
War Helmut Schmidt ein Peacenik? Eher nicht.
Kaum bedrohte die russische Armee die Ukraine mit 130.000 Mann, machte ein Mem die Runde. Ein Foto des ehemaligen SPD-Bundeskanzlers Helmut Schmidt mit dem Zitat: „Lieber 1000 Stunden verhandeln, als eine Minute schießen“ erweckte den Eindruck, als sei Schmidt ein glühender Pazifist gewesen. Was natürlich Unsinn ist. Helmut Schmidt war im zweiten Weltkrieg Oberleutnant der Wehrmacht und kämpfte an der Ostfront. Nach dem Krieg, da war er schon längst in der SPD, hielt Kontakt zur Hilfsgemeinschaft auf Gegenseitigkeit der ehemaligen Waffen-SS (HIAG). Auf einer HIAG-Veranstaltung 1957 sagte er in einer Rede, er habe den Krieg im Osten als Oberleutnant in einer Heeresdivision mitgemacht und er müsse „ihnen, meinen Kameraden von der Waffen-SS nicht erklären, wenn wir damals in Russland wussten, rechts oder links von uns, oder vor uns, liegt eine Division der Waffen-SS, dann konnten wir ruhig schlafen.“ Angesichts der militärisch eher mäßigen Leistungen der von Amateuroffizieren geleiteten Schlächtertruppe wohl eher eine Schmeichelei.









