Das Netzwerk HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) hat sich mittlerweile eine Alternative zur Organisierung über Facebook geschaffen. In einem eigenen sozialen Netzwerk planen die Hooligans ihre Aktionen. Das Netzwerk, das vom Erscheinungsbild und den Funktionen eng an Facebook angelehnt ist, umfasst, obwohl es erst zu Wochenbeginn online ging, mehrere hundert Mitglieder. Und was dort gepostet wird hat es in sich.
Schon bevor die Demonstration in Hannover erlaubt wurde, planten dort Hooligans ihre Anreise in die niedersächsiche Landeshauptstadt. Auch unter die Gegendemonstranten wollen sich einige der rechten Hooligans mischen. Allgemein hat sich im HoGeSa-Netzwerk eine Mischung aus rechtem Stammtisch und organisiertem Neonazismus versammelt. Leise Kritik an Ausländerfeindlichkeit wird nicht geduldet, stattdessen haben die Scharfmacher das Wort.
So wundert es nicht, dass die Hooligans Aktionen gegen Koranverteilungen planen und auch mit Gewalttaten liebäugeln. Zu einem am Wochende geplanten Seminar der Salafisten um Pierre Vogel und Sven Lau in Wuppertal schreibt ein User: „… vielleicht habe ich ja Glück und der Vogel läuft mir vor die Flinte…“. Auch Sven Lau ist Ziel von Anfeindungen, über Besuche mit „20 Mann“ bei Lau zuhause wird offen spekuliert.
Am Samstag werden sich in Hannover also zum zweiten Mal tausende Hooligans und Neonazis treffen, die Gewalt lieben. Für die Polizei eine unangenehme Aufgabe. Noch viel unangenehmer wird es aber, wenn die Hooligans anfangen, sich in klandestinen Zellen zu organisieren und im ganzen Land Muslime und die, die sie dafür halten, zu terrorisieren.



Ruhrgebiet: Nach Gewinneinbruch wackelt bei RWE die Dividende…

Nach den schweren Krawallen in Köln wurden gleich mehrere “Hogesa”-Demonstrationen als Nachfolge-Events am 15. November angemeldet. In Berlin stellte sich die Anmeldung als Fälschung heraus, in Hamburg zog der Veranstalter die Anmeldung zurück, nachdem Hamburger Hooligans erklärt hatten, sie würden nicht an einer Demonstration durchs Schanzenviertel teilnehmen wollen. Eine weitere Demo-Anmeldung aus dem “Hogesa”-Spektrum am vergangenen Wochenende wurde ebenfalls kurzfristig zurückgezogen – und für die gut 30 Hooligans und Neonazis, die trotzdem kamen zu einer peinlichen Lachnummer.