal in Borken, meine Freundin und ich hatten an diesem Wochenende ihr elterliches Haus ausgeräumt, beschließen wir noch auf einen Wein und ein Bier in ein anderes Restaurant zu gehen. Wir kommen am Eingang an. Den Mund-Nasen-Schutz haben wir auf. Die Smartphones in der Hand. Der Mitarbeiter an der Türe will die Impfausweise nicht sehen. Und erwähnt, dass wir keine Masken tragen müssen: „Die Inzidenzen sind hier nur so hoch, weil Borken der Wahlkreis von Jens Spahn ist und der Landrat ein alter Kumpel von ihm, der sich bei ihm einschleimen möchte.“

Harakiri für die eigene Branche: Querdenker in der Gastronomie

Der Ernst der Lage ist beim Mitarbeiter des Ladens offensichtlich nicht nicht angekommen. Ich frage – wieso auch immer – nach, was Jens Spahn denn von hohen Inzidenzen in seinem Wahlkreis hätte und kriege von dem Trottel die vielsagende Antwort: „Wegen der Pharma-Lobby!“

In den Laden sind wir dann trotzdem gegangen. Vermutlich ein Fehler, wie ich jetzt im Nachhinein selbstkritisch zugeben muss: An unserem Impfstatus zeigte kein Mitarbeiter Interesse.

Meine Kreuzimpfung hat bei mir vielleicht auch sowas wie ein falsches Sicherheitsgefühl ausgelöst. Im Mai hätte ich bei einer Aussage, wie sie in diesem Fall von dem Trottel in der westfälischen Provinz getätigt wurde, den Laden gemieden.

Kurz nach dem Besuch dieser Location in Borken, habe ich in der Gruppe der Ruhrbarone nachgefragt, wie es mit der Weihnachtsfeier in 2021 aussieht. Diese findet, mit Blick auf die steigenden Inzidenzen, nicht statt. Verständlich, damals. Eine Ansage wie „Ja, wir sind alle geimpft und haben uns seit zwei Jahren nicht mehr gesehen.“ Hätte ich allerdings auch akzeptiert.

Wegen des trügerischen Gefühls der Sicherheit durch die Impfung.

Dieser Fehleinschätzung bin nicht nur ich aufgesessen. In Duisburg findet aktuell – nach der Absage im letzten Jahr, wegen Corona – wieder ein Weihnachtsmarkt statt. Unter 2G-Bedingungen – die bei dem Format des Events kaum zu kontrollieren sind.

Nicht nur ich halte die Durchführung dieses Events für einen Fehler, wie man in der Facebook-Gruppe Duisburg ~Stadt- und Bürgerpolitik an den Kommentaren zu dem Tourismushighlight erkennen kann.

Die Fotos vom Auftakt des Karnevals in Köln lassen ebenso das Schlimmste für die Virenlage – aus Menschensicht, nicht aus Sicht des Virus – für den Winter erwarten.

Bei der Impfquote sind die deutschsprachigen Länder das Schlusslicht in Europa: Was schwer nachvollziehbar ist. Der Artikel in der Financial Times ist ernüchternd.

Das deutsche Abschneiden im Ranking der Impfquote in Europa ist traurig.

Impfranking: Deutschland ist Impfversager; Screenshot Financial Times

Impfranking: Deutschland ist Impfversager; Screenshot Financial Times

Jetzt sind wir im “persönlichen Lockdown”. Bei meiner Freundin ging es Anfang November los: Heftiger Husten, Schüttelfrost, extreme Abgeschlagenheit. Die Schnelltests auf Corona waren bei ihr alle negativ, wir gingen von einer Bronchitis aus. Zumal sie bei früheren Bronchitis-Infektionen die identischen Symptome zeigte.

Mit Kreuzimpfung geschützt und mit dem Corona-Virus infiziert

Letzte Woche Mittwoch ging es dann bei mir los. Extreme Abgeschlagenheit, leichte Übelkeit – keine Symptome die man üblicherweise mit Corona in Verwendung bringt: Ich meldete mich bei meiner Arbeitsstelle krank. Am Donnerstag leichte Müdigkeit, keine anderen Symptome. Ich ging arbeiten. Mein Schnelltest war am Tag davor negativ. Am Freitag wieder das gleiche Spiel wie am Mittwoch: Ich meldete mich krank. Und lag am Wochenende, gemeinsam mit der Freundin, flach. Mich hatte der vermeintliche „grippale Infekt“ nicht so heftig erwischt wie sie.

Im Grunde ging es mir wie im gesunden Zustand, abgesehen von der Mattheit und dem schmerzhaften Husten. Ich hatte in meinem Leben einmal eine Lungenentzündung, eine schlimme Zeit. Und eine wesentlich unangenehmere Erfahrung als die, die ich aktuell mache. Mit den Symptomen hätte ich einen Besuch meines Hausarztes nicht mal in Betracht gezogen.

Die einzige (unangenehme) Auffälligkeit ist, in meinem Fall, der verdammte Husten: Kurze Hustenanfälle hatte ich jetzt sehr sporadisch. Alle paar Stunden. Husten in dieser Art war mir aber bisher fremd. Bei jedem kleinen Husten, ein Gefühl, als würde die Schädeldecke wegfliegen. Am Montag war der Infekt bei mir quasi nicht mehr spürbar, mit Ausnahme des Hustens. Am Dienstag machten meine Freundin und ich erneut einen Schnelltest auf Corona: Beide waren negativ. Meine Freundin ging wegen ihrer Symptome zum Hausarzt. Sie verlangte einen PCR-Test. Dieser wurde durchgeführt. Der Arzt verschrieb Antibiotika und Medikamente gegen die – vermeintliche – Bronchitis.

Ich ging am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag arbeiten, fühle mich pudelwohl und war normal leistungsfähig. Der einzige Unterschied zu normal: Der schmerzhafte Husten, der mir alle paar Stunden – gefühlt – die Schädeldecke wegsprengte. Am Donnerstagmorgen bekam ich dann eine WhatsApp-Nachricht der Freundin, die mich auf der Arbeit erreichte: Die Arztpraxis hatte angerufen. Ihr PCR-Test war positiv. Mein Chef schickte mich nach Hause, passte penibel darauf auf, dass ich in der Firma nicht mit anderen Menschen in Kontakt komme.

Per Email teilte ich der Kontaktverfolgung des Gesundheitsamtes mit, dass ich Symptome habe die denen einer Corona-Infektion ähneln, dass meine Freundin positiv getestet wurde und dass ich geimpft bin. Der Anruf des Gesundheitsamtes, unter unbekannter Rufnummer, erfolgte wenige Stunden später. Für Freitag wurde ein mobiles Prüfteam angekündigt.

Ich ging zu diesem Zeitpunkt bereits, aufgrund der Umstände, von einer Corona-Infektion bei mir aus. Ich war bettlägerig, der schmerzhafte Husten nervte.

Impfstoff von AstraZeneca und BioNTech: Ein Dank von mir an die forschende Pharmaindustrie! Foto: Peter Ansmann

Impfstoff von AstraZeneca und BioNTech: Ein Dank von mir an die forschende Pharmaindustrie! Foto: Peter Ansmann

In Gedanken habe ich in diesen Stunden sehr oft BioNTech und AstraZeneca, den Herstellern der Impfstoffe mit denen ich vor Monaten geschützt wurde, gedankt. In der Nacht bekam ich Schnupfen, zusätzlich zum Husten. Die Nacht war dementsprechend schlecht. Wobei es mir immer noch besser ging als meiner Freundin, die alle paar Minuten durch heftige Hustenanfälle geweckt wurde. Meine Gesamtsituation konnte man beschreiben: Genervt, wegen der laufenden Nase und des Hustens.

Genervt ist aber definitiv besser, als alles was man sonst so liest über den Verlauf bei Ungeimpften, die dann irgendwann auf der Intensivstation landen. Und auf jeden Fall besser als “tot” oder wirklich schwerwiegenden Folgen einer Infektion mit dem tückischen Virus, falls man nicht geimpft ist. Über mangelnden Geschmacks und Geruchssinn kann ich aktuell ebenso wenig klagen wie über das Gefühl keinen Appetit zu haben.

Der Besuch des mobilen Prüfteams, zwei Damen im Schutzanzug mit Mund-Nasen-Schutz, erfolgte am Freitagmorgen. Die üblichen Abstriche im Mund-Nasen-Bereich. Ich erhielt einen Handzettel mit einem QR-Code, über dem ich mich nach 48 Stunden über meinen Corona-Status informieren konnte. Heute, kurz nach Mitternacht, konnte ich das Ergebnis meines Tests abrufen. Ich wurde positiv auf Corona getestet.

Der positive Befund des PCR-Tests; Screenshot

Der positive Befund des PCR-Tests; Screenshot

Für die Quarantäne sind wir gerüstet. Die Vorratsschränke sind gefüllt. Bis zum Ende der Quarantäne werden wir überleben, für einen eventuellen Einmarsch der Truppen von Wladimir Putin reichen die Vorräte allerdings nicht aus.

Gesund durch den privaten Lockdown: Der Quarantäne-Vorratsschrank; Foto: Peter Ansmann

Gesund durch den privaten Lockdown: Der Quarantäne-Vorratsschrank; Foto: Peter Ansmann

Freitagabend und in der Nacht hatte ich noch Husten und eine laufende Nase. Seit Samstagmorgen: Der Husten sprengt mir nicht mehr die Schädeldecke weg. Ich huste nur alle paar Stunden. Der Schnupfen ist ebenfalls fast erledigt.

Dank der Impfung, kommen wir – der Freundin macht die Quarantäne mehr zu schaffen als aktuell das Virus –  mit der Infektion einigermaßen klar.

Demnächst, nach der Infektion: Ich werde wieder vorsichtiger sein!

Was jetzt verflogen ist: Das Gefühl der trügerischen Sicherheit, dass ich seit der Impfung habe. Den Weihnachtsmarkt in Duisburg, der unter 2G-Bedingungen stattfindet, werde ich meiden.

Was ich aber gewonnen habe: Ein Gefühl der tiefen Dankbarkeit gegenüber der Forschung und der pharmazeutischen Industrie.

Die zwei Dosen mit einem Impfstoff, der inzwischen mehr als nur millionenfach verabreicht wurde, haben mich – mutmaßlich, im Extremfall – vor einer Beatmung und der Behandlung mit einem Medikamentencocktail, dessen Langzeitfolgen schwerer kalkulierbar sind als beim Impfstoff, bewahrt. Meine Impfreaktionen waren temporäre erhöhte Temperatur und verminderte körperliche Leistungsfähigkeit in den ersten beiden Tagen nach den Impfungen.

Ein kleiner Preis dafür, dass wir jetzt unsere Infektion, hoffentlich, gut durchstehen werden – und nicht mal Ansatzweise so etwas wie einem schweren oder mittelschweren Verlauf von COVID-19 gespürt haben.

Aktuell haben wir genug Impfstoff. Professor Dr. Drosten macht seit Monaten auf die Wichtigkeit der Impfungen aufmerksam.

Wir sollten vielleicht verstärkt auf ihn und seine Mahnungen hören, um zumindest einigermaßen gut durch diesen zweiten Coronawinter zu kommen.

Nach wie vor gilt:

Es zählt nur, wie wir am Ende der Pandemie aussehen und wie viele Menschenleben gerettet wurden. Alles andere ist bedeutungslos.

(Corona: “Nicht einmal der Anfang vom Ende”)

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11 Kommentare zu “Infiziert mit Corona und geimpft: Für den leichten Verlauf sind wir BioNTech dankbar

  • #1
    Wedmann

    Vielleicht habt Ihr einfach nur die falschen Masken getragen (Siehe Foto).
    FFP2-Masken hätten Euch besser geschützt.

  • #2
    Ke

    Ich verstehe die Gasto etc nicht. Sie sägt am Ast, auf dem sie sitzt.
    Das Thema Schnelltest ist interessant. Sie sollten doch zumindest bei Symptomen besser reagieren.
    Waren es eher schlechte Produkte? Tests wurden ja in den letzten Tagen veröffentlicht.

    Konnte Kontakte über die Warn App direkt gewarnt werden?

    Gute Besserung.

  • #3
    Manfred Michel

    Ich bin so strukturiert, dass ich eher Einzelgänger und Stubenhocker bin. Mir braucht man nicht zu sagen, dass ich zuhause bleiben soll, ich mache das von ganz alleine. Insofern war der 1. Lockdown kein großes Problem für mich. Massenveranstaltungen meide ich sowiso. Sowas macht mich ziemlich rappelig. Ich bin definitv nicht stadientauglich. Aus finaziellen Gründen habe ich auf ein Monatsticked verzichtet, weil ich die Discounter gut zu Fuss ereichen kann. Somit fällt auch der Ansteckungsfaktor, Buss und Bahn flach. Ich halte zwar Tests für sinnvoll, kann es aber nicht ab, permanent überwacht und kontrolliert zu werden. Ich habe keinen Spass daran, anderen Schaden zuzufügen. Insofern achte ich im Rahmen meiner Möglichkeiten darauf, dass dies nicht geschieht. Ich möchte aber auch, dass meine Grenzen respektiert werden. Wie lange der Ausnahmezustand noch anhält ist nicht absehbar. Ich halte es für möglich, dass er gar nicht mehr aufhört und zwar unabhängig von der Impfquote.

  • #4
    Peter Ansmann Beitragsautor

    @ #1: Wir tragen FFP2-Maksen an den Orten an denen Maskenpflicht und in geschlossenen Räumen herrscht. Auf der Straße (also im Freien) begnügen wir uns manchmal (freiwillig) nur mit OP-Masken. Die größere Baustelle ist aber sowieso die Impfquote.

    @ #2: Die Sache mit der Warn-App hat mich extrem positiv überrascht. Heute Nacht bei der Hotline angerufen die in der App steht (24h besetzt!). Die erste TAN die man mir gab funktionierte nicht, mit der zweiten konnte ich mich dann problemlos positiv registrieren. Habe heute Vormittag via WhatsApp "Resonanz" von den Leuten bekommen die in meinem Umfeld sind (und von meiner Erkrankung wissen): Sie wurden über die App gewarnt.

    Das mit den Schnelltests hat uns auch überrascht und ist extrem doof gelaufen, da wir die Schnelltests in dieser Anzahl nur aus einem Grund gemacht haben: Wir hatten letzte Woche einen wichtigen Termin. Das positive Ergebnis des PCR-Tests kam erst später. Zwei Personen sind also von unserer Kontaktnachverfolgung negativ betroffen. Dass Schnelltests wohl nicht so zuverlässig sind wie wir hofften, wissen wir erst seitdem wir selber betroffen sind:

    https://www.netdoktor.de/amp/news/antigen-schnelltests-schwache-leistung/

    Danke für die Genesungswünsche!

  • #5
    Ke

    #4 Autor
    Das PCR Ergebnis sollte idealerweise direkt an die App übermittelt werden, damit der Betroffene nach der Bestätigung sofort die Kontakte informieren kann.

    Das war eigentlich für Mitte letzten Jahres als Standard Prozess geplant.

    Wer holt sich schon die Codes etc.

  • #6
    Peter Ansmann Beitragsautor

    @Ke:

    Ich sehe die Problematik. Auf der anderen Seite: Wer schon die App installiert um die Seuche einzudämmen, macht auch diesen einen Anruf. Ich habe halt die Nummer in der App angerufen und gleich – nach Angabe des Labors und der Test-ID – meine TAN erhalten um mich als positiv zu markieren. Hat weniger als eine Minute gedauert. Die App an sich speichert doch auch – wenn ich das jetzt richtig in Erinnerung habe – KEINE personenbezogenen Daten. Mit der Automatisierung um positive Tests zu integrieren, könnte das also eventuell daran scheitern.

  • #7
    Ingenhorst

    Sehr geehrter Autor, es tut mir leid, daß Sie trotz Impfung erkrankt sind und wünsche gute Besserung. Nicht nachvollziehen kann ich Ihre Ansage, ohne Impfung sei alles noch viel schlimmer. Woher nehmen Sie Das? Es gibt bis heute keine einzige wissenschaftliche Studie zur Wirksamkeit der Impfung, nur Propaganda, zu der Ihr Stück wohl auch zählt. Halten wir die Fakten fest: 1. Geimpfte stecken sich an. 2. Geimpfte stecken andere an. 3. Geimpfte erkranken an der Krankheit, gegen die sie geimpft wurden. 4. Geimpfte sterben an der Krankheit, gegen die sie geimpft würden. 4. Es erkranken und sterben Menschen durch die Impfung. Es besteht also wirklich kein Grund die Impfung publizistisch zu lobpreisen. Hosianna!

  • #8
    Peter Ansmann Beitragsautor

    @Ingenhorst: Danke für die Genesungswünsche.

    Studien zur Wirksamkeit der Impfung, insbesondere über die Wirksamkeit gegen schwere Krankheitsverläufe, gibt es. Hier nur ein Artikel dazu:

    https://www.nzz.ch/wissenschaft/coronavirus-neueste-erkenntnisse-aus-aktuellen-studien-ld.1559237

    "Das dürfte laut den Forschern erklären, weshalb sich die hochansteckende Delta-Virusvariante auch in Ländern mit relativ hoher Impfquote weiter ausbreiten kann. Dieser Sachverhalt spricht aber keinesfalls gegen die Impfung. Denn ihre wichtigste Funktion ist und bleibt die Verhinderung von schweren Krankheitsfällen. Dass die Immunisierung deutlich weniger gut vor einer asymptomatischen oder mit milden Symptomen einhergehenden Infektion schützt, sollte bisher Ungeimpfte stark motivieren, sich selber mit der Schutzimpfung vor einer schweren Erkrankung zu schützen. Denn sie können sich im Kontakt mit Geimpften nicht sicher vor einer Ansteckung fühlen. Das ist die eigentliche Botschaft der britischen Studie, die im Hinblick auf die kalten Wintermonate, wenn sich wieder mehr Menschen zu Hause versammeln, eine grosse Bedeutung hat."

  • #9
    Susanne Scheidle

    @ Peter Ansmann #8
    Das war vermutlich vergebliche Liebesmüh bei jemandem, der noch nicht einmal bis 5 zählen kann…

    Gute Besserung, Euch beiden!

  • #10
  • Pingback: Das Corona-Kommunikations-Chaos ist einfach nur bitter | Ruhrbarone

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