
Stirbt das Lesen aus? Gibt es Bildung ohne Lesen? Sind deutsche Verlage zu konformistisch? Wolfgang Ferchl blickt auf ein halbes Jahrhundert Verlegererfahrung zurück und weiß Antworten. Von unseren Gastautoren Ellen Daniel und Michael Miersch
Dir geht der Ruf voraus, eine Nase für Bestseller zu haben. Als Chef großer Publikumsverlage hast du Autorinnen und Autoren entdeckt oder betreut, die von Millionen Menschen gelesen werden. Walter Moers, Dörte Hansen, Hape Kerkeling, Gabor Steingart, um nur ein paar zu nennen. Welcher Erfolg hat dich am meisten überrascht?
Wolfgang Ferchl: Die ganz großen Bestseller waren alle eine Überraschung. Übrigens ist das mit dem „Entdecken“ so eine Sache. Verlagsarbeit ist Teamarbeit. Entsprechend hat der Erfolg viele Väter und Mütter.

Regisseurin Yasemin Şamdereli schreibt ein Drehbuch über den Führerschein ihrer Mutter, Städtebau-Professorin Renée Tribble erklärt, wie Partizipation zu einer lebenswerten Stadt führen kann. Barbara Koch hegt 7.000 Schmetterlinge, Ekkehard Freye macht Theater in einer Tagesstätte für psychisch Erkrankte. Das Straßenmagazin im Mai.



