Shonen Knife, Freitag, 6. Juni, 19.30 Uhr, Kulturfabrik, Krefeld
Der Ruhrpilot

NRW: Polizei bei Aufklärung weit hinten…Der Westen
NRW: Studenten wehren sich gegen Zwangs-Exmatrikulation…RP Online
NRW: Mit Fracking-Verbot allein auf weiter Flur?…Ruhr Nachrichten
NRW: Sprachförderung in Kitas wird neu ausgerichtet…Welt
Debatte: Fairtrade – Offiziell als schädlich zertifiziert…Novo Argumente
Debatte: Angst frisst Freiheit…FAZ
Ruhrgebiet: Gotscheff in den Genen, Gliedern, Gedanken…Welt
Ruhrgebiet: Theater-Projekt zeigt das Ende der Zukunft…Der Westen
Ruhrgebiet: Die Entdeckung des Ruhrgebiets…RP Online
Bochum: „Bochum Perspektive“ ist gut gerüstet…Der Westen
Dortmund: Der feine Phoenix-See bedeutet Verdrängung der kleinen Leute…Der Westen
Duisburg: WDR-Intendant Tom Buhrow stellt sich in Duisburg im “WDR Check”…Pottblog
Duisburg: Neuer DU-Pass ermöglicht Tiger und Theater mit Rabatt…Der Westen
Essen: Munteres Geschiebe im Rat der Stadt…Der Westen
Essen: „Ruhr Dialog“ in Essen streckt die Hand aus…Der Westen
Protest gegen chinesischen Friedrich Engels in Wuppertal
Friedrich Engels – der Mann mit dem Hipster-Bart – war nicht nur der Weggefährte und Sponsor von Karl Marx, sondern auch Wuppertaler Fabrikantensohn. Und seine Heimatstadt ehrt nun den nach Horst „Derrick“ Tappert bekanntesten Sohn der Stadt mit einem Denkmal. Gespendet wird das Denkmal von der Chinesischen Regierung. Dagegen gibt es Proteste.
Für den Anarchisten Michail Bakunin war klar, wie sich die marxistische Ideologie entwickeln wird – der Weg in die Diktatur war für ihn schon Mitte des 19. Jahrhunderts offensichtlich und er beschrieb mit einem Satz, was durch Lenin, Stalins und Mao Jahrzehnte später blutige Wirklichkeit werden sollte: „Nehmt den radikalsten Revolutionär und setzt ihn auf den Thron aller Reussen oder verleiht ihm eine diktatorische Macht […], und ehe ein Jahr vergeht, wird er schlimmer als der Zar selbst geworden sein.“
Dass die chinesische Regierung, erprobt in der Unterdrückung von Arbeitern und Intellektuellen, der Stadt Wuppertal eine Friedrich Engels Statue spendiert, ist daher für Kritiker des Marxismus weniger eine Überraschung als eine logische Konsequenz. Aber es gibt auch Marxisten, die von der Idee nicht begeistert sind und glauben, im Marxismus stecke ein emanzipatorischer Kern – was ja Bakunin zu Recht bezweifelt hat. Sie rufen zu Protesten auf:
Jetzt ist es raus! Am 11. Juni 11:00 Uhr, nur wenige Tage nach dem 4. Juni, dem 25. Jahrestag des Tian’anmen-Massakers soll die von Chinas Regierung gespendete Engels-Statue vor dem Engels-Haus aufgestellt werden.
No Risk, No Fun: Moers Festival 2014 in neuer Festivalhalle

Weil die kommunalen Zuschüsse für ein Festivalzelt nicht ausreichten, findet das pfingstliche Moersfestival erstmals in einer eigens dafür hergerichteten Halle statt. Verheissen wird die brilliante Akustik eines Clubs. Optimale Sicht für alle. Und Kontemplation und Extase wie üblich. Doch das neue Veranstaltungskonzept birgt Risiken. Von unserem Gastautor Thomas Meiser
Moers. Pfingstsamstag 2013. Vormittags, draussen. Eine mild hangoverte Gruppe mittelalter Menschen trifft sich vor dem Grafenschloss zu einer Fahrradtour. Der kölsche Impresario des Moers Festivals, Reiner Michalke, lud zur Kurzstrecke: Ziel ist eine Baustelle, verbunden mit einer Sportstätten-Ruine, drei Kilometer südwestlich. Der Trip soll in die Zukunft führen, vorbei am grössten Zirkuszelt Europas, dem Mittelpunkt des Moers Festivals seit langen Jahren. Weg vom riesigen Campingareal im Freizeitpark, wo bis in den Morgen hinein gefeiert wurde.
Am Parkplatz eines stillgelegten Freibads liegt die Baustelle, auf der die Zukunft des Festivals errichtet werden soll. Mit einem Aufwand von mehr als zwei Millionen Euro wird hier eine Tennishalle umgemodelt. Der Inneneindruck ist schwer enttäuschend, Gerüste und Bauholz plastern die Courts.
Oper: Motonori Kobayashi

Mit 4 Jahren beginnt er das Klavierspielen, im Alter von 9 Jahren kommt die Klarinette dazu. Mit 16 leitet er zum ersten Mal ein Orchester und heute ist der gebürtige Kyoter stellvertretender GMD an der Oper in Dortmund. Die Liebe zur Musik hat ihn immer begleitet und auch der frühe Wunsch einmal Dirigent zu werden. Zielstrebig ging Motonori Kobayashi seinen Weg, zog von Japan nach Deutschland, und gilt seit geraumer Zeit als bedeutender Mozart- und Belcantoopern-Dirigent von Rang. Von unserem Gastautor Detlef Obens.
Motonori Kobayashi, geboren in der japanischen Kaiserstadt Kyoto und aufgewachsen in Tokio, wurde bereits als kleiner Junge durch seine Mutter musikalisch inspiriert. Für sie, die selbst Mandoline spielt, war es wichtig, ihren drei Kindern die Liebe zur Musik weiterzugeben. Allein Motonori liess sich von seiner Mutter begeistern, während sein Bruder und seine Schwester der klassischen Musik nicht all zu viel abgewinnen konnten und andere berufliche Lebenswege gingen. Für Frau Kobayashi war es wünschenswert, dass ihre Kinder ein Instrument erlernen sollten. „Mit 4 Jahren begann ich mit dem Klavierunterricht. Später, mit 9, kam dann auch noch die Klarinette dazu,“ beschreibt Motonori Kobayashi seine musikalischen Anfänge in unserem Gespräch.
Hazmat Modine
Hazmat Modine, Donnerstag, 5. Juni, 20.00 Uhr, Domicil, Dortmund
Frühstück

Rat: Kein Pardon für Neonazis…Der Westen
Rat: GdP erwartet langfristige Einsätze vor Dortmunder Rathaus…Bild
Festival: Kreuzviertel stellt eigenes „Still-Leben“ auf die Beine…Der Westen
Flughafen: Kontrollen neu vergeben…Radio91.2
BVB: Erst Immobile – dann Ginter?…Reviersport
BVB: Ducksch geht für ein Jahr nach Paderborn…Reviersport
BVB: Muss Klopp noch ein Jahr auf Ginter warten?…Bild
BVB: Immobile wirbt um Verständnis bei den Tifosi…Reviersport
Der Ruhrpilot
NRW: Landtag soll NSU-Mordserie untersuchen…Zeit
NRW: Hatte NSU Unterstützer im Land?…Der Westen
NRW: Es geht um mehr als Mord und Terror…WZ
NRW: Beamtinnen sollen keine bessere Mütterrente erhalten…Welt
Ruhrgebiet: Auch die Loveparade ist „Erinnerungsort“ in neuem Projekt…Ruhr Nachrichten
Debatte: Komplette Wärmedämmung, total unwirtschaftlich…Welt
Bochum: Protest-Frühstück bei Johnson Controls…Bo Alternativ
Bochum: Verhandlungen bei Johnson Controls stocken…Der Westen
Bochum: Neuer Anlauf für den Rundlauf…Der Westen
Dortmund: Schutz vor Nazis für Dortmunder Rat…Der Westen
Duisburg: Alles läuft auf Rot-Rot-Grün hinaus…RP Online
Duisburg: Große Koalition für Outlet-Center…Der Westen
Duisburg: Bahnhofsplatz – Es geht weiter…Der Westen
Essen: Ausbau der Autobahn 52 wird wieder geprüft…Der Westen
Essen: Wiebold TV – Tag und Nacht dem Verbrechen auf der Spur…Der Westen
Umland: CDU – Der Landeshauptstadt nicht gewachsen…Post von Horn
Der BVB verleiht Marvin Duksch an den SC Paderborn
Während der Kader für die kommende Saison beim BVB auf der einen Seite gerade wächst, muss natürlich auch der ein oder andere Spieler aus dem Kader weichen, wenn er noch irgendwie an Spielpraxis kommen will. Aktuell so geschehen im Falle von Stürmer Marvin Duksch, den der BVB heute an Bundesligaaufsteiger SC Paderborn ausgeliehen hat.
„Er soll Spielpraxis auf Bundesliga-Niveau bekommen und sich dort weiterentwickeln“, erklärt Sportdirektor Michael Zorc.
„Morgen werde ich Idiot“
Der Hamburger Künstler und Autor Hans-Christian Dany stellt morgen im Nordpol sein jüngstes Buch vor: “Morgen werde ich Idiot”. Die Besucher erwartet ein heiter ätzender Spaziergang durch das Innere, die Entwicklungsgeschichte und die Albträume einer von Selbstoptimierung besessenen Gesellschaft, die ihre Kontrolle nicht mehr durch Macht, sondern durch Rückkopplung und Selbstregulation ausübt.
Dany zeigt, wie aus der Kybernetik als Modell für selbstregulierende Systeme eine Matrix der ständigen Optimierung eines jeden und der Gesellschaft geworden ist: Von der kybernetisch inspirierten Sozialpsychologie der fünfziger Jahre wanderte die Feedback-Theorie Wieners und Lewins in die Selbsterfahrungsgruppen, die sie in die WG-Küchen weiter trugen. Parallel flossen die Methoden als Social Engineering in das Management ein und später in die sozialen Netzwerke, wo das Kommunikations-Panoptikum nochmals in neuer Form zu sich fand. Jeder ist nun Beobachter aller anderen und ein von allen anderen Beobachteter. Kontrolle bedeutet nicht länger, die Kontrollierten auf einen Sollwert zu bringen, sondern einen andauernden Prozess permanenter Selbstoptimierung in Gang zu setzen. Heute formen Feedback und Transparenz zentrale Werkzeuge für Kindergarten, Schule, Konsum und Unternehmen.
Die einzige Möglichkeit, dem zu entkommen, scheint, sich der verordneten Kommunikation zu verweigern. Sich durch Sprachlosigkeit der Regulation zu entziehen, um auf der spiegelglatten Oberfläche der Transparenz ein Dickicht undurchsichtiger Inseln wuchern zu lassen…
Lesung: „Morgen werde ich Idiot“
20.00 Uhr, Nordpol, Münsterstr. 99, Dortmund