NRW: Gewalt an Bahnhöfen und in Zügen nimmt zu

Eingangshalle Bahnhof Wattenscheid (Foto: Roland W. Waniek)

Keine guten Nachrichten für die Freunde und Opfer der Verkehrswende: Auf Bahnhöfen und in Zügen hat die Gewalt zugenommen.
Die Bundespolizei hat im vergangenen Jahr 67.450 Straftaten an Bahnhöfen und Haltestellen sowie in Zügen in Nordrhein-Westfalen erfasst. Das teilte die Behörde der in Bielefeld erscheinenden „Neuen Westfälischen“ (Mittwochausgabe) mit. Die vorläufigen Zahlen sind insgesamt leicht rückläufig (2021: 70.551), allerdings sind darunter deutlich mehr Gewaltdelikte.

So erfasste die Bundespolizei 2022 fast 2.700 Körperverletzungen, ein Jahr zuvor waren es mehr als 1.800. Die Zahl der Sexualdelikte wird auf 345 beziffert (2021: 229). Hinzu kommen mehr als 950 Straftaten gegen die persönliche Freiheit, also Nötigung oder Bedrohung. Ein Jahr zuvor waren es weniger als 740.

Bei den Gewaltdelikten im vergangenen Jahr wurden etwa 950 Personen verletzt. Auch diese Zahl ist höher als in den Vorjahren. Zudem teilte die Bundespolizei mit, dass sich die Zahl der Taten, bei denen ein Messer eingesetzt wurde, in NRW im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht hat. 2022 wurden 64 Taten mit dem Tatmittel Messer erfasst, ein Jahr zuvor waren es 20. Bei den meisten dieser Delikte blieb es bei Bedrohungen oder Nötigungen.

Insgesamt wurden 3.535 Tatverdächtige ermittelt. Der Großteil ist deutsch (2.025), 1.428 sind nicht-deutsch. Bei den 82 übrigen Personen ist die Identität ungeklärt.

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