TEAM M3DU5A hält Wort: Nachdem das gestern bereits durch eine DDoS-Attacke lahmgelegte peerblog heute kurz online war ist es nun wieder nicht zu erreichen. TEAM M3DU5A stört sich an der undurchsichtigen Finanzierung des Peerblogs, dass sich heute in einem Artikel als Speerspitze einer neuen Medienkultur feiern ließ, die keine Presse mehr braucht – und wahrscheinlich auch keine kritischen Fragen. TEAM M3DU5A hat angekündigt, das peerblog dauerhaft lahmzulegen. Vielleicht wäre Transparenz eine Lösung für die Probleme des Peerblogs, aber wahrscheinlich würde das dort als Kulturbruch empfunden werden.
Die städtischen Raubkopierer aus Essen

Ist die Gratiskultur ein Problem?Auf jeden Fall nicht nur im Internet: Die Stadt Essen hat nach einem Bericht der NRZ seit 2006 ihren Pressespiegel raubkopiert und weder über bei der VG Wort noch mit der Presse-Monitor GmbH Vergütungsverträge abgeschlossen.
Wo in Essen die Schnorrer sitzen weiß spätestens nach einem Bericht der NRZ von Wolfgang Kintscher jeder: Seit 2006 hat die Stadtverwaltung täglich einen Pressespiegel von bis zu 80 Artikeln erstellt und verteilen lassen. Für Pressespiegel zahlt man abgaben. Nicht die Stadt essen, die den Pressespiegel nun eingestellt hat – angeblich um die Kosten zu sparen, die sie seit 2006 nicht mehr entrichtet hat. Städtisch finanzierte Raubkopierer, Schnorrer, die sich der Leistungen anderer bedienen. Eine Menge Geld:
Bei einem Kreis von 300 „Regelnutzern“ etwa sind derzeit 1,87 Cent pro Artikel und Regelnutzer zu berappen, der Rest ist dann simple Mathematik: Im Schnitt 80 Artikel mal 1,87 Cent mal 300 Regelnutzer mal 250 Arbeitstage bescheren unterm Strich Kosten von 112.200 Euro pro Jahr.
Geld, das den Verlagen und Journalisten zusteht, deren Texte in dem Pressespiegel vorkommen. Und es ist das Geld, mit dem sie die Steuern zahlen von denen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung ebenso bezahlt werden wie die Politiker, die jedes Mal verzückt sind, wenn sie ihren Namen in einem Medium lesen. Ich hoffe, jemand verklagt die Stadt. Und wenn die nicht zahlen kann? Taschenpfändung beim Oberbürgermeister. Aber bitte in Anwesenheit eines Pressefotografen.
Dortmunder U-Bahn: U wie ungünstig
Die Streckenführung der Dortmunder U-Bahn ist für viele Pendler ein Ärgernis. Nur mit Umsteigen kommen sie zum Hauptbahnhof. Schuld ist die Planung aus den 70er-Jahren.
Alle Wege führen zum Hauptbahnhof: In vielen Metropolen ist der Hauptbahnhof gleichzeitig der zentrale Knotenpunkt für die U-Bahnen. In Dortmund nicht. Wer aus dem Kreuzviertel, aus Dorstfeld, Brackel oder Scharnhorst zum Bahnhof will, muss zwangsläufig umsteigen. Entweder an der Reinoldikirche, am Stadtgarten oder in der Kampstraße.
„Das liegt am Leningrader Dreieck“, erklärt Bernd Winkelmann, Sprecher der Dortmunder Stadtwerke, die die Stadtbahn betreiben: „In den 70er-Jahren haben sich die Dortmunder Planer in zahlreichen Städten der Welt umgeschaut, welche Stadt mit Dortmund vergleichbar ist“. Die Wahl fiel auf das heutige Sankt Petersburg, das damalige Leningrad. Grund war die ähnliche Struktur der russischen Stadt: Dortmund ist flächenmäßig größer als viele andere deutsche Großstädte und viele Menschen wohnen in Vororten. Wie in St. Petersburg.
Update II: Peerblog nach DDoS-Attacke von TEAM M3DU5A wieder online
Das Peerblog ist offline. Ob es offline bleibt, ist noch nicht klar, aber gehen wir mal davon aus, dass es zur Zeit nicht gerade unter der besonders großen Besucherlast zusammengebrochen ist – von einem Blog das einen sechsstelligen Betrag kostet, darf man wohl erwarten dass es ein paar Besucher verkraften kann.
Immerhin: Es hat Peer Steinbrück in die Medien gebracht. Ein Erfolg, irgendwie.
Update: Es handelt sich wohl um eine DDoS-Attacke. Auch die Seite der SPD-Bundestagsfraktion ist betroffen, die Piraten hat es wohl zeitweise erwischt. „TEAM M3DU5A“ hat sich zu dem Angriff bekannt. Als Grund gab TEAM M3DU5A an: „Gerüchten zu Folge wird der Blog von Parteigeldern finanziert, geht gar nicht!“
Auch die Unternehmen der anonymen Unternehmerpersönlichkeiten, die das Peerblog finanzieren, könnten Probleme bekommen:
Mal sehen, welche Unternehmen in den kommenden Tagen offline sind oder von DDoS- Attacken berichten.
Aus den eigenen Reihen schlug dem Peerblog Hähme entgegen. Auf Twitter kommentierte 150 Jahre SPD:
Bei einer DDoS-Attacke ist einer Internetseite durch eine absichtlich herbeigeführte Überlastung nicht mehr erreichbar. Dazu gibt es verschiedene Wege – Wikipedia erklärt sie.
Update II: Das Peerblog ist wieder da. Und man berauscht sich – ganz im Stil von Wir in NRW – in einem Artikel ein wenig an sich selbst:
Die Kritik der “Netzgemeinde” (ich verspreche, ich schreibe das Wort nie wieder) traf auch Peer Steinbrück vor einigen Wochen. Und nun auch den PeerBlog. Medien würden nicht so zahlreich und kritisch darüber berichten, der Blog hätte nicht annähernd diese hohen Klickzahlen, wäre da nicht die Kraft der neuen Medien. Darauf muss sich die Politik allmählich einstellen und anders kommunizieren. Die Zeiten, in denen allein “BILD, BamS und Gotze” Einfluss auf politische Karrieren hatten sind vorbei. Heute hat jeder einzelne Einfluss, mit seiner Stimme im Internet. Gewöhnt euch dran.
Beim Peerblog meinen sie wohl, wenn sie vom Einfluss des Einzelnen reden, die unbekannten Unternehmern die das Projekt finanzieren – und was wohl der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff von diesem Abgesang auf die Bedeutung der Bild hält?
Borsig11: Ideen aus dem Labor

Vor gut zwei Jahren endete das Jahr der Kulturhauptstadt. Das Still-Leben auf der A40, die 311 SchachtZeichen an ehemaligen Zechenstandorten oder der Day of Song werden vielen Menschen im Gedächtnis bleiben. Andere – weit weniger publikumswirksame – Aktionen haben es geschafft, nachhaltig etwas zu bewegen. So wie die „Ausstellung“ 2-3 Straßen und der daraus gegründete Verein Borsig11. Von unserem Gastautor Mirko Kussin.
Das Projekt 2-3 Straßen von Jochen Gerz war die zeitlich längste Aktion der Kulturhauptstadt. Zwischen dem 1. Januar und dem 31.Dezember 2010 lebten 78 Teilnehmer aus allen Teilen der Welt in Sozialwohnungen in „schwierigen“ Quartieren der Städte Dortmund, Duisburg und Mülheim. Sie lebten dort, sie kamen in Kontakt mit dem multikulturellen Leben, sie agierten mit ihren Nachbarn. Sie brachten Kunst in den Alltag. Oder machten den Alltag zur Kunst. Ziel sollte es sein, das Leben der Menschen am
DeWolff
Tengo Hambre Pero No Tengo Dinero
Tengo Hambre Pero No Tengo Dinero, Freitag, 8. Februar, 22.30 Uhr, Evebar, Bochum
Frühstück

Rechenschwäche: Neues Millionen-Loch beim Jugendamt…Ruhr Nachrichten
Entwicklung: Dortmund wächst gegen den Trend…Der Westen:
Politik: Parteien verschieben Forensik-Debatte…Ruhr Nachrichten
Kultur: Ilias Ntais über seinen Film JazzSoup…Coolibri
Schnee: Darum brach am Donnerstag der Stadtverkehr zusammen…Ruhr Nachrichten
BvB: Dortmund-Gerüchte um Diouf…Bild
BvB II: Das Gezerre um BVB-Wunderstürmer Lewandowski…Welt
BvB III: Watzke ist genervt von der Causa Lewandowski…Kicker
BvB IV: Neuer BVB-Spot ab 12 Uhr auf Ruhr Nachrichten Internetseite…Ruhr Nachrichten
Der Ruhrpilot

NRW: …ist Opfer der Energiewende…RP Online
Peerblog: Steinbrück und Steinkühler – Die Goldjungen und ihre Goldgruben…Post von Horn
NRW II: Mietmarkt droht der Kollaps…Westdeutsche Zeitung
NRW III: Filmstiftung fördert 26 Projekte mit 5 Millionen Euro…Kölnische Rundschau
Ruhrgebiet: Hochtief-Chef plant, wesentliche Unternehmensteile zu verkaufen…Der Westen
Bochum: Neues Gymnasiums Bochum war offensichtlich doch teurer…Der Westen
Bochum II: Hellen bestätigt Absage für „Steiger“ im März…Der Westen
Dortmund: Neues Millionen-Loch beim Jugendamt…Ruhr Nachrichten
Dortmund II: Parteien verschieben Forensik-Debatte…Ruhr Nachrichten
Duisburg: Loveparade-Gedenkstätte soll bis Juli fertig werden…Welt
Duisburg II: Grüne aus Duisburg und Düsseldorf fordern Erhalt der Stadtbahn U 79…Der Westen
Duisburg II: Offener Brief zur Personalie Prof. Dr. Dieter Kantel/Duisburger Grüne…Xtranews
Essen: Vom einen auf den anderen Tag hat die Stadt ihren Pressespiegel eingestellt…Der Westen
Umland: Eine kleine Regionalpartei aus dem Rheinland, Geert Wilders und die FPÖ…NRWREX
Umland II: Schavans Professoren trifft erhebliche Mitschuld…Welt
Umland III: Viele Kirchenaustritte nach Kölner Klinikskandal…Welt
Online: Barcamp nur zu Foursquare geplant…Pottblog
Musik: ‚Sebel‘ plant Heimspiel am 23. März in Recklinghausen
Sebastian Niehoff, vielen wohl besser als ‚Sebel‘ bekannt, kommt zu einem Konzert ins ‚Moondock‘ nach Recklinghausen.
Aufgewachsen im Herner Stadtteil Wanne, wohnt der 32-jährige Musiker (und Fotograf) inzwischen in der Vest-‚Metropole‘ Recklinghausen.
Am 23. März 2013 spielt er nun quasi direkt vor der eigenen Haustür. Einlass ist ab 19 Uhr.
Eintrittskarten gibt es nur an der Abendkasse für jeweils 8 Euro.




