Wächterpreis für WAZ Recherche

Olympia

Nebenan gibt es mal eine gute Nachricht aus dem WAZ-Konzern: Daniel Drepper aus dem Ressort Recherche hat einen Wächterpreis geholt. Es ist der erste für die WAZ – nachdem Rolf Hartmann für seine Bochumer Geschichten 1991 den Preis geholt hatte. Davor hatte die WAZ 1979 und 1981 Wächterpreise kassiert. Man sieht also ein nicht ganz alltägliches Ereignis. Der Wächterpreis gilt zusammen mit dem Nannenpreis und dem Theordor-Wolff-Preis als einer der drei wichtigsten und renomiertesten Journalistenpreise in Deutschland.

Daniel Drepper, der auch hin und wieder bei den Ruhrbaronen schreibt, hat den Preis gemeinsam mit Niklas Schenck für seine Recherchen zur staatlichen Sportförderung in Deutschland bekommen. Es war der 2. PLatz.

Hier das, was die Jury sagte:

Den zweiten Preis (8.000 Euro) erhalten die freien Journalisten Daniel Drepper und Niklas Schenck für ihre Artikelserie in den Zeitungen der WAZ – Gruppe. Ihre Recherchen brachten die intransparenten Praktiken bei der finanziellen Förderung des deutschen olympischen Sports ans Licht. Unter hohem persönlichem Risiko gelang es ihnen, die Missstände bei der sich demokratischer Kontrolle entziehenden Verteilung erheblicher Steuermittel durch das Innenministerium und des Deutschen Olympischen Sportbunds offenzulegen. Das führte zu einer vielbeachteten Debatte um das System der deutschen Sportförderung.

Wir freuen uns, dass aus der WAZ nach all den schlechten Nachrichten auch mal was positives zu hören ist. Offensichtlich ist Qualität machbar.

Daniel Drepper hat die Hintergründe seiner Recherche nebenan im Rechercheblog der WAZ veröffentlicht. Klick

Es lohnt sich, die Nummer zu lesen. Spannend, wie die Kiste gelaufen ist.

Ballett: Feine Jade in Dortmund

Der Tanz geht los
Der Tanz geht los

Warum steht etwas über Ballett in Dortmund ausgerechnet bei den Ruhrbaronen? Nun, weil wir da waren und es war klasse. Eine wirklich tolle Erfahrung. Und wir meinen: jeder sollte hingehen.

Es geht um das Stück „Feine Jade“. Edwaard Liang und Xin Peng Wang haben die Nummer choreografiert. Beide kommen aus China – bzw. Taiwan. Beide sind Weltstars des Balletts. Und wenn man ihr Stück sieht, weiß man auch warum.

Ich versuch mal, die getanzte Geschichte auf einen kurzen Punkt zu bringen – so wie ich sie verstanden habe.

Jade wird in den Bergen gefunden, ist aber eigentlich nicht mehr als ein dreckiger Stein. Dann wird die Jade in die Täler gebracht, in die Städte. Hier werden die Steine geputzt, gepflegt, geschliffen. Aus den dreckigen Klumpen werden die kostbarsten Steine der Welt. Seelenträger sogar – meinen die Chinesen.

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Der Ruhrpilot

Kabinett Kraft 2 Foto: Ralph Sondermann Copyright: nrw.de
Kabinett Kraft 2 Foto: Ralph Sondermann Copyright: nrw.de

NRW: Notorischer Verfassungsbruch…Welt

NRW II: Sanitärbranche unter Verdacht…Welt

Bochum: Bau des Musikzentrums beflügelt Steven Sloane…Ruhr Nachrichten

Dortmund: Schulleiterin wünscht sich, dass Kinder zur Schule laufen…Ruhr Nachrichten

Duisburg: Torwart nach Flaschenwurf gesperrt – Fans beleidigten ihn…Der Westen

Essen: Comicforscher kommen zur Uni…Der Westen

Essen II: Der Gründungs-Kanzler der Uni Duisburg-Essen erinnert sich…Der Westen

Oberhausen: „Wir machen kein Kunstwerk zweimal“…Welt

BVB: Mit einem kuriosem 5:1-Sieg gegen Freiburg geht es in die Länderspielpause

Robert Lewandowski (BVB), Foto: (c) Christopher Neundorf
Robert Lewandowski (BVB), Foto: (c) Christopher Neundorf

Es war, ohne Zweifel, eines der kurioseren Spiele der letzten Jahre heute im Westfalenstadion. Das Schlussergebnis von 5:1 täuscht jedoch. Bis zur 40. Minute ließ der BVB leider vieles von dem vermissen was sich die Fans von ihm erwartet hatten. Erst mit dem insgesamt sehr glücklichen Ausgleichstreffer zum 1:1 durch Robert Lewandowski in der 41. Spielminute sollte sich das ändern.

Im Stile einer echten Klassemannschaft zerlegte die Borussia danach plötzlich die Abwehr der Schwarzwälder quasi im Minutentakt und konnte bis zum Pausenpfiff, innerhalb von nur 4 Minuten, durch weitere Treffer von Nuri Sahin und Robert Lewandowski urplötzlich auf 3:1 für die Schwarzgelben stellen. Ein Ergebnis, wie es brutaler für die eigentlich mindestens ebenbürtigen Gäste aus dem Breisgau kaum hätte ausfallen können.

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Nach Pro NRW Demo: Offener Brief an Essener Polizeipräsidentin

Festnahme-essenEin umstrittener Polizeieinsatz bei einer Gegendemonstration zu einer Pro NRW Kundgebung in Essen am vergangenem Samstag sorgt weiter für Aufregung. In einem offenen Brief an Essens Polizeipräsidentin Stephania Fischer-Weinsziehr kritisiert  Max Adelmann, Kundegbungsleiter von „Essen stellt sich quer“, das Vorgehen der Polizei:

Essen, 15. März 2013

Offener Brief an die Polizeipräsidentin von Essen, Frau Stephania Fischer-Weinsziehr:

Sehr Frau Fischer-Weinsziehr,

mein Name ist Max Adelmann. Ich war Leiter der Kundgebung von „Essen stellt sich quer“ gegen die Pro NRW – Kundgebung in Essen-Haarzopf am 9.3.2013.

Am Tag der Gegenkundgebung stellte sich die Situation so dar, das der Bürgerpark Haarzopf durch eine Postenkette der Polizei geteilt war. Die südliche Hälfte, zur Tennisanlage hin, war unser Kundgebungsbereich. Nach Norden bildete der Park eine freie Fläche, die am Rande des Bürgersteigs der Straße Auf´m Bögel mit Sperrgittern abgeteilt war.

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Peinliche Unterstützung für TU-Rektorin

TU Dortmund Foto: Tuxyso Lizenz: CC
TU Dortmund Foto: Tuxyso Lizenz: CC

TU-Rektorin Ursula Gather landete in einem Ranking des Deutschen Hochschulverband auf einem der hinteren Plätze. 47 ihrer Kollegen aus Dortmund, die an der Umfrage teilnahmen, schätzten ihre Führungskompetenz und ihren  respektvollen Umgang mit der Wissenschaftskultur nicht allzu hoch ein. Gather kennt das, es passierte ihr zum zweiten Mal. Sie äussert sich öffentlich nicht dazu, was gut nachzuvollziehen ist. Ob sie, was klug wäre, Konsequenzen zieht und die Kritik als Gelegenheit nutz, ihren Arbeitsstil zu ändern, ist nicht klar. Es wäre der TU, den Mitarbeitern und den Studenten zu wünschen.

Was man allerdings noch nicht einmal der Rektorin wünscht, ist eine offener Brief zu ihrer Unterstützung, wie er nun von der Dortmunder SPD-Bundestagsabgeordneten Ulla Burchardt initiiert wurde. Wenn einer Uni-Rektorin der Rücken von einer Bundestagsabgeordneten, einem IHK-Chef oder der ehemaligen Leiterein der Mitternachtsmission gestärkt wird, ist das eine an Peinlichkeit kaum zu übertreffende Aktion, die nur Garthers Reputationsverlust verstärkt. Wenn Burchardt Garther hätte unterstützen wollen, hätte sie diesen peinlichen Unfug unterlassen.

Nur Fans die den BVB schon nach Donezk begleitet haben bekommen vom Verein auch eine Karte für das Spiel in Malaga – Ich finde das gerecht.

Der Pott. Quelle: Wikipedia Foto: Jprw Lizenz: cc
Der Pott. Quelle: Wikipedia Foto: Jprw Lizenz: cc

An vielen Stellen im Internet fanden sich gestern Nachmittag einige recht böse Kommentare von BVB-Fans, welche teilweise bereits Flüge nach Malaga gebucht hatten, aber dann feststellten, dass der Verein entschieden hatte die nur ca. 1.500 zur Verfügung stehenden Gästekarten für das Champions League Spiel in Malaga ausschließlich den Fans anzubieten, welche den Deutschen Meister bereits zum Auswärtsspiel in das ca. 2.500 km entfernte Donezk begleitet hatten.

Dies scheint mir eine Art ‚nette Belohnung‘ für die Hartgesottenen zu sein, welche bereits die Reise in die Ukraine mit antraten. Das da nun natürlich einige Fans enttäuscht und sauer sind, dass sie nun keine Chance auf eine der offiziellen Karten vom Verein haben, das ist verständlich, harte Kritik an der Entscheidung des Vereins ist aber, aus meiner Sicht, in dieser Sache total unangebracht!

Was hätte der Verein denn anderes/gerechteres tun können?

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