Vielen Dank an alle, die uns unterstützen. Wir haben ja versprochen, unter allen Feunden der Ruhrbarone Preise zu verlosen. Und versprochen ist versprochen – gestern war Glücksfee Martin Kaysh bei uns.
Enno Lenze III: IDPs und syrische Flüchtlinge

Unser Gastautor Enno Lenze ist in den autonomen Kurdengebieten, die formal noch zum Irak gehören. Die Kurden und ihre militärischen Einheiten, diePeschmerga, bilden eine Front gegen die Terrorgruppe ISIS, die immer weitere Teile Syriens und des Iraks unter ihre Kontrolle gebracht hat. Enno berichtet über seine Reise in seinem Blog – und als Crosspost auf den Ruhrbaronen.
24.06.2014, IDPs und syrische Flüchtlinge
Heute haben wir mit dem Flüchtlingen in Kurdistan gesprochen. Während bisher hunderttausende aus Syrien hier her flohen, kommen nun hunderttausende aus dem Irak dazu. Korrekterweise sind letztere “internally displaced people” kurz IDPs. Derzeit hat Kurdistan (im Irak) rund 5 Millionen Einwohner und beherbergt zwischen 500.000 und einer Million Flüchtlinge und IDPs. Die Camps werden immer von einem Set von Akteuren betrieben. Alle haben mit der UNHCR zu tun, die kurdische Regionalregierung (KRG) zahlt mehrstellige Millionenbeträge um das ganze zu finanzieren. Einige Camps, die wir nun sahen, werden von ACTED organisiert.
Pro-NRW-Politiker Hauer klagt wegen Hitler-Fotos gegen Provider Blogsport

Die Veröffentlichung von Aufnahmen, auf denen der stellvertretende Vorsitzende der rechtsextremen Partei „Pro NRW“, Kevin Gareth Hauer, den rechten Arm hebt und mit einem Hitler-Bild posiert, löste eine Anzeige sowie Ermittlungen der Staatsanwaltschaft aus. Nun verklagt der Gelsenkirchener Ratsherr den alternativen Blog-Provider und fordert von ihm Geld für immaterielle Schäden.
Kevin Gareth Hauer wirft dem Hoster Blogsport vor, sein Recht am eigenen Bild verletzt zu haben, weil der er die Fotos nicht binnen Tagesfrist entfernen ließ. In der Klageschrift bestreitet der Anwalt jedes öffentliche Interesse an der Kenntnis der Aufnahmen, denn ohne den situativen Kontext sei das Posieren mit einem Hitlerbild im Grunde „aussagelos“. Gleichwohl berichteten Medien wie die „Westdeutsche Allgemeine“ kurz nach der Veröffentlichung der Fotos ausführlich über deren Inhalt, der Rat der Stadt debattierte über den Sachverhalt, und die Staatsanwaltschaft Essen leitete Ermittlungen wegen des Verdachts auf Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein.Vertreten lässt sich Hauer in der Klage gegen blogsport ausgerechnet von dem Anwalt Dr. Björn Clemens, der als stellvertretender Vorsitzender der „Jungen Landsmannschaft Ostdeutschland“ (JLO) einer vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Organisation angehört. Das Jahr der Befreiung vom Faschismus titulierte Clemens in einer Rede als „die geistige Niederlage von 1945“.
Für den Provider ist dies ein Hinweis darauf, dass es sich um eine politische motivierte Klage handelt, da auf seiner Plattform auch viele Seiten gegen rechts gehostet werden. „Der Zweck ist Einschüchterung“, so blogsport in einer ersten Stellungnahme. Der Kläger wisse, dass er es mit einem kleinen Unternehmen zu tun habe. „Statt zu argumentieren, wird sofort geklagt. Das Vorgehen setzt auf maximalen Schaden.“
Dortmund: Polizeichef Lange sucht das Gespräch – zu spät

Dortmunds Polizeichef Gregor Lange sucht das Gespräch mit den Nazi-Gegnern und setzt auf einen Neuanfang. Dem steht er allerdings selbst im Weg.
Dortmunds Polizeichef Gregor Lange will alle Nazi-Gegner zum Gespräch laden. In einer Pressemitteilung der Polizei wird er zitiert: „Mir ist jetzt wichtig, dass wir gemeinsam nach vorne schauen! Nur gemeinsam wird es uns gelingen, menschenverachtende, verfassungsfeindliche Rechtsextremisten, die nach dem Wahlabend am 25.05.2014 „Oberwasser“ bekommen haben, in ihre Schranken zu weisen.“ Mag sein, das ihm das wichtig ist, aber ein Neuanfang ist mit Lange nicht mehr möglich. Der Bericht seiner Behörde über den Nazi-Angriff auf das Rathaus war ein Schlag ins Gesicht der Dortmunder Zivilgesellschaft. Lange, der bei vielen Gelegenheiten betonte, wie wichtig ihm genau diese Zivilgesellschaft ist, fiel ihr damit in den Rücken, sorgte bei den Neonazis für Jubelstürme und stellte die Nazi-Gegner als Haufen besoffener Krawalleros hin. Der Bericht war der dritte Fehler Langes
Vice Atlantic
Vice Atlantic, Freitag, 27. Juni, 20.00 Uhr, Rockaway Beat, Dortmund
Frühstück für Dortmund

Nazi-Angriff: SPD-Fraktionschef rügt Bericht zum Polizeieinsatz…RP Online
Nazi-Angriff: Bei Anruf Nötigung…bodo
Nazi-Angriff: SPD-Promi Drabig – Druck auf Polizei ausgeübt?…Der Westen
Nazi-Angriff: Innenausschuss arbeitet Rathaussturm auf – Kritik an Jäger…Der Westen
Nazi-Angriff: Polizei nimmt Nazis in Schutz…taz
Langer August: Das KCR erfindet sich in der Nordstadt seit Jahrzehnten neu…Nordstadtblogger
FBIDO: Bilanz ausgegliche…Radio91.2
BVB: Aubameyang – Vater entkräftet Wechselgerüchte…Reviersport
Der Ruhrpilot
NRW: Innenausschuss arbeitet Dortmunder Rathaussturm auf – Kritik an Jäger…Der Westen
NRW: „Gemeinnütziger Journalismus kann wichtige Arbeit leisten“…Newsroom
NRW: Ministerium nimmt neue Stichprobe zum Unterrichtsausfall…RP Online
NRW: Kommunen bekommen 2015 9,6 Milliarden Euro vom Land…RP Online
NRW: Wissen, wo es eng wird…Welt
Debatte: Ökostrom-Reform ist der Anfang der Grausamkeiten…Welt
Ruhrgebiet: Die steigenden Preise beim VRR hängen vor allem im Ruhrgebiet mit den Defiziten bei den Verkehrsunternehmen zusammen…Radio Mülheim
Ruhrgebiet: Bochum Total 2014 – Kaltstart mit Frida Gold…Coolibri
Ruhrgebiet: Im Wissenschaftspark wächst das Foto-Gedächtnis des Reviers…Der Westen
Bochum: Protest gegen NPD, Pro NRW & AfD…Bo Alternativ
Dortmund: SPD-Promi Drabig – Druck auf Polizei ausgeübt?…Der Westen
Duisburg: 20 Jahre Landschaftspark Nord…Der Westen
Duisburg: Bislang nur pragmatische Mehrheiten in Sicht…Der Westen
Essen: SPD sperrt sich gegen Kutel-Asyl „mitten im Nichts“…Der Westen
WM: Selbstbewusste USA setzen gegen DFB-Elf auf die Unterstützung von Hulk Hogan
Morgen geht es für die Löw-Truppe im entscheidenden dritten Gruppenspiel bei der WM in Brasilien gegen die ausgerechnet von Ex-Teamchef Jürgen Klinsmann betreute US-Auswahl. In früheren Jahren eigentlich immer eine Angelegenheit mit klar verteilten Rollen.
Kaum jemand hätte im Vorfeld einer solchen Begegnung ernsthaft an einem deutlichen Sieg der deutschen Auswahl gezweifelt.
Doch zumindest das Selbstverständnis des Gegners scheint sich zuletzt deutlich gewandelt zu haben. Die Facebookseite von ‚US Soccer‘, dem Fußballverband der US-Amerikaner also, gibt sich jedenfalls aktuell nach außen überaus kämpferisch, bemüht sogar die Kräfte von Wrestling-Legende Hulk Hogan um nach außen jedermann zumindest ein möglichst großes Selbstbewusstsein anzudeuten.
Schleichwerben mit blogads

Wir haben ja schon ein paar Mal über die Versuche berichtet, bei uns Schleichwerbung zu platzieren. Wir bieten viele Werbemöglichkeiten an, aber bei uns wird jede Werbung als Anzeige gekennzeichnet – so ist es vorgeschrieben, so ist es gut – für unsere Leser, die Werbung erkennen können und auch für Anzeigenkunden, die so zeigen, dass sie seriös sind. Aber es gibt auch andere – Blogads zum Beispiel. Ein Unternehmen, das Werbung auf Blogs verkauft. OK, die meisten Blogs mit denen die zusammenarbeiten spielen in einer anderen Liga als die Ruhrbarone, aber heute haben sie es bei uns versucht:
FDP: „Wir wollen gemeinnützigen Journalismus“

Journalismus soll die Chance in Deutschland bekommen, gemeinnützig zu werden. Das sieht ein Gesetzentwurf vor, den die FDP in NRW in den Landtag eingebracht hat, berichtet der Mediendienst Newsroom. Das sei eine der großen Chancen Medienprojekten eine Zukunft zu finanzieren, wenn Anzeigenmärkte wegbrechen. Das Schaffen von Öffentlichkeit, von Raum für Diskussionen im Interesse der Gesellschaft, die Bereitstellung von echten Informationen, das alles würde dann von der Gewinnsteuer ausgenommen – solange dies selbstlos und ohne Gewinnerzielungsabsicht geschieht. Thomas Nückel, medienpolitischen Sprecher der FDP im NRW-Landtag, sagt, durch eine Veränderung der Rahmenbedingungen könnten Medien in Zukunft auch staatsfern erhalten werden, in dem man „auf privates Engagement“ setzt.
In den USA ist das Konzept des gemeinnützigen Journalismus seit Jahren Gang und Gäbe. Dort sind von lokalen Büros bis zu nationalen Einrichtungen Journalistenorganisationen als gemeinnützig anerkannt. Nur eine Art von Journalismusbetreibern können dort nicht gemeinnützig werden: gewinnorientierte Medienhäuser, wie etwa Boulevardblätter im Stil der Bild-Zeitung, da sie Profite machen wollen und nicht gemeinnützig sind. (Mehr Infos hier: Gemeinnütziger Journalismus)
In Deutschland geht das alle mit der derzeitigen Gesetzlage nicht. Hier ist Schach, Modellflug und Tierschutz als gemeinnützig anerkannt; als wichtiger Beitrag zur Gesellschaft. Journalismus nicht.
Das will die FDP-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag nun ändern.
In einem Antrag fordert sie, Journalismus als gemeinnützig anzuerkennen. In dem Antrag, der newsroom vorliegt, schreiben die Liberalen:„Durch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit würde eine gleichberechtigte Möglichkeit der Unterstützung entstehen.“
Die FDP greift mit dem Antrag eine Forderung auf, die unter anderem von dem Journalistenverband Netzwerk Recherche erhoben wurde. Das Netzwerk Recherche verweist auf die Erfolgsgeschichte von US-Medien wie ProPublica oder dem Blog InvestigativePost aus Buffalo, die davon profitieren, das Journalismus in den USA als gemeinnützige Leistung für die Volksbildung und die Demokratiekultur anerkannt worden ist: „In den Vereinigten Staaten wird journalistische Recherche von den
