Rathaus-Überfall: Das Amtsgericht Dortmund will das Verfahren an das Landgericht abgeben

Rechtsextremisten  vor dem Dortmunder Rathaus Foto: Jürgen Steinfelder
Rechtsextremisten vor dem Dortmunder Rathaus Foto: Jürgen Steinfelder, 2014

Nachdem zahlreiche Verfahren im Zusammenhang mit dem Dortmunder Rathausüberfall 2014 gegen die so genannten Rathausverteidiger wegen Nötigung eingeleitet wurden, macht das Amtsgericht einen Rückzieher. Der Rathausüberfall durch Rechtsextremisten am Wahlabend hatte bundesweit für mediale Empörungswellen gesorgt. Nun möchte das bisher zuständige Amtsgericht das Problem weiterreichen. Sie sehen die Zuständigkeit bei der Strafkammer des Landgerichtes Dortmund. Das Kompetenz-Verschieben zwischen den Gerichten könnte für eine „never ending story“ der Aufarbeitung des Rathausüberfalls sorgen. Andererseits ist es ein eleganter Weg, um sich aus der unangenehmen Affäre zu ziehen. Das Schreiben des Richters des Amtsgerichts sieht so aus, als ob er die Suppe, die er sich nicht selbst eingebrockt hat, auch nicht auslöffeln will.

14 Strafbefehle wurden seit dem Wahlabend, an dem Rechtsextremisten versuchten sich gewaltsam zum Dortmunder Rathaus Zutritt zu verschaffen, verschickt. Die Gäste hatten versucht, die Mitglieder der Partei „Die Rechte“ an der Teilnahme der Wahlparty zu hindern. Aufgrund der fehlerhaften und einseitigen Ermittlungen leitete eine Rechtsanwältin ein detailliert recherchiertes und fundiert ausformuliertes Disziplinarverfahren gegen die Staatsanwaltschaft Dortmund ein.

Nötigung_Rathausüberfall

Der zuständige Richter am Amtsgericht Dortmund lehnt nun mit einem Beschluss vom 23. Juni 2015 die Entscheidung über den Antrag der Staatsanwaltschaft auf Erlass der 14 Strafbefehle mit einem gekonnten juristischen Schachzug wegen mangelnder „sachlicher Zuständigkeit“ ab.

Das Gericht führt in seinem Schreiben aus, dass die Staatsanwaltschaft Dortmund über das weitere Verfahren zu entscheiden habe. Nach dem Weg zu einem Beschwerdegericht, bliebe den Staatsanwälten nur noch die Möglichkeit, „eine den gesetzlichen Anforderungen genügende Anklageschrift bei dem gegebenenfalls höherrangigen Gericht einzureichen“, so der Wortlaut des richterlichen Schreibens. Touché!

Die etwas harschen Worte lassen darauf schliessen, dass es zwischen Gericht und der Staatsanwaltschaft geknarzt hat. Spannend ist, wie sich die Staatsanwaltschaft am Dortmunder Landgericht zur der Aufforderung, zu übernehmen, verhalten wird.

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Ruhr-Uni stimmt für Semesterticket

RUB_gross
Wie der AStA der Ruhr Uni gerade meldet, haben sich die Studenten der Ruhr Uni mit überwältigender Mehrheit für eine Fortführung des Semestertickets ausgesprochen:

Die Studierendenschaft der RUB hat abgestimmt!

Bei einer Wahlbeteiligung von 30,6% stimmten rund 96% der Studierenden für das Semesterticket!!!
Wir, der AStA der RUB freuen uns über die großartige Wahlbeteiligung und über das Wahlergebnis!

Zwischen den ASten und dem VRR war es über eine Preiserhöhung zum Streit gekommen, der nun durch das Votum beigelegt wurde.

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Der Ruhrpilot

ISIS Quelle: Youtube
ISIS Quelle: Youtube


Debatte: 
Die Ramadan-Offensive des IS…Spiegel
Debatte: Blutiger Freitag…FAZ
NRW: Landtag kassiert Kopftuchverbot…Spiegel
NRW: Kraft knöpfte sich die Abweichler in der SPD einzeln vor…Der Westen
NRW: Wenn beim Sex die Stadtkasse klingelt…Welt
NRW: Piratenfraktion will Ehe auch für „polyamouröse“…RP Online
Debatte: Wer vertraut uns noch?…Zeit
Debatte: Clowns werden den Sozialismus auch nicht retten…Welt
Debatte: Islamisten im Wettbewerb…Jungle World
Dortmund: Tatort – Straßen der Welt e.V….Nordstadtblogger
Bochum: Zwei Wahlen und ein Eklat mit der AfD…Pottblog
Bochum: Doch Detroit…Bo Alternativ
Dortmund: „Rathaus-Blockierer“ – Amtsgericht will Fall nicht verhandeln…Der Westen
Dortmund: Schwestern wollten zum „Islamischen Staat“…Der Westen
Duisburg: Stadt hat 700 Ideen für Investitionen…Der Westen
Essen: Streit um Akten – Polizei rückt zum Museum Folkwang an…Der Westen
Essen: Stadt soll eine „Sauf-Ecke“ bekommen…Bild

Junge Presse: Statt Reportagehilfe nur reine PR

Die Reportagehilfe der Jungen Presse e.V. (Netterweise abfotografiert von der Jugendpresse Rheinland)
Die Reportagehilfe der Jungen Presse e.V.

 

Mitte Mai wird vielen Mitgliedern der Jungen Presse e.V. eine „Recherchehilfe“ aufgefallen sein, der dem Infobrief des Vereines beilag. Dieser Brief informiert über aktuelle Veranstaltungen und Angebote für die Nachwuchsjournalisten. So auch dieses mal. Es geht darum, wohin das Geld bei Westlotto fließt, was nicht wieder als Gewinn ausgeschüttet wird. An sich also nichts schlechtes. Ein interessantes Thema, auf das man sonst nicht unbedingt Aufmerksam werden würde. Aber eine Sache stört: Es ist reine PR.

 

 

Die Junge Presse e.V. richtet sich, wie der Name schon sagt an junge Medienschaffende. Viele davon werden vor allem wegen dem Jugendpresseausweis Mitglied in dem Verein sein. Mit unter 18 Jahren muss man als (angehender) Journalist einen Jugendpresseausweis besitzen, um zum Beispiel bei einer Demo hinter die Polizeiabsperrung zu dürfen. Auch viele Festivals erwarten einen Presseausweis bei der Akkreditierung. Einen „richtigen“ Presseausweis kriegt man unter 18 nicht. Man darf bis zum Alter von 27 einen Jugendpresseausweis besitzen.

Die Junge Presse e.V. also, in dem zumindest ein gewisser Prozentsatz an Mitgliedern unter 18 sein dürfte, macht eine „Reportagehilfe“, in der in keinem Wort auf Glücksspielsucht eingegangen wird und vollkommen unkritisch berichtet wird.

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Dortmund: Demonstration gegen den Islamischen Staat

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Truppen des Islamischen Staates sind in die kurdische Stadt Kobane eingedrungen und haben 120 Zivilisten ermordet. Zugleich gab es heute in zahlreichen Ländern Anschläge islamistischer Terroristen mit mehreren Toten. Gegen die Barbarei des Islamischen Staates findet heute um 19.00 Uhr an der Reinoldikirche in Dortmund eine Kundgebung statt.

Protestcamp: Kunstaktion „Bilder für die Syrer“

Kunstaktion vor dem Syrischen Flüchtlingscamp, Foto: Ulrike Märkel
Kunstaktion für das Syrische Flüchtlingscamp, Foto: Ulrike Märkel

In den letzten Tagen haben sich beim Protestcamp der syrischen Flüchtlinge Vertreter der großen und kleinen Politikprominenz den Staffelstab nacheinander in die Hand gegeben. Warme Worte gab es von Innenminister Ralf Jäger, Kämmerer Jörg Stüdemann und der flüchtlingspolitischen Sprecherin der Grünen, Monika Düker. Die NRW-Piraten hatten die Syrer in den Landtag nach Düsseldorf eingeladen, einen Gegenbesuch im Dortmunder Camp machte gestern Torsten Sommer (Piraten). Nach den politischen Stell-Dich-eins, setzten am Donnerstag Künstlerinnen und Künstler aus Dortmund ein buntes Zeichen der Solidarität.

Mit bunten Kreiden malten sie Bilder auf den Asphalt vor der Katharinentreppe, wo die syrischen Flüchtlinge seit zwei Wochen in einem Protestcamp für ein Bleiberecht und die Zusammenführung mit ihren Familien kämpfen. Die Kreativen schrieben „Refugees welcome“ und andere Statements, die klar machen sollen: Ihr seid nicht allein – wir wollen, dass ihr bleibt! Dass in Bochum die jungen Grünen den bunten Kreideprotest gegen die NPD teuer bezahlen sollen, schreckte die Künstlerinnen und Künstler offensichtlich nicht ab. Und auch die Polizei, die zu Schutz der Syrer gegen rechtsextremistische Übergriffe zur Zeit im Dauereinsatz ist, sah die ganze Aktion entspannt.

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Dortmund: Protestcamp kann bleiben

Kind malt mit Kreide auf dem Boden vor Refugee-Camp. Bild: Sebastian Sellhorst
Das Protestcamp syrischer Geflüchteter  kann erstmal bleiben. Foto: Sebastian Sellhorst

Das Protestcamp syrischer Geflüchteter kann weiter an den Katharinentreppen bleiben. Eigentlich war der Protest erst einmal nur bis zum kommenden Montag geduldet worden, diese Befristung ist nun aufgehoben. Es gebe keinen Grund, den Protest an den Katharinentreppen zu beenden, hieß es von Seiten der Polizei Dortmund. Der Rat der Stadt hat am Donnerstag außerdem eine Resolution verabschiedet, in der er die Forderungen der Geflüchteten auf eine schnellere Anerkennung und einen schnelleren Familiennachzug unterstützt.

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WDR-Kritik: „Tom Buhrow ist verkommener als jeder Bank-Chef“

Tom_Buhrow
Tom Buhrow Foto: Raimond Spekking Lizenz: Copyright/CC BY-SA 4.0

Der WDR will seine Kunstsammlung verkaufen und erntet dafür Kritik. Am deutlichsten wird diese wohl von dem emeritierter Wuppertaler Professor für Ästhetik und Kulturvermittlung Bazon Brock formuliert. Sein Interview mit Detektor.FM, einem sowieso empfehlenswerten Internet-Radio aus Leipzig, ist ein Generalangriff auf den WDR und seinen Intendanten Tom Buhrow.  Brock geißelt die Verlogenheit des Senders, rechnet mit dessen Arbeit ab, lässt sich kaum unterbrechen und explodiert fast vor Wut. Jede Formulierung sitzt. Wer aus NRW kommt kennt solche Interviews im Radio nicht, kennt nicht diese Qualität. Detektor.FM zeigt, was Radio sein kann und präsentiert den wohl wichtigsten Beitrag zur Debatte um den Verkauf der WDR-Kunstsammlung. Hört es Euch bitte an – zehn Minuten, die ihr nicht bereuen werdet, auch wenn man wie ich inhaltlich die Kritik am Verkauf der WDR-Kunstammlung nicht teilt. Es ist einfach großes Radio…

Hier geht es weiter zu Detektor.FM: „Ich habe noch nie etwas so Empörendes gehört!“